Finanzgipfel Europa, hilf!
Was die Welt aus der Finanzkrise lernen müsste – und warum die EU dabei ein Vorbild sein kann

© PAL PILLAI/AFP/Getty Images
Slum in Indien. Erfolgreiches Krisenmanagement erfordert, das Wohlergehen der Ärmsten zur Priorität zu machen
Regierungschefs aus der ganzen Welt kommen diese Woche in Washington zu einem Treffen mit dem ambitionierten Arbeitstitel Bretton Woods II zusammen. Unter dem Vorsitz von George W. Bush und mit Barack Obama in den Startblöcken wird es ihre Aufgabe sein, ein globales Finanzsystem instand zu setzen, dessen Scheitern spektakuläre Schäden angerichtet hat. Es sollte ihnen aber auch klar sein, dass dieses Scheitern ein Symptom für weit tiefere Risse in der globalen Ordnung ist. Es hilft also wenig, Löcher zu verputzen, wenn die Grundmauern bröckeln.
Schon heute leben zwei Milliarden Menschen von weniger als zwei US-Dollar pro Tag, und die einsetzende Rezession wird ihre Zahl noch erhöhen. Allen muss klar sein, dass es mit zwei Milliarden ausgegrenzten Menschen in einer eng vernetzten Welt weder Sicherheit noch Stabilität geben kann. Das alles überlagernde Problem aber ist der Klimawandel – eine Energie-, Nahrungs- und Sicherheitskrise, die Gesellschaften und Volkswirtschaften weltweit vor weitaus größere Herausforderungen stellen wird als die gegenwärtige Finanzkrise. Nach 200 Jahren eines von natürlichen Ressourcen angetriebenen Wachstums brauchen wir den Übergang von einer fossilen zu einer nichtfossilen Weltwirtschaft – eine echte Jahrtausendaufgabe.
Fünf Schritte markieren den Weg zu einer Neustrukturierung der globalen Ordnung. Ohne die historische Bedeutung der Wahl Barack Obamas oder den zunehmenden Einfluss von Ländern wie China, Indien, Brasilien oder Südafrika herabsetzen zu wollen: Wir sehen hier eine besondere Rolle für Europa – den wichtigsten Handelspartner der Entwicklungsländer, den Kontinent mit den höchsten Ausgaben für Entwicklungshilfe und der Schlüsselposition beim Klimawandel. Europa besitzt weitreichende Erfahrungen in multinationaler Zusammenarbeit, es ist eine Region mit engen kulturellen und politischen Netzwerken in allen Entwicklungsgebieten.
Ein erfolgreiches Krisenmanagement erfordert als Erstes, das Wohlergehen der Ärmsten zur Priorität zu machen. Die EU sollte dabei die Führungsrolle übernehmen und unverzüglich einen Aktionsplan für Entwicklungshilfe vorlegen, um die Folgen der Finanzkrise in den Entwicklungsländern aufzufangen. In der Praxis bedeutet dies eine doppelte Garantie: für jeden Einzelnen die Sicherung seiner Existenz durch das soziale Netz; für die Länder Unterstützung bei den Kosten dieser Sozialprogramme, damit Haushaltsdefizite und Inflation nicht außer Kontrolle geraten.
Zweitens darf die Suche nach einer neuen Globalisierung nicht zu einem Marsch in die Antiglobalisierung werden. Die Märkte sind nicht gescheitert, sie straucheln. Wir müssen sie strukturieren, nicht zerstören. Wachsender Handel hat uns eine Generation lang einen Rückgang der Armut beschert, wie es ihn seit der industriellen Revolution nicht mehr gegeben hat. Allerdings sind die Einkommensunterschiede zu schnell gestiegen. Daher brauchen wir weltweit bessere und progressivere Systeme der Besteuerung. Um die Rezession abzuwenden und ein gerechtes Wachstum zu ermöglichen, sind außerdem bessere Regulierung, mehr Geld für öffentliche Güter, mehr Handelserleichterungen und Investitionen in die Infrastruktur der ärmsten Länder nötig.
