Droge Voll auf dem Bio-TripVoll auf dem Bio-Trip

Die Kräutermischung Spice wird zur neuen Modedroge. Ihre Verbreitung ist in Deutschland kaum zu kontrollieren. Alle Inhaltsstoffe sind legal. Doch wie gefährlich ist der Konsum?

George Reskalla fragt schon gar nicht mehr, was seine Kunden wollen. »Kommt nächste Woche wieder«, ruft er, sobald sich in seinem Laden die Tür öffnet. Reskalla verkauft im Peace-Headshop in Berlin-Friedrichshain Wasserpfeifen und ähnliches Zubehör. Aber im Moment haben die Kunden nur eins im Kopf: Spice.

Der Kräutermix, vor dem die Drogenbeauftragte der Bundesregierung erst kürzlich gewarnt hat, ist fast überall im Bundesgebiet seit Tagen ausverkauft. Seit die Medien über die Modedroge berichten, rollt über Deutschland und Österreich eine regelrechte Spice-Welle hinweg. Die Kräutermischung soll eine ähnliche Wirkung haben wie Cannabis, ist aber für die Behörden schwer fassbar: Niemand weiß, welche Inhaltsstoffe wirklich in den bunten, metallisch glänzenden Tütchen stecken und welcher davon die berauschende Wirkung erzeugt. Auch die rechtliche Situation ist verzwickt: Die Modedroge wird zwar geraucht, aber im Laden geschickt als Räucherwerk verkauft, mitsamt Warnaufdruck: »Nicht zum Verzehr geeignet«. Somit gilt sie als Bedarfsgegenstand und unterliegt keiner Regulierung.

Die Hilflosigkeit der Behörden wirft eine grundsätzliche Frage auf: Wie ist mit einem Stoff umzugehen, über dessen Risiken so gut wie nichts bekannt ist, den aber immer mehr Jugendliche konsumieren?

Nicht nur die Behörden sind überfordert. Mit dem Hype, der derzeit Mitteleuropa erfasst, haben offenbar weder Hersteller noch Verkäufer gerechnet. Die Londoner Lieferfirma mit dem programmatischen Namen Psyche Deli kommt mit dem Nachschub nicht mehr hinterher. »Wir verdienen pro Tag allein mit Spice etwa 1000 Euro«, sagt Sven K., der in Darmstadt einen Headshop betreibt. Der Verkauf läuft so gut, dass er gerade eine zweite Filiale in Mainz eröffnet hat. Als einer der wenigen hat er die Kräuterdroge noch im Angebot und vorsorglich einen Vorrat von 1000 Tütchen angelegt. »Wer ein bisschen was im Kopf hat, der investiert jetzt«, sagt er.

Paul, 26, Schlosser aus Cloppenburg, hat im Peace-Headshop gerade nach der Mischung gefragt. »Auf nüchternen Kopf wie ein Trip« fühle sich das an, sagt er, also wie ein LSD-Rausch. Aber die Wirkung sei bei jedem anders. Was steckt denn nun in der Kräutermischung, die offiziell als Räucherwerk die Raumluft erfrischen soll, tatsächlich aber in selbst gerollten Zigaretten gepafft wird wie Cannabis?

Welcher der Inhaltsstoffe den berauschenden Effekt hervorruft, weiß bisher niemand. Von den auf der Packung aufgeführten Pflanzen ist in Deutschland keine verboten. Sollten Wirkstoffe gefunden werden, die unter das Betäubungsmittelgesetz fallen, wäre die Droge schnell vom Markt – aber eine gründliche wissenschaftliche Analyse liegt bisher noch nicht vor. »Die Datenlage ist sehr dünn«, sagt Jürgen Thier-Kundke, Pressesprecher des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) in Berlin. Das BfR hat seit einigen Tagen einen Auftrag aus dem Ministerium, die vorhandenen Informationen zu Spice zu sammeln. Eine chemische Untersuchung ist dort, anders als in einigen Medien behauptet, noch nicht in Planung.

