Studie Mehr Jubel für Mathegenies
Wie groß die Lust am Rechnen ist, hängt auch von der Kultur des Landes ab, in dem die Talente aufwachsen
Meist bleiben sie unsichtbar, die wahren Mathegenies. Oder gab es jemals einen ähnlich großen Empfang für die Sieger der Internationalen Mathematik Olympiade (IMO) wie für die Phelps oder Hambüchen dieser Welt? Zwar machen ihnen die Mathefachbereiche prestigeträchtiger Universitäten wie Harvard, Princeton oder wie das MIT den Hof, doch die Öffentlichkeit nimmt kaum Notiz von ihnen. Dass dies vor allem ein kulturelles Problem westlicher Gesellschaften sein könnte, hat nun ein Forscherteam von den Universitäten von Texas, Minnesota und Wisconsin herausgefunden. »Wir leben in einer Kultur, die eigentlich jedem sagt, dass nur Asiaten und Nerds Mathe machen«, erklärt die Koautorin Janet Mertz, Mutter eines hochbegabten Mathesiegers.
Die amerikanischen Forscher haben in einer soeben in den Notices of the American Mathematical Society veröffentlichten Studie vor allem die kulturellen Einflüsse analysiert, die hochbegabte Mathematiker fördern können oder die Entfaltung ihres Talents gar nicht erst zulassen. Grundlage ihrer Untersuchungen waren die Ergebnisse Internationaler Mathematik Olympiaden und anderer Wettbewerbe. Und so fanden sie unter anderem heraus, dass Mädchen zwar grandiose Leistungen bringen können, wenn sie bei den Wettbewerben mitmachen, aber in vielen Ländern selten gefördert, weil nicht entdeckt werden. Jahrzehntelang waren die USA bei internationalen Mathewettbewerben nur mit Jungen vertreten, bis die 16-jährige Melanie Wood 1998 eine Silbermedaille holte. Wood beendet gerade ihre mathematische Doktorarbeit in Princeton und wurde für zwei andere begabte Mädchen ein Vorbild. Auch sie haben für das amerikanische Team Gold bei der Olympiade gewonnen.
Seit 1959 wird die IMO für hochbegabte Oberschüler veranstaltet. Teams aus 95 Ländern nehmen teil und versuchen, in neun Stunden sechs Matheprobleme zu lösen. Kaum einer schafft es, alle Aufgaben zu bewältigen und die perfekte Punktzahl zu erreichen. Unter den zwölf Ländern, die in den letzten 14 Jahren auf den ersten 15 Plätzen lagen, ist kein einziges westeuropäisches. Fast alle Länder liegen in Asien oder Osteuropa, die USA schaffte den Sprung in die Spitzengruppe dank asiatischer Einwandererkinder. Bevölkerungsriesen wie Indien oder China haben automatisch einen größeren Pool hochbegabter Mathematiker. Das erklärt aber kaum, warum zum Beispiel die Teams aus dem kleinen Bulgarien oder Rumänien so erfolgreich sind. Was diese Länder mit den asiatischen verbindet, sind anspruchsvolle Curricula und ein Klima, dass hervorragende Leistungen in der Mathematik würdigt.
Was also schlagen die Forscher zur Verbesserung der Lage vor? Schluss mit der Mär, dass Mädchen Mathe nicht können. Erstklassig ausgebildete Mathelehrer für alle Stufen. Schulen oder Klassen, die sich besonders den mathematisch, naturwissenschaftlich und technisch hochbegabten Kindern widmen. Und schließlich ein dichteres Netz außerschulischer Angebote zur Förderung der Hochbegabten. Denn, so die Wissenschaftler, »begabte Jungen und Mädchen sollten ermuntert werden, Mathematik zu studieren, damit sie Karrieren in den Naturwissenschaften anstreben können, wo es reichlich Jobs, gute Bezahlung und große Herausforderungen gibt, die auch noch der Gesellschaft zugutekommen«. Wenn diese Ratschläge beherzigt würden, hätten vielleicht auch die Westeuropäer irgendwann wieder eine Chance auf die vorderen Plätze.