Drittens darf der geplante Klimagipfel 2009 in Kopenhagen nicht scheitern. Die drohende Rezession verleitet einige Wirtschaftsunternehmen und Regierungen dazu, die Klimaziele der EU infrage zu stellen. Europa aber muss seine Vorreiterrolle in der Klimapolitik beibehalten. Klimawandel und Rezession können gleichzeitig bekämpft werden. Zentrale Priorität hat dabei die Schaffung eines internationalen CO₂-Marktes: eine CO₂-Steuer, ein System von Deckelung und Handel (Cap and Trade), ein Mandat für erneuerbare Energien – oder eine Kombination von allen dreien. Eindeutige Verpflichtungen könnten ein verändertes Verhalten von Unternehmen und »grünen Investoren« rund um den Globus hervorrufen. Groß angelegte öffentliche wie private Investitionen in erneuerbare Energien sind Teil dieser Energierevolution. Gleichzeitig sollten die reichen Länder – eingedenk eines weltweiten Interessengleichgewichts – eine Initiative starten, um die Energiearmut zu reduzieren, die zurzeit noch 2,3 Milliarden Menschen weltweit betrifft.
Außerdem sollte die EU ein tragfähiges Programm zur Entwicklung klimakompatibler Städte in Angriff nehmen. Über die Hälfte der Menschheit lebt in Städten – Tendenz steigend. Städte sind verantwortlich für 75 Prozent des weltweiten Energieverbrauchs und 80 Prozent des durch Energieerzeugung verursachten Ausstoßes von Treibhausgasen. Eine derartige Initiative würde unzählige Arbeitsplätze schaffen und Innovationen vorantreiben. Es gibt bereits Modelle. Südlich von Shanghai entsteht für 80000 Einwohner eine Ökostadt namens Dongtan, und in Abu Dhabi (in den Vereinigten Arabischen Emiraten) plant der bekannte britische Architekt Norman Foster eine nachhaltige Stadt.
Viertens müssen die Hilfszahlungen für die armen Länder nicht nur beibehalten, sondern erhöht werden. Die reichen Länder haben 2005 auf dem G-8-Gipfel in Gleneagles ehrgeizige Versprechen abgegeben. Zurzeit liegt deren Umsetzung jedoch 30 Prozent unter der Zielmarke für 2010. Unterdessen ist die Rede davon, Zahlungen zu kürzen, statt sie zu erhöhen. Es wäre ein schlechter Start für die »soziale Marktwirtschaft auf globaler Ebene«, von der Angela Merkel gesprochen hat, sollte die Rettung des weltweiten Bankensystems Kürzungen nach sich ziehen, von denen die ärmsten 30 Prozent der Weltbevölkerung betroffen wären.
Schließlich war es nie so offensichtlich wie heute, dass wir gemeinsam handeln müssen. Das hat die Finanzkrise eindringlich gezeigt. Und in diese Gespräche müssen die Entwicklungsländer einbezogen werden. Schon wird Unmut darüber laut, wer auf der Einladungsliste für den Finanzgipfel in Washington steht und wer nicht. Es geht nicht an, dass die reichsten Mitglieder der Weltgemeinschaft alle anderen Länder ohne deren Einverständnis vor vollendete Tatsachen stellen.
Vielleicht bietet die EU Modelle für eine umfassendere Weltordnung. Die qualifizierte Mehrheitsabstimmung steht für zahlreiche schmerzliche Kompromisse im Europarat, aber sie ermöglicht es, unterschiedlichen Interessen Rechnung zu tragen. Könnte ein ähnliches System nicht auch in den Institutionen der UN Anwendung finden? Und sollte man angesichts der enormen Herausforderungen durch weltweite Armut, Ressourcenknappheit und Klimawandel nicht den Gedanken eines Wirtschaftssicherheitsrates erneut in Erwägung ziehen?
