Gedicht Nr. 48 Grashalme und Schneeflocken

Ein Gedicht von Gerhard Falkner

wenn uns nach all den Zerstreuungen
neue Zerstreuungen noch mehr zerstreuen
der flache Mond, der Sträucher grünes Licht
den Widerhall nicht finden, den wir ihnen geben
möchten, die Kurznachrichten stärker wirken
als das Langzeitgedächtnis und in Griechenland
das Olympiastadion ewiger wird als der Olymp
wenn das Gelbe vom Ei, die Antike, nicht einmal
mehr soviel Wirkung zeigt wie ein Haar in der Suppe:
dass man nämlich einfach den Teller zurückgehen lässt
dann lohnt es sich, diesen Zerstreuungen die
der eigenen Asche hinzuzufügen, und zwar
über einem Fußballplatz in Leverkusen
und unter Abspielung des Entenwalzers

 
Leser-Kommentare
    • hagego
    • 09.12.2008 um 17:06 Uhr

    mit den vorderbeinen hab ich gesehen

    haben zwei kühe sich den ball zugespielt

    dann als der ball halb hoch anflog

    hat die andre ihn mit dem kopf gestoppt

    auf den rücken prallen lassen und mit

    den hinterbeinen wieder über den kopf

    zurückgespielt er landete auf dem rücken

    der anderen kuh als rangnick das sah

    kam ihm der gedanke wenn hier die kühe

    so gut fußball spielen können dann müsste

    doch aus dem hoffenheimer fußballverein

    viel mehr herauszuholen sein und richtig

    die elf wiederkäuer die er jede woche

    aufs feld schickt machen ihre sache sehr gut

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