Finanzkrise : Ich gegen den Dax

Kann ich mein Geld in zwölf Monaten verdoppeln? ZEITmagazin-Redakteurin Heike Faller begab sich unter die Spekulanten, setzte auf riskante Investitionen – und machte mitten im Crash ihre größten Gewinne

An einem Abend im April stand ich mit einem Finnen, der mir als "ultrareich" vorgestellt worden war, am Flughafen von Kopenhagen. "Große Krisen bergen die Gefahr, dass viele ihr Geld verlieren", sagte er, ganz sachlich, als wir in der Check-in-Schlange warteten. "Und dass einige wenige viel Geld gewinnen."

Ich hatte ihm gerade erklärt, warum ich hier war: Anfang des Jahres hatte ich mich unter die Spekulanten begeben mit dem Ziel, einen Geldbetrag, maximal 20.000 Euro, zu verdoppeln. Nicht aus Geldgier, sondern weil mir das Streben nach Profit einfach der beste Reiseführer schien durch die wilde Welt des entfesselten Kapitalismus. Ich wollte Märkte und Messen besuchen und Börsen obskurer Länder. Ich wollte die Welt durchkämmen und mich dabei nur von einem Prinzip leiten lassen: dem der Gewinnmaximierung. Über das, was ich unter Fondsmanagern und Spekulanten erlebte, wollte ich ein Buch schreiben.

Als ich mit dem Finnen am Flughafen stand, waren wir auf dem Weg in den Nordirak, zusammen mit dem schwedischen Manager eines Fonds namens "Babylon", der als erster nach dem Krieg in irakischen Aktien investiert hatte. Das Land ist reich, wird langsam sicherer, die Aktienkurse lagen am Boden – das war, zusammengefasst, die Idee. Außerdem gebe es, so wurde mir erklärt, kaum eine Börse, die so abgeschnitten sei von den weltweiten Finanzströmen wie die irakische, was bei der Krise im Westen, die bereits in der Luft lag, natürlich ein Vorteil sei.

Der Finne schien mein Vorhaben weder lächerlich noch größenwahnsinnig zu finden. "Verdoppeln", sagte er. "Verdoppeln. In einem Jahr. Okay. Lass mich nachdenken." Dann schloss er die Augen und lenkte seine Energien offenbar in den Teil des Gehirns, der für riskante Finanzanlagen zuständig war. Schließlich sagte er: "Ich kenne eine Papiermühle in Nordfinnland. Sie ist extrem unterbewertet. Sie hat ernste Probleme. Der Kurs ist extrem gesunken. Wenn sie überlebt, sind fünfzig Prozent Rendite möglich. Für hundert Prozent brauchtest du Leverage. Kennst du Leverage?"

Ich nickte stolz. Leverage ist die Kunst, durch Schuldenmachen seine Rendite zu steigern. Früher hatte ich geglaubt, dass nur Arme Schulden haben. Aber unter Spekulanten wurde mir klar, dass die Reichen die größten Schuldner sind. Das Konzept des Leveragings war mir im März begegnet, als die amerikanische Investmentbank Bear Stearns nur durch eine Zwangsverheiratung vor der Pleite bewahrt werden konnte: Sie hatte (wie fast alle Banken und Hedgefonds) Fremdkapital zu billigen Zinsen aufgenommen in der Hoffnung, mit dem fremden Geld mehr zu erwirtschaften, als sie dafür bezahlen musste.

Leverage, zu Deutsch Hebelwirkung, entsteht dann, wenn die Rendite die Schuldzinsen übersteigt. Steigen die Zinsen oder sinkt die Rendite, dann kann daraus über Nacht ein Bankrott werden. (Das billige Geld der letzten Jahrzehnte, das die Banken dazu einlud, Kredite aufzunehmen, hat diese Praxis gefördert – weshalb jetzt immer öfter Alan Greenspan für die Krise verantwortlich gemacht wird, der den Leitzins über Jahre niedrig gehalten hatte. Ich habe mein halbes Leben in einem "Zinstal" verbracht, aber das beginne ich, wie viele, erst jetzt zu begreifen.)

Damals am Flughafen von Kopenhagen lernte ich meine Anfängerlektion Kapitalismus: Wer sein Geld verdoppeln möchte, schafft dies nicht durch Cleverness oder Fleiß. Er muss dafür vor allem ein hohes Risiko eingehen. Risiko und Rendite sind im Kapitalismus auf so existenzielle und tragische Weise verbunden wie siamesische Zwillinge: Eins kann nicht ohne das andere.

Wer investiert, setzt sein Geld, wie beim Roulette, für einen bestimmten Zeitraum dem Lauf des Schicksals aus. Das gilt übrigens auch für Oma-Anlagen. Sie gehen selten pleite, aber sie können pleitegehen, und Sparbuchzinsen sind nicht, wie ich das seit den Weltspartagen meiner Kindheit geglaubt hatte, der Lohn fürs brave Sparen, sondern der (geringe) Lohn der (geringen) Unsicherheit. Wer beim Roulette sein Geld auf eine Zahl setzt, hat eine Chance von 1:37, das 36-Fache seines Einsatzes zurückzubekommen. Wer sein Geld auf Rot oder Schwarz setzt, verdoppelt seinen Einsatz mit einer Wahrscheinlichkeit von nahezu fünfzig Prozent. Wer es aufs Bankkonto legt, der bekommt nur drei Prozent, aber dafür gehen Banken auch nur einmal oder zweimal pro Jahrhundert bankrott. Hohes Risiko – hoher Gewinn; kleines Risiko – kleiner Gewinn. Es ist das Grundgesetz des Kapitalismus, an diese einfache Tatsache sollte man sich halten. Auch wenn in den letzten Jahren selbst vergleichsweise vorsichtige Banker wie Josef Ackermann gehofft haben mögen, mit "innovativen Finanzinstrumenten" die siamesischen Zwillinge getrennt zu haben.

