Tierversuche : Das Leiden der Affen

Der Streit um Tierversuche zwischen dem Bremer Senat und der Uni eskaliert. Jetzt könnte das Verfassungsgericht über die Rechte von Forschern und Tieren entscheiden

Ein Gutachter, der den Gegenstand seiner Begutachtung nie gesehen hat; Tierschutz, der das Leben in freier Wildbahn verbietet; Politiker, deren ethisches Gewissen an der Stadtgrenze haltmacht – die Geschichte der Bremer Affenversuche ist voller Kuriositäten. Doch dahinter steht eine Frage, die weit über Bremen hinaus von Bedeutung ist: Wo endet die Freiheit der Wissenschaft – und wo beginnt der Schutz unserer tierischen Mitgeschöpfe?

Weil sie »ethisch nicht gerechtfertigt« seien, will der Bremer Senat dem Hirnforscher Andreas Kreiter seine umstrittenen Affenversuche an der Bremer Universität endgültig verbieten; die Hochschule pocht dagegen auf die Forschungsfreiheit und will bis vor das Bundesverfassungsgericht ziehen. Das Schicksal des Wissenschaftlers und seiner 24 Makakenäffchen wird damit zum Präzedenzfall. An ihm entscheidet sich, wie es künftig um die Ansprüche von Tierschützern und die Rechte von Forschern in Deutschland bestellt ist.

Seit gut zehn Jahren ist diese Frage in Bremen ein Dauerbrenner. So lange experimentiert Andreas Kreiter schon mit seinen Makaken, und so lange kämpfen Tierschützer gegen die »Affenschande«. In Briefen attestierten sie dem Forscher die »Mentalität eines Dr. Mengele« und drohten: »Ihnen gegenüber würde ich mir mit Freuden erlauben, ein Sadist zu sein.« Kreiter und seine Familie mussten zeitweilig unter Polizeischutz gestellt werden, die Uni wies ihm eine streng gesicherte Baracke weitab vom Hauptgebäude der Naturwissenschaften zu.

In dieser Baracke sitzt Kreiter noch heute. Hier erforscht der jungenhaft wirkende Wissenschaftler in Jeans und Birkenstock-Sandalen die Informationsverarbeitung des Gehirns. »Wie schaffen wir es, aus einer Flut von Informationen das Wichtige herauszufiltern?«, so umreißt Kreiter sein Thema. Indem er seinen Versuchsaffen kleine Elektroden ins Gehirn einführt, kann er die Arbeitsweise einzelner Neuronen und deren Zusammenwirken erkunden. Das ist zwar im Wesentlichen Grundlagenforschung, doch Anwendungen hat Kreiter bereits im Blick: Die an den Affen entwickelten Techniken sollen einmal zur besseren Diagnostik bei Epilepsiepatienten eingesetzt werden. Ein entsprechender Förderantrag wurde vom Bundesforschungsministerium bereits bewilligt.

Doch rechtfertigt diese Aussicht, dass man den Schädel von Makaken aufbohrt, darin Elektroden versenkt und sie darauf trainiert, stundenlang, in einem Primatenstuhl eingezwängt, geometrische Figuren auf einem Bildschirm zu beobachten? Und darf man sie vorher absichtlich dursten lassen, damit sie während der Versuche auch motiviert sind, sich durch richtige Antworten ihren Apfelsaft zu »erarbeiten«?

Hätten die Affen Angst, würden sie die Mitarbeit verweigern

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Kommentare

19 Kommentare Seite 1 von 3 Kommentieren

Ich fände es wichtiger,

Tierschutz in deutschen Massentierställen zu praktizieren und z.B. das Abbrennen der Hörner junger Kälber ohne Betäubung zu verbieten und das vor allem auch zu kontrollieren.
Den Transport über weite Strecken ohne etwas etwas zu Trinken, ach, es gibt so viel Schreckliches für unseren übermäßigen Fleisch-, Wurst- und Eierkonsum. Da wäre es viel wichtiger und richtiger gesetzlich einzugreifen als bei 24 Makaken, die zwar nicht wild leben, aber offenbar dennoch nicht wirklich gequält werden.

