Finanzkrise Ich gegen den DaxSeite 6/6

Zurück in Berlin, will ich in England anrufen und komme nicht durch. Im Supermarkt geht die Tür nicht auf, als ich hinauswill. Aus dem S-Bahnhof Hackescher Markt fährt kurz nach Mitternacht eine S-Bahn, ein Waggon ist von außen versiegelt, drinnen brennt das Licht, und die Sitze sind mit einer weißen Staubschicht überzogen. Ich gehe weiter, und auf der Treppe nach unten steht ein einsamer alter Koffer mit Holzleisten, der aussieht, als hätte ihn jemand vor langer Zeit hier stehen lassen, 1929 vielleicht. Als ich später nach Hause komme, sitzen im Treppenhaus Marienkäfer, die kaum noch vom Fleck kommen, und ich weiß nicht mehr, ob es so ist, dass Marienkäfer im Winter sterben, oder ob dieses Phänomen irgendwie auf das Ende von etwas hindeutet, das Ende eines langen, großen, wunderbaren Wohlstandszyklus.

Mein Leben lang habe ich Katastrophen so weit wie möglich ignoriert, getragen vom Urvertrauen der Generation Golf, dass die da vorne am Steuer schon alles richtig machen werden. Nun setzt mir nicht nur die tägliche Überdosis an lachsfarbenen Horrornachrichten zu, sondern auch die Dissonanz zwischen diesen Meldungen und dem, was ich sehe. Überall heißt es, dass es noch ein wenig dauern wird, bis wir die Krise spüren, bis das Virus von der »Finanzindustrie« auf die »Realwirtschaft« überspringen wird, bis die Kredite teurer werden und die gesunkene Einkaufslibido der Leute sich auf Produktion, Arbeit, Gesundheit, Wahlentscheidungen auswirken wird.

Noch sitze ich im Café Einstein mit einem befreundeten Paar, wir essen Fisch an geschäumtem Gemüse, und ich verstehe nicht, wieso uns daran »das Finanzsystem« in Zukunft hindern sollte. Wieso können nicht, denke ich, einfach alle ihre Arbeit machen wie bisher?

Die Leute, mit denen ich esse, sind wohlhabend. Sie haben eine Villa und ein kleines Unternehmen. Sie sind beunruhigt, wollen meine Meinung hören, weil sie denken, ich verstünde etwas von diesen Dingen, da ich schon letztes Jahr ab und zu vom Banken-Armageddon gesprochen habe. »Ich bleib in den Aktien«, sagt er, der sich seit Jahrzehnten um sein Geld kümmert und von diesen Dingen sehr viel mehr Ahnung hat als ich. »Daimler, VW, das verschwindet doch nicht einfach in einer Weltwirtschaftskrise.« Ich habe nicht gehört, ob das am Ende des Satzes ein Ausrufezeichen war oder ein Fragezeichen, und hebe nur die Schultern, womit ich sagen will: Wer weiß das schon? Die beiden schauen mich alarmiert an. Ich muss lachen und sage: »Ich hab doch auch keine Ahnung, Leute.«

Später an diesem Montag steigen die Kurse wieder: Zinssenkungen und ein »Aktionsplan« der G8-Regierungen zeigen Wirkung. Mein Gefühl sagt mir, dass hier Feuer mit Feuer bekämpft wird. War nicht das überschüssige Geld genau das Problem?

Und wenn die Inflation kommt, was wäre dann zu tun? Ich ertappe mich bei dem Gedanken, mir nächstes Jahr eine Eigentumswohnung zu kaufen, einfach nur um meine Ruhe zu haben. Aber dann fällt mir ein, dass diese Wohnung dann in der Hauptstadt eines verfallenden Industriegiganten der westlichen Welt stehen würde und dass auch Eigentumswohnungen ihren Wert verlieren können.

