US-Wahlkampf Die Bekehrten
Seit 44 Jahren wählt Virginia republikanisch. Reise in einen Staat, der jetzt die Seiten wechselt

© Joe Raedle/Getty Images
Warten auf Barack Obama: junge Anhänger des Präsidentschaftskandidaten der US-Demokraten am 22. Oktober in Richmond, Virginia
Hampton Roads, Virginia - Wenn der Wahlforscher und Politologe Larry Sabato auf seine bunten Schautafeln blickt, dann kann er es kaum fassen: Der Südstaat, der seit 44 Jahren keinen demokratischen Präsidentschaftskandidaten gewählt hat, kippt. Noch vor zwei Monaten strahlte Virginia fast überall im leuchtenden Rot der Republikaner. Jetzt färbt sich die Landkarte dort, wo besonders viele Wähler wohnen, demokratenblau: dunkel im nördlichen Speckgürtel rund um die Hauptstadt Washington, vorsichtig hell im Südosten, im Wahlbezirk Hampton Roads rund um den größten Marinestützpunkt der Welt.
In Virginia, wo Sabato lehrt, siegte vor vier Jahren noch George W. Bush mit neun Prozent Vorsprung, nun liegt nach den Umfragen Barack Obama vorn. Wird der Staat, der sich noch in den siebziger Jahren gegen gemeinsamen Schulunterricht für schwarze und weiße Kinder wehrte, einen Schwarzen zum Präsidenten wählen? »Wenn Hampton Roads für Obama stimmt, dann tut dies auch Virginia – und wenn sich Virginia das traut, dann tut es die große Mehrheit Amerikas«, sagt Sabato. »Der Weg ins Weiße Haus führt mitten durch Hampton Roads!«, rief kürzlich Sarah Palin. Sie und John McCain fliegen jetzt mehrmals in der Woche ein, um zu retten, was noch zu retten ist.
Was ist geschehen, was hat die Verhältnisse nur so verkehrt?
Anwalt David Flynn und Häusermakler Bill Gibbs leben beide in Hampton Roads. Sie sind weiß, haben mit Immobiliengeschäften gutes Geld verdient und leiden nun unter dem Super-GAU an der Wall Street. Solange sie nicht über Politik reden, sind der schmächtige Flynn und der korpulente Gibbs die dicksten Freunde. Beide bezeichnen sich als »typische« Bewohner Virginias.
David gehört zu den sogenannten Neueinwohnern. Er stammt ursprünglich aus Massachusetts und ist wie viele Amerikaner wegen der Sonne, der Strände und des Wirtschaftsaufschwungs hierher gezogen. Die Regierungsbehörden im nahen Washington, die Hightechindustrie und mehr als ein Dutzend Militäreinrichtungen haben Virginia einen Boom beschert, seit 2000 ist die Bevölkerung um neun Prozent gewachsen. Doch nun hat die Immobilienkrise David dazu gezwungen, zehn seiner 16 Kanzleiangestellten zu entlassen, sein Jahresgehalt von rund 250000 Dollar schrumpfte um zwei Drittel. David Flynn, der sich zur politischen Mitte und zum Lager der typischen Wechselwähler zählt, hat sich entschieden: Er wird Barack Obama seine Stimme geben, weil er den Demokraten am ehesten zutraut, der Wirtschaft wieder auf die Beine zu helfen. »In der Not hat die Regierung die Pflicht, den Markt zu retten«, sagt er.
Häusermakler Bill Gibbs hingegen gehört zum Urgestein Virginias. Er stammt von Captain John Smith ab, dem legendären englischen Seeoffizier und Frauenheld, der 1607 in Virginia die erste offizielle Siedlung gründete und angeblich eine Affäre mit der Häuptlingstochter Pocahontas unterhielt. Bills Geschäfte laufen etwas besser als die seines Freundes. »Das kommt, weil du an solide Armeeoffiziere verkaufst«, frotzelt David. Bill hat sich ebenfalls entschieden: Er wird John McCain wählen, weil er wie sein Vater schon immer für die Republikaner gestimmt hat. Es gefällt ihm, wenn McCain und Palin staatliche Eingriffe in die Vermögensverteilungen als »Sozialismus« verdammen.
