Finanzkrise Wo ist das Geld geblieben?
Die Finanzkrise hat riesige Vermögen vernichtet. Doch die Milliarden sind nicht verschwunden – sie werden gerade neu verteilt. Eine Spurensuche bei amerikanischen Baufirmen, deutschen Bankmanagern und chinesischen Investoren

Häuser ohne Käufer im US-Bundesstaat Kalifornien
Am Nachmittag des 31. Oktober springt im zweiten Stock einer gelb gestrichenen Villa in der Frankfurter Innenstadt das Faxgerät an. Fünf Seiten Papier schieben sich aus dem Schlitz, auf der ersten Seite steht der Briefkopf der Commerzbank, auf der letzten die Unterschrift ihres Vorstandsvorsitzenden Martin Blessing, irgendwo dazwischen die eine, entscheidende Zahl: 8,2 Milliarden Euro. Um so viel Geld bittet die Commerzbank die Bundesrepublik Deutschland, vertreten durch den »Soffin«, den neu gegründeten Sonderfonds für die Stabilisierung der Finanzmärkte. Dessen 21 Mitarbeiter haben erst wenige Tage zuvor in der gelben Villa ihre Büros bezogen. Die Krise hat hier ihre Anlaufstelle.
Am Vormittag des 17. November um 9.30 Uhr greift in einem Konferenzraum in der Nähe des Englischen Gartens in München der Vorstandsvorsitzende der Hypo Real Estate, Axel Wieandt, zum Telefon. Ihm zugeschaltet sind Bankenanalysten rund um die Welt. Eine Stunde und zwei Minuten lang berichtet Wieandt aus dem Innenleben der Bank. Die Zusammenfassung: 3,05 Milliarden Euro Verlust im dritten Quartal 2008.
Am Abend des 19. November sitzt Josef Ackermann, der Chef der Deutschen Bank, am Rande des Berliner Regierungsviertels im Saal der Katholischen Akademie in einem hellblauen Sessel vor 300 Menschen. Er sagt: »Dies ist die erste globale Krise überhaupt, und wir stecken noch mitten in der Krisenbewältigung.«
Wie lange wird sie dauern? Nach Schätzung der Bank von England haben die Finanzinstitute der Welt schon jetzt 2,8 Billionen Dollar verloren. Das sind 2800 Milliarden, das ist der Gegenwert von 140 Millionen VW-Golfs. Das Geld sei »verbrannt«, »verpufft«, »verschwunden«, heißt es. Und die Geldvernichtung geht weiter. Wie groß wird der Verlust noch werden? Wie viele Bankrotte werden folgen, wie viele Banken und Konzerne werden die Regierungen noch retten müssen?
Niemand weiß es. Die vielleicht interessanteste Frage aber lässt sich schon jetzt beantworten.
Wo ist das Geld geblieben?
In der Wüste von Nevada sind die Millionen zu Marmor geworden
Diese Frage steht am Anfang einer langen Reise, die in die amerikanische Wüste, in einen Frankfurter Bankenturm und zu einem chinesischen Fondsmanager führen wird. Der italienische Ministerpräsident und Medienunternehmer Silvio Berlusconi wird unterwegs auftauchen und am Ende eine deutsche Rentnerin, die das Glück hatte, in der Finanzkrise keinen einzigen Euro zu verlieren. Auch diese Frau ist ein wichtiger Teil der Krise, weil sie mit ihrem Geld hilft, in diesen Wochen die Welt zu retten. Obwohl sie nichts davon ahnt.
Auf der Suche nach dem Geld wird sich zeigen, dass es selten dauerhaft verschwindet und noch seltener verbrennt. Dass es aber ziemlich oft den Besitzer wechselt.
Wo also steckt das Geld? Wo sind die 2,8 Billionen Dollar?
Es gibt in Deutschland viele Menschen, denen man diese Frage stellen könnte: Ökonomen, Vermögensberater, Börsengurus. Ein Mann aber scheint besser als die meisten anderen geeignet, sie zu beantworten. Weil er offenbar einer der wenigen ist, die wirklich verstanden haben, was in den vergangenen Jahren in der Wirtschaftswelt passiert ist.
Der Mann heißt Max Otte. Gerade kommt er von einem Vortrag aus Frankfurt, morgen fliegt er nach Wien zu einem Fernsehauftritt. Dazwischen hat er einen Nachmittag frei. Otte ist gerade sehr gefragt.