Die in der letzten Generation erreichte Einheit Europas entsprang dem Leid des Krieges. In diesem wie in den kommenden Jahren stehen wir vor neuen Quellen des Leids. Die europäische Partnerschaft ist schwierig, oft anstrengend. Aber dies ist die Stunde Europas. Nicht allein, sondern gemeinsam mit anderen.
Aus dem Englischen von Bärbel Deninger
- Datum 04.05.2009 - 10:58 Uhr
- Quelle DIE ZEIT, 13.11.2008 Nr. 47
- Kommentare 23
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Ein fantastischer zukunftsweisender Artikel ! Weiter so!
Die englischsprachigen Bände
"European Hope - Towards a World in Balance" ,
die Hotel Adlon Berlin seinem Gast Barack Obama im Juli überreicht hat,
entfalten die in diesem Artikel angesprochenen Gedanken noch viel weiter:
Inhaltsverzeichnis von "Towards a World in Balance":
http://www.biopolitics.gr...
- Kofi Annans Beitrag "In larger freedom" zur dringend notwendigen UNO-Reform für eine Global Governance (Weltinnenpolitik)
- ein Beitrag des ehemals ranghöchsten Weltklimaexperten Professor Graßls zu "Hoffnung Europa"
http://www.sonnenseite.co...
- Kofi Annans Tübinger Weltethosrede (2003)
- ein Auszug aus Hans-Peter Dürrs (u.a.) "Die Potsdamer Denkschrift",
die einen naturliebenden Holismus vertritt
- Hans Küngs Betrachtungen zum weltweiten Dialog der Kulturen,
insbesondere auch zu Europa und der Herausforderung durch den Isam
- die arabisch-islamische Sicht zum Dialog der Kulturen des bedeutenden arabischen Philosophen Hassan Hanafi
- Kerngedanken zum "Frieden mit friedlichen Mitteln" vom weltberühmten Friedensforscher und Konfliktforscher Johan Galtung
- vom Weltinnenpolitik-Experten Ulrich Bartosch: "Weltinnenpolitik"
- Franz Josef Radermacher stellt den Global Marshall Plan für eine weltweite Ökosoziale Marktwirtschaft vor
- Ernst Ulrich von Weizsäcker markiert die "Grenzen der Privatisierung"
- Klaus Töpfer reflektiert die Beziehung zwischen dem Naturkapital und der Bekämpfung der Armut:
http://www.sonnenseite.co...
- Vittorio Hösle stützt mit seinen Ausführungen zur globalen Gerechtigkeit die Global Marshall Plan Idee
- ein Auszug aus Michail Gorbatschows : Mein Manifest für die Erde
- der indische Philosoph und Gandhi-Experte Ram Adhar Mall und Klaudius Gansczyk zum Interkulturellen Humanismus
http://www.sonnenseite.co...
- Franz Alt zum Global Marshall Plan für eine bessere Welt
http://www.sonnenseite.co...
Auch Dirk Messner erhielt die Bände
"European Hope/Towards a World in Balance"
bei einer Tagung der Vereinigung Deutscher Wissenschaftler (VDW).
Leider sind diese Bände mittlerweile vergriffen.
Aber einige Artikel sind über die o.a. Links zugängig.
Ein sehr aufschlussreicher Artikel, der uns die Fenster "nach draußen" öffnet. Der Autor hat Türen aufgemacht und Wege aufgezeigt, beachtenswerte Lehren aus dem Desaster gezogen, während sich bei dem Lösungsgetümmel der Verantwortlichen der Verdacht immer mehr verdichtet, dass das Retten eigener Pfründe immer noch oberste Priorität hat.
Eine neue Ordnung hat in Zeiten chaotischer Verwerfungen eine ganz andere Anziehungskraft als vor einigen Jahren, wo die Globalisierungsträume noch in den Himmel gewachsen sind. Der Globalisierungseuphorie steht eine schlimme Zeit des Erwachens bevor, die sich nur noch hinauszögern lässt.