Das Schlimme am Investieren ist, dass es nie aufhört. Das ist auch der Grund, vermute ich, warum ich noch nie von einem Multimillionär gehört habe, der sich mit, sagen wir, 20 Millionen zufriedengegeben und seine Zeit den Kindern oder einem wohltätigen Zweck gewidmet hätte. Es ist ein Unglück des Menschen, dass man seine Zufriedenheit immer nur an sich selbst messen kann, denke ich, und deshalb sind die Wünsche der meisten Menschen grenzenlos, und deshalb hängen Glück und das Gefühl von Sicherheit oder Optimismus nur zu einem so geringen Grade von dem ab, was man hat, sondern von dem, was man gestern hatte.

Und ich vermute, dass ich, wenn ich nur ein wenig weiterdenken könnte, etwas sehr Profundes über die condition humaine begreifen würde, über den Zen-Weg der Geldvermehrung. Aber ich kann nicht weiterdenken, ich muss weiterhandeln, muss neue Puts kaufen, von dem Geld, das gerade frei geworden ist, denn die Gelegenheit ist günstig, und bevor das Jahr zu Ende geht, will ich im Plus sein.

Mehr zum Thema finden Sie auch auf der Internetseite von Heike Faller.

 
Leser-Kommentare
  1. Ich denke, dass Sie in einer Traumwelt leben, Herr Stenkamp.
    Der Kommunismus hat versagt.
    Von der Wirtschaft verstehen Sie nur so viel, was Ihnen in dem Arbeitskreis "revolutionäre Trockisten" beigebracht wurde.
    Anstatt weiter Dummheiten von sich geben und sein Unwissen unter Beweis stellen, sollten Sie sich einen Job suchen. Vielleicht als Kellner. Die werden immer gesucht.
    Übrigens, dank solchen Leute wie Sie, haben wir schon in der Bundesrepublik DDR Light.

    Wussten Sie, dass Sie sich, falls Sie in Ihrem Haus einen Bauhandwerker beschäftigen, erst eine Bescheinigung seines Finanzamtes zeigen lassen müssen, dass der gute Mann auch alle seine Steuern bezahlt hat? Falls er diese Bescheinigung nicht vorweisen kann, sind Sie verpflichtet, 15% des geforderten Rechnungsbetrages einzubehalten und direkt an das Finanzamt Ihres Bauhandwerkers zu überweisen. Andernfalls machen Sie sich als Steuersünder strafbar. Das Finanzamt kann von Ihnen die Steuerschuld Ihres Bauhandwerkers einziehen.
    Wussten Sie, dass laut Auffassung des Bundessozialgerichtes es keine wirklich Selbstständigen in unserem Land gibt? Wenn eine Selbstständigere zwanzig Auftraggeber haben, muss die Behörde in jedem Einzelfall prüfen, ob es sich nicht doch um ein Angestelltenverhältnis handelt.
    Wussten Sie, dass Kassenärzte, die gegen ihre Kassenärztliche Vereinigung vor einem Sozialgericht klagen, im Gerichtssaal eben den Vertretern dieser Kassenärztlichen Vereinigung
    auf der Richterbank gegenübersitzen? Und das einem Kassenarzt, der die Gängeleien satt hat und sich als freier Arzt niederlassen will, nach dem Sozialgesetzbuch ein faktisches Berufsverbot droht? Er darf seine Patienten zwar behandeln, aber: „Ein Vergütungsanspruch des Arztes…. besteht nicht. Abweichende Vereinbarungen sind nicht zulässig. (§95blll3,4SGB V)
    Wussten Sie, dass der Finanzmarkt zu den am meisten regulierten Märkten gehört und der Ruf nach noch mehr Regulierung das indirekte Eingeständnis des Versagens eben dieser Regulierungen ist?
    Wenn nicht, sollten Sie sich schnellstens informieren. Denn was die Sozialgesetzgebung und die Finanzregulierung betrifft, leben wir längst in der DDR light, mit allen bösen Folgen, die das für den unbescholtenen Bürger haben kann. Auf dem gestrigen „Forum Freiheit“ der Hayek- Gesellschaft und anderer libertärer Institute und Vereinigungen hat es Carlos A. Gebauer auf den Punkt gebracht: Sozialstaat frisst Rechtsstaat.
    Für alle, die sich vor diesen Zumutungen in die Schweiz flüchten wollen, gab es auch eine gute Nachricht: über die Abschaffung des Bankgeheimnisses muss eine Volksabstimmung entscheiden.
    So viele Peitschen hat Steinbrück gar nicht, um eine solche Abstimmung in seinem Sinne zu beeinflussen.
    Wer mehr wissen will, kann sich hier informieren:
    http://www.Make-Love-Not-...,, http://www.forum-ordnungs... http://www.ef-magazin.de

