Afghanistan Eine Falle für Obama
Der neue amerikanische Präsident hat sich Afghanistan zum wichtigsten Schlachtfeld im Kampf gegen den Terror gewählt. Doch alle Zeichen deuten auf eine Niederlage des Westens
Der Afghanistankrieg ist Barack Obamas Krieg. Er hat ihn sich zu eigen gemacht. Es ist – wie er sagt – im Gegensatz zum Irak der richtige Krieg. Obama will sich darauf konzentrieren, während der Einsatz im Irak »auslaufen« soll. Wie sieht es auf dem Schlachtfeld des designierten amerikanischen Präsidenten aus?
Ein erster Blick auf die Landkarte zeigt das Offensichtliche: Afghanistan hat keinen Zugang zum Meer. In normalen Zeiten ist das eine geografische Banalität, aber in Kriegszeiten kann es entscheidend sein. Gewinnen kann in Afghanistan nur, wer die wenigen Versorgungswege kontrolliert. Das wissen die Taliban, die Gegner des Westens und der Regierung Karsai in Kabul. Innerhalb von zwei Tagen haben sie zweimal in Peschawar, der pakistanischen Grenzstadt, Warendepots angegriffen. Insgesamt sind über 250 Lkw und gepanzerte Fahrzeuge, die für die Truppen der Nato bestimmt waren, abgebrannt. Attacken auf die Nachschublinien der Nato finden seit rund zwei Jahren statt, aber noch nie hat es eine so spektakuläre Aktion – 200 Kämpfer sollen beteiligt gewesen sein – so tief im pakistanischen Staatsgebiet gegeben.
Der Großteil des Nachschubs für die Truppen läuft über Peschawar und den Khyberpass nach Afghanistan. Es gibt weitere Routen, eine über das pakistanische Quetta und eine aus Tadschikistan vom Norden her (von dort kommt der Nachschub für die Deutschen). Alternativen gäbe es auch über Iran, aber das Verhältnis des Westens zu diesem Land ist, gelinde gesagt, nicht gut. Bei Weitem die wichtigste Route wird auch weiterhin über den Khyberpass führen, das Nadelöhr nach Afghanistan. Das mächtigste Militärbündnis der Welt kann 250 abgebrannte Lastwagen gewiss verkraften. Die Attacken in Peschawar haben aber deutlich gemacht: Der Riese Nato steht in Afghanistan auf dünnen, brüchigen Beinen. Er ist verletzlich.
In Afghanistan sterben Monat für Monat mehr Soldaten als im Irak
Die Nachrichten, die Obama aus Afghanistan selbst erreichen, sind kaum beruhigender. In diesem Jahr sind 4500 Menschen der politischen Gewalt zum Opfer gefallen. Das ist die höchste Zahl seit dem Beginn der Intervention 2001. Es gab 2008 im Monatsdurchschnitt 573 gewaltsame Zwischenfälle, 2003 waren es noch 44 gewesen. Obamas These vom richtigen Krieg bekommt einen düsteren Klang, wenn man die Zahlen der gefallenen Soldaten betrachtet: Seit Mai 2008 sterben in Afghanistan Monat für Monat mehr Soldaten als im Irak. Insgesamt waren es in diesem Jahr 250. Afghanistan ist das primäre Schlachtfeld der internationalen Dschihadisten. Sie strömen nach Angaben westlicher Geheimdienste aus Kaschmir, aus dem Irak, aus Zentralasien und wohl auch aus Europa herbei, um dem Westen ein Grab zu schaufeln.
