Krieg im Kongo Die Mörder und wir
Der Krieg im Kongo fordert das Weltgewissen heraus. Europa will nicht mit Soldaten eingreifen. Nötig wäre eine vorbeugende Politik

© Uriel Sinai/Getty Images
Im Herzen der Finsternis - Kinder mit einem Panzer der UN-Friedenstruppen im Kongo
Es ist der 9. Dezember 2008, 20 Uhr, die Tagesschau eröffnet mit einer Rede von Bundesaußenminister Steinmeier vor dem Bundestag. »Meine Damen und Herren, über 60 Jahre nach Auschwitz und genau 60 Jahre nach der UN-Konvention gegen Völkermord sieht die Welt immer noch zu, wenn Genozid und Verbrechen gegen die Menschlichkeit begangen werden. Immer noch fehlen der politische Wille und der Mut, um solche Verbrechen zu verhindern, weil die nötigen Maßnahmen oft teuer, manchmal gefährlich und innenpolitisch oft unpopulär sind. Die Bundesregierung wird im Rahmen der EU eine europäische Task Force zur Prävention solcher Verbrechen aufbauen. Dazu gehören vor allem Diplomatie und ziviles Engagement. Dazu gehört aber – lassen Sie mich das in aller Deutlichkeit sagen – als allerletztes Mittel auch der Einsatz von Militär. Denn in solchen Fällen kann niemand sagen: Das geht uns nichts an.« Beifall im Plenarsaal.
Stopp! Film zurück. Diese Rede hat Frank-Walter Steinmeier nie gehalten. Diese Rede hat überhaupt kein europäischer Minister gehalten. Inmitten der Jahrestagfeiern anlässlich zweier Meilensteine des Völkerrechts – der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte und der UN-Konvention über die Verhütung und Bestrafung von Völkermord – sind Bekenntnisse zu humanitären Interventionen in Konfliktgebieten ziemlich aus der Mode gekommen.
Was, vorsichtig gesagt, befremdlich ist. Denn es geht derzeit nicht nur um diverse Krisenregionen in Afrika, die zur Frage nach dem Eingreifen der Weltgemeinschaft Anlass geben. Es geht auch um die Zukunft der UN-Friedensmissionen, der Blauhelm-Missionen. Und um die neuerdings in die Völkerrechtsdebatte eingegangene Idee der »Schutzverantwortung«, die besagt: Wenn ein Staat nicht willens oder in der Lage ist, seine Bevölkerung vor schwersten Menschenrechtsverletzungen zu schützen, dann steht die internationale Gemeinschaft in der Pflicht – im Notfall auch militärisch. In Erinnerung an die Massaker von Srebrenica und Ruanda klingt das folgerichtig – zumindest in der Theorie. Dieser haben auf dem UN-Gipfel 2005 sämtliche Staaten zugestimmt.
Doch ein Wort reicht, und es ist vorbei mit der Eindeutigkeit: Kongo.
Kongo – das war noch vor Kurzem die Megamission, mit der die Vereinten Nationen eine neue Ära des robusten Peacekeepings, der Friedenserhaltung und -durchsetzung, demonstrieren wollten. Es war der Schauplatz erfolgreicher afrikanischer Friedensvermittler aus afrikanischen Ländern und das Land, in dem auch die Europäische Union zwei Militärmissionen unternommen und ihr bislang größtes und schwierigstes Projekt eines Staatsaufbaus versucht hat. Jetzt, nur wenige Jahre später, hat ein neuer Krieg im Osten des Landes über eine viertel Million Menschen zusätzlich zu Flüchtlingen gemacht, die UN-Blauhelme werden dort von der Bevölkerung mit Steinen beworfen, die Vereinten Nationen bitten die EU dringend um eine Truppe zur »Überbrückung«, was diese wiederum in einen heillosen Streit zwischen Befürwortern eines solchen Einsatzes wie Frankreich und Belgien und Gegnern wie Großbritannien und Deutschland verwickelt. Währenddessen schwankt die Berichterstattung zumindest in den deutschen Medien zwischen erschütternden Nachrichten über sexuelle Kriegsgewalt und Politiker-Kommentaren über rivalisierende »Stammeshäuptlinge« sowie die Unfähigkeit der weltweit größten UN-Mission, diese auseinanderzuhalten. Was zwischen den Zeilen heißen soll: »Da unten« im Kongo ist eh Hopfen und Malz verloren. Was könne die EU noch richten in einem Land, in dem selbst die weltgrößte UN-Mission gescheitert sei?