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    Ich würde Sie wirklich gern in mein Nachtgebet einschließen, allerdings sagte man mir vor gar nicht allzulanger Zeit, daß ich als Mensch, der sicherlich auch ohne Bedenken Aktien von Union Carbide und Dow Chemical kaufen würde, ein total gottloser Mensch sei, also kann ich das vermutlich gar nicht.

    Sei's drum.

    Übrigens: Was man sich anhören kann, wenn man im Zweifel für die Freiheit (auch des Privateigentums) argumentiert und wie schnell man zur inkriminierten Ausbeuermeute gerechnet wird, können Sie in einem anderen Thread auf diesem Forum verfolgen:
    http://kommentare.zeit.de...

    Ich würde Sie wirklich gern in mein Nachtgebet einschließen, allerdings sagte man mir vor gar nicht allzulanger Zeit, daß ich als Mensch, der sicherlich auch ohne Bedenken Aktien von Union Carbide und Dow Chemical kaufen würde, ein total gottloser Mensch sei, also kann ich das vermutlich gar nicht.

    Sei's drum.

    Übrigens: Was man sich anhören kann, wenn man im Zweifel für die Freiheit (auch des Privateigentums) argumentiert und wie schnell man zur inkriminierten Ausbeuermeute gerechnet wird, können Sie in einem anderen Thread auf diesem Forum verfolgen:
    http://kommentare.zeit.de...

  2. Glückwunsch! Wirklich hervorragender Artikel! Besonders gefallen mir die Banker aus der Oberpfalz mit ihrem bodenständigen Hausfrauen-Logik-approach - entlarven die Großbanken-PR als das, was es immer war und erst jetzt offenkundig wird.

    • LH
    • 31.10.2008 um 9:22 Uhr

    "Das Schlimme am Investieren ist, dass es nie aufhört. Das ist auch der Grund, vermute ich, warum ich noch nie von einem Multimillionär gehört habe, der sich mit, sagen wir, 20 Millionen zufriedengegeben und seine Zeit den Kindern oder einem wohltätigen Zweck gewidmet hätte."

    Die gibt es aber:
    "Goodbye and F---- You"
    http://www.portfolio.com/...

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    • aadam
    • 31.10.2008 um 9:34 Uhr

    ... mal sehn, wie lange er das durchhält. Spekulieren ist wie Glücksspiel, es macht süchtig mit sämtlichen Begleiteffekten -> das Kitzeln wird nie aufhören.

    • aadam
    • 31.10.2008 um 9:34 Uhr

    ... mal sehn, wie lange er das durchhält. Spekulieren ist wie Glücksspiel, es macht süchtig mit sämtlichen Begleiteffekten -> das Kitzeln wird nie aufhören.

    • aadam
    • 31.10.2008 um 9:34 Uhr

    ... mal sehn, wie lange er das durchhält. Spekulieren ist wie Glücksspiel, es macht süchtig mit sämtlichen Begleiteffekten -> das Kitzeln wird nie aufhören.

    Antwort auf "Goodbye and F--- you!"
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    • ttob
    • 31.10.2008 um 9:42 Uhr

    k.T.