Er sperrt seine Wohnung in der Kölner Innenstadt auf, legt das Jackett ab, lockert die Krawatte. Er ist 44 Jahre alt, ein kleiner, korpulenter Mann. Vor zwei Jahren war er noch ein unbekannter Wirtschaftsprofessor an der Fachhochschule in Worms. Wenn er damals den Fernseher einschaltete, sah er hin und wieder andere Wirtschaftsprofessoren, die nicht an Fachhochschulen, sondern an Universitäten lehrten. Fast immer sprachen sie davon, dass der Aufschwung anhalten, die Aktienkurse weiter steigen würden. Otte war anderer Meinung. Er glaubte, die Welt steuere auf eine ökonomische Katastrophe zu. Also schrieb er ein Buch, in dem er den Absturz der Aktienkurse, den Zusammenbruch der Banken und die mögliche Insolvenz des amerikanischen Autokonzerns General Motors vorhersagte. »Wenn ich die Zeichen richtig verstehe, die uns die Weltwirtschaft hinterlässt, dann muss es krachen – und zwar mit einer gewaltigen Wucht«, schrieb Otte.
Er gab dem Buch den Titel Der Crash kommt. Es erschien im Frühjahr 2006, verkaufte sich ordentlich, wurde aber kein Bestseller. Dann kam der Crash. Seitdem ist Otte der Mann, der alles wusste. Sein Buch hat sich bislang 200.000-mal verkauft. Demnächst erscheint die chinesische Ausgabe.
Wo das Geld geblieben ist? Otte denkt nach. Dann sagt er: »Wenn Sie wissen wollen, wohin das Geld geflossen ist, müssen Sie zuerst nach Amerika fahren, in die Vororte der großen Städte. Sie müssen sich die Häuser ansehen.«
Zum Beispiel dieses: Mantua Avenue Nummer 70 in der Kleinstadt Henderson im Bundesstaat Nevada.
Über der Villa liegt ein Hauch von Toskana. Runde Dachziegel aus Ton, hölzerne Fensterläden, eine überdachte Veranda, kleine Pinien im Vorgarten. Schaut man in die Ferne, sieht man die Kasinos von Las Vegas in der Sonne flimmern. Schaut man zur Seite, sieht man noch eine Villa und daneben noch eine und noch eine.
Inspirada heißt die Siedlung. Hunderte fertige, unbewohnte Häuser stehen hier, Hunderte Rohbauten in Dutzenden von Straßen, die Via Delle Arti Street heißen oder Palazzo Reale Avenue. Straßen, die ein kleines bisschen Italien nach Amerika bringen sollen und die doch alle in die Wüste führen, denn genau das war auch dieses Stück Land, bevor das amerikanische Immobilienunternehmen Toll Brothers anfing, hier Geld zu vergießen: ein Haufen Sand mit ein paar Kakteen darauf.
- Datum 05.09.2009 - 17:52 Uhr
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- Quelle DIE ZEIT, 27.11.2008 Nr. 49
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Die Mia. sind in der Tat nicht verschwunden. Man (der amerikanische Konsument) hat sie ausgegeben. Für Konsum.
Wer verstehen will, wie die Dinge zusammenhängen und wie Globalisierung funktioniert, kann das jetzt nachvollziehen.
Die philosophische Feststellung, der Flügelschlag eines Schmetterlinges könne am anderen Ende der Welt eine Katastrophe einleiten, erhält aktuelle Bestätigung.
Ich werde den Artikel in meinem Bekannten und Freundeskreis verteilen. Er ist das Klügste was ich an Analyse bisher gelesen habe.
Ihre Antwort ist leider das ganze Gegenteil davon. Ich habe mir deshalb erlaubt, ihre hervorragende Eigenbewertung zu halbieren.
klar ist der aus provinzieller deutscher sicht an Allem schuld, nur die blöden amis haben durch ihren Konsum den Exportweltmeister Deutschland narürlich irgendwie erst ermöglicht !!
Wer verstehen will, wie die Dinge zusammenhängen und wie Globalisierung funktioniert, kann das jetzt nachvollziehen.
Die philosophische Feststellung, der Flügelschlag eines Schmetterlinges könne am anderen Ende der Welt eine Katastrophe einleiten, erhält aktuelle Bestätigung.
Ich werde den Artikel in meinem Bekannten und Freundeskreis verteilen. Er ist das Klügste was ich an Analyse bisher gelesen habe.