Im Herbst stellten die 16 amerikanischen Geheimdienste in ihrem jährlichen National Intelligence Estimate fest, dass Afghanistan sich in einer »Abwärtsspirale« befinde. Die Regierung des Präsidenten Karsai sei von »offener Korruption« gekennzeichnet. Karsai ist es in sieben Jahren nicht gelungen, sich als Präsident zu etablieren, dessen Autorität über die Mauern seines Palastes hinausreicht. »Bürgermeister von Kabul« wird er spöttisch genannt. Wenn er Kabul beherrschte, man könnte ihm schon gratulieren. 4 bis 4,5 Millionen Menschen leben heute in dieser Stadt, 2001 waren es noch rund 800000. Kabul ist die am schnellsten wachsende Stadt in Asien. Wie bekommt man das in den Griff? Auch darauf muss eine Antwort finden, wer Afghanistan gewinnen will.
Überhaupt Kabul. Die Hauptstadt des Landes ist de facto eine belagerte Stadt – nicht in dem Sinne, dass die Taliban vor den Toren stünden, sondern in dem Sinne, dass man sich kaum mehr über die Stadtgrenzen hinauswagen kann, ohne sein Leben zu riskieren – das gilt für Ausländer, aber zunehmend auch für Afghanen. Wie sehr die Hauptstadt in den Fokus der Gewalt rückt, zeigt eine jüngste Entscheidung des Pentagons: 4000 Soldaten Verstärkung werden nicht in den als umkämpft geltenden Süden entsandt, sondern nach Kabul. Das ist ein starkes Signal: Offensichtlich fürchtet man, die Stadt könne fallen.
- Datum 31.08.2009 - 16:41 Uhr
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- Quelle DIE ZEIT, 11.12.2008 Nr. 51
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Das liegt auch daran, dass keiner beschreiben kann, wie ein Sieg in Afghanistan denn aussähe.
Und dies ist das typische Kennzeichen dafür, dass Dilettanten Krieg spielen.
Hauptsache, nicht sie und ihre Kinder, sondern andere müssen den Kopf hinhalten - oder, in Zeiten des Minenkrieges, die Beine.
Und was hätten "die Dilettanten" nach den Anschlägen vom 11. September Ihrer Meinung nach tun sollen? Einfach nichts? Oder ein Embargo gegen Afghanistan verhängen? Manchmal macht man es sich hier in Europa wirklich sehr einfach ... Blinder Interventionismus ist natürlich falsch, aber die USA mussten auf die Aggression eine militärische Antwort geben (und im Unterschied zum Irak war Afghanistan schon das richtige Ziel), hier aber predigen aussenpolitische Kastraten von der hohen moralischen Warte herab Enthaltsamkeit -- nun denn, vielleicht war es in Afghanistan unter den Taliban ja ganz nett? -- seltsamerweise kritisieren oft dieselben Protagonisten die chinesische Menschenrechtssituation.
Und was hätten "die Dilettanten" nach den Anschlägen vom 11. September Ihrer Meinung nach tun sollen? Einfach nichts? Oder ein Embargo gegen Afghanistan verhängen? Manchmal macht man es sich hier in Europa wirklich sehr einfach ... Blinder Interventionismus ist natürlich falsch, aber die USA mussten auf die Aggression eine militärische Antwort geben (und im Unterschied zum Irak war Afghanistan schon das richtige Ziel), hier aber predigen aussenpolitische Kastraten von der hohen moralischen Warte herab Enthaltsamkeit -- nun denn, vielleicht war es in Afghanistan unter den Taliban ja ganz nett? -- seltsamerweise kritisieren oft dieselben Protagonisten die chinesische Menschenrechtssituation.
Ich übe ja häufig Kritik an den redaktionellen Beiträgen der ZEIT.
Deshalb möchte ich auch einmal unumwunden loben. Herr Ladurner ist einer der Lichtblicke im politischen Journalismus Ihres Blattes. Seine Analysen sind immer scharfsinnig und weitgehend ideologiefrei - einfach gute Arbeit.
Ich wünschte, Sie hätten den Mut und/oder die Möglichkeit, mehr Artikel dieser Güte zu veröffentlichen und dafür auf die Elaborate einschlägig bekannter Einpeitscher zu verzichten. Es wäre ein Segen für Ihr Blatt und seine Leser.
Sie bringen den Herrn Ladurner doch in Verlegenheit!
