Doppelte Premiere

Die ersten Fotos von Exoplaneten konnten Ende vergangener Woche gleich zwei Forschergruppen präsentieren (Science, Online-Vorabveröffentlichung).Bisher wurden Planeten außerhalb des Sonnensystems nur indirekt nachgewiesen, etwa weil sie die Bahn ihres Muttersterns beeinflussten. Kanadische Astronomen haben mit verbesserter Technik nun gleich drei Himmelskörper identifiziert, die einen Stern in 128 Lichtjahren Entfernung umkreisen. US-amerikanische Wissenschaftler fanden mit dem Hubble-Weltraumteleskop einen weiteren Exoplaneten in nur 25 Lichtjahren Entfernung.

Hartnäckige Keime

In Rohmilch lebt und verbreitet sich eine ganze Anzahl bisher unbekannter Bakterien. Das fanden israelische Forscher heraus, als sie die Mikrobenpopulation in unbehandelter Milch analysierten (Journal of Systematic and Evolutionary Microbiology, Bd. 58, S. 2635). Einer der neuen Bakterienstämme, den die Biologen Chryseobacterium oranimense nannten, vermehrt sich auch bei niedrigen Temperaturen und stellt Enzyme her, die Milch verderben könnten. In einigen Ländern ist Rohmilch bereits verboten, weil sie in Einzelfällen auch Salmonellen und Tuberkulosebakterien von Rindern enthalten kann.

Genom aus dem Eis

Mit dem Erbgut des Wollmammuts ist zum ersten Mal die genetische Information einer längst ausgestorbenen Tierart entziffert worden (Nature, Bd. 456, S. 387). Die DNA von Mammuts ist besonders gut erhalten, weil einige Tiere im Permafrostboden eingefroren und dadurch fast vollständig konserviert sind. Die Erbgut-Analyse ergab unter anderem, dass die ausgestorbenen Tiere sehr nah mit dem afrikanischen Elefanten verwandt sind. Nach Einschätzung von Experten ist es aber weiterhin ein utopisches Ziel, auf Grundlage der genetischen Information lebende Mammuts zu züchten.

Dement trotz Ginkgo