wurde 1937 im Asti geboren. Er liebte den Jazz, studierte aber zunächst Jura und übernahm für einige Jahre die Anwaltskanzlei seines Vaters. Als Musiker hat er ganz klein angefangen: Er spielte Vibrafon auf einem Kreuzfahrtschiff und war Songschreiber für andere, bevor er eine eigene Sängerkarriere startete. Der große Durchbruch gelang ihm 1979 mit seinem Album Gelato al Limon .

Auf seinem aktuellen Album Psiche sammelt Conte fünfzehn Miniaturen zwischen Elegie und Rausch. Es ist das übliche Stil- und Sprachgemisch des Altmeisters der Cantautori: Erst stimmt er ein übermütiges Loblied auf die Velocità Silenziosa eines Fahrrads an, dann wieder sehnt er sich im slawisch tönenden Ludmilla nach dem Zirkus seiner Kindheit: »Der Geruch der Elefanten hängt immer noch in meiner Nase.« Märchenhaft der mantraartige Titelsong: Eine Klaviermelodie, samtiger Bass, ätherische Synthieschwaden untermalen wortkarge Andeutungen über altertümliches Wissen »im fahlen Schein einer arabischen Lampe«. Contes brüchige Stimme bleibt ein Antidot gegen zu viel Erhabenheit. Ein lakonischer Einwurf reicht, um jedes Pathos zunichtezumachen.