Bill schweigt, wenn sein Kumpel schimpft, Bush habe alles versaut
Bei einem Glas Bier gesteht der 49-jährige Bill Gibbs allerdings ein, dass nicht viel fehlt, um auch aus ihm einen Wechselwähler zu machen. Seine Mutter ist bereits aus der Familientradition ausgeschert und votiert des Öfteren für die Demokraten. Wenn Freund David schimpft, dass George W. Bush »alles versaut« habe, der Irakkrieg eine riesige Dummheit und Amerika »auf den Hund gekommen« sei, dann nickt auch Bill stumm. Neulich, auf einer Veranstaltung mit McCain, hat er sich zum ersten Mal gefragt: »Wer hat sich mehr verändert, die Republikaner oder ich?« Weit über zehntausend Leute waren gekommen, aber nur vier oder fünf waren schwarz. »Weiß, weiß, so weit ich sehen konnte«, sagt Bill. Das gefiel ihm nicht, »das ist nicht Amerika«. Doch am kommenden Dienstag will er den Republikanern noch einmal die Treue halten. Wie zum Trotz hat er sich zum Kneipenbummel mit David ein knallrotes TShirt angezogen.
Die alte Südstaatenbastion wankt, Obama und die Demokraten liegen laut Umfragen auch in North Carolina und in Florida knapp vorn, in Georgia nur leicht zurück. Verkehrte Welt: Einst wählte der Süden ausnahmslos die Demokraten, denn die waren für Sklavenhaltung und, als die nicht mehr zu retten war, für Rassentrennung. Republikanische Sklavereigegner brauchten hier erst gar nicht anzutreten. Doch unter dem Einfluss nördlicher Großstädte wurden die Demokraten immer linker – und die Republikaner im Gegenzug immer rechter. In den sechziger Jahren gelang es Richard Nixon, den Demokraten den Süden zu entreißen. Nun ändern sich die Vorzeichen wieder, vor allem in Virginia. Zweimal hintereinander wurden hier moderate Demokraten zu Gouverneuren gewählt, und zwei moderate Demokraten werden den Staat nach dem 4. November im US-Senat vertreten.
»Hey, sag dem Kerl, dass wir diesmal den Nigger wählen!«, rief einer
Kaum einer hat den Gezeitenwechsel aus größerer Nähe beobachtet als Paul Fraim, der Bürgermeister von Norfolk. Die Stadt hat eine Viertelmillion Einwohner und eine 400-jährige Geschichte, sie liegt in Hampton Roads und wird seit vierzehn Jahren von Fraim regiert. Von seinem rundum verglasten Amtszimmer im zehnten Stockwerk der City Hall aus hat der weiße Anwalt sein Reich fest im Blick. Unten dümpeln graue Kriegsschiffe im weltgrößten Marinehafen und schleppen Lotsenboote voll beladene Containerschiffe zu ihren Liegeplätzen.
»Es war nicht schwer für einen Demokraten, Bürgermeister von Norfolk zu werden«, sagt Fraim. Jeder zweite Einwohner ist schwarz, die Stadt beherbergt drei Universitäten – und eben den Hafen mit vielen Arbeitern. Aber dass sich der Bezirk Hampton Roads mit Hunderttausenden Soldaten und Armeeveteranen, mit in der Wolle gefärbten Südstaatlern und konservativen Evangelikalen jemals auch nur leicht hellblau färben könnte, das hätte er bei seinem Amtsantritt nicht für möglich gehalten. Fraim erinnert sich noch gut an den Aufruhr, als Präsidentschaftskandidat John McCain im Vorwahlkampf 2000 zwei reaktionäre religiöse Führer, die in Virginia eigene Universitäten betreiben, »Agenten der Intoleranz« nannte. Er hatte daraufhin nicht mehr die Spur einer Chance.
Seit Mitte der neunziger Jahre hatte Fraim die größten Veränderungen kommen sehen. Zuerst erwachten die Schwarzen aus ihrer Lethargie und begriffen, dass sie Macht haben. Dann wanderten über die Jahre massenhaft weiße Leute wie Anwalt David Lynn aus dem liberalen Norden ein und mischten Virginia auf, ihnen folgten Lateinamerikaner und Asiaten. Schließlich begehrten die Frauen auf. Die Mütter der Bill Gibbs, sagt Meinungsforscher Sabato, hätten ein feineres Gespür als ihre harten Südstaatenmänner für die Notwendigkeit sozialer und kultureller Veränderung.