Noch vor neun Monaten konnte ich keinen Wirtschaftsteil lesen, weil ich nach höchstens drei Sätzen an einer mir unbekannten Vokabel hängen blieb. Ich hätte nicht erklären können, was einen Hedgefonds von einem braven Deka-Fonds unterscheidet. Ich verstand nur ansatzweise, warum alle Welt auf die "Zinserhöhungen" oder "Zinssenkungen" des "Zentralbankvorsitzenden" wartete, und immer wenn ein Politiker über eine Abschwächung des Wirtschaftswachstums klagte, spürte ich einen leisen Widerstand, weil mir nicht klar war, wozu die Wirtschaft eigentlich immer weiter wachsen musste. Ging es uns nicht auch so schon gut genug?

Wie viele Leute war ich "im Kapitalismus" groß geworden, ohne je eines seiner Sakramente empfangen zu haben: Ich habe noch nie einen Kredit aufgenommen, noch nie "Produktionsmittel" besessen, erst spät mein Geld "für mich arbeiten lassen": Das war vor vier Jahren, als ich die erste Investitionsentscheidung meines Lebens fällte. Damals habe ich, mehr aus einem Gefühl heraus, meine Ersparnisse in Edelmetalle gesteckt. Zwei bayerische Bankrebellen, die zu dieser Zeit bei einer kleinen Sparkasse arbeiteten, hatten mich auf die Idee gebracht.

Der Westen sei unrettbar verschuldet, erzählten sie, Greenspan "pumpe" seit Jahren mehr Geld in die Wirtschaft, als Amerika erarbeite, es drohten Übertreibungen, Bankenpleiten und früher oder später eine Inflation. Das war 2004. Die beiden Propheten, die mir das verrieten, arbeiteten damals bei den Vereinigten Sparkassen Oberpfalz, Neustadt an der Waldnaab, Vohenstauß. Sie waren kurz zuvor im FAZ-Wirtschaftsteil (den ein Kollege gelesen hatte) dadurch aufgefallen, dass sie in einer Zeit großer Kursverluste mit ihrem "Musterdepot" unglaubliche Gewinne erzielt hatten. Sie hießen Christian Wolf und Uwe Bergold und sprachen davon, dass gegen all jene Geißeln nur Gold helfe, von alters her die Ersatzwährung der Menschheit.

Kommentare

85 Kommentare Seite 1 von 7
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Ich denke, dass Sie in einer Traumwelt leben, Herr Stenkamp.
Der Kommunismus hat versagt.
Von der Wirtschaft verstehen Sie nur so viel, was Ihnen in dem Arbeitskreis "revolutionäre Trockisten" beigebracht wurde.
Anstatt weiter Dummheiten von sich geben und sein Unwissen unter Beweis stellen, sollten Sie sich einen Job suchen. Vielleicht als Kellner. Die werden immer gesucht.
Übrigens, dank solchen Leute wie Sie, haben wir schon in der Bundesrepublik DDR Light.

Wussten Sie, dass Sie sich, falls Sie in Ihrem Haus einen Bauhandwerker beschäftigen, erst eine Bescheinigung seines Finanzamtes zeigen lassen müssen, dass der gute Mann auch alle seine Steuern bezahlt hat? Falls er diese Bescheinigung nicht vorweisen kann, sind Sie verpflichtet, 15% des geforderten Rechnungsbetrages einzubehalten und direkt an das Finanzamt Ihres Bauhandwerkers zu überweisen. Andernfalls machen Sie sich als Steuersünder strafbar. Das Finanzamt kann von Ihnen die Steuerschuld Ihres Bauhandwerkers einziehen.
Wussten Sie, dass laut Auffassung des Bundessozialgerichtes es keine wirklich Selbstständigen in unserem Land gibt? Wenn eine Selbstständigere zwanzig Auftraggeber haben, muss die Behörde in jedem Einzelfall prüfen, ob es sich nicht doch um ein Angestelltenverhältnis handelt.
Wussten Sie, dass Kassenärzte, die gegen ihre Kassenärztliche Vereinigung vor einem Sozialgericht klagen, im Gerichtssaal eben den Vertretern dieser Kassenärztlichen Vereinigung
auf der Richterbank gegenübersitzen? Und das einem Kassenarzt, der die Gängeleien satt hat und sich als freier Arzt niederlassen will, nach dem Sozialgesetzbuch ein faktisches Berufsverbot droht? Er darf seine Patienten zwar behandeln, aber: „Ein Vergütungsanspruch des Arztes…. besteht nicht. Abweichende Vereinbarungen sind nicht zulässig. (§95blll3,4SGB V)
Wussten Sie, dass der Finanzmarkt zu den am meisten regulierten Märkten gehört und der Ruf nach noch mehr Regulierung das indirekte Eingeständnis des Versagens eben dieser Regulierungen ist?
Wenn nicht, sollten Sie sich schnellstens informieren. Denn was die Sozialgesetzgebung und die Finanzregulierung betrifft, leben wir längst in der DDR light, mit allen bösen Folgen, die das für den unbescholtenen Bürger haben kann. Auf dem gestrigen „Forum Freiheit“ der Hayek- Gesellschaft und anderer libertärer Institute und Vereinigungen hat es Carlos A. Gebauer auf den Punkt gebracht: Sozialstaat frisst Rechtsstaat.
Für alle, die sich vor diesen Zumutungen in die Schweiz flüchten wollen, gab es auch eine gute Nachricht: über die Abschaffung des Bankgeheimnisses muss eine Volksabstimmung entscheiden.
So viele Peitschen hat Steinbrück gar nicht, um eine solche Abstimmung in seinem Sinne zu beeinflussen.
Wer mehr wissen will, kann sich hier informieren:
http://www.Make-Love-Not-...,, http://www.forum-ordnungs... http://www.ef-magazin.de

Bravo!

Ich würde Sie wirklich gern in mein Nachtgebet einschließen, allerdings sagte man mir vor gar nicht allzulanger Zeit, daß ich als Mensch, der sicherlich auch ohne Bedenken Aktien von Union Carbide und Dow Chemical kaufen würde, ein total gottloser Mensch sei, also kann ich das vermutlich gar nicht.

Sei's drum.

