InternetDie digitale Erlösungslehre

Das Internet formuliert die neue Verheißung des Kapitalismus: Grenzenloses Wissen, für alle, gratis? Lasst euch nicht verführen!

Netzknoten: Rechnerraum des CERN in Genf, das mehr als 140 Computercenter in aller Welt verbindet

Netzknoten: Rechnerraum des CERN in Genf, das mehr als 140 Computercenter in aller Welt verbindet

Als es noch den real existierenden Sozialismus gab, mit all seinen unerfreulichen Eigenschaften, brauchte der Kapitalismus nicht sonderlich ideologisch aufzutreten: Für jeden vernünftigen Menschen war offensichtlich, warum es sich in West-Berlin besser lebte als in Ost-Berlin, in New York besser als in Moskau. Doch seit dem Ende des Kalten Krieges und der Alternativlosigkeit, die damit einherging, hat der westliche Kapitalismus begonnen, ideologische Züge zu entwickeln: zum einen das marktradikale Programm, das Steuern verteufelt, den Markt stets für klüger als den Staat ansieht und »Eigenverantwortung« auch bei benachteiligten Menschen für besser hält als kollektive Systeme der Daseinsvorsorge. Die britische Premierministerin Margaret Thatcher brachte diese geistige Strömung auf den Punkt, als sie sagte, es gebe keine Gesellschaft, nur Individuen.

Was dem Katalog der marktwirtschaftlichen Pseudogesetzmäßigkeiten aber noch fehlte, war das andere: ein Transzendenz-, ein Heilsversprechen, das das Leben in diesem neuen Kapitalismus auch für diejenigen attraktiv machen konnte, die von der Jeder-für-sich-Doktrin materiell nicht profitierten. Dieses andere beginnt sich seit Anfang der neunziger Jahre herauszuschälen. Das neue Heilsversprechen unserer Gesellschaftsordnung ist gekoppelt an eine Technologie ohne Präzedenzfall: an die Digitalisierung der Welt, an die Ausbreitung des Internets als Weg zu Wissen und Wohlstand für alle.

Auch die sechziger und siebziger Jahre glaubten an die Macht der Bildung zur Verbesserung des Lebens. Aber damals waren die Mittel noch diesseitig: Gesamtschule, Gesamthochschule und nie mehr endende Lehrplanreformen sollten Chancengleichheit herstellen, wo das Schicksal Ungerechtigkeit hervorgebracht hatte. Irgendwo hinten im Kopf wusste man dabei freilich immer noch, dass der Einzelne sich anstrengen musste, um von den neuen Bildungsangeboten zu profitieren.

Das alles ändert sich, seit deutlich zu werden beginnt, was das Internet eines Tages können wird – nämlich alle Computer auf der Welt verbinden und jede digitalisierbare Information oder Dienstleistung (von Buchhandel bis Buchhaltung) überallhin transportieren. Seither gibt es ein neues Wort, in dem sich alle Hoffnungen bündeln: Wissensgesellschaft . Die unbeschränkte Verfügbarkeit von »Wissen« soll die Benachteiligten der Erde zu Wissenden machen. Information at your fingertips lautet eine verlockende Formulierung des Microsoft-Gründers Bill Gates für das neue Versprechen. Dieses Leitmotiv wird unendlich variiert, von Journalisten, von Bildungsbürokraten, von Wissenschaftlern und Wirtschaftsvertretern. Dass die Information unter unseren Fingerspitzen immer noch mühsam gelesen, bedacht, verstanden werden muss, bevor sie tatsächlich zu Wissen wird, spielt in ihren Publikationen eine untergeordnete Rolle. Das Medium Internet wird nicht in erster Linie als Instrument betrachtet, mit dem wichtige Ziele leichter erreicht werden können – es verschmilzt mit diesen Zielen, es wird zum Inbegriff des Fortschritts selbst.

»Wir träumen von dem Tag, an dem das Internet ein Recht sein wird wie Brot«, inserierten 1995 mehrere Computerkonzerne auf einer Doppelseite in Repubblica . Von einer »himmlischen Stadt« im Netz schrieb der texanische Professor Michael Benedikt. Der Grateful-Dead - Songschreiber John Perry Barlow, einer der wortgewaltigsten Netz-Propheten, kündigte 1996 auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos »eine Zivilisation des Geistes« im Cyberspace an. »Möge sie humaner und gerechter sein als die Welt, die eure Regierungen bislang errichteten.« Und in dieser neuen, besseren Welt werde der Umgang mit dem PC zu einer »vierten Kulturtechnik« neben Lesen, Schreiben, Rechnen – so sieht es jedenfalls der Softwaregigant Microsoft.

Ein Menschenrecht wie Brot, eine neue Kulturtechnik, eine himmlische Stadt, Fortschritt, Zukunft, Zivilisation des Geistes: Wenn all das kein quasireligiöses Heilsversprechen ausmacht, dann ist die katholische Kirche ein Softwareunternehmen und der dialektische Materialismus eine Art Betriebssystem.

Die aufgeladene Rhetorik des Glaubens lässt Skepsis gegenüber den neuen Medien schnell als kleingeistig und kulturpessimistisch erscheinen – ein tödlicher Vorwurf in jedem Fortschrittsdiskurs. Trotzdem müssen wir anfangen, bestimmte Fragen zu stellen: Wollen wir tatsächlich so leben, wie es uns von den Digitalisten nahe gelegt wird? Suchen wir wirklich ein technisches Heim für unser Bewusstsein? Bindet nicht das Netz soziale Energie in virtuellen Pseudogemeinschaften; Energie, die im real life dringend für echte Politik gebraucht würde? Nutzen die Nutzer die gewaltigen wissenschaftlichen und politischen Informationsmöglichkeiten des Internets überhaupt – oder verschwenden sie ihre Zeit mit kommerzgesteuerten Unterhaltungsthemen? Auf Letzteres deuten die wichtigsten englischsprachigen Google-Begriffe des Jahres 2005 hin. Nur zwei – »Hurrican Katrina« und »Tsunami« – stammten aus dem schnöden Alltagsleben, die restlichen der Top Ten lauteten: Janet Jackson, Xbox 360, Brad Pitt, Michael Jackson, American Idol, Britney Spears, Angelina Jolie und Harry Potter.

Acht Minuten Lektüre pro Tag – Nachrichten und Rap-Texte mitgerechnet

Und zu fragen ist natürlich auch, angesichts der globalen Finanzkrise, ob nicht die Einübung des virtuellen Denkens auf breiter Front bei zahlreichen Finanzkünstlern ein allzu virtuelles Verhältnis zum Geld anderer Leute beförderte.

Entscheidend für die kritische Auseinandersetzung mit der Netz-Ideologie bleibt aber: Was sind ihre schillernden Versprechen wert? Lernen Menschen durch die neue Technik mehr als zuvor, verstehen sie unsere Gesellschaft besser, sind sie urteilsfähiger, sind sie politischer – oder können sie sich wenigstens besser konzentrieren?