Neulich war Michelle Obama in Norfolk und sprach mit Soldatenfrauen über ihre Alltagssorgen, wenn die Männer in den Krieg ziehen müssen und daheim das Geld nicht reicht. Sie versprach Hilfe und erntete Riesenbeifall. Ihre Gespräche mit den Soldatenfrauen sind inzwischen ein Markenzeichen der Obama-Kampagne. Auch deshalb, sagt Sabato, habe in den Umfragen von Hampton Roads Barack Obama zum Kriegshelden John McCain aufgeschlossen. »Veteranen und Soldaten wählen republikanisch, aber dank ihrer Frauen nicht mehr als ein einheitlicher Block.«
In einer Kneipe in Virginia Beach schütteln sich Wechselwähler David Flynn und Beinahewechselwähler Bill Gibbs vor Lachen, als ihnen die Geschichte eines republikanischen Wahlhelfers erzählt wird, dem neulich an einer Haustür, bevor er überhaupt Luft holen konnte, aus der Küche zugerufen wurde: »Hey, sag dem Kerl, dass wir diesmal den Nigger wählen!« Der Südstaat Virginia hat schon mehrmals Geschichte geschrieben: Er schuf die erste Siedlung der Neuen Welt und stellte mit George Washington den ersten Präsidenten. Er wählte vor neun Jahren den ersten schwarzen Gouverneur Amerikas. Er könnte am nächsten Dienstag dem ersten schwarzen Präsidenten die entscheidenden Stimmen verleihen.
- Datum 22.01.2009 - 15:30 Uhr
- Quelle DIE ZEIT, 30.10.2008 Nr. 45
- Kommentare 11
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Herr Klingst, ihre Charakterisierung der Bewohner der Suedstaaten als Rassisten ist widerlich und eine Beleidigung. Es ist sehr viel nuancierter. Deshalb ist ihr Artikel, wie so viele andere, schlampig. Uebrigens: Florida war zwar offiziell Teil der CSA; die Teilnahme am Krieg war jedoch minimal. Es wohnten hier zu Buergerkriegszeiten fast keine Menschen.
werden die Bewohner der Südstaaten als Rassisten charakterisiert?
Als Vertreter der alteingesessen Südstaatler sagt Bill:
»Weiß, weiß, so weit ich sehen konnte«, sagt Bill. Das gefiel ihm nicht, »das ist nicht Amerika«.
das ist genau das Gegenteil von rassistisch.
Es wird weiter erzählt, dass es viele Schwarze Einwohner in Norfolk gibt, Studenten, Arbeiter. Das sind ihre Nuancen.
Ist es dieser Witz, der sie am Ende des Artikels stört? Es ist nur eine Anekdote und selbst die besagt, dass die Menschen keine Rassisten sind, da sie ja den schwarzen Kandidaten wählen. Sie haben nur ein anderes Verständniss für das Wort "Nigger".
Um einen Artikel auf seinen realen Inhalt bezogen kommentieren zu können, sollte man ihn lesen. Lesen bedeutet, dass die lesende Person das zu Lesende mindestens zu Ende liest. Dann sollte man versuchen, die Informationen, welche im zu Lesenden oder gegebenenfalls Gelesenen zum Leser transortiert werden, zu erkennen. In diesem Zusammenhang ist die Art des Artikels von Bedeutung: Handelt es sich ein Reportage, um eine Übersicht, um ein Protokoll oder um eine PR-Geschichte usw.
Klingst hat eine Reportage geschrieben. In seiner Reportage berichtet er über Stimmungen vor der Präsidentenwahl vom 4.11.2008 unter von ihm ausgewählten Wählern im Bundesstaat Virginia. Die Art, wie er berichtet, entspricht dem klassischen Reportagestil angelsächsischer Journalistik.
vr21164 passt offensichtlich das von Klingst ausgewählte Sujet nicht. Anstatt auch nur minimal zu begründen, weshalb es ihm nicht passt, behauptet er irgend etwas, was mit Klingst's Reportage nichts zu tun hat.
Diese Art von Stimmungsmache finde ich widerlich und ich könnte mich, würde ich sie ernst nehmen, durch ihre peinliche Pauschalisierungstendenz beleidigt fühlen. Die Dürftigkeit von vr21164's Ausführungen sagt mir aber, dass ich darüber besser ein klares Urteil abgeben soll: Überflüssiges Geschwätz.
"fast keine Menschen"?
werden die Bewohner der Südstaaten als Rassisten charakterisiert?
Als Vertreter der alteingesessen Südstaatler sagt Bill:
»Weiß, weiß, so weit ich sehen konnte«, sagt Bill. Das gefiel ihm nicht, »das ist nicht Amerika«.
das ist genau das Gegenteil von rassistisch.
Es wird weiter erzählt, dass es viele Schwarze Einwohner in Norfolk gibt, Studenten, Arbeiter. Das sind ihre Nuancen.
