Weltfinanzkonferenz Peking trumpft auf
Bei der Weltfinanzkonferenz in Washington ist China der wichtigste Gegenspieler der USA. Darauf muss sich der Rest der Welt einstellen
Was ist sozialer? Sein Volk ärmer werden zu lassen und dafür den nächsten Generationen keine Schulden aufzubürden? Oder heute einen größtmöglichen Wohlstand zu schaffen und zu hoffen, dass die nächste Generation einen Weg finden wird, die Schulden wieder loszuwerden? Es scheint, als habe sich China für Ersteres entschieden. Jedenfalls hat der Staat Devisenreserven im Wert von fast zwei Billionen Dollar angehäuft, während die Landbevölkerung sehr arm geblieben ist.
Schulden zu machen, um mehr Wohlstand zu schaffen, darauf will in der Marktwirtschaft niemand ernsthaft verzichten. Ein Unternehmen nimmt einen Kredit auf, um ein Geschäft aufzubauen. Mit den Gewinnen zahlt es das Geld zurück, und meist ist der Wohlstand größer als vorher.
Demokratisch gewählte Regierungen machen oft Schulden, um die nächsten Wahlen wieder zu gewinnen. Die chinesischen Kommunisten planen den langfristigen Machterhalt und sind deshalb vorsichtiger. Sie sind überzeugt, dass sie langfristig mehr Kontrolle über ihr Land haben, wenn sie sich nicht maßlos im Ausland verschulden und den Schwankungen der internationalen Finanzmärkte aussetzen. Das haben sie aus dem Kollaps der Sowjetunion gelernt und aus Problemen der Tigerstaaten in der Asienkrise Ende der neunziger Jahre.
Über Jahre hinweg hat sich die chinesische Regierung anhören müssen, dass sie zu stark in die Wirtschaft eingreife. Jetzt mag sie es sich nicht verkneifen, auf den blinden Fleck der Amerikaner hinzuweisen. Die gegenwärtige Krise sei ja nicht etwa nur deshalb entstanden, weil die USA dem Laisser-faire des Marktes erlegen wären. Es habe vielmehr einen politischen Auftrag des Staates gegeben, Kredite an Menschen zu geben, die nie in der Lage sein würden, das Geld zurückzuzahlen.
Das war tatsächlich eine der Aufgaben der Hypothekenbanken Fannie Mae und Freddie Mac als regierungsunterstützte Unternehmen, sogenannte Government Sponsored Enterprises. Beide Banken gaben vielfach fragwürdige Kredite aus und spielten so »eine sehr nützliche Rolle, um Häuser bezahlbar zu machen«, wie es ein Senator ausdrückte. Nun kommt die Quittung: Nicht nur die Banken sind pleite, auch der amerikanische Staat ist in großer Finanznot. Die USA werden 2009 voraussichtlich ein Haushaltsdefizit von bis zu einer Billion Dollar haben.
Die Chinesen wollen nicht für den Schuldensozialismus der Bush-Regierung zahlen. Vor der Weltfinanzkonferenz präsentieren sie sich als Moralapostel. Aber sie können nicht darüber hinwegtäuschen, dass sie mit schuld an der Krise sind. Sie haben zwar ihre Währung nicht dem freien Handel preisgegeben. Und nicht jeden mit Kapital ins Land gelassen. Insofern haben sie sich von der Weltwirtschaft entkoppelt. Aber sie haben das amerikanische System mit Geld gefüttert und davon profitiert. Sie haben die Amerikaner erst in die Lage versetzt, chinesische Produkte zu kaufen. Der chinesische Aufschwung konnte nicht funktionieren ohne den amerikanischen Konsum auf Pump.
Gleichwohl stehen die Chinesen besser da als der Westen. Die Krise wird sie treffen, aber nicht ins Mark. Premier Wen Jiabao reist als der größte Gläubiger der USA zur Konferenz kommende Woche. Die USA sind die Schuldner, und die Europäer, die sich gern als Modellsanierer sehen, sind in Washington zunächst Schuldner zweiter Ordnung.