Der moderne, computergestützte Kapitalismus bevorzuge drei Verhaltens- und Konsumweisen, schreibt der amerikanische Politikwissenschaftler Benjamin Barber in seinem Buch Consumed: How Markets Corrupt Children, Infantilize Adults, and Swallow Citizens Whole (2007): leicht vor schwer, einfach vor komplex, schnell vor langsam. Just diese Prinzipien der Netz-Nutzung hätten auch seine Konzentrationsfähigkeit und Auffassungsgabe nachhaltig verändert, schrieb der amerikanische Internetkritiker Nicholas Carr in einem viel beachteten Essay für Atlantic Monthly (August 2008) mit dem Titel »Google macht blöd«. Und sein Landsmann, der Anglist Mark Bauerlein, legte vor Kurzem eine polemische, aber überreichlich aus bildungswissenschaftlichen Langzeitstudien schöpfende Kampfschrift vor: Die dämlichste Generation – wie das digitale Zeitalter junge Leute verblödet und unsere Zukunft gefährdet .

Das Institut für Demoskopie Allensbach steuert, wie immer nüchtern, eine Langzeitbeobachtung bei. Danach sind die unter 30-Jährigen vielleicht nicht die »dämlichste Generation« aller Zeiten – aber ihre Interessen, Rezeptionsweisen und Meinungen unterscheiden sich erheblich von denen der älteren, weniger digital geprägten Bevölkerung. »Die junge Generation zieht sich immer mehr von Themen und Diskussionen zurück«, schreibt Allensbach-Chefin Renate Köcher, »die sich mit der Gesellschaft, den politischen Möglichkeiten, der Wirtschaft, den sozialen Fragen oder kulturellen Themen befassen.« Dass die Gruppe der jungen Leute, die sich »im weitesten Sinne« oder gar »tiefergehend« für Politik interessieren, seit 20 Jahren schrumpft, könnte man noch auf die traditionsreiche politische Verbiesterung der Deutschen schieben – aber höchst sinnliche, erfreuliche Interessengebiete wie Kochen, Literatur, Gartenpflege und sogar Urlaub und Reisen (!) verlieren bei den U-Dreißigern ebenfalls an Boden. Das Thema hingegen, das spektakuläre Zuwächse beim Interesse erzielt, ist – Computernutzung in all ihren Facetten (plus 72 Prozent seit 1998). Als Medium der Information wird das Internet nach den Allensbacher Erkenntnissen allenfalls beiläufig genutzt. »Kommunikation« – Chatten, E-Mailen, Instant-Messaging – steht deutlich im Vordergrund.

Ähnliche Befunde trägt Mark Bauerlein zusammen: Sowohl die Studie Reading at Risk (2004) des amerikanischen National Endowment for the Arts als auch die regelmäßigen Zeitbudgeterhebungen des Bureau of Labor Statistics ergaben für die Gruppe der 18- bis 24-Jährigen gewaltige Einbrüche beim Lesen in der Freizeit – und das, obwohl auch jeder online gelesene Rap-Text oder Nachrichtenticker gezählt hätte. Selbst in dieser denkbar weitesten Fassung des Begriffs »Lesen« kamen die jungen Leute nur auf acht Minuten pro Tag. Was immer sie im Netz tun mögen: die ausdauernde Beschäftigung mit längeren Texten ist es nicht.

Renate Köcher hält diesen Trend für besorgniserregend: »Eine Gesellschaft, die teilweise auf kontinuierliche Information und Urteilsbildung verzichtet, wird spontaner, in der Urteilsbildung beweglicher, sogar sprunghafter und anfälliger für Manipulation.«

Einer Bewegung mit Zukunftsabsichten wie dem Digitalismus ist jugendlicher Sturm und Drang nur recht. Er ist darauf angewiesen, sich auf die Jugend berufen zu können; und was Bildschirmzeiten und bekundete Interessen angeht, kann er das auch.

Erwachsene müssen in diesem System der Jugend die Ehrerbietung erweisen: Da gibt es den Präsidenten des amerikanischen Englischlehrerverbandes, der die E-Generation als »Kommunikationsexperten« mit »subtilen Bildlesefähigkeiten« preist; da ist der Professor am renommierten Massachusetts Institute of Technology, der den jungen Mediennutzern eine »ganz neue geistige Beweglichkeit« und »kollektive Intelligenz« bescheinigt; da beschreibt die Studie einer technologiefreundlichen Non-Profit-Organisation die »digital natives« (die »Eingeborenen des Netzes«) als »Wissende« und »Genießer«; die Liste solcher Ergebenheitsbekundungen ließe sich beliebig verlängern.

Neben der Jugend braucht eine zufriedenstellende Ideologie ein eigenes, möglichst komplexes Vokabular, das Eingeweihte von Nichteingeweihten unterscheidet – das war beim Siebziger-Jahre-Marxismus des vergangenen Jahrhunderts nicht anders. Der Digitalismus hat mindestens ebenso schöne Begriffe wie »Expropriateur« oder »staatsmonopolistischer Kapitalismus«: Web 2.0, bloggen, chatten, user generated content, Podcast, twittern, googeln, MySpace.

Es ist unmöglich, »die« Digitalisten als konkrete Personengruppe zu identifizieren. Vertreter umsatzstarker IT-Konzerne gehören mit einer gewissen Natürlichkeit dazu – aber es finden sich auch erstaunlich viele Menschen, die einfach politisch, gesellschaftlich, in Bildungsfragen an der Fortschrittsfront stehen wollen. Dabei verschmelzen oft alte Ressentiments und Bildungsutopien mit den Verheißungen der neuen Technik. Wenn der Präsident der amerikanischen McArthur Foundation, Jonathan Fanton, davon spricht, dass das »reichste Lernumfeld für Schüler« sich nicht mehr im Klassenzimmer finde, sondern online, wenn der US-Bildungsexperte Marc Prensky schreibt, die Schule symbolisiere die Vergangenheit, und erst »nach Schulschluss« könnten sich junge Leute – und zwar mit Computerspielen! – fit für die Zukunft machen, dann erinnert das sehr an die anti-institutionellen Utopien eines Ivan Illich aus den siebziger Jahren (Schulen helfen nicht, Entschulung der Gesellschaft).

Ähnliches Denken, ausgeweitet auf die Lehrer, findet sich bei der (von Microsoft finanzierten) Initiative »Schlaumäuse«, die in Deutschland schon 55.000 Kindergartenkinder mit Sprachlernsoftware versorgt hat. Nicht um Lernen durch Belehrung gehe es dabei, heißt es im Begleittext: »Kinder lernen, indem sie ihre Umwelt selbst erkunden – interessiert und selbstbestimmt.« Da kommt die alte Skepsis gegen Frontalunterricht zum Vorschein, gegen die Autorität des Lehrers, gegen eine Einteilung von Äußerungen in »richtig« und »falsch«. Eigentlich soll das Kind sowieso alles aus sich selbst heraus entfalten, einen Lehrer braucht es nicht – höchstens eine Software.