Ist sie das? UN-Friedensmissionen funktionieren – egal, in welchem Einsatzgebiet – nach dem Prinzip Learning by Doing. Das ist ein bitteres, manchmal für die betroffene Bevölkerung verheerendes Verfahren, aber das einzig mögliche, denn den perfekten, am Schreibtisch entworfenen Einsatz gibt es nicht. Die 1990er Jahre markierten eine Serie des Scheiterns für Blauhelme – erst in Somalia, dann in Bosnien, dann beim Völkermord in Ruanda, später beim Bürgerkrieg in Sierra Leone. Aus diesen Katastrophen folgten Lehren – und relativ erfolgreiche, weil besser mit besserem Mandat und besserer Ausstattung versehene Missionen in Liberia, in der Elfenbeinküste, Osttimor, Libanon, Sudan, schließlich von 2000 an im Kongo.
Dort gelangen zivilen UN-Vertretern samt Blauhelmen beachtliche Erfolge. Sie begleiteten einen Verhandlungsprozess, der einen der schlimmsten Kriege des vergangenen Jahrhunderts mit mehreren Millionen Toten beendete; sie organisierten und sicherten ein Verfassungsreferendum und Wahlen in einem Land ohne jede Infrastruktur. Aber sie versagten mehrfach, wenn es um ihre ureigenste Aufgabe ging: den Schutz der Bevölkerung. Warum? Weil 17000 Blauhelme aus Uruguay, Nepal, Marokko, dem Senegal, Indien oder Pakistan zwar ganz ausgezeichnet einen Waffenstillstand beobachten, Wahlkarten verteilen und Wahlurnen bewachen können, aber überfordert sind, wenn sie, schlecht ausgerüstet, in einem fremden Land gegen Rebellen vorgehen, Zivilisten retten, Kindersoldaten demobilisieren und dann noch Ordnung in eine völlig desolate und marodierende kongolesische Armee bringen sollen.
»Afrika leidet unter Peacekeeping zweiter Klasse«, sagt Wolf-Christian Paes vom Internationalen Konversionszentrum in Bonn, einem renommierten Institut für Konfliktforschung. Unter insgesamt 90000 Blauhelmen, die zurzeit weltweit im Einsatz sind, finden sich gerade einmal 410 Deutsche, 298 Amerikaner und (immerhin) rund 2200 Franzosen. Die Hauptlast aber tragen Pakistan, Indien, Bangladesch sowie mehrere afrikanische Nationen. Diese Länder sehen sich von den Großmächten innerhalb der UN – und dazu zählen auch die Mitgliedsländer der EU – zunehmend überfordert. Denn die begleichen zwar den Löwenanteil der finanziellen Kosten für Friedensmissionen. Aber sie missbrauchen das Instrument im Sicherheitsrat auch zunehmend als Notpflaster für humanitäre Desaster und massive Menschenrechtsverletzungen gegen Zivilisten. Der anfangs viel gepriesenen UN-Mission in Darfur mit geplanten 26000 Blauhelmen fehlen bis heute nicht nur das Personal und die Logistik, sondern auch ein praktikables Mandat sowie ein politischer Prozess, der den Frieden überhaupt erst einmal herstellt, den es dann zu bewahren gäbe. Ähnlich die Lage in Somalia, wo afrikanische Nationen mit Erstaunen den Elan der EU bei der Bekämpfung von Piraten auf hoher See beobachten, aber so gut wie keine politische, logistische oder personelle Hilfe für eine geplante und wohl ohnehin aussichtslose UN-Mission an Land.