Was die Chinesen zu sagen haben, wird Gehör finden, vielleicht wie nie zuvor auf der internationalen Bühne. Finanzminister Henry M. Paulson hat vergangene Woche den neuen Ton schon geübt: Die chinesisch-amerikanischen Beziehungen seien »produktiver als jemals zuvor, vor allem weil wir China so genommen haben, wie es ist, und nicht so, wie wir uns es wünschen oder vorstellen, dass es sein sollte«. Die Chinesen könnten nun aus »den Fehlern der Amerikaner lernen«.
Sie sind schon dabei: Auf dem Asem-Gipfel Ende Oktober in Peking, auf dem sich die Regierungschefs von 45 Staaten zum Meinungsaustausch getroffen haben, konnte man vernehmen, dass die Chinesen viel weiter gehen wollen, als das, was im Westen unter dem Stichwort Bretton Woods II diskutiert wird, also die Kontrolle der weltweiten Finanzinstitutionen. Es könne nicht sein, so Premierminister Wen Jiabao, dass einige Staaten über ihre Verhältnisse lebten und viele andere Staaten dafür bezahlen müssten.
Dabei gibt es Anknüpfungspunkte zwischen den Chinesen und den Europäern, denen es mit dem Stabilitätspakt gelungen ist, die übermäßige Verschuldung von Volkswirtschaften in der Euro-Zone zu begrenzen. Genützt hat das wenig, weil den Unternehmen keine Grenzen gesetzt waren und nun die Staaten für ihre Banken einstehen müssen.
Die chinesische Führung weiß, dass die Forderung nach globaler Schuldendisziplin nicht sofort umgesetzt werden kann. Auch muss Peking beweisen, dass sein Wachstumsmodell mit geringeren Exporteinnahmen auf Dauer schuldenfrei funktioniert. Deshalb werden die Chinesen in Washington großzügig Aufschub gewähren, wenn der Westen sich im Kleinen beweglich zeigt. Es wird darum gehen, zu welchen politischen Kosten sie neue Kredite an die USA vergeben. Sie verlangen mehr Macht in Organisationen wie dem Internationalen Währungsfonds, der Weltbank und den Vereinten Nationen.
Es wird für China leichter werden, unter den Entwicklungs- und Schwellenländern Verbündete zu finden. Die Ziele dieser neuen globalen Koalition zeichnen sich ab. Die lange Reihe von Weltfinanzkonferenzen, die nun folgt, wird nicht das Ende des Kapitalismus einleiten, sie wird sich aber auch nicht mit Spielregeln für Investmentbanker begnügen können. Die Konferenzen werden wohl das Ende eines maßlosen Schuldenkapitalismus einläuten, dessen Spitzenvertreter die Amerikaner sind.
- Datum 22.09.2009 - 14:17 Uhr
- Quelle DIE ZEIT, 06.11.2008 Nr. 46
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Länder wie China, Japan und Co. haben nur Dollarkredite (Meistens US Staatsanleihen und Fannie Mae, Freddie Mac Anleihen) für ihre Waren erworben, nicht aber darüber hinaus. Hätten sich alle so verhalten, wäre die USA heute pleite (Schulden plus Zins), sind Sie aber nicht, sondern die Nettoauslandsschulden der USA sind seit 2001 von 2,3 Billionen (deutsch) auf 1,7Billionen, trotz eines Nettokapitalimports von 4,4Billionen, gesunken. Es waren nicht China, Japan und Co., sondern nachweislich Kanada, Mexico, die Ölstaaten, Europa und Südamerika, die mit ihren Ersparnissen die Finanzcasinos in den USA und UK gespeist haben und dort von 2001 bis 2007 5Billionen Dollar ohne Zinsen verloren haben. Es waren eindeutig die Kapitalzuflüsse aus diesen Ländern, die die Finanzcasinos in den USA und UK am Laufen gehalten haben und den Konsumrausch in diesen Ländern ohne realwirtschaftliche Grundlage ermöglicht haben nicht aber China und Japan. Einen Gegenposten zu den Finanzmarktgewinnen von den USA und UK finden sie z.B. in Deutschland. In 2007 hatten wir einen Verlust von 227Milliarden Euro am internationalen Finanzmarkt erzielt.