Ein gewaltiges Maß an Engagement und Aufmerksamkeit verschlang auch die Initiative »Schulen ans Netz«, in der die Deutsche Telekom und das Bundesbildungsministerium es sich seit 1996 zur Aufgabe gemacht hatten, alle allgemeinbildenden Schulen in Deutschland ans Internet zu bringen, ohne dass je genau formuliert worden wäre, was die Schüler an den internetfähigen Computern dann machen sollten. Das Planziel der Vollversorgung wurde erfüllt: 34.000 Schulen in Deutschland sind am Netz. Was die Aktion gebracht hat, weiß niemand so recht: Eine Metastudie der Universität Paderborn zum zehnjährigen Bestehen der Initiative bescheinigt vor allem erheblichen Forschungsbedarf. Angesichts einer stabilen Schulabbrecherquote von zehn Prozent eines Jahrgangs, einer funktionalen Analphabetenzahl von vier Millionen Menschen in Deutschland und fehlender Ausbildungsabschlüsse als wichtiger Ursache für die Dauerarbeitslosigkeit kann man allerdings fragen, ob diese enormen Bemühungen sich wirklich auf die richtigen Probleme konzentrieren.

Notebook-Computer – »die einzigen Bücher, die du brauchen wirst«

Digitalisten, besonders wenn sie Computerspiele verteidigen (11 Milliarden Euro geschätzter Jahresumsatz weltweit), stellen sich gern als die Verfolgten eines Kultur-Establishments dar, das ihnen immer dann mit Dünkel gegenübertrete, wenn der bildungsbürgerliche Kanon durch eine neue Kulturtechnik bedroht scheine. Aber wer versucht eigentlich wen einzuschüchtern? Der Elektronikkonzern Apple warb zum Beispiel mit Plakaten, auf denen iBooks und richtige Bücher abgebildet waren, unter der Schlagzeile: Die einzigen Bücher, die du brauchen wirst. Subtext: Bücher sind überflüssig, wenn man alle Informationen auf dem Laptop mit sich herumtragen kann.

Bücher sind gewiss das bildungsbürgerliche Symbol schlechthin für die Mühsal des Lernens, für eine Hierarchie des Wissens, für Kontinuität statt Häppchenmix, für die ganze Geschichte (und nicht nur einen Clip). »Das Buch ist das einzige Objekt unserer Zivilisation, auf das wir wirklich stolz sein können«, hat der Verleger Michael Krüger gesagt, als die Debatte über die neuen elektronischen Textspeichergeräte begann. »Wenn es sich jetzt in einen multifunktionalen Speicher verwandeln soll, dann entspricht das dem Lauf der Zeit, der aus unserer Zivilisation eine elektronische Hölle machen will.«

Sagen wir nicht gleich Hölle. Sagen wir, dass es eine Interpretation der digitalen Entwicklung gibt, die keineswegs neutral ist, sondern ideologische Züge trägt: Sie gibt das Heilsversprechen eines neuen Menschen, einer besseren Gesellschaft; sie nimmt für sich in Anspruch, Inbegriff jugendlichen Denkens und Wollens zu sein; sie macht sich breit und verschlingt öffentliche Aufmerksamkeit; sie blendet die kommerziellen Verwertungsinteressen mancher ihrer Fürsprecher auf geradezu groteske Weise aus; sie hat eine klare Vorstellung von ihren Gegnern: den Kulturkonservativen, den Bildungsbürgern, den Nostalgikern der Buchkultur und jenen Traditionalisten, die meinen, Politik mache man am besten von Angesicht zu Angesicht. Und da Fortschritt, Glück, Zukunft, ja sogar »Bildung« schwer zu messende Kategorien sind, kommt sie nie in die Verlegenheit, den Nachweis ihrer Wirksamkeit führen zu müssen. Das müssen immer nur die Deppen, die sich um die Kollateralschäden sorgen.

Um es klar zu sagen: Es geht nicht darum, Maschinen zu stürmen, E-Mails zu verbieten und eine kleine Blockhütte im Wald zu beziehen. Sondern darum, dass es keine Verpflichtung geben kann, bei jeder Kritik an den schädlichen Nebenwirkungen der digitalen Kultur die ganze Liste ihrer Segnungen herunterzuleiern. Es geht darum, dass freie Menschen das Recht haben, Technik zu benutzen, ohne sie anbeten zu müssen.

Widerspruch? Schreiben Sie uns: widerspruch@zeit.de

 
Leserkommentare
    • Slink
    • 24.11.2008 um 16:13 Uhr

    Also da beißt sich die Katze doch selbst in den Schwanz: da lese ich in der "Online-Ausgabe" der Zeit (lese ich aus Zeit-Gründen: geht schneller als an den Kiosk spurten...) einen Artikel, der vor Versprechungen und Unzulänglichkeiten des Internet warnt: "Lasst euch nicht verführen" - bei dem man den Eindruck haben könnte, dass Internet letztendlich verblödet... .
    Ich glaube, da wurde etwas zu laut geblubbert: "Das neue Heilsversprechen unserer Gesellschaftsordnung" muss, denke ich, niemandem ausgeredet werden, einfach weil es faktisch sicher gar nicht so in den Köpfen der Menschen residiert. Der User ist im Durchschnitt eben doch mündig und keiner kann seine Entscheidung beeinflussen, welche Inhalte er bevorzugt - das nenne ich mal wirklich "demokratisch". Die Autorin führt hier einen theoretischen, virtuellen Kampf, der mich doch sehr an die aufgeblasenen universitären Vorlesungen in Erziehungswissenschaft erinnert. Die waren genau so zielsicher am real existierenden Erziehungssystem vorbei konzipert, trotz hervorragendem wissenschaftlichem Unterbau.
    Deshalb die Empfehlung: nicht lamentieren, sondern experimentieren! Das Wasserglas ist mindestens halb voll.

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    (Wie immer man dieses Wort - wenn überhaupt - schreiben sollte, aber im Web-Denglisch gibt's ja keine Rechtschreibfehler...) Dass die Mehrzahl der "User" mit den digitalen Medien kritisch und problembewußt umgehe, ist eine unbewiesene, wohl auch nicht zu beweisende und jedenfalls sehr steile/gewagte These. Wie auch aus dem Artikel hervorgeht, haben wir es hier mit allenfalls bedingt meßbaren Größen zu tun - da muss man mal ganz altmodisch konzeptuell argumentieren, und Frau Gaschke tut das für mich recht überzeugend. Dass auch die "Zeit" online ist, wie wir letztlich (fast alle), ist jedenfalls kein durchschlagender Konter. Interessant, häufig bezeichnend, finde ich (selbst c't-Abonnent) im übrigen bspw. die Strategie des heise-Verlages: es gibt zumindest wohl sonst keine verbreitete gedruckte Computer-Zeitschrift, in der auch Grundlagenkritik einmal eine Chance hat, zu Wort zu kommen - dann blättert man um, und ist wieder mittendrin in der schönen neuen Welt der Produkte und Dienste, die man angeblich braucht, und das Allerneueste von vor zwei Jahren ist schon weiter weg als die Antike. "Wer den Sinn hinterfragt, gilt als rückständig" (so ein in der c't zitierter Leser).
    Was die Empirie angeht, kann ich nur anekdotische Berichte anbieten: obwohl man es lieber nicht glauben möchte, gibt es sie, Informatiker (Entwickler/Admins/Projektmanager, von einem Teil der Studenten nicht zu reden), die ich nur als funktionale Analphabeten einstufen kann. Zum Teil können sie nicht einmal Texte mit Hilfe der Rechtschreibkorrektur unfallfrei redigieren, da auch dies ja ein Minimum an Lese-/Schreibkompetenz voraussetzt. Auch das beweist natürlich nichts; schon gar nicht, dass Digitales verblödet und infantil macht, aber immerhin...