Übrigens: Was man sich anhören kann, wenn man im Zweifel für die Freiheit (auch des Privateigentums) argumentiert und wie schnell man zur inkriminierten Ausbeuermeute gerechnet wird, können Sie in einem anderen Thread auf diesem Forum verfolgen:
http://kommentare.zeit.de...

Was den meisten ZEIT Leser fehlt ist ein Verständnis von der Wirtschaft und Kapitalismus.
Ein typischer Merkmal von Lehrer und Sozialpädagogen und anderen Geistenwissenschaftsadepten, die bekannterweise das Stammpublikum dieser Zeitschrift bilden.
Sogar die Autorin des Artikels gab zu, dass Sie bevor mit den Recherchen anfing, keine Ahnung von der Wirtschaft hatte.

Die Mehrheit der Deutschen sind wirtschaftlichen Analphabeten.
Erfolgreiche berufliche Spekulation (Mit großem Gewinn als Ziel) ist wie ein eine Fahrt mit Formel 1 Wagen. Wenn nur die Erfahrung als Radfahrer gemacht hat, fliegt auf der ersten Kurve raus.
Jeder Beruf muss man erlernen. Der Beruf eines Spekulanten ebenfalls. Das dauert Jahre. Erst dann kann man überhaupt qualifiziert über Spekulation sprechen.
Vorher plappert man nur die Banalitäten nach.

*lol*

Naja, auch die meisten mit jahrelanger Erfahrung denken nur was alle anderen auch denken. Darum gibt es ja erst diese Finanzkrise. Weil keiner sich ernsthaft darüber Gedanken gemacht hat was Collateralized Debt Obligations überhaupt sind und wie sie sich verhalten könnten. Sie wurden von Leuten mit jahrelanger Erfahrung gekauft weil andere Leute mit jahrelanger sie auch kauften.

>Erfolgreiche berufliche Spekulation (Mit großem Gewinn als Ziel) ist wie ein eine Fahrt mit Formel 1 Wagen. Wenn nur die Erfahrung als Radfahrer gemacht hat, fliegt auf der ersten Kurve raus.

Da liegen Sie falsch. Die Märkte sind auch für Profis extrem schwer abzuschätzen. Man kann auch als blutiger Anfänger ohne die geringste Ahnung Glück haben und auch Profis können keine großen Renditen ohne große Risiken erzielen.
Den meisten Leuten empfehle ich niemals einen Fonds zu kaufen, weil diese meist schlechter abschneiden als die Indizes und trotzdem horrende Gebühren verlangen.
Wenn man halbwegs diversifiziert (kein Papier mit über 10% des Portfolios) und in halbwegs unkorrelierte Wertpapiere investiert, ist man meist besser als das was von einem Fond nach Gebühren übrig bleibt und man ist trotzdem auf der langfristig sicheren Seite.

@J.S.Mill

"Man kann auch als blutiger Anfänger ohne die geringste Ahnung Glück haben und auch Profis können keine großen Renditen ohne große Risiken erzielen."

Eben, sie benutzen den Modalverb: Können. Man kann, wenn man Glück oder Unglück hat.

Aber das ist noch keine Professionalität, wenn man auf Glück setzt.
Ich setze lieber auf Markowitz, Black&Scholes, Brett Steenbarger und den gesunden Menschen verstand.
Von Fonds und Aktien habe ich keine Ahnung. Ich handle nur Bundfutures und Eurodollar. Nebenberuflich mit Erfolg. Spezialisierung ist alles. Man soll nur das traden was man versteht. Wenn in den staatlichen DEUTSCHEN Banken (BayerLB,Sachsen LB, KfW, HSS) Idioten sitzen, die handeln was sie nicht verstehen, ist es bedenklich. Und es macht mich nicht optimistischer, wenn ich lese, dass man noch nach mehr staatlichen Einfluss auf die Finanzmärkte verlangt.
Bisher haben die STAATLICHEN Banken gezeigt, dass der Staat von Unfähigen, Korrupten Ignoranten regiert wird.
Es reicht die Zeitungen der letzten zwei Monaten nach dem Stichwort Steinbrück durchrecherchieren. Der gute Mann hatte keine Ahnung davon was in der Welt abläuft. Er dachte nur an die nächste Bundestag Wahlen. Solche Ignoranz sollte strafbar sein.

„Aber das ist noch keine Professionalität, wenn man auf Glück setzt.
Ich setze lieber auf Markowitz, Black&Scholes, Brett Steenbarger und den gesunden Menschen verstand.“

Ja, aber man kann auch als Profi Glück oder Unglück haben!!! Auch, wenn man sehr viele Informationen berücksichtigt sind immer noch sehr viele Unbekannte im Spiel. Ausserdem empfehle ich nicht nur Glück sondern Streuung. Das heisst nicht, dass man sich dann gar keine Gedanken darüber macht. Aber man ist davor bewahrt, dass einem eine Fehleinschätzung ruiniert. Auch wenn man Profi ist, kann man mächtig daneben liegen was gerade wieder Porsche mit VW zeigt. Da haben knapp 100 Hedge-Fonds-Manager riesige Verluste gemacht. Und die können auch mit Black Scholes umgehen. ;)
Natürlich sage ich nicht das man mit Verstand im Schnitt überdurchschnittlich Rendite machen kann. Wie z.B. Warren Buffett.
Jahrelange Erfahrung ist aber kein Indiz dafür, dass jemand besser ist.
Und die exorbitanten Gewinne wurden von den Banken hauptsächlich durch die Hebelwirkung des Leverage-Effektes unter enormen Risiken gemacht nicht unbedingt durch Können, wie es jetzt offensichtlich wird.

Darüber hinaus haben sie natürlich Recht mit der Aussage, dass man nur mit Dingen handeln sollte die man auch versteht. Diese alte Weisheit haben schon viel zu viele ignoriert.

Verständnis von der Wirtschaft...

Was den meisten ZEIT Leser fehlt ist ein Verständnis von der Wirtschaft und Kapitalismus.
Ein typischer Merkmal von Lehrer und Sozialpädagogen und anderen Geistenwissenschaftsadepten, die bekannterweise das Stammpublikum dieser Zeitschrift bilden.