- Datum 07.11.2008 - 20:52 Uhr
- Quelle DIE ZEIT, 06.11.2008 Nr. 46
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Das griech. Wort MATHEMATIKE bedeutet LERNBEGIERDE. Kein Mensch, der auch nur eine deutsche Mathematikstunde erlebt hat, möchte das glauben! Da sieht der Lehrplan der 1.Klasse Grundschule vor: Dreicheck, Viereck und Kreis zu unterscheiden und bis 20 zu addieren und zu subtrahieren. Das hat so manches Kind schon mit 4 Jahren schon erledigt. Nun soll es mit 6 Jahren 40 Wochen á 5 Mathestunden = 200 Stunden lang so tun, als sei es ganz verzückt, dass heute auf dem Stundenplan steht, dass 3 + 4 = 7 ist. Es hat mit Unterrichtsvollzugsbeamten zu tun, die darauf getrimmt sind, ihre vorbereiteten Arbeitsblätter ausmalen zu lassen; wenn ein Kind zusätzlich was aufs Blatt schreibt, ist der "Pädagoge" schon überfordert mit soviel den Plan störender Kreativität. Wenn das Kind dann von der Oma die Rechnungen nicht genau nach der Schablone aufschreiben lernt, die der Lehrer in seinem Lehrplan stehen hat, dann streicht er das rot an, auch wenn das Ergebnis richtig und der Weg dahin nachvollziehbar ist. Und wenn es sein muss, dann streitet er mit der Oma bis aufs Messer für seine bornierten Vorschriften. Diese Du-musst-Schule killt MATHEMATIKE wo sie kann. In einer Ich-kann-Schule würden Lehrer nur immer darauf achten, wie weit es mit dem "Ich-kann" gerade ist, und mit interessiertem Nachfragen und anerkennender Herausforderung dieses "Ich kann" in Schwung halten. Die Schule spiegelt immer wider, wie die Menschen zum Leben stehen: In Deutschland gibt es- Unterricht, in den anderen Ländern Schule.
Ich grüße freundlich.
Franz Josef Neffe, DCI
Der Kommentar meines Vorredners, der sich mit der angeblichen Unfähigkeit von Lehrkräften beschäftigt, vielfältige und phantasievolle Lösungswege zu akzeptieren, geht meiner Ansicht nach kaum auf das im Artikel beschriebene Problem ein:
In großen Teilen der Gesellschaft gelten Menschen, die sich gerne und erfolgreich mit Mathematik beschäftigen, als verrückt, und werden deshalb manchmal bewundert aber meist belächelt. In der Fernsehwerbung ist die 5 in der Klassenarbeit im Fach Mathematik erhalten worden, Gastredner auf Mathematikkongressen kokettieren damit, selber im Fach Mathematik schlecht gewesen zu sein, und dies ruft nicht etwa Kopfschütteln hervor, sondern findet anerkennende Zustimmung.
Die Ursache hierfür sehe ich in einem Allgemeinbildungsbegriff, der sehr stark humanistisch geprägt ist und in dem die Naturwissenschaften und die Mathematik nur eine untergordnete Rolle spielen. Wenn ich mich mit meinen SchülerInnnen mit dem Satz von Pythagoras oder gar dem Lösen von Differentialgleichungen beschäftige, muss ich mich (und das zu Recht!) dafür rechtfertigen, diese Inhalte zu behandeln; Ähnliches wird mir vom Deutschunterricht oder dem Fach Religion nicht berichtet, obwohl die Kenntnis bestimmter Dramen oder Weltanschauungen für den späteren Beruf der Lernenden sicher nicht wichtig ist.
Solange dies sich nicht ändert und sich nicht eine grundsätzlich andere Einstellung zu Leistung in der Schule (ein Schüler hat sich durch Lernen und Fleiß eine gute Note verdient und dies verdient Anerkennung, er ist nicht etwa ein Streber) in der Gesellschaft durchsetzt, wird sich die Zahl derjenigen, die ein mathematisch-naturwissenschaftliches Studium beginnen, nicht wesentlich verändern.
T. Boekhoff
Es hat mit Unterrichtsvollzugsbeamten zu tun, die darauf getrimmt sind, ihre vorbereiteten Arbeitsblätter ausmalen zu lassen; wenn ein Kind zusätzlich was aufs Blatt schreibt, ist der "Pädagoge" schon überfordert mit soviel den Plan störender Kreativität.
Ist schon fast peinlich, oder? Ach, streichen wir das "fast"... Anti-Lehrer-Propaganda gespeist aus stammtischgeborenen Vorurteilen ersetzt konstruktive Kritik. Schade, aber entlarvend.