Klarheit schaffen könnte der Londoner Hersteller. Doch der hält sich bedeckt, die Homepage der Firma ist seit Wochen offline. Vor fünf Jahren nutzten die Gründer von Psyche Deli schon einmal eine Gesetzeslücke, um Halluzinogene unters Volk zu bringen: Weil nur der Verkauf von getrockneten »magic mushrooms« in England verboten war, bauten sie die psychoaktiven Pilze selbst an und verkauften sie frisch auf der Straße. Die Gesetzeslücke wurde geschlossen, von Psyche Deli war nichts mehr zu hören – bis Spice auftauchte.

Einer der wenigen Wissenschaftler, die sich den Kräutermix gründlicher angesehen haben, ist Günter Gmeiner von der Nationalen Anti-Doping-Agentur in Österreich. Er hat im Auftrag einer Zeitung eine Probe von Spice untersucht und kann zumindest eines sagen: Der Wirkstoff von Cannabis, natürliches Tetrahydrocannabinol, war nicht enthalten. »Eine simple Übersichtsanalytik hat auch keine Auffälligkeiten bezüglich anderer Suchtgifte ergeben«, sagt Gmeiner. Wenn man sich ansehe, welche Inhaltsstoffe der angegebenen Pflanzen bekannt seien, hätten diese aber »schon einen sedierenden und teilweise aufputschenden Effekt«.

Eine Untersuchung an der Universität Zürich hat gezeigt, dass zumindest einige der exotischen Kräuter tatsächlich in den bunten Tütchen stecken. »In der Schweiz ist Spice bereits Ende 2006 aufgetaucht«, sagt Michael Bovens, forensischer Chemiker bei der Stadtpolizei Zürich. Er beauftragte damals einen Botaniker, die getrockneten Pflanzen in einer Stichprobe zu analysieren. Eines der zweifelsfrei nachweisbaren Kräuter war das sibirische Mutterkraut (Leonurus sibiricus), in der Szene auch »Marihuanilla« genannt. Es stammt ursprünglich aus Asien und ist in Mexiko schon lange als Cannabisersatz bekannt. Den angeblich enthaltenen blauen Lotus konnte der Botaniker der Universität Zürich in der Stichprobe nicht finden. »Der Hersteller macht auf der Verpackung keine Mengenangaben«, sagt Bovens, »und niemand kontrolliert, ob die Zusammensetzung beim Abfüllen gleich bleibt.«

Auch ein deutscher Toxikologe hat Spice schon untersucht. Thomas Daldrup von der Universität Düsseldorf fand »keinen Hinweis auf Alkaloide« in der Kräuterdroge – und vermutet, dass der beschriebene Effekt vor allem auf der Einbildungskraft der Konsumenten beruhe. Könnte die Rauschwirkung nur ein Placeboeffekt sein? »Das glaube ich nicht«, sagt Michael Bovens. Er ist wie sein Kollege Günter Gmeiner überzeugt, dass die Kräutermischung als Tabakzusatz tatsächlich eine psychotrope Wirkung entfaltet. »Cannabis enthält auch keine Alkaloide und hat trotzdem halluzinogene Eigenschaften«, sagt Bovens. Und wenn Spice keinen Effekt hätte, »würde sich das in der Szene sofort herumsprechen«. Zudem enthält das sibirische Mutterkraut, das an der Uni Zürich identifiziert wurde, unter anderem das Alkaloid Leonurin. Wenn die Zusammensetzung nicht stark schwankt, müsste es nachweisbar sein.