    Spekulanten gehen ein Risiko ein. Meistens mit ihrem privaten Vermögen. Wenn sie verlieren, ist das ihr Problem. Wenn sie gewinnen, freut sich der Finanzminister (Abgeltungsteuer bzw. Steuer auf Veräußerungsgewinne)
    Wissen Sie, dass es die Spekulation schon seit biblischen Zeiten gab?
    Schon der Josef, der als Wirtschaftsberater vom Pharao diente, hat auf magere Jahre spekuliert und in den fetten Jahren billig die Getreide gekauft um sie in den mageren Jahren mit Gewinn zu verkaufen?
    Er hätte auch verlieren können. Und zwar nicht nur das Geld aber auch seinen Kopf.

    Es gibt einen Unterschied zwischen Adler und Ameisen. Ameisen arbeiten ihr ganzes Leben für nichts oder für fast nichts. Oder geben sich mit HARTZ IV zufrieden.
    Adler gehen Risiken ein. Auch als Spekulanten.

    Die Kommunisten in den Ostblockstaaten haben ihre Völker zu Ameisen gemacht. Und ich sehe, dass viele Zeitleser sich danach sehnen wieder wie Ameisen zu leben.
    Man soll bedenken, dass die Mehrheit der DDR Bürger ihr ganzes DDR Leben auf dem Niveau knapp über HARTZ IV verbracht hatte. Auf so ein Leben als Ameise kann ich gern verzichten. Da eine Finanzkrise ist mir lieber. Mit Putoptionen hat man in den letzten Monaten sein Vermögen vervierfacht.
    Aber Ameisen, die kein Wirtschaftsteil der Zeitung lesen, verschweige vom Verstehen, geben sich lieber mit dem Leben auf Niveau von HARTZ IV zufrieden und lamentieren über die Spekulanten, obwohl sie keine Ahnung von Spekulation haben.

    • ttob
    • 31.10.2008 um 9:42 Uhr

    k.T.

    Spekulanten gehen ein Risiko ein. Meistens mit ihrem privaten Vermögen. Wenn sie verlieren, ist das ihr Problem. Wenn sie gewinnen, freut sich der Finanzminister (Abgeltungsteuer bzw. Steuer auf Veräußerungsgewinne)
    Wissen Sie, dass es die Spekulation schon seit biblischen Zeiten gab?
    Schon der Josef, der als Wirtschaftsberater vom Pharao diente, hat auf magere Jahre spekuliert und in den fetten Jahren billig die Getreide gekauft um sie in den mageren Jahren mit Gewinn zu verkaufen?
    Er hätte auch verlieren können. Und zwar nicht nur das Geld aber auch seinen Kopf.

    Es gibt einen Unterschied zwischen Adler und Ameisen. Ameisen arbeiten ihr ganzes Leben für nichts oder für fast nichts. Oder geben sich mit HARTZ IV zufrieden.
    Adler gehen Risiken ein. Auch als Spekulanten.

    Die Kommunisten in den Ostblockstaaten haben ihre Völker zu Ameisen gemacht. Und ich sehe, dass viele Zeitleser sich danach sehnen wieder wie Ameisen zu leben.
    Man soll bedenken, dass die Mehrheit der DDR Bürger ihr ganzes DDR Leben auf dem Niveau knapp über HARTZ IV verbracht hatte. Auf so ein Leben als Ameise kann ich gern verzichten. Da eine Finanzkrise ist mir lieber. Mit Putoptionen hat man in den letzten Monaten sein Vermögen vervierfacht.
    Aber Ameisen, die kein Wirtschaftsteil der Zeitung lesen, verschweige vom Verstehen, geben sich lieber mit dem Leben auf Niveau von HARTZ IV zufrieden und lamentieren über die Spekulanten, obwohl sie keine Ahnung von Spekulation haben.