Sie bringen den Herrn Ladurner doch in Verlegenheit!
Sie bringen den Herrn Ladurner doch in Verlegenheit!
Solange die Taliban sich über den Verkauf von Mohnprodukten finanzieren, solange wird auch dieser Krieg nicht gewonnen werden.
Die Ironie daran ist, dass der westliche Steuerzahler die Nato-Armeen bezahlt und gleichzeitig über den Dealer an der Ecke die Taliban.
Und was hätten "die Dilettanten" nach den Anschlägen vom 11. September Ihrer Meinung nach tun sollen? Einfach nichts? Oder ein Embargo gegen Afghanistan verhängen? Manchmal macht man es sich hier in Europa wirklich sehr einfach ... Blinder Interventionismus ist natürlich falsch, aber die USA mussten auf die Aggression eine militärische Antwort geben (und im Unterschied zum Irak war Afghanistan schon das richtige Ziel), hier aber predigen aussenpolitische Kastraten von der hohen moralischen Warte herab Enthaltsamkeit -- nun denn, vielleicht war es in Afghanistan unter den Taliban ja ganz nett? -- seltsamerweise kritisieren oft dieselben Protagonisten die chinesische Menschenrechtssituation.
Sie hätten selbstverständlich festlegen sollen, wann der Krieg als gewonnen bezeichnet werden soll.
...auch die vielen tausend toten in Afghanistan hochzufrieden, dass die USA sofort um sich geschlagen haben, nicht indem gefahndet sondern indem bombardiert wurde, unter Akzeptanz von sogenannten "Kolateralschäden". Das war sicher gerechtfertigt wegen der 3000 Toten in New York, das berechtigt natürlich, einfach mal viele andere umzubringen, auch wenn sie eigentlich gar nichts mit den Attentaten zu tun haben sondern nur das Unglück haben, in der Nähe des Aufenthaltsortes der Terroristen zu wohnen (Kinder inbegriffen).
Ein Feuerwehrmann hatte damals am Ground Zero gesagt: "Jetzt hoffe ich nur, dass nicht irgendwoanders auch so viel Unheil angerichtet wird als Reaktion auf dieses hier, denn das hilft keinem". Der Feuerwehrmann hatte recht. Bush hat alle Feuerwehrmänner zu Helden ernannt und dann das Gegenteil dessen gemacht, was sich diese wünschten. Bei so viel Ignoranz fehlen mir wirklich die Worte und ich kann nicht nachvollziehen, wie sie so etwas gutheissen wollen.
Die Taliban sind kein nettes Häufchen, da haben Sie ohne den geringsten Zweifel recht. Und richtig ist es auch darauf hinzuwirken, dass dieses überhaupt nicht nette und überhaupt nicht kleine Häufchen möglichst wenig Einfluss hat - Auf Afghanistan im Besonderen und die Welt im Allgemeinen.
Die Standartreaktion auf einen Terroranschlag ist aber mit nichten militärische Vergeltung. Es ist nicht notwendig, ein _Land_ anzugreifen, wenn man eine _Terrorvereinigung_ unschädlich machen möchte. Es ist nicht nur nicht notwendig - es kann sogar kontraproduktiv sein, und den Hass gegen den Angreifer schüren.
Aber nehmen wir einmal an, dass in diesem Falle eine militärische Antwort notwendig war. Da hatten wir also 19 islamische Fundamentalisten, die offenbar übelstes im Sinn hatten. Sie kamen aus Saudi-Arabien, griffen die USA an, und die USA schlägt in Afghanistan zu. Da macht es bei mir zumindest "Ups!?" im Hirn. Die USA pflegen gute Kontakte nach Saudi-Arbien. Wenn von dort die Terroristen kommen, könnte man mit diesen Kontakten vieles erreichen. Man könnte sich auf gemeinsame Polizei/Militär-Aktionen gegen Terroristen in Saudi-Arabien verständigen und sicherlich viel Gefahr im Keim ersticken. Was wollten wir denn in Afghanistan? Richtig: Osama Bin Laden finden, die Taliban entmachten und die Schlafmohnproduktion zumindest reduzieren.