Ihre Antwort ist leider das ganze Gegenteil davon. Ich habe mir deshalb erlaubt, ihre hervorragende Eigenbewertung zu halbieren.
klar ist der aus provinzieller deutscher sicht an Allem schuld, nur die blöden amis haben durch ihren Konsum den Exportweltmeister Deutschland narürlich irgendwie erst ermöglicht !!
Wer verstehen will, wie die Dinge zusammenhängen und wie Globalisierung funktioniert, kann das jetzt nachvollziehen.
Die philosophische Feststellung, der Flügelschlag eines Schmetterlinges könne am anderen Ende der Welt eine Katastrophe einleiten, erhält aktuelle Bestätigung.
Ich werde den Artikel in meinem Bekannten und Freundeskreis verteilen. Er ist das Klügste was ich an Analyse bisher gelesen habe.
Ihre Antwort ist leider das ganze Gegenteil davon. Ich habe mir deshalb erlaubt, ihre hervorragende Eigenbewertung zu halbieren.
Nicht nur die freundliche Bewertung. Ich weiss nun auch, dass Sie die Welt verstehen - ich hingegen ein Idiot bin. Nur, ist Ihnen entgangen, dass ich mit meinem kurzen Statement lediglich den Beitrag der Zeit zusammengefasst habe?
Nicht immer nur differenziert sehen, man kann auch einmal generalisieren (das ist in der Welt der emotionalen Hegelianer freilich verpönt). Wenn ich von Konsum spreche, dann meine ich Konsum. Konsumgüter müssen auch irgendwo hergestellt werden.
Herzliche Grüsse ins Lehrerzimmer
Nicht nur die freundliche Bewertung. Ich weiss nun auch, dass Sie die Welt verstehen - ich hingegen ein Idiot bin. Nur, ist Ihnen entgangen, dass ich mit meinem kurzen Statement lediglich den Beitrag der Zeit zusammengefasst habe?
Nicht immer nur differenziert sehen, man kann auch einmal generalisieren (das ist in der Welt der emotionalen Hegelianer freilich verpönt). Wenn ich von Konsum spreche, dann meine ich Konsum. Konsumgüter müssen auch irgendwo hergestellt werden.
Herzliche Grüsse ins Lehrerzimmer
Nicht nur die freundliche Bewertung. Ich weiss nun auch, dass Sie die Welt verstehen - ich hingegen ein Idiot bin. Nur, ist Ihnen entgangen, dass ich mit meinem kurzen Statement lediglich den Beitrag der Zeit zusammengefasst habe?
Nicht immer nur differenziert sehen, man kann auch einmal generalisieren (das ist in der Welt der emotionalen Hegelianer freilich verpönt). Wenn ich von Konsum spreche, dann meine ich Konsum. Konsumgüter müssen auch irgendwo hergestellt werden.
Herzliche Grüsse ins Lehrerzimmer
... der Artikel spricht leider durchgehend nur von "die Banken". Was waren das denn für Banken? Die Banken heissen Fannie Mae und Freddie Mac. Beide sogenannte government sponsored enterprises, also Unternehmen mit staatlichem Auftrag. Auftrag, jedem Amerikaner die eigenen 4 Wände zu ermöglichen. Bei der Kreditvergabe hat man dann nicht so genau hingeschaut.
Man darf also ganz getrost die Frage stellen: liegt hier eine riesige Marktverzerrung vor? Gäbe es die Finanzmarktkrise in diesem Ausmass, wenn nicht jede beiden halbstaatlichen Banken diese sozial gerechten Kredite verteilt hätten? Die Antwort darauf heisst ganz klar: nein.
Versagt haben nicht die privaten Banken. Versagt hat einmal mehr Vater Staat, versagt hat seine sozial gerechte Kreditvergabe an sozial Schwache.
Das vermisse ich an diesem Artikel. Es wird einfach nur von "den Banken" gesprochen. Und, ist es in Deutschland im Moment anders? Die grössten Batzen haben sich Landesbanken und KfW augehalst. Allein die BayernLB verbraucht mehr Hilfe des Staatsfonds als alle anderen privaten Banken zugleich.
Aber, was macht der deutsche Michel: er schimpft weiter fleissig auf die Banken und die bösen gierigen Bankenmanager. Steinbrück und Co., sie "sozial gerechte" Idee (was soziale Gerechtigkeit auch immer sein mag) - die hat versagt, hat sich einmal mehr als Illusion, als Utopie heraus gestellt.
Anstatt nun endlich einmal den glorreichen Vater Staat in die Schranken zu weisen, der deutsche Michel macht genau das Gegenteil: er ruft nach noch mehr Staat.