UN-Friedenstruppen als schnell wirkende Notmaßnahme in immer mehr Krisenherde zu schicken, könnte sich in Zeiten der Finanzkrise als fatal erweisen, wenn die reichen Geberländer des Westens demnächst Sparmaßnahmen durchführen und andere Prioritäten setzen. Zugleich könnte in dieser Krise des militärischen Friedensschutzes aber auch eine Chance liegen. Das Konzept der responsibility to protect betont nämlich keineswegs die Verpflichtung zur (militärischen) Reaktion. Im Gegenteil: Es beruht vor allem auf einer Verantwortung der internationalen Staatengemeinschaft zur Prävention. Genau daran aber fehlt es bislang. Krisenprävention ist ein extrem mühseliger und im Zweifelsfall undankbarer Prozess, eine permanente Nahkampf-Diplomatie auf höchstem Anspannungsniveau – auch dann, wenn die betroffene Krisenregion längst wieder aus den Schlagzeilen verschwunden, die CNN-Karawane zum nächsten Kriegsschauplatz weitergezogen ist.
Im Fall Kongo hätten also die internationalen Organisationen nach den Wahlen 2006 sich nicht erleichtert zurücklehnen und den Großteil der Arbeit einer überforderten Blauhelm-Mission überlassen dürfen. Sie hätten vielmehr mit unvermindertem Druck die gewählte Regierung zur Einhaltung der Menschenrechte und zum Kampf gegen Korruption drängen, hätten sich mit einem neuen Energieschub dem ungelösten Konflikt in den Kivu-Provinzen widmen müssen.
Das ist gewiss leichter gesagt als getan. Selbst die agilste Regierung hat nur begrenztes Personal und begrenzte Kapazitäten zur Verfügung. Aber gerade Zentralafrika zeigt auf dramatische Weise, wie hoch der Preis für fehlende Prävention ist: vermutlich hätte es nicht mehr als 5000 zusätzliche Blauhelme und eine klare Unterstützung des UN-Sicherheitsrats gebraucht, um 1994 den Genozid an 800000 Menschen in Ruanda zu verhindern – und damit die Ausdehnung dieser Katastrophe in den benachbarten Kongo mit zwei Kriegen, zwei ruandischen Invasionen und einem latenten Dauerkrieg zwischen einem kongolesischen Tutsi-Rebellenführer und einer auf Rache sinnenden kongolesischen Armeeführung. Über vier Millionen Menschen sind seither gestorben, Dutzende von Warlords und Generälen halten bis heute eine Kriegsökonomie am Laufen. Benachbarte Despoten wie Robert Mugabe konnten sich seinerseits an den Bodenschätzen des Kongos bereichern und auf Jahre hinaus ihre Macht absichern. Ripple effect, das Weitersickern von schlimmen Konsequenzen, nennt man das im Fachjargon der Konfliktforscher.
Auch die jüngste Krise ist letztlich eine Folge fehlender internationaler Wachsamkeit. Dass die Gewalt im Ostkongo erneut zu eskalieren drohte, davor hatten Experten der UN und der kongolesischen Zivilgesellschaft schon vor Monaten gewarnt. Doch die Alarmglocken waren im Herbst inmitten der Panik um Lehman Brothers und den Absturz der Wall Street kaum mehr zu hören. Die betroffenen Menschen im Ostkongo, schreibt Richard Gowan vom European Council on Foreign Relations, müsse man »wohl als erste Opfer der Finanzkrise bezeichnen«.
Auf die Frage, wie es jetzt weitergeht, lohnt es sich, die Kongolesen selbst zu befragen – und ein wenig ins Detail zu gehen. Das Parlament in Kinshasa hat sich mit einem bemerkenswerten Krisenplan zu Wort gemeldet. Die Abgeordneten schlagen direkte Verhandlungen zwischen dem Rebellenführer Laurent Nkunda und der kongolesischen Regierung vor, was der neue UN-Vermittler, der ehemalige nigerianische Präsident Olesegun Obasanjo, gerade umzusetzen versucht.
Zugleich fordert das Parlament eine Waffenstillstandskommission, die aus Vertretern der Armee, der Rebellen und der Vereinten Nationen bestehen soll. Die Abgeordneten bitten das Ausland um mehr politischen und diplomatischen Druck auf Ruanda, das die Rebellen unterstützt, und auf die Hardliner in der kongolesischen Regierung. Sie bitten die internationale Gemeinschaft ebenso um technische Hilfe zur Überwachung der kleinen Flughäfen, von denen aus Militärs und Milizen ihren Rohstoffschmuggel organisieren.