Der Kommentar meines Vorredners, der sich mit der angeblichen Unfähigkeit von Lehrkräften beschäftigt, vielfältige und phantasievolle Lösungswege zu akzeptieren, geht meiner Ansicht nach kaum auf das im Artikel beschriebene Problem ein:
In großen Teilen der Gesellschaft gelten Menschen, die sich gerne und erfolgreich mit Mathematik beschäftigen, als verrückt, und werden deshalb manchmal bewundert aber meist belächelt. In der Fernsehwerbung ist die 5 in der Klassenarbeit im Fach Mathematik erhalten worden, Gastredner auf Mathematikkongressen kokettieren damit, selber im Fach Mathematik schlecht gewesen zu sein, und dies ruft nicht etwa Kopfschütteln hervor, sondern findet anerkennende Zustimmung.
Die Ursache hierfür sehe ich in einem Allgemeinbildungsbegriff, der sehr stark humanistisch geprägt ist und in dem die Naturwissenschaften und die Mathematik nur eine untergordnete Rolle spielen. Wenn ich mich mit meinen SchülerInnnen mit dem Satz von Pythagoras oder gar dem Lösen von Differentialgleichungen beschäftige, muss ich mich (und das zu Recht!) dafür rechtfertigen, diese Inhalte zu behandeln; Ähnliches wird mir vom Deutschunterricht oder dem Fach Religion nicht berichtet, obwohl die Kenntnis bestimmter Dramen oder Weltanschauungen für den späteren Beruf der Lernenden sicher nicht wichtig ist.
Solange dies sich nicht ändert und sich nicht eine grundsätzlich andere Einstellung zu Leistung in der Schule (ein Schüler hat sich durch Lernen und Fleiß eine gute Note verdient und dies verdient Anerkennung, er ist nicht etwa ein Streber) in der Gesellschaft durchsetzt, wird sich die Zahl derjenigen, die ein mathematisch-naturwissenschaftliches Studium beginnen, nicht wesentlich verändern.
T. Boekhoff
Es hat mit Unterrichtsvollzugsbeamten zu tun, die darauf getrimmt sind, ihre vorbereiteten Arbeitsblätter ausmalen zu lassen; wenn ein Kind zusätzlich was aufs Blatt schreibt, ist der "Pädagoge" schon überfordert mit soviel den Plan störender Kreativität.
Ist schon fast peinlich, oder? Ach, streichen wir das "fast"... Anti-Lehrer-Propaganda gespeist aus stammtischgeborenen Vorurteilen ersetzt konstruktive Kritik. Schade, aber entlarvend.
Der Kommentar meines Vorredners, der sich mit der angeblichen Unfähigkeit von Lehrkräften beschäftigt, vielfältige und phantasievolle Lösungswege zu akzeptieren, geht meiner Ansicht nach kaum auf das im Artikel beschriebene Problem ein:
In großen Teilen der Gesellschaft gelten Menschen, die sich gerne und erfolgreich mit Mathematik beschäftigen, als verrückt, und werden deshalb manchmal bewundert aber meist belächelt. In der Fernsehwerbung ist die 5 in der Klassenarbeit im Fach Mathematik erhalten worden, Gastredner auf Mathematikkongressen kokettieren damit, selber im Fach Mathematik schlecht gewesen zu sein, und dies ruft nicht etwa Kopfschütteln hervor, sondern findet anerkennende Zustimmung.
Die Ursache hierfür sehe ich in einem Allgemeinbildungsbegriff, der sehr stark humanistisch geprägt ist und in dem die Naturwissenschaften und die Mathematik nur eine untergordnete Rolle spielen. Wenn ich mich mit meinen SchülerInnnen mit dem Satz von Pythagoras oder gar dem Lösen von Differentialgleichungen beschäftige, muss ich mich (und das zu Recht!) dafür rechtfertigen, diese Inhalte zu behandeln; Ähnliches wird mir vom Deutschunterricht oder dem Fach Religion nicht berichtet, obwohl die Kenntnis bestimmter Dramen oder Weltanschauungen für den späteren Beruf der Lernenden sicher nicht wichtig ist.