Wenn eine neue Ordnung nicht im Konsens der Betroffenen zustande kommt, wird sie sich ihre Wege suchen wie ein Pferd, das durchgeht, wenn der Reiter übermütig geworden ist.
sie straucheln." -- Ist das die Sprache politischer Magazine oder aus Hochglanzprospekten?
Zudem sollten Redakteure in der Lage sein, zwischen Finanz- und Warenmärkten zu unterscheiden: Die Finanzindustrie hat erdachte Papiere (in Wortsinn: Bank-Noten) als werthaltig verkauft, für die es keinen realen Gegenwert gibt -- was soll das mit "Antiglobalisierung" zu tun haben?
Jetzt sollen die Staatsbürger mit ihrer Arbeitsleistung für die "Sicherheit" der Banknoten einstehen, jedoch die (Zwangs-)Bürgschaften für den faulen Bankenzauber übersteigen ein Jahresbruttosozialbrodukt", rein theoretisch bräuchten wir also ein zweites (Arbeits- und Konsumenten-)Leben um die Bilanz auszugleichen.
Hier strauchelt also niemand, Herr Messner und Maxwell, sondern das System wird nur mit Hilfe von komplizierten Apparaten künstlich im "Heilkoma" gehalten!
_______________________________________________________
"Woher nehme ich nur die Zeit, das alles nicht zu lesen." (Karl Kraus)
Alles was jetzt passiert geschah schon einmal in den 90ern, mit Enron in wesentlich kleinerem Maßstab, als Folge von Reagans Deregulierungspolitik.
Schön (und spannend) nachzulesen in ´Verschwörung der Narren´ von Kurt Eichenwald
Ein Tatsachenroman! Sowas kann man sich nicht mal ausdenken; und man glaubt manchmal nicht, was man liest.
Die unsichtbare Hand des Marktes ist wohl eher eine Faust
Wirklich klar gesagt und durchaus einleuchtend, der Artikel und sicher hilfreich und gut gemeint Kommentar 1 von Einstein-Fan. Danke!
Mögen mir einige Bemerkungen dazu gestattet sein:
Dieses um Hilfe gebetene Europa befindet sich selbst in einem bejammernwerten Zustand, was wohl unter amderem darauf zurückzuführen ist, dass weltweit agierende Verantwortliche Führer in Wirtschaft und Politik die im Kommentar gepriesenen Bücher nicht gelesen haben - und auch nicht lesen werden Über die sogenannten Eliten in Europa ist mir nicht viel bekannt, aber wer hier in der Bundesrepublik Verantwortung zu tragen hätte, bleibt unklar. Nur zu verständlich, wenn man sich anschaut, was in den oberen Etagen herumkriecht.
Der gasamte Bankensektor zeichnet sich durch eine nicht zu unterbietende Amoralität aus - erkenntnisresistent und nur noch von Gier geleitet
(Ackermann: 25 % Rendite ist die untere Grenze!!!!). Über zwanzig Banken brauchen hilfe vom Staat = Steuerzahler - werden aber nicht einmal mit Namen genannt - geht den Steuerzahler ja auch nichts an, für wen er blechen soll , nicht wahr ??
Die Bahn wird von einem Mehdorn an die Wand gefahren - er weiß um die
Risiken der Achsen und spielt russisches Roulette mit den Fahrgästen, ja, hat sogar versucht diesen Schrott zu verkaufen - genau , wie die Banker die ihre faulen kredite völlig gewissenlos verhökert haben.
Und für die Bahn zuständig und verantwortlich ein Witz von einem Minister, über den sich jeder weitere Kommentar erübrigt.
Opel imSchlepptau von GM vor dem Aus - tausende von Arbeitsplätzen in Gefahr und da habe ich in genau diesem Zusammenhang schon den Begriff "Marktbereinigung" gelesen.