Warum sollten sie das auch haben? Diese Leute sind entweder beim Staat angestellt, oder sie sind eben arbeitslos; dann kommt das Geld auch vom Staat.

Wenn sich aus dem Artikel etwas lernen lässt, dann: Dass es Arbeit ist, sich auch nur die Grundkenntnisse des Investierens anzueignen. Warum sollten sich Lehrer und Sozialpädagogen diese Arbeit machen?

Spekulanten gehen ein Risiko ein. Meistens mit ihrem privaten Vermögen. Wenn sie verlieren, ist das ihr Problem. Wenn sie gewinnen, freut sich der Finanzminister (Abgeltungsteuer bzw. Steuer auf Veräußerungsgewinne)
Wissen Sie, dass es die Spekulation schon seit biblischen Zeiten gab?
Schon der Josef, der als Wirtschaftsberater vom Pharao diente, hat auf magere Jahre spekuliert und in den fetten Jahren billig die Getreide gekauft um sie in den mageren Jahren mit Gewinn zu verkaufen?
Er hätte auch verlieren können. Und zwar nicht nur das Geld aber auch seinen Kopf.

Es gibt einen Unterschied zwischen Adler und Ameisen. Ameisen arbeiten ihr ganzes Leben für nichts oder für fast nichts. Oder geben sich mit HARTZ IV zufrieden.
Adler gehen Risiken ein. Auch als Spekulanten.

Die Kommunisten in den Ostblockstaaten haben ihre Völker zu Ameisen gemacht. Und ich sehe, dass viele Zeitleser sich danach sehnen wieder wie Ameisen zu leben.
Man soll bedenken, dass die Mehrheit der DDR Bürger ihr ganzes DDR Leben auf dem Niveau knapp über HARTZ IV verbracht hatte. Auf so ein Leben als Ameise kann ich gern verzichten. Da eine Finanzkrise ist mir lieber. Mit Putoptionen hat man in den letzten Monaten sein Vermögen vervierfacht.
Aber Ameisen, die kein Wirtschaftsteil der Zeitung lesen, verschweige vom Verstehen, geben sich lieber mit dem Leben auf Niveau von HARTZ IV zufrieden und lamentieren über die Spekulanten, obwohl sie keine Ahnung von Spekulation haben.

Lieber Zeitleser5331

"Spekulanten gehen ein Risiko ein. Meistens mit ihrem privaten Vermögen. Wenn sie verlieren, ist das ihr Problem. Wenn sie gewinnen, freut sich der Finanzminister (Abgeltungsteuer bzw. Steuer auf Veräußerungsgewinne)"

WO WARST DU DIE LETZTEN WOCHEN? Und was passiert bitte nochmal genau, wenn der Öl- oder Nahrungsmittelpreis nach oben spekuliert wird, wenn durch Spekulationen Banken pleite gehen? Wenn du so wild auf Spekulieren bist, dann geh zum Pferderennen, dass ist genauso seriös und schadet wenigstens niemandem.

"Es gibt einen Unterschied zwischen Adler und Ameisen. Ameisen arbeiten ihr ganzes Leben für nichts oder für fast nichts. Oder geben sich mit HARTZ IV zufrieden. Adler gehen Risiken ein. Auch als Spekulanten."

Mein Gott, zum Glück bist du nicht zynisch oder arrogant, nicht wahr? Dass manche Menschen Verantwortung tragen und nicht mit hohem Risiko und dem von Papa geerbten Geld Kurssteigerungen abschöpfen können, dieser Gedanke kommt dir wahrscheinlich im Traum nicht.

"Aber Ameisen, die kein Wirtschaftsteil der Zeitung lesen, verschweige vom Verstehen, geben sich lieber mit dem Leben auf Niveau von HARTZ IV zufrieden und lamentieren über die Spekulanten, obwohl sie keine Ahnung von Spekulation haben."

Genau, alle dumm, außer du. Schade, dass du nicht verstehst, dass ohne Ameisen kein wärmender Bau um dich herum wäre.

Risiko

"Spekulanten gehen ein Risiko ein. Meistens mit ihrem privaten Vermögen. Wenn sie verlieren, ist das ihr Problem. Wenn sie gewinnen, freut sich der Finanzminister."

Wissen Sie, was ein levearaged buy out" ist? Spekulanten kaufen ein Unternehmen um es umzustrukturieren und gewinnbringend zu verkaufen. Das Unternehmen muss allerdings sofort einen Kredit aufnehmen um den Spekulanten den Kaufpreis zu erstatten. Das Risiko des Spekulanten, sein eingesetztes Geld zu verlieren ist gleich null, weil es auf das Unternehmen und die dort arbeitenden Menschen abgewälzt wurde. Das einzige Risiko ist, keinen Gewinn zu machen.

Die meisten Spekulanten handeln mit dem Geld anderer Menschen (denen immer wieder gesagt wurde, wieviel Geld sie doch verdienen könnten, wenn sie es den "Profis" anvertrauen. Der Spekulant kassiert eine Gebühr und bei Gewinn eine Prämie. Sein Verlustrisiko ist null.

Wer so blöde ist solchen Leuten sein Geld anzuvertrauen hat es nicht anders verdient. Da sind wir vermutlich einer Meinung

juergen79

ich habe Ihre Kommentare 33 und 38 gelsen. Darauf muss ich nicht antworten. Das ist nichts zuzugeben. Sie haben absolut recht.

Dummheit findet man überall, nicht nur unter Kommunisten. Die Kapitalisten sind auch dagegen nicht geimpft.

Nur diese Tatsache ist - wie Sie selber bemerkt haben - kein Freibrief für die ungehemmte Kritik der Finanzwirtschaft. Sie erlaubt nicht ohne jegliche Kenntnisse von Wirtschaftlichen Zusammenhängen eine Kapitalismuskritik durchzuführen indem Stammtischparole mit Dummheit vermengen werden und mit ein paar Begriffen wie "leerverkaufe" oder "Derivate" geschmuckt werden.