»Einen reinen Placeboeffekt schließe ich aus«, sagt auch Michael Musalek. Als Leiter des Wiener Anton-Proksch-Instituts, der größten Suchtklinik Europas, hat er sich in den vergangenen Wochen intensiv mit Spice beschäftigt. »Der Effekt ist erst euphorisierend und enthemmend«, sagt er, »nach relativ kurzer Zeit dann aber sedierend.« Die Leute würden müde, schließlich richtig zugedröhnt. »Das haben alle erzählt, mit denen wir bisher gesprochen haben.«

Spice spricht ganz neue Konsumenten an. »Die Kräuterdroge nutzen vor allem Jugendliche, die nicht süchtig sind«, sagt Musalek. Ähnliches beobachten auch die Headshop-Betreiber aus Berlin. Die jungen Kunden hätten meist über Freunde von Spice gehört, sagt George Reskalla. Eine weitere große Gruppe ist in Berlin mehreren Verkäufern aufgefallen: Menschen, denen der Führerschein entzogen wurde und die sich regelmäßig Drogentests unterziehen müssen, um den »Lappen« zurückzubekommen. Spice ist mit gängigen Drogentests nicht nachweisbar.

Der aktuelle Hype um die Kräutermischung wird von unkritischen Medienberichten beflügelt – aber er zeigt auch das Bedürfnis nach einer legalen, wirksamen Droge in Deutschland. »Gerade für Jugendliche ist der Gang zum Dealer mit Angst besetzt«, sagt Udo Küstner, Psychologe in der Drogenambulanz des Hamburger Uniklinikums. Diese Hemmschwelle entfällt bei Spice.

Bemerkenswert ist, dass die Verkäufer selbst ihre Finger davon lassen. »Ich hab das noch nicht versucht und hab es auch nicht vor«, sagt Paul, 29, der in einem Headshop in Berlin-Kreuzberg hinter dem Tresen steht. »Die Pflanzen kommen von überall her, und die Firma warnt selbst davor, Spice als Tee oder im Essen zu verwenden.« Vielleicht, mutmaßt Paul, seien die Kräuter ja mit irgendeinem Mittel besprüht worden.

Bisher sind zumindest den Vergiftungszentralen keine schweren Vorfälle bekannt. »Wir hatten im Großraum Berlin noch keinen einzigen klinisch relevanten Zwischenfall, der sich auf Spice zurückführen lässt«, sagt Torsten Binscheck, Leiter des Giftnotrufs in der Hauptstadt. Nur ein paar Leute hätten besorgt angerufen, ob der Konsum gefährlich sei. Auch in der Drogenambulanz am Hamburger Uniklinikum hat erst ein Patient von Spice berichtet. Auch er war seinen Führerschein los und musste auf Cannabis verzichten.

Allerdings sind sich die Experten einig, dass der Konsum der Kräuterdroge nicht harmlos ist. In den Kräutern stecke eine Unzahl chemischer Verbindungen, die längst nicht alle bekannt seien, warnt Michael Musalek. »Es ist erstaunlich, dass die Leute glauben, solche Biodrogen seien gesund. Bei synthetischen Mitteln wissen wir wenigstens, was drin ist.«

In der Schweiz ist Spice nach seinem Auftauchen 2006 wieder rasch aus den Headshops verschwunden. Der rechtliche Einwand war schlicht und wirksam: Weil die Pflanzen als Tabakzusatz verwendet werden, müsse das Gesundheitsministerium den Verkauf erst einmal zulassen. Für Zusätze mit psychotroper Wirkung, zu denen auch Spice zählt, gibt es aber keine amtliche Bewilligung. Die letzten Tüten wurden Anfang 2007 eingezogen. In Österreich, wo die Spice-Welle gerade einen Höhepunkt erreicht, soll die Kräutermischung schon bald unter das Arzneimittelgesetz fallen und aus den Headshops verschwinden. In Deutschland dagegen tut man sich schwer mit einem Verbot. »Uns liegen zu diesen Pflanzen keine belastbaren wissenschaftlichen Ergebnisse vor«, sagt Sabine Bätzing, die Drogenbeauftragte der Bundesregierung. Dass dem Konsum unter Jugendlichen Einhalt geboten werden muss, weiß sie auch – anders als in der Schweiz stehen aber offensichtlich keine rechtlichen Instrumente zur Verfügung, um dem Missbrauch der Kräutermischung zügig Einhalt zu gebieten. Mit einer rechtlichen Regelung, sagt Bätzing, sei frühestens in einigen Wochen zu rechnen.