Schuld ist der Verbraucher !!!

Größer - schneller - billiger:
Unter diesem Motto der Agrarindustrie leiden heute rund 150 Mill. Nutztiere in deutschen Ställen. Ob Schwein, Rind, oder Legehenne, ob Pute, Kaninchen oder Ente - sie werden verstümmelt, in enge Ställe oder Käfige gepfercht und mit Medikamenten vollgepumpt. Auf der Strecke bleiben nicht nur das Wohl der Tiere und ihre artgemäße Haltung, sondern auch Qualität, Geschmack und die gesundheitliche Unbedenklichkeit der Produkte.

gegen Tierversuche

Versuche an Affen sind aus ethischen Gründen zu verbieten. Es gibt keine Rechtfertigung für diese Experimente. Versuche an Affen liefern keine Ergebnisse, die vorbehaltlos auf den Menschen übertragen werden können. Versuche an Affen führen in der Forschung nicht weiter und müssen deshalb auch aus methodischen Gründen abgeschafft werden. Denn die falschen Rückschlüsse, die aus Tierexperimenten gezogen werden, dienen nicht selten der Rechtfertigung, für den Menschen schädliche Produkte oder Technologien auf den Markt zu bringen. Wir brauchen nicht mehr Tierversuche, sondern neue, intelligente Lösungsansätze. Tierversuchsfreie Forschungsmethoden bieten solche Möglichkeiten. Deshalb müssen finanzielle und personelle Mittel, die bisher ganz selbstverständlich in Tierexperimente geflossen sind, für eine tierversuchsfreie Forschung freigegeben werden.

Ethischer Grund?

Was genau ist denn Ihr ethischer Grund? Den Affen wird nichts angetan, das ihnen nicht gut tut. Das die Versuche nicht weiterhelfen, ist Quatsch. Das es Unterschiede zum Menschen gibt, ist wahr, allerdings sind Versuche am Menschen noch vorsichtiger zu gestalten.

Ihre Platitueden ueber fuer den Menschen schaedliche Methoden, die aus der Forschung an Tieren hervorgehen, bringen jedenfalls keine "neue(n), intelligente(n) Lösungsansätze".
Aber ich bin ja mal gespannt, wie sie Vorgaenge im Gehirn ohne Untersuchungen an Mensch und Tier verstehen wollen.

Wenn Sie eine Antwort auf meinen Kommentar haben, der sachlicher als Ihr erster ist, waere ich sehr interessiert, ihn zu lesen.

Sie schreiben: "Was genau

Sie schreiben:
"Was genau ist denn Ihr ethischer Grund? Den Affen wird nichts angetan, das ihnen nicht gut tut. "

Soso, Freiheitsberaubung, Misshandlung etc tut den Affen also nicht nicht gut, ergo gut (?).

"Das die Versuche nicht weiterhelfen, ist Quatsch. Das es Unterschiede zum Menschen gibt, ist wahr, allerdings sind Versuche am Menschen noch vorsichtiger zu gestalten."

Wieso sind Versuche am Menschen noch vorsichtiger zu gestalten, wenn doch die Versuche schon den Affen nicht ungut tun? Sollte dann doch kein Problem sein, oder?

"Aber ich bin ja mal gespannt, wie sie Vorgaenge im Gehirn ohne Untersuchungen an Mensch und Tier verstehen wollen."

Achso, jetzt untersuchen wir sie doch, die Menschen. Ok, aber wozu dann die Affen?
Etwas unlogisch ihr Kommentar...

Was ich allerdings nicht so recht verstehe: die übelsten Tierquälereien im Zeichen der "Wissenschaft" (von der Nahrung mal ganz abgesehen) sind erst dann interessant, wenn es um Affen geht? Warum? Weil sie uns Schöpfungskronen etwas ähnlicher sind als Kaninchen & co?
Ist die Leidensfähigkeit denn Abhängig von der Intelligenz?
Und sollten wir das dann nicht auch auf die Schöpfungskrönler übertragen?
Ganz schön krank, was in unserer ach so humanen Gesellschaft abgeht...