    "Der User ist im Durchschnitt eben doch mündig und keiner kann seine Entscheidung beeinflussen, welche Inhalte er bevorzugt - das nenne ich mal wirklich 'demokratisch'."

    Träum schön weiter! Der "mündige Bürger" wird immer dann hervorgeholt, wenn es darum geht, ebendiesen Bürger einzulullen. Und kritisieren heißt nicht "lamentieren", oder geht es beim Lieblingsspielzeug um eine kritikfreie Zone?
    Gegen den Aufruf zum "experimentieren" ist nichts einzuwenden, womit aber nicht gesagt ist, dass man beim Einschalten des Computers automatisch den Kopf abschalten muss.

    (Wie immer man dieses Wort - wenn überhaupt - schreiben sollte, aber im Web-Denglisch gibt's ja keine Rechtschreibfehler...) Dass die Mehrzahl der "User" mit den digitalen Medien kritisch und problembewußt umgehe, ist eine unbewiesene, wohl auch nicht zu beweisende und jedenfalls sehr steile/gewagte These. Wie auch aus dem Artikel hervorgeht, haben wir es hier mit allenfalls bedingt meßbaren Größen zu tun - da muss man mal ganz altmodisch konzeptuell argumentieren, und Frau Gaschke tut das für mich recht überzeugend. Dass auch die "Zeit" online ist, wie wir letztlich (fast alle), ist jedenfalls kein durchschlagender Konter. Interessant, häufig bezeichnend, finde ich (selbst c't-Abonnent) im übrigen bspw. die Strategie des heise-Verlages: es gibt zumindest wohl sonst keine verbreitete gedruckte Computer-Zeitschrift, in der auch Grundlagenkritik einmal eine Chance hat, zu Wort zu kommen - dann blättert man um, und ist wieder mittendrin in der schönen neuen Welt der Produkte und Dienste, die man angeblich braucht, und das Allerneueste von vor zwei Jahren ist schon weiter weg als die Antike. "Wer den Sinn hinterfragt, gilt als rückständig" (so ein in der c't zitierter Leser).
    Was die Empirie angeht, kann ich nur anekdotische Berichte anbieten: obwohl man es lieber nicht glauben möchte, gibt es sie, Informatiker (Entwickler/Admins/Projektmanager, von einem Teil der Studenten nicht zu reden), die ich nur als funktionale Analphabeten einstufen kann. Zum Teil können sie nicht einmal Texte mit Hilfe der Rechtschreibkorrektur unfallfrei redigieren, da auch dies ja ein Minimum an Lese-/Schreibkompetenz voraussetzt. Auch das beweist natürlich nichts; schon gar nicht, dass Digitales verblödet und infantil macht, aber immerhin...

    "Der User ist im Durchschnitt eben doch mündig und keiner kann seine Entscheidung beeinflussen, welche Inhalte er bevorzugt - das nenne ich mal wirklich 'demokratisch'."

    Träum schön weiter! Der "mündige Bürger" wird immer dann hervorgeholt, wenn es darum geht, ebendiesen Bürger einzulullen. Und kritisieren heißt nicht "lamentieren", oder geht es beim Lieblingsspielzeug um eine kritikfreie Zone?
    Gegen den Aufruf zum "experimentieren" ist nichts einzuwenden, womit aber nicht gesagt ist, dass man beim Einschalten des Computers automatisch den Kopf abschalten muss.

  1. (Wie immer man dieses Wort - wenn überhaupt - schreiben sollte, aber im Web-Denglisch gibt's ja keine Rechtschreibfehler...) Dass die Mehrzahl der "User" mit den digitalen Medien kritisch und problembewußt umgehe, ist eine unbewiesene, wohl auch nicht zu beweisende und jedenfalls sehr steile/gewagte These. Wie auch aus dem Artikel hervorgeht, haben wir es hier mit allenfalls bedingt meßbaren Größen zu tun - da muss man mal ganz altmodisch konzeptuell argumentieren, und Frau Gaschke tut das für mich recht überzeugend. Dass auch die "Zeit" online ist, wie wir letztlich (fast alle), ist jedenfalls kein durchschlagender Konter. Interessant, häufig bezeichnend, finde ich (selbst c't-Abonnent) im übrigen bspw. die Strategie des heise-Verlages: es gibt zumindest wohl sonst keine verbreitete gedruckte Computer-Zeitschrift, in der auch Grundlagenkritik einmal eine Chance hat, zu Wort zu kommen - dann blättert man um, und ist wieder mittendrin in der schönen neuen Welt der Produkte und Dienste, die man angeblich braucht, und das Allerneueste von vor zwei Jahren ist schon weiter weg als die Antike. "Wer den Sinn hinterfragt, gilt als rückständig" (so ein in der c't zitierter Leser).
    Was die Empirie angeht, kann ich nur anekdotische Berichte anbieten: obwohl man es lieber nicht glauben möchte, gibt es sie, Informatiker (Entwickler/Admins/Projektmanager, von einem Teil der Studenten nicht zu reden), die ich nur als funktionale Analphabeten einstufen kann. Zum Teil können sie nicht einmal Texte mit Hilfe der Rechtschreibkorrektur unfallfrei redigieren, da auch dies ja ein Minimum an Lese-/Schreibkompetenz voraussetzt. Auch das beweist natürlich nichts; schon gar nicht, dass Digitales verblödet und infantil macht, aber immerhin...

    Antwort auf "Digitale Erlösung"
  2. Allerorts kommen jetzt diese Artikel in Mode, in denen alte Hasen des Mediengeschäfts das WEB 2.0 als den Untergang der abendländischen Kultur einläuten. Immer die gleichen polemischen Parolen: WEB 2.0 (Google, Internet usw.) lässt die Menschen verblöden. Die angebliche Verblödung durch das Internet ist ausschließlich ein Thema der vierten Staatsgewalt, der Journalisten-Kaste. Hinter den in rhetorisches Silberpapier verpackten Traktaten versteckt sich in der Regel eine ganz menschliche Existenzangst: Werde ich meinen Job behalten? Werde ich noch gebraucht? Kann ich mit dem was ich tue (z.B. Autor, Journalist, Fotograf) noch Geld verdienen? Meine Antwort lautet: JA, auf jeden Fall! Qualität fällt dem Internet ja nicht in den Schoß. Professionelle Inhalte werden auch in Zukunft von den Profis gemacht. Aber die Eitelkeit der Profis muss deutlich heruntergefahren werden. Das Medium Internet hat die Schwellen und Hürden für den Amateur einfach aufgelöst. Jeder kann Bloggen oder bei Wikipedia seinen Beitrag leisten. Undenkbar in klassischen Medien wie Zeitung und Fernsehen. Aber jeder Mensch hat eine Stimme und das Recht sich kreativ zu entfalten. Einem Kleinkind sagt man ja auch nicht: "Das hast du aber hässlich gemalt. Die Qualität stimmt vorne und hinten nicht. Buntstifte lassen dich verblöden. Überlass das malen lieber den Profis." Nein, Kinder UND Erwachsene sollte man in ihrer Entwicklung fördern und stolz auf jeden Akt ihrer Kreativität sein. Das zeichnet eine große Kultur aus.