Ist es dieser Witz, der sie am Ende des Artikels stört? Es ist nur eine Anekdote und selbst die besagt, dass die Menschen keine Rassisten sind, da sie ja den schwarzen Kandidaten wählen. Sie haben nur ein anderes Verständniss für das Wort "Nigger".
Um einen Artikel auf seinen realen Inhalt bezogen kommentieren zu können, sollte man ihn lesen. Lesen bedeutet, dass die lesende Person das zu Lesende mindestens zu Ende liest. Dann sollte man versuchen, die Informationen, welche im zu Lesenden oder gegebenenfalls Gelesenen zum Leser transortiert werden, zu erkennen. In diesem Zusammenhang ist die Art des Artikels von Bedeutung: Handelt es sich ein Reportage, um eine Übersicht, um ein Protokoll oder um eine PR-Geschichte usw.
Klingst hat eine Reportage geschrieben. In seiner Reportage berichtet er über Stimmungen vor der Präsidentenwahl vom 4.11.2008 unter von ihm ausgewählten Wählern im Bundesstaat Virginia. Die Art, wie er berichtet, entspricht dem klassischen Reportagestil angelsächsischer Journalistik.
vr21164 passt offensichtlich das von Klingst ausgewählte Sujet nicht. Anstatt auch nur minimal zu begründen, weshalb es ihm nicht passt, behauptet er irgend etwas, was mit Klingst's Reportage nichts zu tun hat.
Diese Art von Stimmungsmache finde ich widerlich und ich könnte mich, würde ich sie ernst nehmen, durch ihre peinliche Pauschalisierungstendenz beleidigt fühlen. Die Dürftigkeit von vr21164's Ausführungen sagt mir aber, dass ich darüber besser ein klares Urteil abgeben soll: Überflüssiges Geschwätz.
"fast keine Menschen"?
werden die Bewohner der Südstaaten als Rassisten charakterisiert?
Als Vertreter der alteingesessen Südstaatler sagt Bill:
»Weiß, weiß, so weit ich sehen konnte«, sagt Bill. Das gefiel ihm nicht, »das ist nicht Amerika«.
das ist genau das Gegenteil von rassistisch.
Es wird weiter erzählt, dass es viele Schwarze Einwohner in Norfolk gibt, Studenten, Arbeiter. Das sind ihre Nuancen.
Ist es dieser Witz, der sie am Ende des Artikels stört? Es ist nur eine Anekdote und selbst die besagt, dass die Menschen keine Rassisten sind, da sie ja den schwarzen Kandidaten wählen. Sie haben nur ein anderes Verständniss für das Wort "Nigger".
...wo bitte werden denn die Menschen als rassistisch charakterisiert? Aber der Kollege vr21164 ist hier im Forum schon diverse Male durch unqualifizierte Kommentare aufgefallen. Bei ihm läuft es meistens auf "Kritik um der Kritik willen"hinaus. Dass in Florida zu Zeiten des Bürgerkrieges kaum "Menschen" wohnten, schreibt er. Stimmt, nur Spanier, jede Menge Indianer und zahlreiche entlaufene Sklaven. Aber Herr Klingst ist der Rassist und Herr Klingst muss lernen "nuancierter" zu schreiben.
In der Tat ist es so, dass die Anekdote am Ende des Artikels sehr "nuanciert" aufzeigt, wo die Probleme in Virginia liegen, nämlich darin, dass viele weiße Amerikaner momentan den Zusammenbruch ihrer (natürlich imaginären) Kultur mitansehen müssen und sich mit diesem Prozeß im Kontext ihrer historischen und kulturellen Wurzeln auseinandersetzen. Das ist schwierig, führt oft zur Wiederholung alter Vorurteile und hätte im Artikel durchaus ein wenig genauer behandelt werden können. Als jemand, der mittlerweile drei Jahre in der Gegend lebt, fand ich den Text von Herrn Klingst aber dennoch sehr gelungen, weil er zumindest die prägenden Konflikte aufzeigt. Kollege vr21164 kann das nicht wissen, er ist viel zu beschäftigt damit, die "Zeit" zu beleidigen und sich selbst zum Horst zu machen.
...wo bitte werden denn die Menschen als rassistisch charakterisiert? Aber der Kollege vr21164 ist hier im Forum schon diverse Male durch unqualifizierte Kommentare aufgefallen. Bei ihm läuft es meistens auf "Kritik um der Kritik willen"hinaus. Dass in Florida zu Zeiten des Bürgerkrieges kaum "Menschen" wohnten, schreibt er. Stimmt, nur Spanier, jede Menge Indianer und zahlreiche entlaufene Sklaven. Aber Herr Klingst ist der Rassist und Herr Klingst muss lernen "nuancierter" zu schreiben.