Ohnehin ist fraglich, ob ein Produkt wie Spice verschwindet, wenn es aus den Headshops verbannt ist. Der Verkauf findet vor allem im Internet statt, daran hat sich auch in der Schweiz nichts geändert. »Das ist wie mit Pharmazeutika«, sagt Michael Bovens von der Stadtpolizei Zürich. »Sie zahlen mit Mastercard und kriegen fast alles, was Sie wollen.« Und kaum ist ein Produkt unter Kontrolle, drängt schon das nächste auf den Markt: Neben Spice bietet der Hersteller bereits eine zweite Kräutermischung an, Yucatan Fire. Konkurrenzprodukte wie Sence, Smok oder Chill-X sind inzwischen sogar bei Amazon bestellbar.

Ein Internethändler, der anonym bleiben möchte, berichtet von 60 Tüten, die er täglich verschickt, und das seit Monaten. Am Anfang sei er selbst neugierig gewesen, wie die Wirkung von Spice zustande komme. Deswegen habe er sich von jeder der angegebenen Pflanzen 100 Gramm bestellt und versucht, die Kräuter selbst zu mischen. Inzwischen glaubt er zu wissen, weshalb das nicht funktionierte: »Die psychotropen Wirkstoffe sind in den Kräutern in viel zu niedriger Konzentration enthalten«, sagt er. Die Hersteller nutzten wahrscheinlich ein oder zwei billige Pflanzen als Trägersubstanz. »Darauf träufeln sie hochkonzentrierte Extrakte aus den wirklich psychoaktiven Kräutern.« Die Untersuchung einer Spice-Stichprobe des Schweizer Botanikers passt dazu: Mit dem echten Eibisch überwog in der Mischung eine Pflanze, die leicht erhältlich ist. Gleich mehrere Firmen bieten im Internet Extrakte von Kräutern wie Leonurus sibiricus an, die tatsächlich eine berauschende Wirkung haben.

Ob der Internethändler recht hat oder ob die Spice-Tütchen nicht doch einen synthetischen Wirkstoff enthalten, das müssen gründliche wissenschaftliche Analysen zeigen. Bis dahin gibt es nur einen begründbaren Umgang mit der dubiosen Kräuterdroge: Finger weg!

Diesen Artikel finden Sie als Audiodatei im Premiumbereich unter www.zeit.de/audio

 
Leser-Kommentare
    • mypart
    • 28.11.2008 um 19:53 Uhr

    Da geh ich doch lieber weiter zum Hanf-Händler/Züchter meines Vertrauens, da weiß ich besser was ich bekomme und es ist auch mehr für den Preis.

    Wann kapieren unsere Politiker endlich das es eine rausch- und drogenfreie Gesellschaft nicht gibt und nie geben wird, und das immer weniger je stressiger das Leben ist/wird!
    Wer kein Alkohol mag oder sich seinen Rausch nicht nur daher holen möchte wird immer was anderes finden.
    Hanf hat auch in Deutschland/Europa eine laaaaaaange Tradition und bei kontrolliertem Anbau und Verkauf wüssten alle beteiligten besser bescheid.

    Und ich würde auch endlich wieder weniger hochpotentes Grass kriegen...