Wenn einige Banker falsch gehandelt haben, ist deshalb nicht ganze Finanzsystem daran schuld. Und einen Kanonenfeuer auf Kapitalismus seitens finanzwirtschaftlichen Laien rechtfertigt das keinenfalls.
Um das zu drastisch zu verdeutlichen:

Weil sich einige Priester in Deutschland oder in den USA sich an ihren kleinen Messdiener vergingen, heißt das noch lange nicht, dass das ganze Christentum nur aus Päderasten besteht.

Kartoffel-Fan

@Zeitleser5331

Sie schreiben
Ich musste in Polen 35 Jahren unter Kommunisten ertragen.
und dann noch
Weil sich einige Priester in Deutschland oder in den USA sich an ihren kleinen Messdiener vergingen, heißt das noch lange nicht, dass das ganze Christentum nur aus Päderasten besteht.

Nach dem Lesen Ihrer vielen Kommentare gelange ich immer mehr zu der Einschätzung, dass sie zu den Polen gehören müssen, die Anhänger der schrecklichen PiS-Partei, der Kaczynski-Brüder und Radio Maria sind. Vielleicht irre ich mich und Sie wollen mit Polen an sich gar nichts mehr zu tun haben, aber ihr menschenverachtendes Weltbild kommt mir sehr bekannt vor.

"...sie zu den Polen

"...sie zu den Polen gehören müssen, die Anhänger der schrecklichen PiS-Partei, der Kaczynski-Brüder und Radio Maria sind. Vielleicht irre ich mich und Sie wollen mit Polen an sich gar nichts mehr zu tun haben, aber ihr menschenverachtendes Weltbild kommt mir sehr bekannt vor..."

1) falls Sie mich gemeint haben, dann passen Sie auf Ihre Grammatik und Rechtschreiben auf. Sietzen tut man mit "S" nicht mit "s" . Sonst ist das Menschenverachtend.

2) von schrecklichen PiS Partei habe ich niemal gehört? Musste ich? Ich bin kein polnischer Staatsbürger mehr. Radio Maryja? Quatsch, ich bin ein Atheist. Es reicht mir GEZ Radio zu hören. GEZ Fernsehen ist zu kotzen und Unterschichtfernsehen (RTL und Co.) treiben mich in den Selbstmord. Was soll ich noch mit den polnischen Sender anfangen?

3) Ein menschenverachtendes Weltbild kann Ihnen bekannt vokommen. Bestimmt haben Sie auch die Geschichtbücher gelesen und die Geschichte des 20 Jh. soll Ihnen bekannt sein. Menschenverachtendes Bild ist eine Spezialität der Deutschen.

Irren ist menschlich, mein lieber nectanebi. Ich will weder was mit Polen noch mit Deutschen zu tun haben. Mit Ihnen am wenigsten. Das wird Sie aber bestimmt nicht davon abhalten noch irgendwelche dumme Sprüche zu meiner Person hier abzuladen. Nicht wahr?

so ist es einwenig besser! galube ich!

"...sie zu den Polen gehören müssen, die Anhänger der schrecklichen PiS-Partei, der Kaczynski-Brüder und Radio Maria sind. Vielleicht irre ich mich und Sie wollen mit Polen an sich gar nichts mehr zu tun haben, aber ihr menschenverachtendes Weltbild kommt mir sehr bekannt vor..."
1) falls Sie mich gemeint haben, dann passen Sie auf Ihre Grammatik und Rechtschreiben auf. Sietzen tut man mit "S" nicht mit "s" . Sonst ist das menschenverachtend.
2) von schrecklicher PiS Partei (oder: von einer/der schrecklichen, ) habe ich niemals gehört? Müsste ich? Ich bin kein polnischer Staatsbürger mehr. Radio Maryja? Quatsch, ich bin ein Atheist. Es reicht mir, GEZ Radio zu hören. GEZ Fernsehen ist zum Kotzen und Unterschichtfernsehen (RTL und Co.) treiben mich in den Selbstmord. Was soll ich noch mit den polnischen Sendern anfangen?
3) Ein menschenverachtendes Weltbild kann Ihnen bekannt vorkommen. Bestimmt haben Sie auch die Geschichtsbücher gelesen und die Geschichte des 20. Jh. soll Ihnen bekannt sein. Menschenverachtendes Bild ist eine Spezialität der Deutschen.
Irren ist menschlich, mein lieber nectanebi. Ich will weder was mit Polen noch mit Deutschen zu tun haben. Mit Ihnen am wenigsten. Das wird Sie aber bestimmt nicht davon abhalten noch irgendwelche dumme Sprüche zu meiner Person hier abzuladen. Nicht wahr?

@palistine

das war lieb gemeint , aber abgesehen davon, dass dieser nummerierte (was will er uns damit sagen?) zeitleser es wohl nicht zu schätzen wissen wird - es war auch 'vergebens', denn da hilft nur der dicke rotstift zum ganz durchstreichen und die notiz: neu schreiben! Vermeiden Sie dabei bitte, Gott und die Welt und Ihre Mitmenschen permanent herabzusetzen!

[Anm.: Bitte versuchen Sie, wieder auf das eigentliche Thema dieses Threads zurückzukommen - danke. /Die Redaktion pt.]

Krise

1) Wenn soll ich wohl sonst gemeint haben? Und schlechte Rechtschreibung ist nicht menschenverachtend.

2) Selbstmord ist keine gute Lösung.

3) Verachtung von Menschen kann man nicht als eine Spezialität bezeichnen. Und in den letzten 100 Jahren gab es auch eine Geschichte außerhalb von Deutschland.

4) Wenn Sie mit niemandem etwas zu tun haben wollen, dann ist ein öffentliches Forum eher suboptimal für Sie.

5) Nicht wahr.