Eine glänzende Analyse, Herr Sieren! Schon Ihr Buch "DER CHINA SCHOCK" habe ich mit größtem Gewinn inhaliert. Ihre Ausführungen zeigen den Ausweg aus den katastrophalen Krisen:
"Weltverträge auf Augenhöhe im Dialog (nicht Kampf) der Kulturen als Grundlage einer Weltinnenpolitik:
(vgl. Das ZEIT-Interview mit Habermas zur "Neuen Weltordnung:
http://www.zeit.de/2008/4... ).
Die Regulierung des Weltfinanzsystems, die Trockenlegung der Steuersympfe,
die Schließung der "Steuer-Flucht-Oasen bzw. Steuer-Parasiese, die Erhebung von globalen Steuern zu Gunsten der Lösung der Weltprobleme (Klimakatastrophe, Realisierung der Millenniumziele usw. ) .... könnten die ersten Schritte bilden:
an gemeinsamer Arbeit für eine Weltinnenpolitik wird es nicht fehlen.
Mit dem neuen US-Präsidenten Obama ist ein vernünftiger Dialog der Kulturen wohl eher möglich. Der sich anbahnende Kampf der Kulturen muss beendet werden.
Selbstverständlich darf dabei das zum Himmel schreiende Tibet-Problem nicht übersehen werden. Zu hoffen und darauf hinzuarbeiten ist, dass es zu weltinnenpolitischen "Entkrampfungen" kommt, so dass die vom Dalai Lama nur angestrebte Kulturautonomie realisiert werden kann.
Herzlichen Dank für Ihre aufklärerische Analyse.
http://www.dailynet.de/In...
zitat:
Am 29. Oktober hatte der britische Außenminister David Miliband erklärt (2), Großbritannien sei an einer „langfristigen Stabilität in Tibet“ interessiert und diese könne nur „durch Achtung vor den Menschenrechten und größere Autonomie für Tibet“ erreicht werden. Der Außerminister lobte den Standpunkt des Dalai Lama, der eine „sinnvolle Autonomie innerhalb des Rahmens der chinesischen Verfassung“ anstrebe, was als „Basis für eine Lösung durch Verhandlungen“ dienen könnte.
Gleichzeitig kündigte er an, daß die britische Position, die seit dem Beginn des 20. Jahrhunderts zwar Chinas „Sonderstellung“ in Tibet betonte, aber die Oberhoheit Chinas über Tibet nicht ausdrücklich anerkannt hatte, geändert werde, und daß die britische Regierung fortan „Tibet als einen Teil der VR China“ betrachten würde. Miliband behauptete, eine solche Änderung würde Großbritannien befähigen, der chinesischen Seite „unsere Argumente“ zu Tibet und zur Autonomiefrage „besser zu vermitteln“.
Hierzu bemerkte Free Tibet in einer Erklärung (3), der jahrelange Standpunkt Großbritanniens, daß China „nichts als besondere Interessen in Tibet“ habe, sei von ungeheurer Wichtigkeit gewesen, weil es „die einzige Nation war, die vor Chinas Einmarsch in Tibet 1950 direkt mit der tibetischen Regierung zu tun hatte“, und Großbritannien habe daher eine einzigartige Ausgangsposition besessen, um über den völkerrechtlichen Status Tibets ein Urteil abzugeben. Durch eine Abänderung der offiziellen Position, daß Tibet „ein Teil der VR China“ sei, habe Großbritannien dem Autonomie-Argument, das von den Gesandten des Dalai Lama vorgetragen wurde, in der Tat die legale und politische Grundlage entzogen. Ein solcher Schritt bedeute, daß Großbritannien „seinen hauptsächlichen strategischen Vorteil und seine Möglichkeit der Einflußnahme aufgegeben hat, ohne irgend eine Gegenleistung dafür zu bekommen“.
Freu' mich über die Klarstellung.
http://www.dailynet.de/In...
zitat:
Am 29. Oktober hatte der britische Außenminister David Miliband erklärt (2), Großbritannien sei an einer „langfristigen Stabilität in Tibet“ interessiert und diese könne nur „durch Achtung vor den Menschenrechten und größere Autonomie für Tibet“ erreicht werden. Der Außerminister lobte den Standpunkt des Dalai Lama, der eine „sinnvolle Autonomie innerhalb des Rahmens der chinesischen Verfassung“ anstrebe, was als „Basis für eine Lösung durch Verhandlungen“ dienen könnte.