Solange dies sich nicht ändert und sich nicht eine grundsätzlich andere Einstellung zu Leistung in der Schule (ein Schüler hat sich durch Lernen und Fleiß eine gute Note verdient und dies verdient Anerkennung, er ist nicht etwa ein Streber) in der Gesellschaft durchsetzt, wird sich die Zahl derjenigen, die ein mathematisch-naturwissenschaftliches Studium beginnen, nicht wesentlich verändern.
T. Boekhoff
Ähnliches wird mir vom Deutschunterricht oder dem Fach Religion nicht berichtet, obwohl die Kenntnis bestimmter Dramen oder Weltanschauungen für den späteren Beruf der Lernenden sicher nicht wichtig ist.
Ob es wirklich sinnvoll ist, Fächer gegeneinander auszuspielen? Im Deutschunterricht steht man heute vor ähnlichen Problemen. Ich verweise hier nur auf den Bereich einer halbwegs korrekten Rechtschreibung, deren Notwendigkeit nicht mehr nur von Schülerseite angezweifelt wird. Eltern wedeln mit Legasthenie-Attesten, die mittlerweile im Dutzend ausgestellt werden, Schulbehörden stufen die Wertigkeit der Rechtschreibung in Grundschulen herab usw. usf. Dahinter mögen ja honorige Absichten stecken, eine höhere Akzeptanz für Rechtschreibung und Sprachrichtigkeit schaffen sie nicht. Man muss sich ja mittlerweile bald für jedes korrigierte Wort entschuldigen.
Übrigens halte ich es durchaus auch für wichtig, unterschiedliche Lebenswelten und -anschauungen kennengelernt zu haben. Mindestens für genau so wichtig wie das Lösen von Gleichungen.
Ähnliches wird mir vom Deutschunterricht oder dem Fach Religion nicht berichtet, obwohl die Kenntnis bestimmter Dramen oder Weltanschauungen für den späteren Beruf der Lernenden sicher nicht wichtig ist.
Ob es wirklich sinnvoll ist, Fächer gegeneinander auszuspielen? Im Deutschunterricht steht man heute vor ähnlichen Problemen. Ich verweise hier nur auf den Bereich einer halbwegs korrekten Rechtschreibung, deren Notwendigkeit nicht mehr nur von Schülerseite angezweifelt wird. Eltern wedeln mit Legasthenie-Attesten, die mittlerweile im Dutzend ausgestellt werden, Schulbehörden stufen die Wertigkeit der Rechtschreibung in Grundschulen herab usw. usf. Dahinter mögen ja honorige Absichten stecken, eine höhere Akzeptanz für Rechtschreibung und Sprachrichtigkeit schaffen sie nicht. Man muss sich ja mittlerweile bald für jedes korrigierte Wort entschuldigen.
Übrigens halte ich es durchaus auch für wichtig, unterschiedliche Lebenswelten und -anschauungen kennengelernt zu haben. Mindestens für genau so wichtig wie das Lösen von Gleichungen.
Die größte kunst im deutschen Bildungswesen ist es, sich nicht verdummen zu lassen.
Weder von Feministinnen, 68ern, RAF sympatisanten, oder Geisteswissenschaftlern.
die ich zum Oberthema Schule hier gelesen habe. ;-) 5 Punkte.
Hannes
Prächtiger kann man kaum die Botschaft des Artikels untermauern, habedieehre!
die ich zum Oberthema Schule hier gelesen habe. ;-) 5 Punkte.
Hannes
Prächtiger kann man kaum die Botschaft des Artikels untermauern, habedieehre!
In Sachsen etwa gibt es die Gymnasien mit vertiefter Ausbildung
(http://www.sachsen-macht-...),
Angebote zur Begabtenförderung
(bspw.: http://www.sachsen-macht-...)
und (als Folge?) Medaillengewinner bei der Matheolympiade
(bspw.: http://bildungsklick.de/p...).
"Erst recherchieren, dann meckern"
JoshWolf, SLDD
Es hat mit Unterrichtsvollzugsbeamten zu tun, die darauf getrimmt sind, ihre vorbereiteten Arbeitsblätter ausmalen zu lassen; wenn ein Kind zusätzlich was aufs Blatt schreibt, ist der "Pädagoge" schon überfordert mit soviel den Plan störender Kreativität.
Ist schon fast peinlich, oder? Ach, streichen wir das "fast"... Anti-Lehrer-Propaganda gespeist aus stammtischgeborenen Vorurteilen ersetzt konstruktive Kritik. Schade, aber entlarvend.