@Rahab

Sie werden mir vielleicht recht geben, dass wer sich seiner Herkunft und Vergangenheit schämt, meistens nicht auf seine Gegenwart sein kann, egal wie adlig man sich vorgibt. Das Problem, das solche Menschen sorry Adler haben, ist das, dass sie sich wie Ameisen fühlen, und hoffen, als Adler angesehen werden. Denn es wird immer Menschen geben, die adliger bzw. privilegierter als sie sind. Das Dilemma von der Adler-Ameise Betrachtungsweise, dass man ständig die Rollen wechselt, je nachdem mit wem man gerade verkehrt. Komischerweise verdrängt man das gefühlte von den mehr privilegierten Verachtet-sein, durch das Aufsuchen nach Anerkennung von den weniger privilegierten s.g. Ameisen. Man begegnet dieselben s.g. Ameisen mit mehr Verachtung, falls sie die ersehnte Anerkennung nicht demütig aufbringen, weil sie das alles nicht so sehen, was man für ganz logisch hält. Ein wirklich Teufelskreis und der Fluch der gleichzeitigen Adler-Ameise Menschen. Ein schwieriger Fall.

Neue deutsche Rechtschreibung

Wenn man mit der neuen deutschen Rechtschreibung und der deutschen Grammatik „leider nicht so sehr vertraut“ ist, sollte man anderen - zumindest öffentlich – keine Ratschläge bezüglich „Grammatik und Rechtschreiben“ geben.

Dass Sie es dennoch tun, gibt Anlass zu der Vermutung, dass Sie über ein gesundes Selbstbewusstsein verfügen und an Selbstvorwürfen wohl nicht zugrunde gehen werden.

Im Übrigen: Man sietzt nicht, sondern man siezt!

@Anke S

Sie haben die Wahl, entweder ausgebeutet zu sein, oder sein Leben selbst zu bestimmen. Die Voraussetzung haben Sie schon dafür. Sie können lesen und schreiben, also so doof dürfen Sie nicht sein um die Entscheidungen zu treffen anstatt darauf zu warten, dass jemand für Sie die Entscheidungen trifft.

Wenn die Moral und Ethik für Sie bedeutet, dass ALLE Menschen sich ausbeuten lassen sollen, was es auch ausgebeutete Menschen gibt, dann sind sie nicht zu beneiden.

Ich habe mich vor Jahren entschieden agieren anstatt zu reagieren. Sonst wurde ich bis heute als Zuwanderer die Regalen bei Aldi auffüllen, wie die viele von den Immigranten, die mit mir vor 20 Jahren nach Deutschland kamen.
Wenn man die Chancen nicht ergreift, wenn die Zeit dafür ist, dann muss man sich mit dem Status des Unterprivilegierten und Ausgebeuteten abfinden.

Es wundern mich allerdings, dass die "Unterprivilegierten" immer den Schuld bei anderen suchen. Wenn ich mir manche von den "Unterprivilegierten" anschaue, dann frage ich mich immer warum haben sie auf die Bildung verzichtet? Ficken und Saufen hat ihnen wahrscheinlich mehr Spass gemacht als die Schule.

unabhängig von Anke S - frage ich Sie

was soll das:

"Es wundern mich allerdings, dass die "Unterprivilegierten" immer den Schuld bei anderen suchen. Wenn ich mir manche von den "Unterprivilegierten" anschaue, dann frage ich mich immer warum haben sie auf die Bildung verzichtet? Ficken und Saufen hat ihnen wahrscheinlich mehr Spass gemacht als die Schule."????

woher nehmen Sie so viel herablassung? hat das was mit 'unterschieden' zu tun?

@Rahab

"woher nehmen Sie so viel herablassung?"

das ist die Erfahrung, die ich sowhl in dem Osteuropa als auch in der westlichen Welt gemacht habe. Ich weiß nicht wie alt Sie sind. ich bin 55J.
In dem Ostblock war man schon durch das Unfreiheitsystem zum Unterpriviligierten gemacht und es gab - bis wenige Ausnahmen - kein Entrinnen. Sogar mit Uniabschluss musste man oft am Hungertuch nagen. Nur durch die Emigration in die Westliche Welt hätte man sein leben verbessern können. Wenigsten bis zum Fall der Berliner Mauer.

In den Westen aber, hatte man viel anderen Möglichkeiten gehabt, als sich nur auf die Milde des Staates zu verlassen.
Ich habe diese Chance irgendawann ergriffen und ich bin stolz darauf, dass ich mich auf den Staat nicht verlassehn muss.

Das eben unterscheidet die Adler von Ameisen.

moralisch unterpriveligiert

Da haben sie sich aber ganz schön in Rage geschrieben. Dadurch leidet ihre Argumentationskette leider ein wenig.
Wahrlich hohe moralische Grundsätze haben sie offensichtlich nicht und genau dies ist wohl die crux unserer Gesellschaft. Wenn man gut dasteht(finanziell) ist dies nur einem selbst zu verdanken. Natürlich niemandem sonst. Schon gar nicht dem Unterpriveligierten, Ausgebeuteten, von ihnen auch ganz gern mal als Esel, Ochse oder Pferd bezeichnet. Nach ihrer Aussage, 4. Absatz, ist es also in Ordnung wenn Menschen ausgebeutet werden. Wahrscheinlich von ihnen damit sie auch gute Profite machen. Ich frage mich ja wie sie zu unserem Grundgesetz stehen, so mit Menschenwürde und Eigentum verpflichtet.
Es ist schon etwas wiederlich wie sie verallgemeinern. Jeder Unterpriveligierte, Ausgebeutete hat freiwillig auf Bildung verzichtet, implzieren, dass diese nur ficken und saufen wollten. Während ich ihr Kommentar hier nochmal lese frage ich mich irgendwie, wie ein "Mensch" zu solch menschenverachtenden Äußerungen kommt.
Ich schrieb es etwas weiter oben ja schon. Dies ist das Problem in unserer Gesellschaft. Solche Einstellungen sind es. Wenn es nur noch um "ich,ich,ich" geht, nehmen seeliger als geben wird, man frohen Mutes Menschen verunglimpft... An sowas scheitern Gesellschaften. Am schnöden Narzissmus. Dieser zieht sich durch alle Schichten unserer Gesellschaft.

Machen Sie sich mal um mich keine Sorgen

ich bestimme mein Leben schon selbst. Ich halte mich auch nicht für ausgebeutet oder unterprivilegiert, im ganzen Gegenteil.