Gleichzeitig kündigte er an, daß die britische Position, die seit dem Beginn des 20. Jahrhunderts zwar Chinas „Sonderstellung“ in Tibet betonte, aber die Oberhoheit Chinas über Tibet nicht ausdrücklich anerkannt hatte, geändert werde, und daß die britische Regierung fortan „Tibet als einen Teil der VR China“ betrachten würde. Miliband behauptete, eine solche Änderung würde Großbritannien befähigen, der chinesischen Seite „unsere Argumente“ zu Tibet und zur Autonomiefrage „besser zu vermitteln“.
Hierzu bemerkte Free Tibet in einer Erklärung (3), der jahrelange Standpunkt Großbritanniens, daß China „nichts als besondere Interessen in Tibet“ habe, sei von ungeheurer Wichtigkeit gewesen, weil es „die einzige Nation war, die vor Chinas Einmarsch in Tibet 1950 direkt mit der tibetischen Regierung zu tun hatte“, und Großbritannien habe daher eine einzigartige Ausgangsposition besessen, um über den völkerrechtlichen Status Tibets ein Urteil abzugeben. Durch eine Abänderung der offiziellen Position, daß Tibet „ein Teil der VR China“ sei, habe Großbritannien dem Autonomie-Argument, das von den Gesandten des Dalai Lama vorgetragen wurde, in der Tat die legale und politische Grundlage entzogen. Ein solcher Schritt bedeute, daß Großbritannien „seinen hauptsächlichen strategischen Vorteil und seine Möglichkeit der Einflußnahme aufgegeben hat, ohne irgend eine Gegenleistung dafür zu bekommen“.
Freu' mich über die Klarstellung.
" If you can't stand the heat ,get out of the kitchen " ... soll ein ameriakanischer Praesident gesagt haben.
Frueher haben ich mich immer gefragt , was ist der 'amerikanische Traum 'eigentlich ? Gibt es auch einen '' chinese dream' , einen 'brazilian dream ' , einen ' afghan dream ' .........???
Der Boersen - Crash und das Finanzdesaster haben mich aufgeklaert .
American Dream , heisst , Haus auf Auslands-Pump , Erst/Zweit/Dritt Auto ebenso , und so ziemlich alles was so ein Durchnitts Amerikaner im Leben konsumiert , oder ueberkonsumiert und ihm alle Kredite der ' Welt ' jederzeit zur Verfuegung standen.
Dem Himmel sei Dank , dass die Chinesen einen anderen Weg eingeschlagen haben , sonst haetten man ja ein worst case Szenario sondergleichen , aus dem die Weltwirtschaft , sich so gut wie nie erholen koennte.
Bitte beachten Sie auch , dass die US-Regierenden in den letzten 3 Jahrzehnten , diesen Massenkonsum-Wahn ( sinn ) bereitwillig angekurbelt und unterstuetzt hat , einzig und allein aus dem machtpolitischen Grund, die Weltwirtschaft direkt von sich abhaegig zu machen , und per Fingerschnipp Weltgeschehnisse direkt zu beeinflussen.
Die Rechnung ist wie man sieht nicht aufgegangen und der amerikanische Traum dahin ; das einfache und idealistische amerikanische Volk ist zutiefst zu bedauern , da es in die Falle der eigenen Verantwortlichen getappt ist.
Gibt es eigentlich auch ein internationales Finanz und Volksverbrecher-Tribunal ??.......
...gibt es noch nicht.
Wenn es aber eines gäbe, welche Strafe würden Sie empfehlen?
Geld-, Freiheits- oder Todesstrafe?
..das ich mich in der "Verteidger-Position" fuer die USA finde, ist ein auesserst seltenes Ereignis. Vielleicht aendert sich das jetzt durch den neuen Praesidenten, mal schauen.
Was mir aber sowieso nie getaugt hat, ist wenn bei Amerika Kritik "bessere Wege" in wassweissichwo, zB China, Russland, oder manchmal auch der "Gierfreie" (ha - ha) Islam.
Lieber Kapitalismus Ende nie, "von mir aus" auch mit dieser subtilen amerikansichen Art von Neo-"Nein-Wird-Sind-Eh-Frei"-Faschismus als diese noch recht zurueckgebliebenen Formen von Wirtschaft (ich glaube Leute die in China "nicht mitmachen wollen", haben keine chance sinnvoll zu ueberleben), auch wenn sie sich gerne als eine Art "Sozialsmus" sehen wollen, mit dieser wirklich direkten dumpfen Art von "Nein-Wir-Wollen-Nicht-Frei-Sein" Faschismus.