In der Tat ist es so, dass die Anekdote am Ende des Artikels sehr "nuanciert" aufzeigt, wo die Probleme in Virginia liegen, nämlich darin, dass viele weiße Amerikaner momentan den Zusammenbruch ihrer (natürlich imaginären) Kultur mitansehen müssen und sich mit diesem Prozeß im Kontext ihrer historischen und kulturellen Wurzeln auseinandersetzen. Das ist schwierig, führt oft zur Wiederholung alter Vorurteile und hätte im Artikel durchaus ein wenig genauer behandelt werden können. Als jemand, der mittlerweile drei Jahre in der Gegend lebt, fand ich den Text von Herrn Klingst aber dennoch sehr gelungen, weil er zumindest die prägenden Konflikte aufzeigt. Kollege vr21164 kann das nicht wissen, er ist viel zu beschäftigt damit, die "Zeit" zu beleidigen und sich selbst zum Horst zu machen.
...wo bitte werden denn die Menschen als rassistisch charakterisiert? Aber der Kollege vr21164 ist hier im Forum schon diverse Male durch unqualifizierte Kommentare aufgefallen. Bei ihm läuft es meistens auf "Kritik um der Kritik willen"hinaus. Dass in Florida zu Zeiten des Bürgerkrieges kaum "Menschen" wohnten, schreibt er. Stimmt, nur Spanier, jede Menge Indianer und zahlreiche entlaufene Sklaven. Aber Herr Klingst ist der Rassist und Herr Klingst muss lernen "nuancierter" zu schreiben.
In der Tat ist es so, dass die Anekdote am Ende des Artikels sehr "nuanciert" aufzeigt, wo die Probleme in Virginia liegen, nämlich darin, dass viele weiße Amerikaner momentan den Zusammenbruch ihrer (natürlich imaginären) Kultur mitansehen müssen und sich mit diesem Prozeß im Kontext ihrer historischen und kulturellen Wurzeln auseinandersetzen. Das ist schwierig, führt oft zur Wiederholung alter Vorurteile und hätte im Artikel durchaus ein wenig genauer behandelt werden können. Als jemand, der mittlerweile drei Jahre in der Gegend lebt, fand ich den Text von Herrn Klingst aber dennoch sehr gelungen, weil er zumindest die prägenden Konflikte aufzeigt. Kollege vr21164 kann das nicht wissen, er ist viel zu beschäftigt damit, die "Zeit" zu beleidigen und sich selbst zum Horst zu machen.
Um einen Artikel auf seinen realen Inhalt bezogen kommentieren zu können, sollte man ihn lesen. Lesen bedeutet, dass die lesende Person das zu Lesende mindestens zu Ende liest. Dann sollte man versuchen, die Informationen, welche im zu Lesenden oder gegebenenfalls Gelesenen zum Leser transortiert werden, zu erkennen. In diesem Zusammenhang ist die Art des Artikels von Bedeutung: Handelt es sich ein Reportage, um eine Übersicht, um ein Protokoll oder um eine PR-Geschichte usw.
Klingst hat eine Reportage geschrieben. In seiner Reportage berichtet er über Stimmungen vor der Präsidentenwahl vom 4.11.2008 unter von ihm ausgewählten Wählern im Bundesstaat Virginia. Die Art, wie er berichtet, entspricht dem klassischen Reportagestil angelsächsischer Journalistik.
vr21164 passt offensichtlich das von Klingst ausgewählte Sujet nicht. Anstatt auch nur minimal zu begründen, weshalb es ihm nicht passt, behauptet er irgend etwas, was mit Klingst's Reportage nichts zu tun hat.
Diese Art von Stimmungsmache finde ich widerlich und ich könnte mich, würde ich sie ernst nehmen, durch ihre peinliche Pauschalisierungstendenz beleidigt fühlen. Die Dürftigkeit von vr21164's Ausführungen sagt mir aber, dass ich darüber besser ein klares Urteil abgeben soll: Überflüssiges Geschwätz.
"fast keine Menschen"?
In Florida wohnten um die Zeit des Bürgerkriegs und davor sehr viele Menschen, die meisten davon waren allerdings nicht weiß.
http://www.accessgenealog...
Die größten Indianerstämme waren die Creek und die Seminole, die unter Präsident Andrew Jackson vertrieben und größtenteils ermordet wurden, der so genannte "Trail of Tears". Auch viele entlaufene Sklaven lebten damals in Florida.
http://en.wikipedia.org/w...
http://en.wikipedia.org/w...
http://dingele.de/z1.php
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