Siemens - auch federführend in die fragwürdige Atomwirtschaft verwickelt, versinkt im Sumpf der Korruption ,Staats und Privatbetriebe bespitzeln Angstellte und Geschäftspartner, die Post hat sich übernommen und muss zurückrudern - ihr ehemaliger Chef ist ein verurteilter Steuerbetrüger, wobei das ganze Ausmaß der Liechtensteiner Bankdaten letztlich wohl nie ans Licht kommt - wäre wohl auch zu peinlich, wenn das gemeine Volk darüber informiert würde, welches Gesocks da Vorbild und Elite ist.
Ich will diese Aufzählung nicht weiterführen - auch so wird sicher verständlich, dass ich erhebliche Zweifel daran habe, dass gerade hier die Rettung der Welt beginnen könnte. Natürlich weiß ich, dass das dazu erforderliche Wissen vorhanden ist, allein, wo sind die aufrechten Menschen, die es in die Tat umsetzen könnten, wenn sie denn wollten. Sicher werden sich ausreichend Bremser finden, versehen mit ideologischen Scheuklappen und der notwendigen Skrupellosigkeit um Fortschritt in eine gerechtere Welt zu verhindern.
Für mehr Gerechtigkeit in dieser Welt - übrigens, die einzige, die wir haben, würde auch eine riesengroße Bildungsoffensive gehören, Bildung ? ja, und sehr viel davon und das auch noch gut - Deutschland - das sich als Wissensgesellschaft definiert - prädestiniert dafür so etwas zu leisten, oder wenigstens anzustoßen ???
Betrachtet man unsere Bildungspolitik - was man besser nicht tut - dann kommen einem doch ernsthafte Bedenken, ob wir versuchen sollten bei der oben genannten Aufgabe auch nur einen geringen Teil zu übernehmen.
Da gehen tausende von Schülern und Studenten für eine bessere Schule auf die Straße und Behörden denken ernsthaft darüber nach, ob man die Eltern nicht wegen Vernachlässigung der Aufsichtspflicht anzeigen und womöglich bestrafen sollte!! Inwieweit sich das mit Demokratie vereinbaren lässt, will ich nicht erörtern.
Und ich weiß nicht, warum ich trotz all solcher Schweinereien ein unverbesserlicher Optimist bin, der an das Gute im Menschen glaubt.
Liegt das vielleicht daran, dass ich mit meinem fortgeschrittenen Alter davon befreit bin, die weitere Zukunft zu erleben???
Liebe Leute, bleibt aufrecht und standhaft, wünscht mit einem guten Sonntag
Wendelstein
[Anmerkung: Bitte bleiben Sie sachlich. Vielen Dank. / Die Redaktion as]
Ihre Analyse der desaströsen und skandalösen Entwicklungen teile ich genauso wie Ihre völlig berechtigte Skepsis !
Die Frage ist doch, ob noch ein CHANGE=Paradigmenwechsel möglich ist, oder halt nicht !
Am Ende outen Sie sich - genauso wie ich - als nicht resignierende Optimist. (Jammern können wir später ja immer noch ! )
Europa hat - bei allen Schwächen - viel friedliche Intergrationskraft bewiesen - Das war im 20. Jahrhundert und früher ja ganz anders !
Insofern hat Europa für eine zukünftige Global Governance = Weltinnenpolitik einiges zu bieten.
Nicht nur Barack Obama, sondern auch Kanzlerin Merkel und der ehemalige IWF-Chef Bundespräsident Köhler haben die zukunftsweisenden Bücher:
"European Hope/Towards a World in Balance" ,
da sie ja Ko-Autoren sind.
Natürlich drücken diese Bücher auch nur eine weltinnenpolitikbasierte Hoffnung auf eine weltweite Ökosoziale Marktwirtschafts aus, die den neoliberalen Abzocker-Wahn beenden muss, mehr nicht, aber auch nicht weniger ! :-)
Krisen bedeuten auch immer die Chance für einen grundsätzlichen Wandel !
CHANCE for CHANGE
Siemens konnte sicher auch deshalb jahrelang so agieren wegen seiner Nähe zum BND.
http://futurezone.orf.at/...
Und das Merkel lässt sich von H.v.Pierer beraten.