Sie bitten, weil all diese Maßnahmen zwar in die richtige Richtung gehen, aber durch den kleinsten Gewaltausbruch wieder zunichte gemacht werden können, die Staaten der Welt schließlich auch um eine zusätzliche Militärtruppe – ähnlich der Operation Artemis, mit der die EU 2003 schon einmal und erfolgreich in einer anderen Krisenregion des Landes, in Ituri, intervenierte. Ähnliches haben 40 kongolesische Menschenrechtsorganisationen und mehrere prominente Personen des öffentlichen Lebens gefordert, darunter Ex-Außenminister Joschka Fischer, Bundespräsident Horst Köhler und Romeo Dallaire, jener kanadische General, der 1994 als Blauhelmkommandant vergeblich den Genozid in Ruanda zu verhindern versuchte.
Bislang sieht es nicht danach aus, dass die EU diese Bitte erhören würde. Sie will stattdessen überlegen, wie die ramponierte Blauhelm-Mission zu unterstützen ist. Das kann sich in den nächsten Wochen und Monaten rächen. Kann, muss freilich nicht.
Was die eingangs angesprochene Task Force zur Verhinderung von Genozid, ethnischen Säuberungen und Kriegsverbrechen angeht: Die ist bereits an der Arbeit. Allerdings nicht in Brüssel, sondern in Washington – als Expertengruppe, die die neue Obama-Regierung berät.
- Datum 05.03.2009 - 13:29 Uhr
- Quelle DIE ZEIT, 11.12.2008 Nr. 51
- Kommentare 13
- Versenden E-Mail verschicken
- Empfehlen Facebook, Twitter, Google+
- Artikel Drucken Druckversion | PDF
-
Artikel-Tools präsentiert von:





Krisenprävention fängt grundsätzlich schon bei der Restrukturierung der Weltwirtschaft an, die bisher nach dem Prinzip des freien Marktes auf die Interessen der jeweils stärkeren Marktteilnehmer ausgerichtet ist. Dabei würde eine Restrukturierung, die das Wohlstandsprinzip und das Gerechtigkeitsprinzip zum Freiheitsprinzip hinzzufügt, echte Krisenprävention darstellen. Inmitten der Schnürung von Paketen von fast Billionen (Millionen von Millionen) wie bei den Maac Fae und Grossbanken sowie auch wohl bei der Autoindustrie läuft der höfliche Sekretär der Vereinten Nationen durch die Lande, um doch wenigstens die Milleniumziele der UNO erfüllen zu können, die unter anderem besagen, dass von der gegenwärtig eine Milliarde Menschen, die weniger als einen Dollar pro Tag haben, bis zum Jahre 2015, 500 Millionen Menschen über einen Dollar pro Tag gebracht werden sollen. Das Problem wird sich aber in dieser Form schon allein durch die Inflation lösen. Man braucht sich bei dieser halbherzigen Angehensweise eigentlich über nichts zu wundern. Bravo wenigstens für Ihren Artikel und nein, ich bin weder Sozialist noch Kommunist.
Die Summe, die Ban Ki Mon haben möchte sind 14 Milliarden Dollar.
Die Summe, die Ban Ki Mon haben möchte sind 14 Milliarden Dollar.
Die Summe, die Ban Ki Mon haben möchte sind 14 Milliarden Dollar.
eine Politik, die Ökonomie bestimmt und reguliert. Da nicht nur die USA, sondern viele Staaten der NATO inzwischen von einem militärisch-industriellen Komplex regiert werden, ist eine Änderung der Verhältnisse völlig utopisch.
Obamas designierter Finanzminister Larry Summers schrieb 1991 als Chefökonom der Weltbank (Auszüge):
"Schmutzige› Industrien: Nur unter uns, sollte die Weltbank nicht vermehrt den Transfer schmutziger Industrien in die unterentwickelten Länder fördern? [] Ich bin immer davon ausgegangen, dass unterbevölkerte Länder in Afrika in beträchtlichem Ausmass unter-verschmutzt sind, []
Die Nachfrage nach einer sauberen Umwelt aus ästhetischen und gesundheitlichen Gründen hat wahrscheinlich eine sehr hohe Einkommenselastizität. [Die Nachfrage steigt, wenn das Einkommensniveau zunimmt.] Das Interesse an einem Agens, das mit einer Wahrscheinlichkeit von eins zu einer Million eine Veränderung bei Prostatakrebs verursacht, ist offensichtlich in einem Land viel höher, in dem Leute überleben, um dann an Prostatakrebs zu erkranken, als bei Menschen in einem Land, wo die Sterblichkeit unter 5 Jahren bei 200 pro tausend Kindern liegt […].