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    ...das ist das große, längst ausgeleierte Narrativ (Märchenstunde) der gutgläubigen Web-Ökumene. In Wahrheit ist es strukturell dasselbe wie mit den Handys, die auch zu nichts anderem als einer Verzwanzigtausendfachung unentrinnbaren Geschwätzes geführt haben ("HI - DU, ICH SITZ GERADE IN DER BAHN...ECHT? KRASS!"). Ebenso kann jetzt jeder Spinner statt nur seine Kegelbrüder ein potentiell unbegrenztes Publikum mit seinen Urlaubsfotos langweilen. Allerdings wird er nur per Zufall gefunden werden, sofern er nicht nicht google genug digitales Geld rüberschieben kann. Aber das gehört wohl zum Wesen der Demokratie.

    Hinter den in rhetorisches Silberpapier verpackten Traktaten versteckt sich in der Regel eine ganz menschliche Existenzangst: Werde ich meinen Job behalten? Werde ich noch gebraucht? Kann ich mit dem was ich tue (z.B. Autor, Journalist, Fotograf) noch Geld verdienen?

    Da haben Sie Recht, das ist aus meiner Sicht tatsächlich die Grundmotivation dieser Traktate. Aber:

    Meine Antwort lautet: JA, auf jeden Fall!

    Ich fürchte, das ist nicht so. Jedenfalls nicht in dem Umfang, wie es mal war. In der Stadt, in der ich aufgewachsen bin, zogen in den sechziger und siebziger Jahren die Journalisten in das Viertel, in dem ansonsten Fabrikanten und andere Großkapitalisten wohnten --- dies nur als Illustration, welche Ansprüche damals wohl an den materiellen Ertrag journalistischer Tätigkeit geweckt worden sein mögen.

    Das ist schon lange vorbei; schon deshalb, weil heute deutlich mehr Leute als damals studieren und als Absolventen überzufällig häufig in den Medienbereich drängen und da die Gehälter nach unten treiben. Qualität wird immer benötigt werden, da haben Sie Recht; aber es gibt heute einfach mehr Qualität als vor einer Generation.

    Selbst eine ganz normale Akademikerexistenz abseits der Villenviertel wird immer schwieriger. Medien sind inzwischen überwiegend werbefinanziert, das gilt für das Internet nicht anders als für Druckerzeugnisse. Die Gesamtausgaben für Werbung können aber auf lange Sicht nicht stärker wachsen als die Ausgaben für den gesamten privaten Konsum eines Landes. Preisbereinigt stagnieren die Konsumausgaben in Deutschland ungefähr seit der Jahrtausendwende. Der Kuchen wird also auf keinen Fall größer, was ein Problem ist, wenn die Anzahl der Leute steigt, die von diesem Kuchen essen wollen.

    Dazu kommt: Das Publikum verändert sich in signifikanter Hinsicht. Aus Sicht der Werbeindustrie ist nicht jedes Paar Augäpfel gleich wertvoll; es gibt Punkte für Jugend und gesichertes Einkommen und Punktabzug für Alter über fünfzig und Tätigkeit außerhalb des öffentlichen Dienstes. Der demographische Wandel bedeutet, dass es immer weniger junge Leute und in absehbarer Zeit auch deutlich weniger Lehrer gibt; das letztere wird für unsere Gastgeber irgendwann ein Riesenproblem werden.

    Ich denke, dass dem Qualitätsjournalismus auf absehbare Zeit das Geschäftsmodell fehlt; daran ändern auch internetkritische Traktate nichts. Es ist allerdings angenehmer, sich als Mahner und Warner vor dem Internet aufzuspielen, als seine Finanzierung auf solidere Füße zu stellen.

    ...das ist das große, längst ausgeleierte Narrativ (Märchenstunde) der gutgläubigen Web-Ökumene. In Wahrheit ist es strukturell dasselbe wie mit den Handys, die auch zu nichts anderem als einer Verzwanzigtausendfachung unentrinnbaren Geschwätzes geführt haben ("HI - DU, ICH SITZ GERADE IN DER BAHN...ECHT? KRASS!"). Ebenso kann jetzt jeder Spinner statt nur seine Kegelbrüder ein potentiell unbegrenztes Publikum mit seinen Urlaubsfotos langweilen. Allerdings wird er nur per Zufall gefunden werden, sofern er nicht nicht google genug digitales Geld rüberschieben kann. Aber das gehört wohl zum Wesen der Demokratie.

    Hinter den in rhetorisches Silberpapier verpackten Traktaten versteckt sich in der Regel eine ganz menschliche Existenzangst: Werde ich meinen Job behalten? Werde ich noch gebraucht? Kann ich mit dem was ich tue (z.B. Autor, Journalist, Fotograf) noch Geld verdienen?

    Da haben Sie Recht, das ist aus meiner Sicht tatsächlich die Grundmotivation dieser Traktate. Aber:

    Meine Antwort lautet: JA, auf jeden Fall!

    Ich fürchte, das ist nicht so. Jedenfalls nicht in dem Umfang, wie es mal war. In der Stadt, in der ich aufgewachsen bin, zogen in den sechziger und siebziger Jahren die Journalisten in das Viertel, in dem ansonsten Fabrikanten und andere Großkapitalisten wohnten --- dies nur als Illustration, welche Ansprüche damals wohl an den materiellen Ertrag journalistischer Tätigkeit geweckt worden sein mögen.

    Das ist schon lange vorbei; schon deshalb, weil heute deutlich mehr Leute als damals studieren und als Absolventen überzufällig häufig in den Medienbereich drängen und da die Gehälter nach unten treiben. Qualität wird immer benötigt werden, da haben Sie Recht; aber es gibt heute einfach mehr Qualität als vor einer Generation.

    Selbst eine ganz normale Akademikerexistenz abseits der Villenviertel wird immer schwieriger. Medien sind inzwischen überwiegend werbefinanziert, das gilt für das Internet nicht anders als für Druckerzeugnisse. Die Gesamtausgaben für Werbung können aber auf lange Sicht nicht stärker wachsen als die Ausgaben für den gesamten privaten Konsum eines Landes. Preisbereinigt stagnieren die Konsumausgaben in Deutschland ungefähr seit der Jahrtausendwende. Der Kuchen wird also auf keinen Fall größer, was ein Problem ist, wenn die Anzahl der Leute steigt, die von diesem Kuchen essen wollen.

    Dazu kommt: Das Publikum verändert sich in signifikanter Hinsicht. Aus Sicht der Werbeindustrie ist nicht jedes Paar Augäpfel gleich wertvoll; es gibt Punkte für Jugend und gesichertes Einkommen und Punktabzug für Alter über fünfzig und Tätigkeit außerhalb des öffentlichen Dienstes. Der demographische Wandel bedeutet, dass es immer weniger junge Leute und in absehbarer Zeit auch deutlich weniger Lehrer gibt; das letztere wird für unsere Gastgeber irgendwann ein Riesenproblem werden.