Passt schon
Ihre Analyse der desaströsen und skandalösen Entwicklungen teile ich genauso wie Ihre völlig berechtigte Skepsis !
Die Frage ist doch, ob noch ein CHANGE=Paradigmenwechsel möglich ist, oder halt nicht !
Am Ende outen Sie sich - genauso wie ich - als nicht resignierende Optimist. (Jammern können wir später ja immer noch ! )
Europa hat - bei allen Schwächen - viel friedliche Intergrationskraft bewiesen - Das war im 20. Jahrhundert und früher ja ganz anders !
Insofern hat Europa für eine zukünftige Global Governance = Weltinnenpolitik einiges zu bieten.
Nicht nur Barack Obama, sondern auch Kanzlerin Merkel und der ehemalige IWF-Chef Bundespräsident Köhler haben die zukunftsweisenden Bücher:
"European Hope/Towards a World in Balance" ,
da sie ja Ko-Autoren sind.
Natürlich drücken diese Bücher auch nur eine weltinnenpolitikbasierte Hoffnung auf eine weltweite Ökosoziale Marktwirtschafts aus, die den neoliberalen Abzocker-Wahn beenden muss, mehr nicht, aber auch nicht weniger ! :-)
Krisen bedeuten auch immer die Chance für einen grundsätzlichen Wandel !
CHANCE for CHANGE
Siemens konnte sicher auch deshalb jahrelang so agieren wegen seiner Nähe zum BND.
http://futurezone.orf.at/...
Und das Merkel lässt sich von H.v.Pierer beraten.
Passt schon
der sich durch die Realitaet eines Besseren hat belehren muessen.
Fuer mich verkennt dieser Artikel so einige Realitaeten, die wohl nicht so in das Weltbild der Autoren passen.
Wie von anderen Kommentatoren angesprochen, erkenne ich in keinen der politischen Fuehrungsgestalten Europa's die Kraft, um europa wirklich zu einen. Vielmehr bin ich durch das Ausmass an Korruption und Machterhaltungsdrang geschockt. Man betrachte nur Berlusconi (Marktkonzentration der Medienlandschaft), Sarkozi (Alle fuenf Minuten einen neuen Weltrettungsplan und zwischendurch Urlaub auf den Jachten der Geldelite machen), Brown (welche sensiblen Daten hat dessen Regierung eigentlich noch nicht verloren?), Merkel (Buergerrechte einschraenken und sonst nicht viel tun, aber die Lobbyisten die Gesetze schreiben lassen [Asmussen!]), Kacynski (Gegen alles und jeden), die EU als Gesamtheit (klammheimlich den abgelehnten EU Vertrag weiter forcieren), etc. etc.
Hinzu kommt die brutale Erpressung von Rohstoff-reichen Entwicklungslaendern, die u.a. mit "Entwicklungshilfe" weiter gefuegig gemacht werden. Die gesamte Entwicklungshilfe-Maschinerie ist, generell gesprochen, nur ein gewaltiges Arbeitsbeschaffungsprogramm auf Kosten der Eigeninitiative von Entwicklungslaendern. Dann schickt man auch noch Soeldner in den rohstoffreichen Kongo um die dortige Regierung zu destabilisieren (Frankreich!) oder unterstuetzt die Amerikaner mit einem Marketingkrieg, um sich das riesige Erdoelvorkommen in Ruanda zu sichern (Man bausche die dortigen Unruhen, auch mithilfe von bezahlten Soeldnerbanden, zu einem Genozid auf um endlich die UN dorthin schicken zu duerfen und damit die Chinesen zu vertreiben). Weiterhin baut man strenge Handelsbarrieren auf, um Bauern aus Entwicklungslaendern aus dem Geschaeft zu treiben und geriert sich generoes als Wohltaeter. Das beste, was den Entwicklungslaendern in Afrika passieren koennte ist dass man sie in Ruhe laesst.