Ganz schoen krank...

"Soso, Freiheitsberaubung, Misshandlung etc tut den Affen also nicht nicht gut, ergo gut (?)"
Zur Freiheitsberaubung: Vielleicht wollen sie erst einmal alle Zoos schliessen, in denen Affen gefangengehalten werden? Mal davon abgesehen, dass ihr natuerlicher Lebensraum immer kleiner wird, und deshalb ein "Leben in Gefangenschaft" auch oft als Artenerhalt angesehen wird.

Zur Misshandlung: Natuerlich ist diese Implantation am Hirn ein Eingriff, allerdings wohl ohne Schmerzen etc. . Von daher korrigiere ich mich: Man nimmt diese Art der "Misshandlung", die ohne Schmerzen geschieht, ja, von den Affen vielleicht kaum wahrgenommen wird, in Kauf, um Erkenntnisse zu sammeln, die dazu fuehren duerften, dass man kranken Menschen (Epileptikern, dementen und Alzheimerkranken, etc.) helfen. Letztendlich waegt man Tierleiden und Menschleiden gegeneinander ab. Und genau das ist die Aufgabe der Moral.

"Wieso sind Versuche am Menschen noch vorsichtiger zu gestalten, wenn doch die Versuche schon den Affen nicht ungut tun? Sollte dann doch kein Problem sein, oder?"
Ein Restrisiko gibt es immer. Wollen sie dieses nun erst einmal lieber Menschen eingehen lassen? Wie gesagt, man muss abwaegen, was das kleinere Uebel ist. Und da ist die Philosophie: Ein Mensch ist immer noch wichtiger fuer uns als ein Tier - da wir Menschen sind.


"Was ich allerdings nicht so recht verstehe: die übelsten Tierquälereien im Zeichen der "Wissenschaft" (von der Nahrung mal ganz abgesehen) sind erst dann interessant, wenn es um Affen geht? Warum? Weil sie uns Schöpfungskronen etwas ähnlicher sind als Kaninchen & co?"

Ich verstehe immer noch nicht, was hier uebelste Tierquaelerei ist. Ist es auch schon Tierquaelerei, wenn man sich einen Hund in der Wohnung haelt?

Warum es besonders interessant an Affen ist? Die Unterschiede zum menschlichen Hirn sind die kleinsten. Versuchen sie einmal, bei einem Kaninchen Reize zu untersuchen.

...

"Zur Freiheitsberaubung: Vielleicht wollen sie erst einmal alle Zoos schliessen, in denen Affen gefangengehalten werden? Mal davon abgesehen, dass ihr natuerlicher Lebensraum immer kleiner wird, und deshalb ein "Leben in Gefangenschaft" auch oft als Artenerhalt angesehen wird."

ja, ganz Ihrer Meinung; lassen sie uns alle Zoos schließen ;-)
Zum Stichwort Artenerhalt: wozu eine Art künstlich am Leben erhalten, wenn ihre ganze Existenz doch nur mehr in Gefangenschaft möglich ist? Aber das ist ein anderes Thema.

"Ein Restrisiko gibt es immer. Wollen sie dieses nun erst einmal lieber Menschen eingehen lassen? Wie gesagt, man muss abwaegen, was das kleinere Uebel ist. Und da ist die Philosophie: Ein Mensch ist immer noch wichtiger fuer uns als ein Tier - da wir Menschen sind."

Solange Menschen das freiwillig tun würden - warum nicht, wenn das Restrisiko sooo gering ist? Menschen können sich zumindest bewusst für oder gegen einen "Selbstversuch" entscheiden. Bei Tieren wird deren Interesse einfach ignoriert. Und ich glaube kaum, dass sich ein Tier, wenn man es denn fragen könnte, gerne Implantate ins Gehirn setzen ließe.
Das kleinere Übel lässt sich leicht beurteilen, wenn es andere sind, die ihren Kopf hinhalten müssen, nicht?