    • ttob
    • 31.10.2008 um 9:42 Uhr
    Antwort auf "ja,ja..."
  3. 6. Bravo!

    Ich würde Sie wirklich gern in mein Nachtgebet einschließen, allerdings sagte man mir vor gar nicht allzulanger Zeit, daß ich als Mensch, der sicherlich auch ohne Bedenken Aktien von Union Carbide und Dow Chemical kaufen würde, ein total gottloser Mensch sei, also kann ich das vermutlich gar nicht.

    Sei's drum.

    Übrigens: Was man sich anhören kann, wenn man im Zweifel für die Freiheit (auch des Privateigentums) argumentiert und wie schnell man zur inkriminierten Ausbeuermeute gerechnet wird, können Sie in einem anderen Thread auf diesem Forum verfolgen:
    http://kommentare.zeit.de...

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Was den meisten ZEIT Leser fehlt ist ein Verständnis von der Wirtschaft und Kapitalismus.
    Ein typischer Merkmal von Lehrer und Sozialpädagogen und anderen Geistenwissenschaftsadepten, die bekannterweise das Stammpublikum dieser Zeitschrift bilden.
    Sogar die Autorin des Artikels gab zu, dass Sie bevor mit den Recherchen anfing, keine Ahnung von der Wirtschaft hatte.

    Die Mehrheit der Deutschen sind wirtschaftlichen Analphabeten.
    Erfolgreiche berufliche Spekulation (Mit großem Gewinn als Ziel) ist wie ein eine Fahrt mit Formel 1 Wagen. Wenn nur die Erfahrung als Radfahrer gemacht hat, fliegt auf der ersten Kurve raus.
    Jeder Beruf muss man erlernen. Der Beruf eines Spekulanten ebenfalls. Das dauert Jahre. Erst dann kann man überhaupt qualifiziert über Spekulation sprechen.
    Vorher plappert man nur die Banalitäten nach.

    Was den meisten ZEIT Leser fehlt ist ein Verständnis von der Wirtschaft und Kapitalismus.
    Ein typischer Merkmal von Lehrer und Sozialpädagogen und anderen Geistenwissenschaftsadepten, die bekannterweise das Stammpublikum dieser Zeitschrift bilden.
    Sogar die Autorin des Artikels gab zu, dass Sie bevor mit den Recherchen anfing, keine Ahnung von der Wirtschaft hatte.

    Die Mehrheit der Deutschen sind wirtschaftlichen Analphabeten.
    Erfolgreiche berufliche Spekulation (Mit großem Gewinn als Ziel) ist wie ein eine Fahrt mit Formel 1 Wagen. Wenn nur die Erfahrung als Radfahrer gemacht hat, fliegt auf der ersten Kurve raus.
    Jeder Beruf muss man erlernen. Der Beruf eines Spekulanten ebenfalls. Das dauert Jahre. Erst dann kann man überhaupt qualifiziert über Spekulation sprechen.
    Vorher plappert man nur die Banalitäten nach.

  4. Spekulanten gehen ein Risiko ein. Meistens mit ihrem privaten Vermögen. Wenn sie verlieren, ist das ihr Problem. Wenn sie gewinnen, freut sich der Finanzminister (Abgeltungsteuer bzw. Steuer auf Veräußerungsgewinne)
    Wissen Sie, dass es die Spekulation schon seit biblischen Zeiten gab?
    Schon der Josef, der als Wirtschaftsberater vom Pharao diente, hat auf magere Jahre spekuliert und in den fetten Jahren billig die Getreide gekauft um sie in den mageren Jahren mit Gewinn zu verkaufen?
    Er hätte auch verlieren können. Und zwar nicht nur das Geld aber auch seinen Kopf.

    Es gibt einen Unterschied zwischen Adler und Ameisen. Ameisen arbeiten ihr ganzes Leben für nichts oder für fast nichts. Oder geben sich mit HARTZ IV zufrieden.
    Adler gehen Risiken ein. Auch als Spekulanten.