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    hanf war fruher das allzweckmaterial, besonders in der nautik, wo man es fuer die segel und leinen sowie stricke benutzt hatte! ja, daher kommt auch der begriff "reeperbahn". es wurden viele biologisch abbaubare produkte mit hanf entworfen, wie kleider etc.
    erst mit einzug der chemieindustrie in europa wurde hanf verboten. das lag aber auch daran das sich die chemieindustrie unliebsame konkurrenten aus dem weg schaffen wollte!

    ich wuerde das zeug trotzdem nicht rauchen. aber als ersatz fuer die polyethylene (Plastik) ist es einfach unverzichtbar! biologisch abbaubar;)

    hanf war fruher das allzweckmaterial, besonders in der nautik, wo man es fuer die segel und leinen sowie stricke benutzt hatte! ja, daher kommt auch der begriff "reeperbahn". es wurden viele biologisch abbaubare produkte mit hanf entworfen, wie kleider etc.
    erst mit einzug der chemieindustrie in europa wurde hanf verboten. das lag aber auch daran das sich die chemieindustrie unliebsame konkurrenten aus dem weg schaffen wollte!

    ich wuerde das zeug trotzdem nicht rauchen. aber als ersatz fuer die polyethylene (Plastik) ist es einfach unverzichtbar! biologisch abbaubar;)

  1. hanf war fruher das allzweckmaterial, besonders in der nautik, wo man es fuer die segel und leinen sowie stricke benutzt hatte! ja, daher kommt auch der begriff "reeperbahn". es wurden viele biologisch abbaubare produkte mit hanf entworfen, wie kleider etc.
    erst mit einzug der chemieindustrie in europa wurde hanf verboten. das lag aber auch daran das sich die chemieindustrie unliebsame konkurrenten aus dem weg schaffen wollte!

    ich wuerde das zeug trotzdem nicht rauchen. aber als ersatz fuer die polyethylene (Plastik) ist es einfach unverzichtbar! biologisch abbaubar;)

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    • mypart
    • 28.11.2008 um 21:53 Uhr

    Auch damals wurde Hanf schon geraucht
    http://de.wikipedia.org/w...

    In dem netten Buch Von Hanf ist die Rede gabs folgende hübsche Geschichte:

    Der Autor kommt Ende der Sechziger irgendwo in Bayern in eine Kneipe, in der einen Ecke sitzen einige Hippies, in der andern der Stammtisch. Vom Stammtisch überhört er die Alten die sich über diese marihuana-rauchenden Langhaarigen auslassen. Der Autor fragt die Alten vom Stammtisch ob sie den wüssten was Marihuana eigentlich sei, natürlich wissen sie es nicht, ausser das es eine sicherlich hochgiftige Droge ist die aus allen Leuten Kommunisten macht.
    Der Autor kann die Alten bruhigen, es ist bloß Hanf!
    Die Alten sind sehr erstaunt, Hanf? Das hätten sie doch früher auch geraucht, ja natürlich mache das ein bischen lustig, aber deswegen hätten sie es ja auch geraucht.
    Extra dafür gab es auch diese Pfeifen mit Deckel, den das Hanf, Knaster wie sie es nannten, habe immer so geknallt, sei teilweise im Pfeifenkopf explodiert, das hätte an den Samen gelegen...

    • mypart
    • 28.11.2008 um 21:53 Uhr

    Auch damals wurde Hanf schon geraucht
    http://de.wikipedia.org/w...

    In dem netten Buch Von Hanf ist die Rede gabs folgende hübsche Geschichte:

    Der Autor kommt Ende der Sechziger irgendwo in Bayern in eine Kneipe, in der einen Ecke sitzen einige Hippies, in der andern der Stammtisch. Vom Stammtisch überhört er die Alten die sich über diese marihuana-rauchenden Langhaarigen auslassen. Der Autor fragt die Alten vom Stammtisch ob sie den wüssten was Marihuana eigentlich sei, natürlich wissen sie es nicht, ausser das es eine sicherlich hochgiftige Droge ist die aus allen Leuten Kommunisten macht.
    Der Autor kann die Alten bruhigen, es ist bloß Hanf!
    Die Alten sind sehr erstaunt, Hanf? Das hätten sie doch früher auch geraucht, ja natürlich mache das ein bischen lustig, aber deswegen hätten sie es ja auch geraucht.
    Extra dafür gab es auch diese Pfeifen mit Deckel, den das Hanf, Knaster wie sie es nannten, habe immer so geknallt, sei teilweise im Pfeifenkopf explodiert, das hätte an den Samen gelegen...