Von einem "Stolpern" des Marktes zu sprechen ist eine Untertreibung, die man sich auf der Zunge zergehen lassen muss. Ohne Staatshilfen im Billionenbereich waere der gesamte Markt schon zusammengebrochen. Das Zynische dabei ist, dass die gesamte Intervention viel zu spaet erfolgte. Ich will gar nicht ueber den Baltic Dry Index (BDI), den Einbruch in LKW-Transporten oder der Kurzarbeit in so ziemlich allen Autokonzernen Deutschlands beginnen. Die Auswirkungen davon werden wir alle bald nur zu gut zu spueren bekommen. Ach ja, die extreme Staatsverschuldung in vielen Laendern (Ungarn und Island sind ja schon pleite) kommt auch noch hinzu.
Meiner Meinung nach ist die europaeische Vorherrschaft, genauso wie die amerikanische, vorbei.
Ich sehs anders!
Zyniker sind verzweifelte Idealisten... Fatalisten sind verzweifelte Zyniker ...und Desperados sind verzweifelte Fatalisten!;)
Also bleibt nur noch die Resignation ? Nur noch Beschränkung auf mehr oder zutreffende Analysen ? Nur noch Kritik ? Keinerlei Auswegs-Optionen ?
Oder hoffen auf ?? Worauf ??
Ich sehs anders!
Zyniker sind verzweifelte Idealisten... Fatalisten sind verzweifelte Zyniker ...und Desperados sind verzweifelte Fatalisten!;)
Also bleibt nur noch die Resignation ? Nur noch Beschränkung auf mehr oder zutreffende Analysen ? Nur noch Kritik ? Keinerlei Auswegs-Optionen ?
Oder hoffen auf ?? Worauf ??
Ich sehs anders!
Zyniker sind verzweifelte Idealisten... Fatalisten sind verzweifelte Zyniker ...und Desperados sind verzweifelte Fatalisten!;)
Ihre Analyse der desaströsen und skandalösen Entwicklungen teile ich genauso wie Ihre völlig berechtigte Skepsis !
Die Frage ist doch, ob noch ein CHANGE=Paradigmenwechsel möglich ist, oder halt nicht !
Am Ende outen Sie sich - genauso wie ich - als nicht resignierende Optimist. (Jammern können wir später ja immer noch ! )
Europa hat - bei allen Schwächen - viel friedliche Intergrationskraft bewiesen - Das war im 20. Jahrhundert und früher ja ganz anders !
Insofern hat Europa für eine zukünftige Global Governance = Weltinnenpolitik einiges zu bieten.
Nicht nur Barack Obama, sondern auch Kanzlerin Merkel und der ehemalige IWF-Chef Bundespräsident Köhler haben die zukunftsweisenden Bücher:
"European Hope/Towards a World in Balance" ,
da sie ja Ko-Autoren sind.
Natürlich drücken diese Bücher auch nur eine weltinnenpolitikbasierte Hoffnung auf eine weltweite Ökosoziale Marktwirtschafts aus, die den neoliberalen Abzocker-Wahn beenden muss, mehr nicht, aber auch nicht weniger ! :-)
Krisen bedeuten auch immer die Chance für einen grundsätzlichen Wandel !
CHANCE for CHANGE
ich hätte sonst das Gefühl dass in der Zeit ausschliesslich paranoide Extremisten posten.
Optimierungspotential aller Orten, ist doch wunderbar. Ökosoziale Marktwirtschaft, jawoll. Man wird sehen was die Chinesen davon halten. Und die Russen. Und die Araber. Viel zu tun fürs alte Europa. Auch nach innen, unbestritten.
Der Artikel zeigt jedenfalls einen Weg wie es gehen könnte.
ich hätte sonst das Gefühl dass in der Zeit ausschliesslich paranoide Extremisten posten.
Optimierungspotential aller Orten, ist doch wunderbar. Ökosoziale Marktwirtschaft, jawoll. Man wird sehen was die Chinesen davon halten. Und die Russen. Und die Araber. Viel zu tun fürs alte Europa. Auch nach innen, unbestritten.
Der Artikel zeigt jedenfalls einen Weg wie es gehen könnte.
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