    Die Kommunisten in den Ostblockstaaten haben ihre Völker zu Ameisen gemacht. Und ich sehe, dass viele Zeitleser sich danach sehnen wieder wie Ameisen zu leben.
    Man soll bedenken, dass die Mehrheit der DDR Bürger ihr ganzes DDR Leben auf dem Niveau knapp über HARTZ IV verbracht hatte. Auf so ein Leben als Ameise kann ich gern verzichten. Da eine Finanzkrise ist mir lieber. Mit Putoptionen hat man in den letzten Monaten sein Vermögen vervierfacht.
    Aber Ameisen, die kein Wirtschaftsteil der Zeitung lesen, verschweige vom Verstehen, geben sich lieber mit dem Leben auf Niveau von HARTZ IV zufrieden und lamentieren über die Spekulanten, obwohl sie keine Ahnung von Spekulation haben.

    Antwort auf "ja,ja..."
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    • ttob
    • 31.10.2008 um 10:44 Uhr

    "Spekulanten gehen ein Risiko ein. Meistens mit ihrem privaten Vermögen. Wenn sie verlieren, ist das ihr Problem. Wenn sie gewinnen, freut sich der Finanzminister (Abgeltungsteuer bzw. Steuer auf Veräußerungsgewinne)"

    WO WARST DU DIE LETZTEN WOCHEN? Und was passiert bitte nochmal genau, wenn der Öl- oder Nahrungsmittelpreis nach oben spekuliert wird, wenn durch Spekulationen Banken pleite gehen? Wenn du so wild auf Spekulieren bist, dann geh zum Pferderennen, dass ist genauso seriös und schadet wenigstens niemandem.

    "Es gibt einen Unterschied zwischen Adler und Ameisen. Ameisen arbeiten ihr ganzes Leben für nichts oder für fast nichts. Oder geben sich mit HARTZ IV zufrieden. Adler gehen Risiken ein. Auch als Spekulanten."

    Mein Gott, zum Glück bist du nicht zynisch oder arrogant, nicht wahr? Dass manche Menschen Verantwortung tragen und nicht mit hohem Risiko und dem von Papa geerbten Geld Kurssteigerungen abschöpfen können, dieser Gedanke kommt dir wahrscheinlich im Traum nicht.

    "Aber Ameisen, die kein Wirtschaftsteil der Zeitung lesen, verschweige vom Verstehen, geben sich lieber mit dem Leben auf Niveau von HARTZ IV zufrieden und lamentieren über die Spekulanten, obwohl sie keine Ahnung von Spekulation haben."

    Genau, alle dumm, außer du. Schade, dass du nicht verstehst, dass ohne Ameisen kein wärmender Bau um dich herum wäre.

    "Spekulanten gehen ein Risiko ein. Meistens mit ihrem privaten Vermögen. Wenn sie verlieren, ist das ihr Problem. Wenn sie gewinnen, freut sich der Finanzminister."

    Wissen Sie, was ein levearaged buy out" ist? Spekulanten kaufen ein Unternehmen um es umzustrukturieren und gewinnbringend zu verkaufen. Das Unternehmen muss allerdings sofort einen Kredit aufnehmen um den Spekulanten den Kaufpreis zu erstatten. Das Risiko des Spekulanten, sein eingesetztes Geld zu verlieren ist gleich null, weil es auf das Unternehmen und die dort arbeitenden Menschen abgewälzt wurde. Das einzige Risiko ist, keinen Gewinn zu machen.

    Die meisten Spekulanten handeln mit dem Geld anderer Menschen (denen immer wieder gesagt wurde, wieviel Geld sie doch verdienen könnten, wenn sie es den "Profis" anvertrauen. Der Spekulant kassiert eine Gebühr und bei Gewinn eine Prämie. Sein Verlustrisiko ist null.