"Ich verstehe immer noch nicht, was hier uebelste Tierquaelerei ist. Ist es auch schon Tierquaelerei, wenn man sich einen Hund in der Wohnung haelt?

Warum es besonders interessant an Affen ist? Die Unterschiede zum menschlichen Hirn sind die kleinsten. Versuchen sie einmal, bei einem Kaninchen Reize zu untersuchen."

Wenn sie dem Hund Löcher in den Schädel bohren und Sachen reinstecken... ja.
Ich habe mich hier auch nicht speziell auf diesen Fall bezogen, sondern eher allgemein. Und ich finde es schon "übelste Tierquälerei", wenn beispielsweise die Reaktion von irgendwelchen Substanzen auf Hasenaugen ausprobiert wird, wenn es gerade mal um ein beschissenes Kosmetikprodukt geht.

Und ich habe auch nicht gefragt, was besonders interessant an Affenforschung ist, sondern warum man sich erst bei etwas menschenähnlicheren Tieren (=Affen) für deren Leiden interessiert.

schönen Abend noch

Nicht übertragbar?

Brain implant allows mute man to speak

Patient with paralysis controls speech synthesizer with his mind.

An electrode implanted into the brain of a man who is unable to move or communicate has enabled him to use a speech synthesizer to produce vowel sounds as he thinks them.

The work could one day help similar patients to produce whole sentences using signals from their brains, say the researchers. [...]

Most of the interfaces currently being developed transmit signals from the region of the brain that controls movement to either a prosthetic arm2 or even, as shown by a recent study3 in monkeys, the subject's own arm. According to Guenther, this is the first brain–computer interface that has been tailored for speech.

Aus: www.nature.com/news/2008/...

Oder haben Sie kürzlich über die Frau gelesen, der durch die Transplantation einer mit ihren eigenen Stammzellen besiedelten Bronchie die Entfernung eines Lungenflügels erspart blieb? Denken Sie, das wäre ohne Tierversuche möglich?

Leukämie-Patienten erhalten, wenn Chemotherapie nicht mehr reicht, eine Knochenmarktransplantation. Glauben sie, Knochenmarktransplantationen wären ohne Tierversuche möglich (oder Chemotherapie, was das angeht)?

Transplantationen, Herzschrittmacher, Bypässe, um nur mal die ersten Beispiele zu nennen, die mir einfallen - all das ist an Affen getestet worden und ist erfolgreich auf den Menschen übertragen worden und all das rettet jeden Tag Menschen das Leben.

Zu behaupten, Versuche an Affen führten in der Forschung nicht weiter, zeigt ein wirklich atemberaubendes Maß an Unkenntnis.
Natürlich müssen Ergebnisse aus Tierversuchen mit gegebener Vorsicht auf den Menschen übertragen werden und es gibt genügend Beispiele, wo es nicht geklappt hat. Aber es gibt sehr viel mehr Beispiele, wo es ganz hervorragend geklappt hat: unsere moderne Medizin.

Ohne Frage

sind Tierversuche, bei denen die Tiere ohne Not operiert werden (Hirnelektrodenimplantation), abzulehnen. Im "Primatenstuhl" sitzt es sich sicher auch nicht sehr angenehm. Ich kenne keine Ethik, die dies rechtfertigen wuerde.

Ohne Frage ist es aber auch richtig, dass man sich der Millionen von sogenannten Nutztieren annehmen muss, die als Milch-, Ei-, Fleisch- und Felllieferanten dienen. Hier ist vor allem das Schaechten als extrem unethisch hervorzuheben, aber auch der Tiertransport und auch das unsachgemaesse Betaeuben in Akkordschlachthoefen.

Man sollte sich von Tierprodukten abwenden und auch die persoenlichen Beziehungen zu Menschen, die Tiere nicht als leidende Wesen erkennen, reduzieren. Das ist fuer das ganz persoenliche Glueck sehr foerderlich.