    Ich denke, dass dem Qualitätsjournalismus auf absehbare Zeit das Geschäftsmodell fehlt; daran ändern auch internetkritische Traktate nichts. Es ist allerdings angenehmer, sich als Mahner und Warner vor dem Internet aufzuspielen, als seine Finanzierung auf solidere Füße zu stellen.

  3. ...das ist das große, längst ausgeleierte Narrativ (Märchenstunde) der gutgläubigen Web-Ökumene. In Wahrheit ist es strukturell dasselbe wie mit den Handys, die auch zu nichts anderem als einer Verzwanzigtausendfachung unentrinnbaren Geschwätzes geführt haben ("HI - DU, ICH SITZ GERADE IN DER BAHN...ECHT? KRASS!"). Ebenso kann jetzt jeder Spinner statt nur seine Kegelbrüder ein potentiell unbegrenztes Publikum mit seinen Urlaubsfotos langweilen. Allerdings wird er nur per Zufall gefunden werden, sofern er nicht nicht google genug digitales Geld rüberschieben kann. Aber das gehört wohl zum Wesen der Demokratie.

    Antwort auf "Phantomschmerzen"
  4. Das Internet ist ein Kommunikationsmedium und nichts anderes. Es ist weder gut noch schlecht. Was es den Usern bringt liegt an dem User und nicht am Internet. Man kann www.bild.de oder auch www.spiegel.de lesen. Das Internet wird die Gesellschaft nicht ändern die Menschen können ihren Interessen nur gezielter nachgehen. Was ist denn nun der Punkt?

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Man kann bild .de oder auch spiegel .de lesen

    Ich würde es so ausdrücken: Man kann bild .de oder spiegel .de lesen, oder man kann bei der Auswahl seiner Nachrichtenquellen auf Qualität achten.

    Sie haben übrigens gerade, indem Sie die website verlinkt haben, dem Springer Verlag zu mehr Werbeeinnahmen verholfen. Nicht, dass es viel ausmachen würde, aber als symbolischer Akt ist das etwas fragwürdig.

    v.

    Man kann bild .de oder auch spiegel .de lesen

    Ich würde es so ausdrücken: Man kann bild .de oder spiegel .de lesen, oder man kann bei der Auswahl seiner Nachrichtenquellen auf Qualität achten.

    Sie haben übrigens gerade, indem Sie die website verlinkt haben, dem Springer Verlag zu mehr Werbeeinnahmen verholfen. Nicht, dass es viel ausmachen würde, aber als symbolischer Akt ist das etwas fragwürdig.

    v.

  5. Verfolgungswahn von Pseudoeliten, die ihre Privilegien bedroht sehen. Bedauerliches Missverstaendnis bezueglich des IBooks, es ist unter anderem dazu da, *Buecher* in digitaler Form zu lesen. Das ist gut fuer die Umwelt und die Kultur des Buches. Vor Zeiten hatte der Leser ein Buch in ungebundener Form gekauft, und nur wenn er es fuer gut befand, sich entschieden, es binden zu lassen. Gut, dass analoges bald wieder moeglich ist. Denn auch das Buch ist der von der Autorin kritisierten Oberflaechlichkeit und Schnellebigkeit verfallen. Die Verlage koennen sich dem Zeitgeist nicht entziehen und bedienen jene verflachten Konsumbeduerfnisse ebenso. Der Buchhandel macht einen entscheidenden Teil seines Umsatzes mit Serienromanen. Auch gibt es in der deutschen Gegenwartsliteratur einen bedauerlichen Hang zur Pulp Fiction, der Darstellung von Gewalt und Obzoenitaet des Effektes wegen, - Literatur ist das nicht sondern Trivialitaet auf hoeherem Nivaeu, von Kritikern hochgelobt. Gut, dass ich in Zukunft Buecher online lesen darf, ehe ich micht zum Kauf entschliesse.

    Desweiteren, was die Nutzung des Internets in der Bildung angeht, niemand wird wohl behaupten dass die Nutzung des Internets Methoden zum Erlernen logischen und analytischen Denkens und Sprachvermoeges ersetzen kann. Auch sollte niemand seine Schulzeit in der prae-Internet Zeit nachtraeglich glorifizieren. Dort wurde auch oft einfach nur gepaukt, das Unterrichtsmaterial wurde fuer die Leichtverdaulichkeit oft soweit trivialisiert und dogmatisiert, dass der kritische Schueler die Begeisterung fuer bestimmte Faecher leicht verpassen konnte. Ich erinnere mich an Biologie, ein reines Lern- und Paukfach, ein bisschen Pflanzenklassifikation, die Genetik soweit trivialisiert, dass das Gelehrte nicht mehr den Regeln der Logik standhielt. Wissbegierde hat das nicht gefoerdert, und hat im Allgemeinen jemand, der die Oberflaechlichkeit des Internets kritisiert ein Problem damit, dass in der Schule oft falsche Dinge vermittelt wurden? Wohingegen man heute in der englischen Version von Wikipedia den Inhalt des Grundstudiums in Genetik und Biochemie gut dargestellt finden kann. Ich verweile dort oft, folge den Hyperlinks von einem Thema zum naechsten. Damit kommen wir auf die “Hierarchie des Wissens” zu sprechen. Heutzutage gibt es sehr viel mehr Wissen aus vor 50 Jahren. Viel Glueck beim Versuch, diese in einem flachen Lexikon darzustellen. Ohne den Hyperlink waere die Verwaltung recht unpraktisch um nicht zu sagen unmoeglich.

    Ueberhaupt, ohne die schnellen Rechner, leistungsfaehige Datenbanken und billigen Speicher gaebe es keine moderene Biotechnologie, Krebsforschung, und genetische Forschung. Kuerzlich haben Forscher die These aufgestellt, dass der Uebergang von Vogel zum Saeugetier von einem Retrovirus ausgeloest wurde, der die Entwickung der Plazenta evolutionsmaessig beguenstigt hat. Ohne Informationstechnologie waere diese Erkenntnis unmoeglich gewesen. Now, that’s a brave new world, wer sich dafuer nicht begeistern kann, bei dem hat auch der “buergerliche Bildungakanon” keine bleibenden Spuren hinterlassen.

    Die Jugend verkommt und sei zu nichts nuetzte, das stand schon auf einem Grafitti auf der Standmauer von Babylon. Haetten diejeinigen Jugendlichen, die heute keine Buecher lessen sondern nur “Raptexte in Internet hoeren” zu denen gehoert, die vor den Internetzeitalter Buecher lasen? Obama hat die Wahl aufgrund der Unterstuetzung der jungen Leute unter dreissig gewonnen, und mithilfe der effektiven Nuztung des Internets. Dies sollte wohl alle Behauptungen ad absurdum fuehren, dass die Jugend sich nicht fuer Politik interessiert. Tatsaechlich lag die mit ihrem Instinkt fuer Veraenderung goldrichtig. Die Jugend interessiert sich fuer Politik, nur nicht fuer den Diskurs der ihnen von den Alten geboten wird.

    Frau Gaschke, face it, Sie gehoeren zum alten Eisen. Die Welt dreht sich auch ohne Sie und niemand schert sich um die “Kollateralschaeden” Forschung einiger Soziologen. Das interessiert jetzt schon niemanden, jedoch Google und Microsoft haben sich ihre Platze in der Geschichte des letzten Jahrhunderts verdient.