Hier werden von aktuellen Politikern die gleichen Gedankengänge artikuliert, die zu Deutschlands "Generalplan Ost" und damit zu Produktionsstätten wie Auschwitz führten.
Frau Böhm, ihr Appell ist bereits 100 Jahre alt und wurde z.B. 1905 von dem berühmten Mark Twain artikuliert
King Leopold's Soliloquy:
A Defense of His Congo Rule
By Mark Twain
als Reaktion auf Photos der ersten Kodakkamera, von den Gräueln im Kongo - damals Privatbesitz des belgischen Königs. Eine Strafe für Ungehorsam bestand darin, Menschen die Hände abzuhacken, denn die Aufseher, mußten entweder ein vorgeschriebenes Maß Kautschuk abliefern, oder geräucherte Hände.
Unglaublich eindrucksvoll das Bild eines Vaters, der vor den Händen seiner kleinen Tochter sitzt
Die einzige Ausweg aus diesem fortwährenden Holocaust an Bürgern der 3. Welt läge in einer Politik, die die Freiheitsrechte der Angloamerikaner weltweit anwenden würde!
Der westliche "common sense of liberty" - also der alltägliche, übliche Begriff wurde durch die Magna Charta geprägt. Sie definiert die Rechte der Untertanen gegen den Herrscher. In der "Kleinen Karta", dem Artikel 7 wurde das Recht der "Commons", Bürger" festgeschrieben, sich aus den Wäldern zu bedienen, mit Brennstoffen, Nahrung oder als Weidefläche für ihr Vieh. Der Wald war also Gemeinschaftseigentum (Allmende)
Die "Commons" sind also das "Check & Balance" - Gegengewicht - zum Eigentum des Privateers. Eine Weltgesellschaft, die eine solch extremes Ungleichgewicht zwischen Public & Private, Öffentlich und Nichtöffentlich fördert, erzeugt zwangsläufig Unrecht, denn Voraussetzung für Recht und Gerechtigkeit sind öffentliche Kontrolle (Check) und Gleichheit (Balance) .
Hintergründe:
Merchants of Death: Exposing Corporate Financed Holocaust in Africa
SLAVERY, HOLLYWOOD, & GENOCIDE IN CENTRAL AFRICA
Augenzeugenbericht über die Umstände, die zur Ermordung des ersten demokratischen Premierministers Lumumba durch den Westen führten
_______________________________________________________
"Ich glaube, daß die Bankinstitutionen für unsere Freiheiten gefährlicher sind als die Armeen."
(Thomas Jefferson, Amerikanischer Präsident; 1743-1826)
darin, dass Afrika von Europäern als Kolonialstaat künstlich aufgeteilt wurde? Sehen wir uns doch Europa an. Grenzverläufe folgen meist natürlichen Begebenheiten die kulturelle Übergangszonen darstellten wie Flüsse und Gebirge.
Die Aufteilung in Afrika folgt dagegen anderen Prinzipien.
1. möglichst gerade Linien auf der Landkarte
2. Teile und herrsche, als Folge der damaligen europäischen Regierungen
Volksgruppen die ursprünglich eine Einheit bildeten wurden in künstlich geschaffenen Staaten, im Gegensatz zu den fast gewachsenen europäischen, aufgeteilt oder zusammengewürfelt. Das hat im Kleinen nicht funktioniert (ehem. Jugoslavien) und das funktioniert ganz offensichtlich in noch größerem Maßstab noch schlechter. Die USA zählen als Beispiel, trotz einer ähnlich künstlichen Aufteilung wie in Afrika, nicht, da die eigentlichen Ureinwohner sicher auch gewachsene Grenzlinien hatten, diese durch ihre fast völlige Auslöschung jedoch verloren gingen.
Es ist im Grunde die Schuld unserer europäischen Vorfahren, dass Afrika nicht zur Ruhe kommt. Aber so lange die europäischen Regierungen sich aus der Verantwortung stehlen weil es kurzfristig billiger ist weg zu sehen, wird Afrika ein ständiger Krisenherd bleiben, mit allem was dazu gehört. Eine schwelende Wunde auf dem Antlitz der Erde.