  2. Wer es nicht rauchen will, kann es ja auch in Speissen verwursten. Naja, ich steh dennoch nicht drauf.

    Traurig nur, daß Industrielobbyisten dran schuld sind, daß Hanf derart in Misskredit geriet. Noch dazu einer Branche, die Produkte aus endlichen Ressourcen herstellt.

    Wird sich also bald alles ändern...und wieder etwas Vernunft einschleichen.

    • mypart
    • 28.11.2008 um 21:53 Uhr

    Auch damals wurde Hanf schon geraucht
    http://de.wikipedia.org/w...

    In dem netten Buch Von Hanf ist die Rede gabs folgende hübsche Geschichte:

    Der Autor kommt Ende der Sechziger irgendwo in Bayern in eine Kneipe, in der einen Ecke sitzen einige Hippies, in der andern der Stammtisch. Vom Stammtisch überhört er die Alten die sich über diese marihuana-rauchenden Langhaarigen auslassen. Der Autor fragt die Alten vom Stammtisch ob sie den wüssten was Marihuana eigentlich sei, natürlich wissen sie es nicht, ausser das es eine sicherlich hochgiftige Droge ist die aus allen Leuten Kommunisten macht.
    Der Autor kann die Alten bruhigen, es ist bloß Hanf!
    Die Alten sind sehr erstaunt, Hanf? Das hätten sie doch früher auch geraucht, ja natürlich mache das ein bischen lustig, aber deswegen hätten sie es ja auch geraucht.
    Extra dafür gab es auch diese Pfeifen mit Deckel, den das Hanf, Knaster wie sie es nannten, habe immer so geknallt, sei teilweise im Pfeifenkopf explodiert, das hätte an den Samen gelegen...

    • KMurx
    • 28.11.2008 um 22:38 Uhr

    Das ist doch hinten und vorne laecherlich. Keiner hat Ahnung aber alle die Gosch aufreissen! Die Wissenschaftler sollen sich hinsetzen und das Zeug analysieren und damit eine Basis schaffen auf der diskutiert werden kann. Die heisse Luft die auch hier verbreitet wird ist doch jedes leidlich intelligenten Menschens unwuerdig.

    Und Verbotsbestrebungen ohne jegliche Grundlage ausser "wenn man es raucht wird man eventuell berauscht" - was ist denn das bitte fuer ein Rechts- und Staatsverstaendnis? Wenn keine erwiesene Gefahr besteht kann man doch das Zeug nicht verbieten!
    Die Hersteller bringt ja bereits Warnhinweise an - was will man denn bitte mehr?

    Ich bitte meine schwaebische ...Direktheit.. zu entschuldigen, aber derartig belangloses Geschwaetz ohne jegliche habhafte Grunddlage ist doch eine Beleidigung fuer die ZEIT und ihre Leser!

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    • mypart
    • 29.11.2008 um 0:01 Uhr

    Als jemand der auch gerne und regelmässig mal was anderes als ein Bier konsumiert denke ich eine gewisse Aufmerksamkeit darüber was sich unsere Jugend da so reinzieht sollte schon da sein.
    Deshalb ja auch meine Bitte endlich Hanf wieder als natürliche Nutzpflanze (wie auch immer mensch diesen nutzen dann definiert) zuzulassen.

    Dann wissen wir auch wieder alle was wir rauchen ;-)

    • mypart
    • 29.11.2008 um 0:01 Uhr

    Als jemand der auch gerne und regelmässig mal was anderes als ein Bier konsumiert denke ich eine gewisse Aufmerksamkeit darüber was sich unsere Jugend da so reinzieht sollte schon da sein.
    Deshalb ja auch meine Bitte endlich Hanf wieder als natürliche Nutzpflanze (wie auch immer mensch diesen nutzen dann definiert) zuzulassen.