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Da hat aber mal einer so richtig aufgetrumpt und dreingehaun! Hat alle möglichen Plattitüden gesammelt und schleudert sie mutig in die Diskussion. Das gefällt vielen (siehe Bewertungen). Wenn du von "Pseudoeliten" redest, dann zählst du dich wahrscheinlich zur "wahren Elite". Oder doch nur zum Cyber-Stammtisch? Und noch ein Tipp: nimm die vollmundigen Werbebotschaften der Computerkonzerne nicht ganz so ernst. Lohnt sich nicht.
    (Anmerkung: Bitte bleiben Sie sachlich im Ton. Danke. Die Redaktion/jk)

    Da hat aber mal einer so richtig aufgetrumpt und dreingehaun! Hat alle möglichen Plattitüden gesammelt und schleudert sie mutig in die Diskussion. Das gefällt vielen (siehe Bewertungen). Wenn du von "Pseudoeliten" redest, dann zählst du dich wahrscheinlich zur "wahren Elite". Oder doch nur zum Cyber-Stammtisch? Und noch ein Tipp: nimm die vollmundigen Werbebotschaften der Computerkonzerne nicht ganz so ernst. Lohnt sich nicht.
    (Anmerkung: Bitte bleiben Sie sachlich im Ton. Danke. Die Redaktion/jk)

    • TDU
    • 24.11.2008 um 20:00 Uhr

    Als einfacher Mensch habe ich immer gesagt, dass neues Wissen und neue Erkenntnisse neue Fragen aufwerfen. Aber die meisten von denen in Politik, Wissenschaft und Gesellschaft, die mir bestimmte Erkenntnisse als letzte Erkenntnis "verkaufen" wollen, gehören eben nicht der "Internet Generation" an.

    Und wenn 34.000,00 Schulen am Netz sind, ist damit überhaupt nicht gesagt, wieviel Schüler überhaupt entsprechenden Unterricht haben. An einer Schule ist ein Computer gestohlen worden und Ende mit Unterricht. Am Netzt heisst erst mal nur, dass ein Anschluss ans Internet existiert.

    Und die Lehrer werden wohl konkurrieren müssen, genau wie die Print Medien. Und die Eltern übrigens auch, da hat Postman schon einiges erarbeitet.

    Natürlich, niemals Anbetung aber es gab mal den verlachten und kritisierten Bücherwurm. Und mit dem Wissen ist es wie mit den Verkehrsschildern an einem Mast. Die, die man nicht braucht, kann man ruhig übersehen, es sei denn man fährt zu schnell und nimmt gar keins auf. Das ist aber der Fehler des Fahrers.

    Es gäbe noch einiges mehr zu dem sehr umassenden Artikel zu sagen, aber das schelllebige Intenet lässt einfach keine Zeit. Vertiefen Sie die einzelnen Aspekte des Artikels doch mal. Vielleicht in 10 Folgen?

    • KMurx
    • 24.11.2008 um 21:37 Uhr

    Ich denke der Autor wird hier in den Kommentaren etwas missverstanden. Ich denke, was er durchaus richtig beobachtet hat, ist folgendes:

    Das Internet erfuellt nicht per se die Versprechungen von Technik- und Softwarekonzernen im Werben um Konsumenten, Auftraege, Aufmerksamkeit und Staatsgelder.

    Was vollkommen mit meiner persoenlichen Erfahrung uebereinstimmt. Ein Beispiel: Wenn Siemens der Schule Rechner stiftet, Microsoft Windows-NT-Lizenzen zusteuert und ein Lehrer das alles huebsch ordentlich herrichtet, poliert und mit umfangreichen Kontroll-, Abschliess- und Zugangsmechanismen versieht und jeder darauf wartet, dass die Magie des digitalen Zeitalters die Schueler und Lehrer in begeisterte, des Rechners maechtige (und dies ist durchaus eine neue Kulturtechnik!) Wesen verwandelt dann passiert - gar nix.

    Das ist aber doch eigentlich keine Kritik am Internet und Computern an sich, sondern an der Gutglaeubigkeit und Planlosigkeit vieler Entscheidungstraeger, die mal wieder "Snake Oil" gekauft haben.

    Es ist durchaus richtig, dass das Beherrschen von Informationstechnik Arbeit, Engagement und Gruendlichkeit erfordert. Und ja, das geht auch auf Kosten anderer Taetigkeiten wie der Autor durchaus auch richtig beobachtet hat - der Tag hat 24 Stunden, da muss man Prioritaeten setzen.
    udn manchmal bleibt das Kochen halt auf der Strecke. ODer der Urlaub. Oder das Buch.
    Was uns gerne, meist von Microsoft und Apple verkauft wird ist dass dies nicht noetig sei, dass Computer und Informationstechnik "von selbst" funktionerten. Aber das tun die Dinge nunmal nicht. Sie haben ihren Preis.

    Wie viel Prioritaet man dem Erlernen des Umgangs mit Informationstechnik jetzt einraeumen sollte oder mag, ist schwierig zu sagen. Aber "einfach hinstellen und der Rest passiert von alleine" funktioniert nicht, hat noch nie funktioniert und wird auch im WEB2.0 nicht funktionieren.

    P.S.: Ich hab den Umgang mit Computern dann im parallel existierenden Sammelsurium alter Rechner gelernt, das von Schuelern betreut wurde, unter Suse 5.X lief und groesstenteils von Anarchie bestimmt war. Die Leute, die das betreut haben, investierten jedoch sehr viel Zeit, Aufwand und Liebe. Und hatten relativ wenige andere Hobbies.

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Sehr richtig! Uebrigens erfuellt doch praktisch kein Produkt die Versprechen, mit denen es beworben wird.

    In einem frueheren Posting wird die Auffassung vertreten, das Internet sei nur ein Kommunikationsmedium, wie etwa das Telefon. Das stimmt nicht ganz - das Internet hat auch die Funktion eines Archivs - und zwar eines Archivs, das auf den ersten Blick eher einer Messiewohnung gleicht als einer gut durchorganisierten Bibliothek. Auch um die "Schaetze" in diesem Wust von Kram zu finden, benoetigt jemand, der erst zu einer Zeit aufgewachsen ist, wo man systematisches Recherchieren nicht mehr lernen musste, weil ja vermeintlich alles ueber nur ein paar Mausclicks entfernt ist, Anleitung.

    Nur ein Beispiel aus dem Universitaetsalltag. Fuer mich, die ich wohl zum letzten Jahrgang gehoere, der ein Studium vor der Computerisierung der Bibliotheken begonnen hat, war die Literaturrecherche ein aufwendiger Arbeitsschritt, der mehrere Tage anhaltende Konzentration und Gruendlichkeit erforderte. Da musste in verschiedenen Arten von Registern und Katalogen nachgeschlagen werden, alles musste an der Uni erfolgen, nichts konnte man mit nach hause nehmen - erst danach kam die Beschaffung der so eruierten Literatur, manches war vor Ort, aber nur im Lesesaal, anderes musste ueber Fernleihe bestellt werden, wieder anderes konnte man ausleihen. Die unterschiedliche Zugaenglichkeit der Texte musste mit den Arbeitsschritten koordiniert werden (man konnte nicht erst anfangen zu schreiben, wenn man alles hatte). All das erforderte ein grosses Ausmass an Selbstorganisation.