Mit den staatlich unterstützten Krediten ist es wohl genauso wie mit den privatrechtlichen... Egal wem die Kredite vergeben wurden, das Geld wird ja umgehend wieder investiert... beim Hausbau gerade oft in kleinere Handwerkerunternehmen... oder von mir aus halt auch in Grossbetriebe (Fensterbau etwa)
Es haben also eine ganze Menge anderer von den Hauskrediten, auch von den staatlich geförderten gelebt inkl. alle daran hängenden Arbeitsplätzen. Auch wenn man dann irgendwann mal wieder auf staatliche Regelsysteme herablassend schimpft, das Geld haben alle danked genommen...
Nicht der Staat und auch nicht die Privatrechtlichen sind primär Schuld (hat eine Herde von Lemmingen eine Kollektivschuld oder muss man doch jemand anderen suchen?) sondern die Regeln nach denen man gezwungenermassen (WTO, TRIPS, DOHA, IMF sind die Regelgeber) Wirtschaften muss...
;-)
“When I give food to the poor, they call me a saint. When I ask why the poor have no food, they call me a communist." — Dom Hélder Câmara
Ein sehr kenntnisreicher Beitrag.
Soweit mir bekannt, haben Fannie Mae und Freddie Mac ca. 50 % aller privaten Hauskredite übernommen, immer im Sinne der Politik, möglichst vielen Amerikanern den Erwerb eines Hauses zu ermöglichen.
Dies wurde als soziale Tat ausgegeben, in Wirklichkeit war es die unverantwortlich Verführung, Häuser bis zum äußersten zu beleihen und damit Kreditnehmer direkt ins finanzielle Chaos zu stürzen.
Und man muss annehmen, dass die Hypothekenbanken nicht die besten Risiken sondern sich vor allem die schlechteren refinanzieret haben lassen, was dann auch lange Zeit prächtig geklappt hat.
Leider kann man in der öffentlichen Diskussion darüber kaum etwas lesen. Angeblich sind pauschal die, gemeint sind wohl alle Banken an der Misere schuld. Dabei war es zumindest zu Anfang bewusstes politisches Handeln. Und unsozial ist es sicherlich, wenn man Häuserbesitzer leichtfertig ins finanzielle Chaos stürzt.
Leider wird in dem Artikel von Kohlenberg und Uchatius darauf nicht hingewiesen. Ohne die staatlich gewollte und geförderte Beleihungsmöglichkeiten durch Fannie Mae und Freddie Mac wäre es nicht zu der riesigen Kreditblase gekommen.
Sicherlich ist dies nicht die einzige Ursache.
Mit den staatlich unterstützten Krediten ist es wohl genauso wie mit den privatrechtlichen... Egal wem die Kredite vergeben wurden, das Geld wird ja umgehend wieder investiert... beim Hausbau gerade oft in kleinere Handwerkerunternehmen... oder von mir aus halt auch in Grossbetriebe (Fensterbau etwa)
Es haben also eine ganze Menge anderer von den Hauskrediten, auch von den staatlich geförderten gelebt inkl. alle daran hängenden Arbeitsplätzen. Auch wenn man dann irgendwann mal wieder auf staatliche Regelsysteme herablassend schimpft, das Geld haben alle danked genommen...
Nicht der Staat und auch nicht die Privatrechtlichen sind primär Schuld (hat eine Herde von Lemmingen eine Kollektivschuld oder muss man doch jemand anderen suchen?) sondern die Regeln nach denen man gezwungenermassen (WTO, TRIPS, DOHA, IMF sind die Regelgeber) Wirtschaften muss...
;-)
“When I give food to the poor, they call me a saint. When I ask why the poor have no food, they call me a communist." — Dom Hélder Câmara
Ein sehr kenntnisreicher Beitrag.
Soweit mir bekannt, haben Fannie Mae und Freddie Mac ca. 50 % aller privaten Hauskredite übernommen, immer im Sinne der Politik, möglichst vielen Amerikanern den Erwerb eines Hauses zu ermöglichen.
Dies wurde als soziale Tat ausgegeben, in Wirklichkeit war es die unverantwortlich Verführung, Häuser bis zum äußersten zu beleihen und damit Kreditnehmer direkt ins finanzielle Chaos zu stürzen.
Und man muss annehmen, dass die Hypothekenbanken nicht die besten Risiken sondern sich vor allem die schlechteren refinanzieret haben lassen, was dann auch lange Zeit prächtig geklappt hat.