Ähnliches wird mir vom Deutschunterricht oder dem Fach Religion nicht berichtet, obwohl die Kenntnis bestimmter Dramen oder Weltanschauungen für den späteren Beruf der Lernenden sicher nicht wichtig ist.
Ob es wirklich sinnvoll ist, Fächer gegeneinander auszuspielen? Im Deutschunterricht steht man heute vor ähnlichen Problemen. Ich verweise hier nur auf den Bereich einer halbwegs korrekten Rechtschreibung, deren Notwendigkeit nicht mehr nur von Schülerseite angezweifelt wird. Eltern wedeln mit Legasthenie-Attesten, die mittlerweile im Dutzend ausgestellt werden, Schulbehörden stufen die Wertigkeit der Rechtschreibung in Grundschulen herab usw. usf. Dahinter mögen ja honorige Absichten stecken, eine höhere Akzeptanz für Rechtschreibung und Sprachrichtigkeit schaffen sie nicht. Man muss sich ja mittlerweile bald für jedes korrigierte Wort entschuldigen.
Übrigens halte ich es durchaus auch für wichtig, unterschiedliche Lebenswelten und -anschauungen kennengelernt zu haben. Mindestens für genau so wichtig wie das Lösen von Gleichungen.
Für die Rechtschreibung gibt es die Rechschreibkorrektur in der Textverarbeitung. Dazu kommt das die deutsche Rechtschreibung mal aufgeräumt werden muss. Wenn man in Programmiersprachen(Java, C++) soviele Ausnahmen wie Deutsch hätten wären wir heute noch nicht über ein 'Hello World' hinaus. Im Vergleich zu Deutsch ist selbst C++ noch trivial. Könnten die Germanisten nicht mal etwas sinnvolles tun und einen Syntaxchecker für Deutsch bauen?
Fazit: Räumt die Rechtschreibung auf oder lasst die Kinder so schreiben wie sie wollen. Mathe ist halt wichtiger oder.
Für die Rechtschreibung gibt es die Rechschreibkorrektur in der Textverarbeitung. Dazu kommt das die deutsche Rechtschreibung mal aufgeräumt werden muss. Wenn man in Programmiersprachen(Java, C++) soviele Ausnahmen wie Deutsch hätten wären wir heute noch nicht über ein 'Hello World' hinaus. Im Vergleich zu Deutsch ist selbst C++ noch trivial. Könnten die Germanisten nicht mal etwas sinnvolles tun und einen Syntaxchecker für Deutsch bauen?
Fazit: Räumt die Rechtschreibung auf oder lasst die Kinder so schreiben wie sie wollen. Mathe ist halt wichtiger oder.
Der Artikel ist selbst die schönste Bestätigung der Aussage, dass junge Menschen, die besonders viel leisten in der Mathematik, bei uns völlig unter den Tisch fallen. Oder wie sonst konnte es Ihnen passieren, dass Sie glatt vergessen zu erwähnen
- dass der Berliner Peter Scholze 2005 in Mexiko mit voller Punktzahl (!!) eine Goldmedaille gewonnen hat (außerdem verbucht er natürlich noch weitere Medaillen aus anderen Jahren)
- dass die Dresdnerin Lisa Sauermann 2008 als Neuntklässlerin eine Goldmedaille und im Jahr davor eine Silbermedaille gewonnen hat!
Wo, wenn nicht in solch einem Artikel, sollte das mal für alle zu lesen sein?
In den Schulen die ich kennenlernen musste war des Schwerpunkt immer auf den sprachlichen Bereich gelegt. Das hatte zur Folge das die Schüler die nur (Hirn)Tote Dichter verstanden ohne Probleme zum Abi kamen aber die mit einer Mathebegabung grosse Probleme hatten. Die wichtigere Mathebegabung wird in Deutschland nicht gefördert sondern behindert und die Lehrer der sprachlichen Fächer sind mehr mit Aussortieren als mit fördern beschäftigt.
Am Ende ist der Ingenör wichtiger und wenn der bei Göte an Köter denkt hilft die Rechtschreibkorrektur.
Für Kommentar 6: Bringt den Kindern soviel Rechtschreibung bei das sie sich schriftlich verständigen können. Interpretationen von toten Autoren sind Zeitverschwendung.
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