    Als bibliographische Datenbanken ploetzlich in digitaler Form vorlagen war das eine unglaubliche(!) Erleichterung - als sie dann auch noch online verfuegbar waren schrumpfte der fruehere Arbeitsaufwand von einer Woche auf 3 Stunden am heimischen Schreibtisch zusammen - was fuer ein immenser Fortschritt, endlich mehr Zeit - die man aus eigentliche Lesen und Schreiben verwenden kann. Doch schon die nur wenige Jahre nachfolgende Studentengeneration hat gar kein Konzept mehr von dieser eingesparten Zeit - und nicht nur das, sie hat auch kein Konzept mehr von systematischer Literaturrecherche als solcher (wer nie einen Schlagwortkatalog oder eine Zeitschriftendatenbank in der analogen Version gesehen hat, weiss vielleicht gar nicht recht, was das ist). Vielmehr verfuehrt das "Recherchehilfsmittel" Internet dazu zu glauben, dass nicht bloss die Standorte von Texten leicht ermittelt werden koennen, sondern dass alle Texte selbst irgendwo online verfuegbar sein muessten. Das ist natuerlich nicht der Fall und wirde auch sehr lange noch nicht der Fall sein.

    Stellt sich gar heraus, dass man fuer eine Hausarbeit ggbf. 3 unterschiedliche Bibliotheken besuchen muesse - im "real life, nicht nur deren Homepage", erntet man unglaeubige Blicke - das wird als fast schon unzumutbar angesehen...

    Doch wie geht man damit um? Ich bin nach wie vor sehr gluecklich ueber die grosse Arbeitserleichterung - doch nicht nur die unter 30jaehrigen sind bequem geworden, vor allem ist die Generation der ueber 30jaehrigen zu bequem geworden, den juengeren die Schnittstellen zwischen analoger und digitaler Welt hinreichend klar zu machen. Dass nicht "alles" im Netz ist, und das das auch nicht der Anspruch sein kann, dass sich der Aufbau von Datenbanken nicht von selbst versteht (sondern dass dies nur der Fall ist fuer diejenigen, die analoge Datenbanken noch kennengelernt haben), dass nicht jede Internetquelle gleich serioes ist, dass Wikipedia zwar toll ist, wenn man schnell mal ein unbekanntes Wort nachschlagen muss und gerade am Rechner sitzt - dass man aber nicht seine ganze Ausbildung auf Wikipedia-Artikeln aufbauen kann.

    Dies alles muss vermittelt werden - bequem oder "daemlich" ist vor allem die Generation, die lieber ueber die juengeren und das Internet jammert, statt sich dieser Vermittlungsarbeit zu stellen.

    Sehr richtig! Uebrigens erfuellt doch praktisch kein Produkt die Versprechen, mit denen es beworben wird.

    In einem frueheren Posting wird die Auffassung vertreten, das Internet sei nur ein Kommunikationsmedium, wie etwa das Telefon. Das stimmt nicht ganz - das Internet hat auch die Funktion eines Archivs - und zwar eines Archivs, das auf den ersten Blick eher einer Messiewohnung gleicht als einer gut durchorganisierten Bibliothek. Auch um die "Schaetze" in diesem Wust von Kram zu finden, benoetigt jemand, der erst zu einer Zeit aufgewachsen ist, wo man systematisches Recherchieren nicht mehr lernen musste, weil ja vermeintlich alles ueber nur ein paar Mausclicks entfernt ist, Anleitung.

    Nur ein Beispiel aus dem Universitaetsalltag. Fuer mich, die ich wohl zum letzten Jahrgang gehoere, der ein Studium vor der Computerisierung der Bibliotheken begonnen hat, war die Literaturrecherche ein aufwendiger Arbeitsschritt, der mehrere Tage anhaltende Konzentration und Gruendlichkeit erforderte. Da musste in verschiedenen Arten von Registern und Katalogen nachgeschlagen werden, alles musste an der Uni erfolgen, nichts konnte man mit nach hause nehmen - erst danach kam die Beschaffung der so eruierten Literatur, manches war vor Ort, aber nur im Lesesaal, anderes musste ueber Fernleihe bestellt werden, wieder anderes konnte man ausleihen. Die unterschiedliche Zugaenglichkeit der Texte musste mit den Arbeitsschritten koordiniert werden (man konnte nicht erst anfangen zu schreiben, wenn man alles hatte). All das erforderte ein grosses Ausmass an Selbstorganisation.

    Als bibliographische Datenbanken ploetzlich in digitaler Form vorlagen war das eine unglaubliche(!) Erleichterung - als sie dann auch noch online verfuegbar waren schrumpfte der fruehere Arbeitsaufwand von einer Woche auf 3 Stunden am heimischen Schreibtisch zusammen - was fuer ein immenser Fortschritt, endlich mehr Zeit - die man aus eigentliche Lesen und Schreiben verwenden kann. Doch schon die nur wenige Jahre nachfolgende Studentengeneration hat gar kein Konzept mehr von dieser eingesparten Zeit - und nicht nur das, sie hat auch kein Konzept mehr von systematischer Literaturrecherche als solcher (wer nie einen Schlagwortkatalog oder eine Zeitschriftendatenbank in der analogen Version gesehen hat, weiss vielleicht gar nicht recht, was das ist). Vielmehr verfuehrt das "Recherchehilfsmittel" Internet dazu zu glauben, dass nicht bloss die Standorte von Texten leicht ermittelt werden koennen, sondern dass alle Texte selbst irgendwo online verfuegbar sein muessten. Das ist natuerlich nicht der Fall und wirde auch sehr lange noch nicht der Fall sein.

    Stellt sich gar heraus, dass man fuer eine Hausarbeit ggbf. 3 unterschiedliche Bibliotheken besuchen muesse - im "real life, nicht nur deren Homepage", erntet man unglaeubige Blicke - das wird als fast schon unzumutbar angesehen...

    Doch wie geht man damit um? Ich bin nach wie vor sehr gluecklich ueber die grosse Arbeitserleichterung - doch nicht nur die unter 30jaehrigen sind bequem geworden, vor allem ist die Generation der ueber 30jaehrigen zu bequem geworden, den juengeren die Schnittstellen zwischen analoger und digitaler Welt hinreichend klar zu machen. Dass nicht "alles" im Netz ist, und das das auch nicht der Anspruch sein kann, dass sich der Aufbau von Datenbanken nicht von selbst versteht (sondern dass dies nur der Fall ist fuer diejenigen, die analoge Datenbanken noch kennengelernt haben), dass nicht jede Internetquelle gleich serioes ist, dass Wikipedia zwar toll ist, wenn man schnell mal ein unbekanntes Wort nachschlagen muss und gerade am Rechner sitzt - dass man aber nicht seine ganze Ausbildung auf Wikipedia-Artikeln aufbauen kann.

    Dies alles muss vermittelt werden - bequem oder "daemlich" ist vor allem die Generation, die lieber ueber die juengeren und das Internet jammert, statt sich dieser Vermittlungsarbeit zu stellen.

Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren

Service