Sollte der "chinesische" oder "islamische", oder auch sonstirgendein Traum hier ueberhand nehmen, wuerd ich wesentlich schneller auf die Barickaden gehn als beim "amerikanischen" Traum.
Der hat den Vorteil das seine Definition schon das Wort "Individum" in den Mittelpunkt stellt, und auch dessen Verantwortung abverlangt. Seh ich nirgendstwo in den "Mittelalter" und "Sowjetzeiten" Gesellschaftsformen.
Cheers,
CC
Der Strafkataloge für diesen Gerichtshof, kann doch nur eine Strafe beinhalten. Bei erwiesen Verbrechen gegen die Menschheit, Enteignung des gesamten Vermögens der Rothschild, Rockefeller, Winsors, Oranier und den anderen Verbrechern der Weltfinanz-Diktatur.
...gibt es noch nicht.
Wenn es aber eines gäbe, welche Strafe würden Sie empfehlen?
Geld-, Freiheits- oder Todesstrafe?
..das ich mich in der "Verteidger-Position" fuer die USA finde, ist ein auesserst seltenes Ereignis. Vielleicht aendert sich das jetzt durch den neuen Praesidenten, mal schauen.
Was mir aber sowieso nie getaugt hat, ist wenn bei Amerika Kritik "bessere Wege" in wassweissichwo, zB China, Russland, oder manchmal auch der "Gierfreie" (ha - ha) Islam.
Lieber Kapitalismus Ende nie, "von mir aus" auch mit dieser subtilen amerikansichen Art von Neo-"Nein-Wird-Sind-Eh-Frei"-Faschismus als diese noch recht zurueckgebliebenen Formen von Wirtschaft (ich glaube Leute die in China "nicht mitmachen wollen", haben keine chance sinnvoll zu ueberleben), auch wenn sie sich gerne als eine Art "Sozialsmus" sehen wollen, mit dieser wirklich direkten dumpfen Art von "Nein-Wir-Wollen-Nicht-Frei-Sein" Faschismus.
Sollte der "chinesische" oder "islamische", oder auch sonstirgendein Traum hier ueberhand nehmen, wuerd ich wesentlich schneller auf die Barickaden gehn als beim "amerikanischen" Traum.
Der hat den Vorteil das seine Definition schon das Wort "Individum" in den Mittelpunkt stellt, und auch dessen Verantwortung abverlangt. Seh ich nirgendstwo in den "Mittelalter" und "Sowjetzeiten" Gesellschaftsformen.
Cheers,
CC
Der Strafkataloge für diesen Gerichtshof, kann doch nur eine Strafe beinhalten. Bei erwiesen Verbrechen gegen die Menschheit, Enteignung des gesamten Vermögens der Rothschild, Rockefeller, Winsors, Oranier und den anderen Verbrechern der Weltfinanz-Diktatur.
...gibt es noch nicht.
Wenn es aber eines gäbe, welche Strafe würden Sie empfehlen?
Geld-, Freiheits- oder Todesstrafe?
"Spare in der Zeit, so hast Du in der Not" hat die Oma schon gesagt, und so funktioniert die Welt auch im Großen. Sämtliche diffusen Konstruktionen die etwas anderes versprechen sind Bauernfängerei. Ein Unternehmer der Kredite aufnimmt ohne den blassesten Schimmer wie er sie wieder zurückzahlt, und vor allem, ob sie sich überhaupt jemals auszahlen ist ratz fatz mit seinen Gläubigern am Verhandlungstisch um sein Unternehmen zu liquidieren.
Man muss einfach schlicht und ergreifend zugeben: Die Chinesen machen es richtig.
Und das hat nichts mit dem Verhältnis zur Demokratie zu tun, sondern mit gesundem Menschenverstand. Punkt.
Ziel der USA nach Bush muss es sein, die verheerende Handelsbilanz mit China auszugleichen.
Amerika liefert Rohstoffe nach China und bekommt verarbeitete Industrieprodukte zurück. Das ist der Handel zwischen Industrie- und Entwicklungsländern, nur dass in diesem Fall die USA das Entwicklungsland sind.