Und nun der Knüller: Die Taliban sind nach dem Krieg fast so mächtig, wie vor dem Krieg, Osama Bin Laden ist immer noch nicht gefasst, und die Schlafmohnproduktion ist seit dem Krieg drastisch gewachsen. Was stimmt den da nicht? Wenn das nicht Diletantismus ist, wie erklären Sie es denn dann? Absicht?!
Ich sage damit nicht, dass Afghanistan das falsche Ziel war, aber ich weise immer wieder gerne darauf hin, dass 15 der 19 Attentaeter aus Saudiarabien stammten.
MfG
Lori
Sie hätten selbstverständlich festlegen sollen, wann der Krieg als gewonnen bezeichnet werden soll.
...auch die vielen tausend toten in Afghanistan hochzufrieden, dass die USA sofort um sich geschlagen haben, nicht indem gefahndet sondern indem bombardiert wurde, unter Akzeptanz von sogenannten "Kolateralschäden". Das war sicher gerechtfertigt wegen der 3000 Toten in New York, das berechtigt natürlich, einfach mal viele andere umzubringen, auch wenn sie eigentlich gar nichts mit den Attentaten zu tun haben sondern nur das Unglück haben, in der Nähe des Aufenthaltsortes der Terroristen zu wohnen (Kinder inbegriffen).
Ein Feuerwehrmann hatte damals am Ground Zero gesagt: "Jetzt hoffe ich nur, dass nicht irgendwoanders auch so viel Unheil angerichtet wird als Reaktion auf dieses hier, denn das hilft keinem". Der Feuerwehrmann hatte recht. Bush hat alle Feuerwehrmänner zu Helden ernannt und dann das Gegenteil dessen gemacht, was sich diese wünschten. Bei so viel Ignoranz fehlen mir wirklich die Worte und ich kann nicht nachvollziehen, wie sie so etwas gutheissen wollen.
Die Taliban sind kein nettes Häufchen, da haben Sie ohne den geringsten Zweifel recht. Und richtig ist es auch darauf hinzuwirken, dass dieses überhaupt nicht nette und überhaupt nicht kleine Häufchen möglichst wenig Einfluss hat - Auf Afghanistan im Besonderen und die Welt im Allgemeinen.
Die Standartreaktion auf einen Terroranschlag ist aber mit nichten militärische Vergeltung. Es ist nicht notwendig, ein _Land_ anzugreifen, wenn man eine _Terrorvereinigung_ unschädlich machen möchte. Es ist nicht nur nicht notwendig - es kann sogar kontraproduktiv sein, und den Hass gegen den Angreifer schüren.
Aber nehmen wir einmal an, dass in diesem Falle eine militärische Antwort notwendig war. Da hatten wir also 19 islamische Fundamentalisten, die offenbar übelstes im Sinn hatten. Sie kamen aus Saudi-Arabien, griffen die USA an, und die USA schlägt in Afghanistan zu. Da macht es bei mir zumindest "Ups!?" im Hirn. Die USA pflegen gute Kontakte nach Saudi-Arbien. Wenn von dort die Terroristen kommen, könnte man mit diesen Kontakten vieles erreichen. Man könnte sich auf gemeinsame Polizei/Militär-Aktionen gegen Terroristen in Saudi-Arabien verständigen und sicherlich viel Gefahr im Keim ersticken. Was wollten wir denn in Afghanistan? Richtig: Osama Bin Laden finden, die Taliban entmachten und die Schlafmohnproduktion zumindest reduzieren.
Und nun der Knüller: Die Taliban sind nach dem Krieg fast so mächtig, wie vor dem Krieg, Osama Bin Laden ist immer noch nicht gefasst, und die Schlafmohnproduktion ist seit dem Krieg drastisch gewachsen. Was stimmt den da nicht? Wenn das nicht Diletantismus ist, wie erklären Sie es denn dann? Absicht?!