Ich sprach von Menschen in der 3.Welt. Die haben kaum die Möglichkeit, sich zwischen agieren oder reagieren zu entscheiden. Mangels Bildung, mangels medizinischer Versorgung, mangels möglichem Engagement abseits von nacktem Überleben.

Und die haben auch kaum die Möglichkeit, sich gegen die schamlose Ausbeutung der 1.Welt zu wehren. Mit diesem verordneten Status des Unterpriviligierten und Ausgebeuteten kann und will ich mich nicht abfinden. In diese Richtung zielte meine Frage zum Unterschied zwischen Ihnen und mir.

Es ist ja sehr schön, daß Sie für Ihr Leben Initiative ergriffen haben. Ich wundere mich aber über Ihre Egozentrik und Ihren begrenzten Blick auf Deutschland. Wenn Sie in irgendeiner Weise rund um Rohstoffe investieren, sollten Sie schon ein wenig über den Rand Ihres Portefolios hinausblicken.

Arbeit

Sie schrieben:

"Ochsen, Pferde und Eseln arbeiten auch.
Nur Menschen können denken. Die Ochsen und Esel nicht."

wikipedia sagt:

"Arbeit ist im Sinne der meisten Schulen der Volkswirtschaftslehre neben Kapital und Boden einer der drei Produktionsfaktoren. Die ökonomische Definition der Arbeit als Produktionsfaktor erfasst die geistigen und körperlichen Anstrengungen des Menschen im Rahmen von Arbeitsverhältnissen, insoweit sie Wert schaffen."

Wenn bei Ihnen Ochsen, Pferde und Esel auch arbeiten, dann scheint es mit Ihren ökonomischen Grundkenntnissen ja auch nicht so weit her zu sein, also lehnen Sie sich nicht so weit aus dem Fenster. Anderen Unwissenheit vorzuwerfen wenn sie anderer Meinung sind ist einfach nur billig.

Die Wirtschaftswissenschaft ist übrigens keine exakte Wissenschaft. Es gibt in der Ökonomie keine absolute Wahrheit.

@Glawen

"Während ich ihr Kommentar hier nochmal lese frage ich mich irgendwie, wie ein "Mensch" zu solch menschenverachtenden Äußerungen kommt."

Das habe ich in Deutschland gelernt. Bevor ich hier kam, war ich ein braver in sozialistischer Wirtschaftsordnung erzogener Mensch. Die Kontaken mit der Deutschen haben mich jegliche Illusionen beraubt. Hier gilt nur die Devise:
Hilft dir selber, sonst hift dir keiner.
Und ich schätze diese Erkenntnis. Daher sind die sinnfreie Rügen meiner Kommentare für mich ohne Belang.
Ich gehe jede Wette darauf, dass die 91% der Detuschen den Unterschied zwischen Libor und Eonia nicht kennen, ein ODAX vom DAX nicht unterscheiden können, und Optionen mit Futures verwechseln. Dafür fühlen sie sich berechtigt über Finanzwirtschaft zu philosophieren und den Armut der unterpriviligierten bildungsfernen Schichten den Banken in die Schuhe zu schieben.

Würden die Deutschen wirkllich so seeeeh auf die Gerechtigkeit setzen, würde die "Gerechtigkeit" Partei mit der Regierungsbildung vertrauen. Aber die Mehrheit wählt immer wider die gleichen Polit Clowns.
Also wenn das Volk ist dumm, ist das nicht meine Schuld.

"Wenn bei Ihnen Ochsen,

"Wenn bei Ihnen Ochsen, Pferde und Esel auch arbeiten, dann scheint es mit Ihren ökonomischen Grundkenntnissen ja auch nicht so weit her zu sein, also lehnen Sie sich nicht so weit aus dem Fenster. Anderen Unwissenheit vorzuwerfen wenn sie anderer Meinung sind ist einfach nur billig."

ich sehe keinen Widerspruch.
Aber für manche Sozialromantiker bedeutet die Arbeit offensichtlich nur schwere Körperliche Arbeit wie in Manchester im 19 Jh.
Wenn die Leute für 1 Euro/h den Laub in der Parkanlagen des Branderburgs harken wollen, anstatt bei den Polen, die dort die Arbeitsplätze geschafft haben anzuheuern, dann hält sich mein Mitleid für die "Unterpriviligierten" in Grenzen.
Als ich von denen gehört habe: Für die Polen, die hier gekommen sind, arbeite ich nicht, lieber schon Hartz IV, dann war bei mir schluß mit dem Verständnis.

Tiere arbeiten nicht.

genauso wenig wie Geld übrigens. Die wissenschaftliche Definition der Arbeit umfasst nur die Tätigkeit von Menschen. Sie haben sich ganz einfach unwissenschaftlich ausgedrückt. Und was soll man von einem Menschen halten, der den Begriff Arbeit falsch verwendet, aber anderen das Recht der Meinungsbildung abspricht, wenn sie den Unterschied zwischen Futures und Optionen nicht kennen?

@Rahab "und wie steht es so

@Rahab

"und wie steht es so um Ihre bildung? können Sie mir den unterschied wischen hufal und nifal erklären? oder den zwischen harimtu und karimtu?"

Sind Sie sicher, dass Sie "hufal" und nicht "hofal" meinten?
Aber Scherz beiseite.

Mein Bildungsstand ist nicht der Gegenstand der Diskussion. Anders als Sie beteilige ich mich nicht an Diskussionen deren Thema ich nicht verstehe. Deshalb ist es ohne Bedeutung ob ich was von hofal oder asyrischen Zivilisation weiß.
Wichtig für mich ist nur, dass ich die Finanzthemen verstehe. und die Begrife wie wie hofal oder karimtu gehören eben nicht dazu.

Es ist immer erstaunlich, wie die Menschen in Deutschland dazu neigen den Schuld für ihre Misere anderen in die Schuhe zu schieben. Für die Finanzkrise und Rezesion sind natürlich immer die Amis schuld. Die Deutschen haben damit nichts zu tun.