Die Gier der Konsumenten und der Händler ist die Triebfeder für den Niedergang der US-Industrie. Ein blühendes Fertigungsunternehmen wie Rubbermaid wurde von Wal Marts Einzelhandelsmonopol durch exzessive Preisdrückerei in den Ruin getrieben - die Maschinen fertigen nun - billig ersteigert - in China!
Gewaltige Gewinnspannen (bei Sportartikeln etwa siebenhundert Prozent), Konsum auf Pump, aber keine Produktion mehr - das erodiert auf Dauer jede Volkswirtschaft.
Besorgniserregend, dass auch Deutschlands wirtschaftliche Hauptachse, der Export, vom amerikanischen Schuldensystem abhing. Deutschland hat gewaltige Einbußen zu gewärtigen und muss seine Volkswirtschaft stärker auf Binnennachfrage abstellen, was wiederum Rollback der Umverteilung von unten nach oben erfordert.
Die Chinesen haben nicht nur bewiesen, dass Marktwirtschaft keine Demokratie braucht; sie haben darüber hinaus auch gezeigt, dass partieller Dirigismus und Protektionismus mehr ökonomische Prosperität ermöglicht. Sie haben unsere litaneihaft runtergebeteten Dogmen vom freien Markt für freie Bürger über den Haufen geworfen.
"Besorgniserregend, dass auch Deutschlands wirtschaftliche Hauptachse, der Export, vom amerikanischen Schuldensystem abhing. "
Die Abhängikeit von dem Wirtschaftsaustausch mit den USA wird immer überschätzt. Hier sind einige Zahlen von 2007 Export/Import in Milliarden Euro für 2007: USA73/46 UK71/43 Frankreich94/65 Italien65/44 Holland62/64, Österreich52/32 Spanien48/21 usw. usw.
"Besorgniserregend, dass auch Deutschlands wirtschaftliche Hauptachse, der Export, vom amerikanischen Schuldensystem abhing. "
Die Abhängikeit von dem Wirtschaftsaustausch mit den USA wird immer überschätzt. Hier sind einige Zahlen von 2007 Export/Import in Milliarden Euro für 2007: USA73/46 UK71/43 Frankreich94/65 Italien65/44 Holland62/64, Österreich52/32 Spanien48/21 usw. usw.
Es hat sich schon lange angekündigt, ohne die Länder des Südens, ob nun China, Indien, Brasilien, Argentinien, etc. wird man in Zukunft keine Weltpolitik mehr betreiben können. Diese Zukunft ist jetzt! Sie hat unlängst begonnen.
Wir sollten uns lieber darauf einstellen. Die deutsche Politik hat bis heute keinen Plan wie sie den unschönen Nebenwirkungen der Globalisierung entgegenzutreten hat, sprich wie umgehen mitdenjenigen hierzulande, die eben nicht Gewinner der Globalisierung sind. Wie ist der Spagat zu schaffen zwischen Wettbewerfsfähigkeit deutscher Firmen (und deren exorbitanten Gewinnen) und der Lebensstandsicherung deutscher Arbeitnehmer. Die Asiaten, insbesondere China, sind sicherlich nicht länger bereit am Katzentisch zu sitzen. Manch einer reibt sich verwundert die Augen, aber wir haben bereits 30 Jahre Wirtschaftsaufstieg in China hinter uns. Es gibt kaumk noch Speilzeug welches nicht in China hergestellt wird. Die brennende Frage sollte eigentlich sein: wie kann der breite Wohlstand gesichert bzw. wieder hergestellt werden? Ich sehe diesbzgl. keinen Willen bei der Bundesregierung. Ich sehe immer nur die Büttel, die sich gegenseitig absichern. Bestes Beispiel ist die Erbschaftssteuerreform.
Es wird schwer werden Reformen durchzudrücken, die nicht im Sinne der G20 sein werden. Die vielerorts verlangte multipolare Welt entsteht. Es ist bloß die Frage, ob sich die Rufer es sich so vorgestellt haben, denn man muss auch vieles abgeben.
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"that book is dead sexy" -- Xach on #lisp about "Practical Common Lisp"
..das ich mich in der "Verteidger-Position" fuer die USA finde, ist ein auesserst seltenes Ereignis. Vielleicht aendert sich das jetzt durch den neuen Praesidenten, mal schauen.