Ich sage damit nicht, dass Afghanistan das falsche Ziel war, aber ich weise immer wieder gerne darauf hin, dass 15 der 19 Attentaeter aus Saudiarabien stammten.
MfG
Lori
Sie hätten selbstverständlich festlegen sollen, wann der Krieg als gewonnen bezeichnet werden soll.
Das hätte vermutlich alles geändert ;)!
Das hätte vermutlich alles geändert ;)!
Aus meiner Sicht hängt es sehr stark von der Strategie ab, die Obama in Afghanistan anwenden will, ob der Krieg noch zu gewinnen ist oder nicht.
Sollte er beispielsweise mit "Einsatz intensivieren" beabsichtigen, der Bevölkerung beim Aufbau zu helfen, könnte sich der in der Bevölkerung aufgestaute Hass gegen die Amerikaner reduzieren und die Taliban (die in der Bevölkerung ja auch nicht gerade beliebt sind) in Schwierigkeiten bringen. Wenn er die militärischen Mittel auf, sagen wir mal, 100.000 Mann erhöht muss er diese ja nicht einsetzen, um das Land zu bombardieren sondern er kann damit beispielsweise die Aufbau Helfer endlich wirkungsvoll vor den Angriffen der Taliban schützen. Dann verlieren diese den Einfluss auf das Volk und das Volk hilft den Besatzern das Problem zu lösen. Er kann z. B. auch Karzai aus dem Amt entheben und dafür sorgen, dass ein von den meisten anerkannter Stammesführer die Macht übernimmt. Denn ein großes Problem ist sicher auch Karzai, der von vielen Leuten als Strohmann der Amerikaner gesehen wird, die ihr Land bombardiert haben wobei viele Unschuldige als "Kolateralschaden" ihr Leben lassen mussten.
Wenn Obama ausserdem mit dem Iran verhandelt, kann er einen zwar störrischen aber immerhin einen Partner gewinnen. Das wichitigste ist, die Bush Strategie über den Haufen zu werfen die von Säbelrasseln, Großmannsucht, Naivität und "wir sind unbesiegbar" Denken geprägt war. Dann ist alles möglich.
...auch die vielen tausend toten in Afghanistan hochzufrieden, dass die USA sofort um sich geschlagen haben, nicht indem gefahndet sondern indem bombardiert wurde, unter Akzeptanz von sogenannten "Kolateralschäden". Das war sicher gerechtfertigt wegen der 3000 Toten in New York, das berechtigt natürlich, einfach mal viele andere umzubringen, auch wenn sie eigentlich gar nichts mit den Attentaten zu tun haben sondern nur das Unglück haben, in der Nähe des Aufenthaltsortes der Terroristen zu wohnen (Kinder inbegriffen).
Ein Feuerwehrmann hatte damals am Ground Zero gesagt: "Jetzt hoffe ich nur, dass nicht irgendwoanders auch so viel Unheil angerichtet wird als Reaktion auf dieses hier, denn das hilft keinem". Der Feuerwehrmann hatte recht. Bush hat alle Feuerwehrmänner zu Helden ernannt und dann das Gegenteil dessen gemacht, was sich diese wünschten. Bei so viel Ignoranz fehlen mir wirklich die Worte und ich kann nicht nachvollziehen, wie sie so etwas gutheissen wollen.
Was das wie einer militärischen Operation in Afghanistan angeht kann man natürlich unterschiedlicher Auffassung sein, ich persönlich bin durchaus der Ansicht, dass die USA wahrscheinlich etwas zu leichtfertig Kolateralschäden inkauf nimmt. Es wäre vermutlich ohnehin sinnvoller gewesen, zu versuchen, Osama bin Laden und den harten Kern von Al Quaida in einer Geheimdienstoperation zu eliminieren, aber dass hätten die USA damals und auch heute vermutlich nicht vermocht (nun haben sie es so natürlich auch nicht geschafft ;).