Leider kann man in der öffentlichen Diskussion darüber kaum etwas lesen. Angeblich sind pauschal die, gemeint sind wohl alle Banken an der Misere schuld. Dabei war es zumindest zu Anfang bewusstes politisches Handeln. Und unsozial ist es sicherlich, wenn man Häuserbesitzer leichtfertig ins finanzielle Chaos stürzt.
Leider wird in dem Artikel von Kohlenberg und Uchatius darauf nicht hingewiesen. Ohne die staatlich gewollte und geförderte Beleihungsmöglichkeiten durch Fannie Mae und Freddie Mac wäre es nicht zu der riesigen Kreditblase gekommen.
Sicherlich ist dies nicht die einzige Ursache.
Mit den staatlich unterstützten Krediten ist es wohl genauso wie mit den privatrechtlichen... Egal wem die Kredite vergeben wurden, das Geld wird ja umgehend wieder investiert... beim Hausbau gerade oft in kleinere Handwerkerunternehmen... oder von mir aus halt auch in Grossbetriebe (Fensterbau etwa)
Es haben also eine ganze Menge anderer von den Hauskrediten, auch von den staatlich geförderten gelebt inkl. alle daran hängenden Arbeitsplätzen. Auch wenn man dann irgendwann mal wieder auf staatliche Regelsysteme herablassend schimpft, das Geld haben alle danked genommen...
Nicht der Staat und auch nicht die Privatrechtlichen sind primär Schuld (hat eine Herde von Lemmingen eine Kollektivschuld oder muss man doch jemand anderen suchen?) sondern die Regeln nach denen man gezwungenermassen (WTO, TRIPS, DOHA, IMF sind die Regelgeber) Wirtschaften muss...
;-)
“When I give food to the poor, they call me a saint. When I ask why the poor have no food, they call me a communist." — Dom Hélder Câmara
Wir sehen heute die Rezession, die es ohne die billigen Kredite schon früher gegeben hätte.
Die faulen Immobilienkredite waren der Treibstoff für eine funktionierende Weltwirtschaft. Der Fehler war, dies nicht zu erkennen und zu glauben, das Wohlstand aus sich selbst heraus vermehrt werden kann.
Unser Problem: es gibt viel zu viele Produzenten/Arbeitskräfte und zu wenig Konsumenten.
Bei uns zu wenig Konsum, weil wir kaum noch etwas wirklich brauchen. In der restlichen Welt zuwenig Konsum, weil kein Geld zu konsumieren vorhanden ist.
Aber ist mehr Konsum die Lösung? In einer endlichen Welt ?
Was wir sehen, sind die Grenzen dieses Systems.
VERHINDERN NICHT DIE REZESSION SONDERN VERURSACHEN SIE !! oder kaufen ; kaufen ;kaufen koste es was es wolle.Das wars doch
Sehe ich ähnlich!
VERHINDERN NICHT DIE REZESSION SONDERN VERURSACHEN SIE !! oder kaufen ; kaufen ;kaufen koste es was es wolle.Das wars doch
Sehe ich ähnlich!
natürlich ist das Geld verschwunden. Das Dilemma in Finanzkreisen ist ja dass man bereits seit geraumer Zeit die Buchwerte von einer Anlageklasse in die nächste schiebt (zuletzt waren's die Rohstoffe) weil man nicht weiss was man sonst damit anfangen soll/kann. Zumal, würde auch nur ein Bruchteil dieser Buchwerte in reale Werte umgesetzt - sprich ausgegeben - würde uns die Geldwirtschaft um die Ohren fliegen. Es sind keine entsprechenden Gegenwerte vorhanden - zumindest nicht nach heutigen Preisen. Die Alternative ist a) abartige Inflation oder b) eine Schrumpfung der Wirtschaft (Rezession) um Buchwerte und Realwirtschaft wieder in Einklang zu bringen. Für den Normalbürger ist die Rezession ganz klar das geringere Übel. Eine Wirtschaftskrise ist bei beiden Szenarien die Folge, jedoch verliert bei der Inflation jeder Sparer zB die Altersvorsorge (erinnert sich noch jemand an die Sprüche der letzten Jahre bezüglich Altersvorsorge am Kapitalmarkt und das "gestrige" umlagenbasierte System?) - also werden jene die eigentlich gut gewirtschaftet haben sogar noch abgestraft. Natürlich auch Unternehmen, es hat ja mitnichten jedes Unternehmen bei diesem Eskapaden mitgemacht. Dies resultiert in einer tiefen Erschütterung des Vertrauens, in Folge kommt der Geschäftsverkehr zum Teil zum Erliegen - was weitere Folgen nach sich zieht, die Krise verstärkt sich selbst. Usw usw
Insofern ist die Rezession das beste Mittel. Das Geld wird aus den Büchern verschwinden, ganz klar. Immobilien müssen abgeschrieben werden, Unternehmen werden Pleite gehen (und deren Eigentümer alles verlieren). Nun ja, was das geringere Übel ist kommt wohl doch auf die Perspektive an.