Ich fand zum Beispiel beschämend, wie der Vorstand der Deutschen Börse neulich auf die Kursfeuerwerk von Volkswagen reagierte. Das wichtigste
deutsche Börsenbarometer DAX wurde um 12 bis 15 % verfälscht. Hatte die jüngste Bekanntgabe des Aktienanteils und offenen Optionen von Porsche bei VW das Ziel, den Short-Spekulanten das Genick zu brechen und einen riesigen Gewinn einzufahren? Der Verdacht liegt nahe, läßt sich jedoch nie beweisen. Wir
haben kein Mitleid mit den Short-Spekulanten, aber das eine Aktie den ganzen Index zur Farce macht, geht nicht. Die VW-Aktie hatte zwischenzeitlich eine Index-Gewichtung von knapp 30 %. Das Resultat: Wir konnten in dieser Woche mit unserem wichtigsten Index noch nicht einmal annähernd die Markttendenz
widerspiegeln. Wenn eine Aktie explodiert, alle anderen Indexwerte deutlich im Minus liegen und der DAX mehrere hundert Punkte gewinnt, dann macht keine Index-Spekulation mehr Sinn. Keine Absicherung greift mehr und alles wird zum Casino degradiert. Wie äußerte sich die verantwortliche DEUTSCHE
BÖRSE lapidar: „Eine Änderung ist im Indexleitfaden nicht vorgesehen“. Da blieb allen Markteilnehmer die Spucke weg.„Wir sind im falschen Film“ war der mildeste Kommentar. „Ich koche“, sagte der Fondsmanager einer großen britischen Gesellschaft. „Das ermutige nicht, weiter in Deutschland zu investieren“.
Der Schaden, den die DEUTSCHE BÖRSE billigend in Kauf genommen hat, ist nicht reparabel. Technische Analysten brauchen sich den Chart gar nicht mehr anzusehen. Die DEUTSCHE BÖRSE hat unter massivem Druck eingelenkt und ab Montag wird die VW-Aktie mit max. 10 % gewichtet. Ein schwacher Trost!

und ich, nummerierter zeitleser,

finde es immer wieder erstaunlich, wie menschen, die mit geld zu tun haben (und meinen, sie könnten das besonders gut) glaubn können, sie wären über wikipedia et al schon ausreichend informiert. ja, hufal. oder können Sie belegen, dass das waw als o und nicht als u transkribiert werden müsse.... und rabumsig.....
also: wenn Ihr bildungsstand nicht gegenstand der diskussion werden soll, dann verschonen Sie uns doch bitte auch mit dem stand Ihrer vorurteile!

ich finde es nämlich immer wieder erstaunlich, wie in deutschland lebende menschen glauben, von anderen annehmen zu dürfen, diese schöben die schuld an was auch immer nur irgendwelchen noch ganz anderen in die schuhe (oder woanders hin). und noch erstaunlicher finde ich es, wenn dies anderen unterstellt wird, bevor die noch irgendetwas in der art überhaupt hätten sagen/schreiben (denken?) können. das ist schon sehr erstaunlich! und widerwärtig. wo Sie das gelernt haben, ist mir eigentlich schnurz - ich fänd's nur nett, wenn Sie's abstellen könnten. zumindest hier im forum!

VW-Kapriolen

Meine Zustimmung zu Ihrer Beurteilung war übrigens ernst gemeint. Das sage ich, obwohl ich keine Ahnung vom Börsengeschehen habe.

Wenn ich als Naturwissenschaftler (das bin ich nämlich) 30 Messwerte aufnehme und ein Ausreisser dabei ist, dann schmeisse ich den raus, um nicht das Gesamtergebnis (den DAX) zu verfälschen. Das ist nur logisch.

Man muss nicht unbedingt Finanzexperte sein, um zu diesem Thema eine Meinung zu haben.

"Wenn ich als

"Wenn ich als Naturwissenschaftler (das bin ich nämlich) 30 Messwerte aufnehme und ein Ausreisser dabei ist, dann schmeisse ich den raus, um nicht das Gesamtergebnis (den DAX) zu verfälschen. Das ist nur logisch."

Stimmt. Das ist nur logisch. Und deswegem wird in der Statistikvorelsung des BWL Studiums auch Box-Whisker-Plot besprochen. Wenn jemand die Vorlesung geschwänzt hat und anstattdessen den Urwald als Rucksackturist erkundete, hat dann gewisse Probleme als Börsenvorstand :)

Rahab, ich habe mir Mühe gegeben ihre Beiträge im Forum (quantitativ, nicht qualitativ) anzuschauen. Sie scheinen ein Universalgenie zu sein, der zu jedem Thema irgendwas zu sagen hat. Da ich an solche Universallisten nicht glaube, verzichte ich auf weitere Diskussion mit Ihnen. Oberflächliche Bla-bla zu Wirtschaftthemen dürfen Sie weiter in Ihrem Studenten Agitgruppe betreiben.
Trotzdem glaube ich weiter an das Gute in Menschen. Sogar in den so universalen Genies wie Sie.
Allerdings würde Ihnen besser gehen, wenn Sie sich darauf beschränken was Sie gelernt haben. Falls Sie überhaupt was gelernt haben. Bei der Häufigkeit Ihre Kommentare bezweifle ich dass Sie überhaupt was sinnvolles mit Ihrem Leben anfangen können. Sie leben offensichtlich in einem Virtuellen Welt des Internets.

haben Sie nicht

sondern sind schon wieder ausfällig geworden. nun gut, dann muß ich jetzt das meine tun.
Sie scheinen leicht antisemitische züge zu haben - glauben Sie, dass Sie hier richtig sind? wahrscheinlich ist auch schuß anti-ziganismus dabei. und eine gehörige portion misogynie.
vergleiche aus der tierwelt scheinen Sie sehr zu lieben. woran das wohl liegen mag? wohl innerlich immer noch ameise?!
im übrigen darf ich empfehlen, Ihre kommentare vorm abschicken auf syntax- und rechtschreibfehler durchzusehen und diese ggf. zu korrigieren. dann liest sich der käse wenigstens flüssiger.

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