Aber wenn wir schon von Kolateralschäden sprechen, sollte man auch über die Kolateralschäden sprechen, welche es beudeutet hätte, die Taliban weiter über Afghanistan herrschen zu lassen; insbesondere auch in Hinblick auf die Zukunft des Landes. Nun ist das Gegenteil von gut bekanntlich gut gemeint, und ob die amerikanische Regierung an sich so gutmeinend ist wird der eine oder andere ebenfalls bezweifeln, Tatsache ist, dass der Afghanistan-Krieg zu einem Fiasko geworden ist, was nicht zuletzt der primitiven afghanischen Stammeskultur geschuldet ist, welche jede Staatlichkeit unterminiert und das Land sowohl unregierbar macht, als ihm auch jede Entwicklungschance nimmt. Die USA haben natürlich alles Wohlwollen in Afghanistan verspielt, aber da war nicht viel Wohlwollen zu verspielen, zu viele profitieren davon, dass die Mehrheit der Afghanen in Armut und ohne jede Zukunft leben, und die Taliban brennen darauf, das ganze Land wieder unter ihre Knute zu bekommen. So sieht es aus. Der Feind meines Feindes ist mein Freund ?! - aber bevor ich mich auf die Seite der Taliban stelle, unterstütze ich doch lieber die USA! Die USA haben wenigstens etwas getan um zu versuchen, die Dinge in Afghanistan zu ändern, auch wenn sie glücklos waren und sich vielleicht etwas ungeschickt angestellt haben, aber dann: man bedenke auch die militärischen Möglichkeiten der USA -- sie sind beschränkt (insbesondere personell)!
Was das wie einer militärischen Operation in Afghanistan angeht kann man natürlich unterschiedlicher Auffassung sein, ich persönlich bin durchaus der Ansicht, dass die USA wahrscheinlich etwas zu leichtfertig Kolateralschäden inkauf nimmt. Es wäre vermutlich ohnehin sinnvoller gewesen, zu versuchen, Osama bin Laden und den harten Kern von Al Quaida in einer Geheimdienstoperation zu eliminieren, aber dass hätten die USA damals und auch heute vermutlich nicht vermocht (nun haben sie es so natürlich auch nicht geschafft ;).
Aber wenn wir schon von Kolateralschäden sprechen, sollte man auch über die Kolateralschäden sprechen, welche es beudeutet hätte, die Taliban weiter über Afghanistan herrschen zu lassen; insbesondere auch in Hinblick auf die Zukunft des Landes. Nun ist das Gegenteil von gut bekanntlich gut gemeint, und ob die amerikanische Regierung an sich so gutmeinend ist wird der eine oder andere ebenfalls bezweifeln, Tatsache ist, dass der Afghanistan-Krieg zu einem Fiasko geworden ist, was nicht zuletzt der primitiven afghanischen Stammeskultur geschuldet ist, welche jede Staatlichkeit unterminiert und das Land sowohl unregierbar macht, als ihm auch jede Entwicklungschance nimmt. Die USA haben natürlich alles Wohlwollen in Afghanistan verspielt, aber da war nicht viel Wohlwollen zu verspielen, zu viele profitieren davon, dass die Mehrheit der Afghanen in Armut und ohne jede Zukunft leben, und die Taliban brennen darauf, das ganze Land wieder unter ihre Knute zu bekommen. So sieht es aus. Der Feind meines Feindes ist mein Freund ?! - aber bevor ich mich auf die Seite der Taliban stelle, unterstütze ich doch lieber die USA! Die USA haben wenigstens etwas getan um zu versuchen, die Dinge in Afghanistan zu ändern, auch wenn sie glücklos waren und sich vielleicht etwas ungeschickt angestellt haben, aber dann: man bedenke auch die militärischen Möglichkeiten der USA -- sie sind beschränkt (insbesondere personell)!
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