    Dann wissen wir auch wieder alle was wir rauchen ;-)

    • mypart
    • 29.11.2008 um 0:01 Uhr

    Als jemand der auch gerne und regelmässig mal was anderes als ein Bier konsumiert denke ich eine gewisse Aufmerksamkeit darüber was sich unsere Jugend da so reinzieht sollte schon da sein.
    Deshalb ja auch meine Bitte endlich Hanf wieder als natürliche Nutzpflanze (wie auch immer mensch diesen nutzen dann definiert) zuzulassen.

    Dann wissen wir auch wieder alle was wir rauchen ;-)

    Antwort auf "So ein Bloedsinn!"
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    • NoG
    • 29.11.2008 um 0:42 Uhr

    ist die Sache mit dem Spice auch schon zu Ohren bekommen? :)

    Man kann nur hoffen das dieser Bericht gut recherchiert ist.
    Gibt ja abenteuerliche Geruechte, das zB Loesungsmittelzusaetze die ganze Kraeutermischung erst ins Rollen bringen.

    Am besten der Autor bleibt am Ball, sonst ist der Bericht am Ende nicht mehr als ein Lueckenfueller.

    • NoG
    • 29.11.2008 um 0:42 Uhr

    ist die Sache mit dem Spice auch schon zu Ohren bekommen? :)

    Man kann nur hoffen das dieser Bericht gut recherchiert ist.
    Gibt ja abenteuerliche Geruechte, das zB Loesungsmittelzusaetze die ganze Kraeutermischung erst ins Rollen bringen.

    Am besten der Autor bleibt am Ball, sonst ist der Bericht am Ende nicht mehr als ein Lueckenfueller.

    • NoG
    • 29.11.2008 um 0:42 Uhr

    ist die Sache mit dem Spice auch schon zu Ohren bekommen? :)

    Man kann nur hoffen das dieser Bericht gut recherchiert ist.
    Gibt ja abenteuerliche Geruechte, das zB Loesungsmittelzusaetze die ganze Kraeutermischung erst ins Rollen bringen.

    Am besten der Autor bleibt am Ball, sonst ist der Bericht am Ende nicht mehr als ein Lueckenfueller.

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    also getrocknete lösungsmittelzusätze würden nicht viel bewirken, außer das der geschmack vielleicht noch etwas ekliger würde. lösungsmittel sind extrem flüchtig und nur in flüssiger form wirksam (siehe poppers, GHB, GBL etc.).

    also getrocknete lösungsmittelzusätze würden nicht viel bewirken, außer das der geschmack vielleicht noch etwas ekliger würde. lösungsmittel sind extrem flüchtig und nur in flüssiger form wirksam (siehe poppers, GHB, GBL etc.).

  3. ..und nicht von pharmakonzernen erstellt wurde gehört auch einfach verboten.

    ernst bei seite, hanf legalisieren, da weiss man was man hat. langzeiterprobt wie kein anderes mittel.

    dazu ist der verbot dieser, nein, jeder pflanze schlichtweg idiotisch. jede oma darf ihre (für einen rausch reizvolle, jedoch lebensgefährliche) engelstrompeten und nachtschattengewächse im garten gedeihen lassen. für passionierten hanfanbau gibts im zweifel jedoch gefängnis.

    das gesamte BtMG besteht zur hälfte aus blinder ideologie, die andere besteht aus längst vergessenen wirtschaftlichen interessen. letztlich handelt es sich bei allen alt eingesessenen "betäubungsmitteln" (hanf, kokain, opium, magic mushrooms, etc) um die ziemlich effektivste, gesündeste und einfach und günstig herzustellende volksmedizin. die pharmaindustrie hat hier natürlich einen klaren standpunkt.

    haarsträubend wirds wenn man sich anschaut welche irrsinnigen nebenwirkungen die produkte dieser hersteller haben. produkte die letzlich nur versuchen die wirkungen der alten, einfachen und effektiven naturmittel aufwändig synthetisch nachzubilden.

    naja, es ging ja um spice.. ..wäre mit legalisiertem hanf kein thema mehr.

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