Menschenrechte UnantastbarSeite 5/5

Bei aller Hochachtung für den Gelehrten, für »Pufi«, wie ihn die heutigen Mitglieder der Familie Pufendorf liebevoll nennen, darf ruhig gesagt werden: Er war kein Demokrat, sondern ein barocker Mensch des 17. Jahrhunderts und Anhänger der absolutistischen Monarchie. Nahm auch nicht gegen Hexenverfolgung und Folter Stellung wie eine Generation später Christian Thomasius, formulierte auch keine Grundrechte gegenüber dem Staat wie der gleichaltrige John Locke. Aber mit der Würde des Menschen als Recht hat er den Weg gewiesen, den andere dann weitergegangen sind, bis die Würde in der Menschenrechtserklärung der UN stand, in unserem Grundgesetz und in der Verfassung von vielen anderen europäischen Ländern.

Der Autor ist Professor (em.) für Rechtsgeschichte und Zivilrecht an der Freien Universität Berlin

 
Leser-Kommentare
  1. ...ein Herr Seils ganz umbekümmert den Versuch unternehmen darf, Oskar Lafontaine in die "geistige Nähe" zu einem der schlimmsten Menschenrechtsverächter wie Stalin zu bringen

    http://www.zeit.de/online...

    ist es durchaus wohltuend, zu lesen, dass hier in der ZEIT auch noch Platz für Artikel ist, die propagandafrei informieren.

    • Rahab
    • 04.12.2008 um 21:59 Uhr

    ein wunder, dass Uwe Wesel noch hier schreiben mag. der hätte das nämlich in keiner hinsicht nötig.

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    ...hier "noch" zu schreiben weiss ich nichts. Dass er es dennoch tut, ist erfreulich.
    Vielleicht ist es ja als ein Zeichen der Hoffnung zu werten...der Hoffnung darauf, den ursprünglichen freiheitlichen Geist der ZEIT nicht nur zu erhalten, sondern zu stärken und wieder zu beleben...

    ...hier "noch" zu schreiben weiss ich nichts. Dass er es dennoch tut, ist erfreulich.
    Vielleicht ist es ja als ein Zeichen der Hoffnung zu werten...der Hoffnung darauf, den ursprünglichen freiheitlichen Geist der ZEIT nicht nur zu erhalten, sondern zu stärken und wieder zu beleben...

  2. ...hier "noch" zu schreiben weiss ich nichts. Dass er es dennoch tut, ist erfreulich.
    Vielleicht ist es ja als ein Zeichen der Hoffnung zu werten...der Hoffnung darauf, den ursprünglichen freiheitlichen Geist der ZEIT nicht nur zu erhalten, sondern zu stärken und wieder zu beleben...

    • rabin
    • 08.07.2009 um 15:23 Uhr

    Der Verteidigungsminister Jung liess sich ebenfalls von dem Gericht nicht nachhaltigig beeinflussen. Darf man Presseberichten glauben, suchte er in seiner Truppe Flieger, die ggfs. einen solchen Abschuss tätigen würden.

    BVerfG hin oder her- er sieht sich in Handlungszwängen.

    Die unbedingte Garantie des Art. 1 GG ist weniger sicher, als dies der Artikel von Wesel suggeriert.

    Ebenfalls bei den Vernehmungsmethoden , die Grenzen überschreiten.

    Noch im März dieses Jahres teilte ein leitender Staatsanwalt mit, er habe noch nie ein Verfahren gegen einen Polizisten geführt, der bei Vernehmungen schlage, wenn es um Entführungen gehe. Das sei immer ein Fall von Notwehr/Nothilfe.

    Soviel zur Rechtsrealität.

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