Lassen Sie mich ergaenzen:

Auch die Versuche an Menschen, auf ihnen fusst unser Wissen ueber Luftfahtmedizin, von der alle Flugreisenden bis heute profitieren, war unethisch, auch wenn die Erkenntnisse fuer den Stratossphaerenflug unabdingbar sind.

Und sebstverstaendlich waeren keine Zoos die besseren Zoos; erinnert sich noch jemand an die Diskussionen um Dr. Gewalt ind Duisburg?

Das Kosmetika an Tieren ausgetestet werden ist geradezu unglaublich.

Aber was sage ich zu all diesen Dingen? Die Fruechte dieser karmischen Handlungen muessen diese Menschen selbst mit sich tragen.

Grundlagenforschung ohne ethische Bedenken

würde man dies einem Menschen antun, würde man es ohne Vorbehalte Folter nennen. Probanden, die sich freiwillig am Kopf fixieren ließen, baten bereits nach 20 Minuten darum, befreit zu werden, weil sie diese Situation als unerträglich empfanden. Kreiters Affen werden jedoch mehrere Stunden am Tag dazu gezwungen, indem man ihren Kopf fixiert und sie dursten lässt, damit sie in der verzweifelten Hoffnung auf Flüssigkeit, die artfremden “Aufgaben” erfüllen, die Herr Kreiter sich ausgedacht hat, um seine wissenschaftliche Neugierde zu befriedigen. Dabei handelt es sich hier um Lebewesen, deren Empfindungsvermögen mit der eines Kleinkindes vergleichbar ist. Schmerz, Trauer, Wut, Langeweile u.s.w. , - all dies müssen auch Kreiters Versuchstiere erleben, ohne Aussicht auf bessere Zeiten, denn am Ende ihres qualvollen Lebens als Messinstrument , wartet der undankbare Tod. Diese wissenschaftlich verbrämte Grausamkeit wird mit dem Versprechen auf Heilung gefürchteter Krankheiten schön geredet ,um die ethischen Bedenken kritischer und interessierter Zeitgenossen in den Hintergrund zu drängen. Dabei sind nur 0,3 % derartiger Erkenntnisse auf den Menschen übertragbar. Da Herr Kreiter unablässig beteuert, dass seine Affen ein schönes Leben haben, muß man sich doch fragen, warum er den Umweg über die Makaken geht, und nicht sein eigenes Hirn erkunden möchte. Was darin vorgeht, wäre für die Menschheit wesentlich interessanter.

Makake ist nicht gleich Kleinkind

was sie beschreiben trifft für Schimpansen oder Gorillas zu. Nicht aber für Meerkatzenartige. Aber wozu Sachkenntnis wenn man einfach Sachen behaupten kann.

Interessant find ich im Artikel besonders den Satz wonach auch Leben in freier Wildbahn für die Tiere eine unzumutbare Belastung nach dem Schweizer Katalog darstellt. Die Welt ist nun mal kein Ponyhof und wenn alle Menschen die Tiere für ihr Schnitzel/Wurst/Leder etc. selbst schlachten müssten, würde jedem klar, dass Tiere in unserer Gesellschaft vor allem Nutztiere sind.

Eingedroschen wird aber auf die bösen Forscher, wenn sie Tiere als Forschungsobjekt benutzen, was nicht besser und nicht schlechter ist, als die Tiernutzung, die jeden Tag in diesem Land geschieht und höchst konsensfähig ist.

Und nochmal: Man kann keine Verhaltensexperimente mit Affen machen, die leiden und frustriert sind. Es ist jedem Sachverständigen klar, dass die Ergebnisse dieser Forschung - dass wofür der Forscher jeden Tag 10-12 Stunden für 3000 Euro brutto arbeitet - fehlerhaft und falsch wären. Niemand würde wissentlich mit solch fehlerbehafteten Experimenten seine Zeit verschwenden. Es ist also im Interesse des Forschers dass es seinen Affen gut geht.

Nur zu dumm dass jeder selbsernannte Gutmensch weiss, dass es Tieren im Labor nur schlecht gehen kann.