    Wer so blöde ist solchen Leuten sein Geld anzuvertrauen hat es nicht anders verdient. Da sind wir vermutlich einer Meinung

    • ttob
    • 31.10.2008 um 10:44 Uhr

    "Spekulanten gehen ein Risiko ein. Meistens mit ihrem privaten Vermögen. Wenn sie verlieren, ist das ihr Problem. Wenn sie gewinnen, freut sich der Finanzminister (Abgeltungsteuer bzw. Steuer auf Veräußerungsgewinne)"

    WO WARST DU DIE LETZTEN WOCHEN? Und was passiert bitte nochmal genau, wenn der Öl- oder Nahrungsmittelpreis nach oben spekuliert wird, wenn durch Spekulationen Banken pleite gehen? Wenn du so wild auf Spekulieren bist, dann geh zum Pferderennen, dass ist genauso seriös und schadet wenigstens niemandem.

    "Es gibt einen Unterschied zwischen Adler und Ameisen. Ameisen arbeiten ihr ganzes Leben für nichts oder für fast nichts. Oder geben sich mit HARTZ IV zufrieden. Adler gehen Risiken ein. Auch als Spekulanten."

    Mein Gott, zum Glück bist du nicht zynisch oder arrogant, nicht wahr? Dass manche Menschen Verantwortung tragen und nicht mit hohem Risiko und dem von Papa geerbten Geld Kurssteigerungen abschöpfen können, dieser Gedanke kommt dir wahrscheinlich im Traum nicht.

    "Aber Ameisen, die kein Wirtschaftsteil der Zeitung lesen, verschweige vom Verstehen, geben sich lieber mit dem Leben auf Niveau von HARTZ IV zufrieden und lamentieren über die Spekulanten, obwohl sie keine Ahnung von Spekulation haben."

    Genau, alle dumm, außer du. Schade, dass du nicht verstehst, dass ohne Ameisen kein wärmender Bau um dich herum wäre.

    "Spekulanten gehen ein Risiko ein. Meistens mit ihrem privaten Vermögen. Wenn sie verlieren, ist das ihr Problem. Wenn sie gewinnen, freut sich der Finanzminister."

    Wissen Sie, was ein levearaged buy out" ist? Spekulanten kaufen ein Unternehmen um es umzustrukturieren und gewinnbringend zu verkaufen. Das Unternehmen muss allerdings sofort einen Kredit aufnehmen um den Spekulanten den Kaufpreis zu erstatten. Das Risiko des Spekulanten, sein eingesetztes Geld zu verlieren ist gleich null, weil es auf das Unternehmen und die dort arbeitenden Menschen abgewälzt wurde. Das einzige Risiko ist, keinen Gewinn zu machen.

    Die meisten Spekulanten handeln mit dem Geld anderer Menschen (denen immer wieder gesagt wurde, wieviel Geld sie doch verdienen könnten, wenn sie es den "Profis" anvertrauen. Der Spekulant kassiert eine Gebühr und bei Gewinn eine Prämie. Sein Verlustrisiko ist null.

    Wer so blöde ist solchen Leuten sein Geld anzuvertrauen hat es nicht anders verdient. Da sind wir vermutlich einer Meinung

    • Anonym
    • 31.10.2008 um 9:56 Uhr

    Das sollte sich jeder beim Spekulieren vergegenwärtigen.

    Let´s make money

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    "Geld arbeitet nicht - Menschen arbeiten"

    Ochsen, Pferde und Eseln arbeiten auch.
    Nur Menschen können denken. Die Ochsen und Esel nicht.

    Das unterscheidet mich vom Esel. Womit unterscheiden Sie sich vom einen Esel?

    "Geld arbeitet nicht - Menschen arbeiten"

    Ochsen, Pferde und Eseln arbeiten auch.
    Nur Menschen können denken. Die Ochsen und Esel nicht.

    Das unterscheidet mich vom Esel. Womit unterscheiden Sie sich vom einen Esel?

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