Um gleich vorweg eines klar zu stellen, ich bin kein Antisemit, ganz im Gegenteil. Jeder Religion wohnt ein Körnchen Wahrheit inne. Aber wenn ich denke wieviel Geld dem winzigen jüdischen Volk in den Hintern geblasen wurde (für den Krieg gegen die Palästinenser? Wer weiß schon wohin das alles floss?), dann frage ich mich schon warum die diplomatischen Korps der EU nicht gehörig aufgestockt werden um Krisen diplomatisch langfristig zu lösen? Es würde die Gefahr von Terrorismus dort beseitigen wo sie entsteht. In Krisenregionen deren Bewohner den Rest der Welt, zu Recht, dafür verantwortlich machen, dass so etwas zugelassen wird.
Wir lecken uns ständig die Wunden wegen irgendwelcher Dinge die ein Staat dem anderen vor Jahrzehnten angetan hat und blockieren uns deswegen oft immer noch gegenseitig (EU, international) aber bei wirklich aktuellen Problemen, die vielleicht sogar ähnlich beschaffen sind, da wird gekniffen in einem Ausmaß, dass erbärmlicher Feigling noch ein Ausdruck des Lobes ist.
Bevor unser suboptimales Wirtschaftssystem nach Afrika exportiert wird um über Konsum zufriedenheit (oberflächlich) zu schaffen ist es erst Mal nötig dringlichere Probleme zu bereinigen.
Aber vielleicht ist der Grund warum afrikanischen Staaten nicht geholfen wird auch einfach der, dass sie sich so besser ausbeuten lassen. So lange sie sich gegenseitig die Köpfe einschlagen, können sie nicht begreifen wie sehr das eine Ausbeutung ihres Landes und ihres Volkes ermöglicht und dass sie es so nie schaffen werden gleichberechtigt auf eigenen Beinen zu stehen.
Im Grunde siehts doch so aus; sie streiten um Land das im Grunde nur der Erde selbst gehört. Wir sind alle nur Mieter auf Zeit. Und so lange sie sich gegenseitig bekriegen werden ihre "globalen Brüder" diese Schwäche nutzen um die afrikanische Natur genauso zu zerstören wie wir es mit unserer eigenen gemacht haben und weiterhin tun. Wir haben ja nicht einmal selbst ein System das solche Ausuferungen menschlicher Habgier (im Gegensatz zu gesundem Egoismus - Verhältnismäßigkeit) ächtet und wirksam beendet. Letztlich wird für niemanden was übrig bleiben.
Aber wo kein politischer Wille, da auch kein Weg. Also warten wir einfach gemeinsam auf das Ende. Zwar jedes Volk auf seine Art, trotzdem vereint in der kindlichen Naivität der Verantwortlichen. Bei uns wegen der hübsch bedruckten Tauschpapierchen und in Afrika wohl wegen der Bananen in Nachbars Vorgarten.
Visionen sind eine Herausforderung. Macht ist eine Illusion. Anführen bedeutet in erster Konsequenz verantwortlich und Vorbild zu sein. Wahrhaft siegt, wer nicht kämpft.
Weisheit währt am Längsten.
Die Zukunft beginnt mit dem nächsten Augenblick!
"Visionen sind eine Herausforderung. Macht ist eine Illusion. Anführen bedeutet in erster Konsequenz verantwortlich und Vorbild zu sein. Wahrhaft siegt, wer nicht kämpft.
Weisheit währt am Längsten.
Die Zukunft beginnt mit dem nächsten Augenblick!"
Solche Sprüche habe ich in der 5. Klasse auch immer in Poesie-Alben geschrieben, ob sie als ernst gemeinter Kommentar noch ihre Gültigkeit haben, lass ich mal dahin gestellt.
Zum Thema: Es mag ja sein, dass die Briten und Franzosen in Afrika nicht sehr vorsichtig mit der Grenzenbestimmung umgegangen sind, aber das ist mittlerweile 100 jahre her. Man sollte doch erwarten können, dass binnen 4 Generationen die Menschen ihr Schicksal wieder selbst in die Hände nehmen können.