Was mir aber sowieso nie getaugt hat, ist wenn bei Amerika Kritik "bessere Wege" in wassweissichwo, zB China, Russland, oder manchmal auch der "Gierfreie" (ha - ha) Islam.
Lieber Kapitalismus Ende nie, "von mir aus" auch mit dieser subtilen amerikansichen Art von Neo-"Nein-Wird-Sind-Eh-Frei"-Faschismus als diese noch recht zurueckgebliebenen Formen von Wirtschaft (ich glaube Leute die in China "nicht mitmachen wollen", haben keine chance sinnvoll zu ueberleben), auch wenn sie sich gerne als eine Art "Sozialsmus" sehen wollen, mit dieser wirklich direkten dumpfen Art von "Nein-Wir-Wollen-Nicht-Frei-Sein" Faschismus.
Sollte der "chinesische" oder "islamische", oder auch sonstirgendein Traum hier ueberhand nehmen, wuerd ich wesentlich schneller auf die Barickaden gehn als beim "amerikanischen" Traum.
Der hat den Vorteil das seine Definition schon das Wort "Individum" in den Mittelpunkt stellt, und auch dessen Verantwortung abverlangt. Seh ich nirgendstwo in den "Mittelalter" und "Sowjetzeiten" Gesellschaftsformen.
Cheers,
CC
zitat"Sollte der "chinesische" oder "islamische", oder auch sonstirgendein Traum hier ueberhand nehmen, wuerd ich wesentlich schneller auf die Barickaden gehn als beim "amerikanischen" Traum."
Träumen Sie weiter schön auf deutsch. Gute Nacht.
Zitat:Der hat den Vorteil das seine Definition schon das Wort "Individum" in den Mittelpunkt stellt, und auch dessen Verantwortung abverlangt. Seh ich nirgendstwo in den "Mittelalter" und "Sowjetzeiten" Gesellschaftsformen.
In China zählt zuerst das Kollektiv, als das Land als Prio 1, dann kommt Provinz, Stadt, Familie und das Umfeld.
ICH SELBST ALS INDIVIDUUM kommt ganz ganz hinten dran. So ticken Chinesen. Na und, ist das denn schlecht oder besser?
Nein!? Es ist nur anders! Das "Wir" Gefühl fließt im Blut von Chinesen, nicht nur bei Fußballspiel (WM2006)
Übrigens, die Chinesen arbeiten schon immer für die nachkommende Generation. Kaum Chinesen kommt auf die Idee, kein Vermögen für ihre Kinder und Kinder's Kinder zu hinterlassen. Sie leben sparsam für ihren Nachkommen. So seit 5000Jahre, und diese Denkweise ändert so schnell nicht.
Gut oder schlecht? NUr anders.
zitat"Sollte der "chinesische" oder "islamische", oder auch sonstirgendein Traum hier ueberhand nehmen, wuerd ich wesentlich schneller auf die Barickaden gehn als beim "amerikanischen" Traum."
Träumen Sie weiter schön auf deutsch. Gute Nacht.
Zitat:Der hat den Vorteil das seine Definition schon das Wort "Individum" in den Mittelpunkt stellt, und auch dessen Verantwortung abverlangt. Seh ich nirgendstwo in den "Mittelalter" und "Sowjetzeiten" Gesellschaftsformen.
In China zählt zuerst das Kollektiv, als das Land als Prio 1, dann kommt Provinz, Stadt, Familie und das Umfeld.
ICH SELBST ALS INDIVIDUUM kommt ganz ganz hinten dran. So ticken Chinesen. Na und, ist das denn schlecht oder besser?
Nein!? Es ist nur anders! Das "Wir" Gefühl fließt im Blut von Chinesen, nicht nur bei Fußballspiel (WM2006)
Übrigens, die Chinesen arbeiten schon immer für die nachkommende Generation. Kaum Chinesen kommt auf die Idee, kein Vermögen für ihre Kinder und Kinder's Kinder zu hinterlassen. Sie leben sparsam für ihren Nachkommen. So seit 5000Jahre, und diese Denkweise ändert so schnell nicht.
Gut oder schlecht? NUr anders.
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