Umverteilung halte ich aber für eine kühne Theorie. Das wäre nur die richtige Schlußfolgerung wenn es zu keiner Wirtschaftskrise käme, was wie wir inzwischen wissen eh eine akademische Diskussion ist.
Der Artikel suggeriert, dass in den USA Ausfaelle privater Hauskredite im Wert von 2.8 Billionen Dollar ($ 2 800 000 000 000) existieren. Das sind jedoch die Abschreibungen der Banken.
Nach Bloomberg (http://www.bloomberg.com/...):
Gesamtwert aller US Hauskredite $ 10 000 000 000 000
Anteil der subprime Kredite $ 1 200 000 000 000
30 -40% aller subprime Kreditnehmer werden per Hochrechnung zahlungsunfaehig
--> $ 480 000 000 000 Zahlungsausfaelle.
Als Referenz, diser Artikel besagt weiter, dass obige Zahlungsausfaelle ungefaehr halb so hoch wie die Summe der Verluste, die duch Bankrotte grosser Firmen in 2002 (WorlCom, etc) entstanden sind.
Die 2.8 Billionen Abschreibungen entstehen dadurch, dass Banken Kredite in Proportion zu ihrer Eigenkapitalisierung vergeben duerfen. Fannie Mae, Freddie Mac haben die faulen Kredite abgekauft, was die Basis fuer die Vergabe weiterer Kredite bot.
http://www.minyanville.co...
Das heisst, der Verlust der Banken, Fonds, etc. bei ihrem Pyramidenspiel uebertrifft das der Hauskaeufer um mehr als das Vierfache.
Per Schaetzung gibt es < 1.9 Millionen Hauser zuviel in den USA. Mit einem Durchschnittspreis von $ 265 000 per Haus waeren das ca 500 Milliarden Dollar. Dass der deutsche Steurzahler die freistehenden Haeuser in Nevada bezahlen wird, ist eine allzu grobe Vereinfachung.
Der Artikel suggeriert, dass in den USA Ausfaelle privater Hauskredite im Wert von 2.8 Billionen Dollar ($ 2 800 000 000 000) existieren. Das sind jedoch die Abschreibungen der Banken.
Nach Bloomberg (http://www.bloomberg.com/...):
Gesamtwert aller US Hauskredite $ 10 000 000 000 000
Anteil der subprime Kredite $ 1 200 000 000 000
30 -40% aller subprime Kreditnehmer werden per Hochrechnung zahlungsunfaehig
--> $ 480 000 000 000 Zahlungsausfaelle.
Als Referenz, diser Artikel besagt weiter, dass obige Zahlungsausfaelle ungefaehr halb so hoch wie die Summe der Verluste, die duch Bankrotte grosser Firmen in 2002 (WorlCom, etc) entstanden sind.
Die 2.8 Billionen Abschreibungen entstehen dadurch, dass Banken Kredite in Proportion zu ihrer Eigenkapitalisierung vergeben duerfen. Fannie Mae, Freddie Mac haben die faulen Kredite abgekauft, was die Basis fuer die Vergabe weiterer Kredite bot.
http://www.minyanville.co...
Das heisst, der Verlust der Banken, Fonds, etc. bei ihrem Pyramidenspiel uebertrifft das der Hauskaeufer um mehr als das Vierfache.
Per Schaetzung gibt es < 1.9 Millionen Hauser zuviel in den USA. Mit einem Durchschnittspreis von $ 265 000 per Haus waeren das ca 500 Milliarden Dollar. Dass der deutsche Steurzahler die freistehenden Haeuser in Nevada bezahlen wird, ist eine allzu grobe Vereinfachung.
VERHINDERN NICHT DIE REZESSION SONDERN VERURSACHEN SIE !! oder kaufen ; kaufen ;kaufen koste es was es wolle.Das wars doch
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