Meiner Ansicht nach ist der ganze Kontinent die Aufregung nicht wert. Er versinkt im Chaos, nicht einmal im "zivilisierten" Süden kann man sich noch auf die Straßen wagen und, darüber hinaus: man muss nicht so weit schauen, um Elend, Hunger und Leid zu sehen, es reicht vor die Tür zu gehen und die Augen zu öffnen.
"Visionen sind eine Herausforderung. Macht ist eine Illusion. Anführen bedeutet in erster Konsequenz verantwortlich und Vorbild zu sein. Wahrhaft siegt, wer nicht kämpft.
Weisheit währt am Längsten.
Die Zukunft beginnt mit dem nächsten Augenblick!"
Solche Sprüche habe ich in der 5. Klasse auch immer in Poesie-Alben geschrieben, ob sie als ernst gemeinter Kommentar noch ihre Gültigkeit haben, lass ich mal dahin gestellt.
Zum Thema: Es mag ja sein, dass die Briten und Franzosen in Afrika nicht sehr vorsichtig mit der Grenzenbestimmung umgegangen sind, aber das ist mittlerweile 100 jahre her. Man sollte doch erwarten können, dass binnen 4 Generationen die Menschen ihr Schicksal wieder selbst in die Hände nehmen können.
Meiner Ansicht nach ist der ganze Kontinent die Aufregung nicht wert. Er versinkt im Chaos, nicht einmal im "zivilisierten" Süden kann man sich noch auf die Straßen wagen und, darüber hinaus: man muss nicht so weit schauen, um Elend, Hunger und Leid zu sehen, es reicht vor die Tür zu gehen und die Augen zu öffnen.
"Militäreinsätze. Was uns wirklich angeht – und was nicht"
Von Helmut Schmidt | © DIE ZEIT, 30.10.2008 Nr. 45 (http://www.zeit.de/2008/4...):
"Afghanistan, Balkan, Afrika: Die militärischen Interventionen des Westens sind fragwürdig. .....
Es ist relativ leicht, militärisch zu intervenieren, aber es ist keineswegs leicht, wieder abzuziehen, ohne ein Chaos zu hinterlassen – das sieht man im Irak, im Kosovo und in Bosnien. Man wird es auch in Afghanistan sehen. Niemand spricht heute davon, das Kosovo zu verlassen – aus guten Gründen; auch ich würde diese Konsequenz heute nicht ziehen wollen. Wenn man abziehen will, muss das sehr sorgfältig und langfristig so vorbereitet werden, dass danach geordnete Verhältnisse herrschen. Wenn hinterher Mord und Totschlag ausbrechen, war die Intervention falsch. Weil man das Eingeständnis scheut, bleibt man lieber. .....
Es gibt Probleme in der Welt, die für uns nicht lösbar sind. Das gilt für die Politik und für die Strategie. Die lösbaren Probleme soll man lösen, wenn man dazu fähig ist. Die unlösbaren Fragen müssen wir mit Gelassenheit auf sich beruhen lassen."
Interne Probleme in fernen Ländern, für deren Lösung wir Milliardensummen locker machen müssten, haben für uns als nicht lösbare Probleme zu gelten.
Dies um so mehr, als uns die moralische Robustheit fehlt, schnelle und wirksame Lösungen herbeizuführen.
Historische Aschevölker, die sich von Piraten auf der Nase herumtanzen lassen, statt deren Boote zu versenken, halten sich, soweit nicht ihre unmittelbaren und vitalen eigenen Interessen tangiert sind, von aktiven Vulkangebieten besser fern.
CANABBAIA
http://beltwild.blogspot....
Interessen erhellen - sich Widersprüchen stellen
Hi @ll
Zitat aus dem Artikel
*die UN-Blauhelme werden dort von der Bevölkerung mit Steinen beworfen, die Vereinten Nationen bitten die EU dringend um eine Truppe zur »Überbrückung«, was diese wiederum in einen heillosen Streit zwischen Befürwortern eines solchen Einsatzes wie Frankreich und Belgien und Gegnern wie Großbritannien und Deutschland verwickelt. Währenddessen schwankt die Berichterstattung zumindest in den deutschen Medien zwischen erschütternden Nachrichten über sexuelle Kriegsgewalt und Politiker-Kommentaren über rivalisierende »Stammeshäuptlinge« sowie die Unfähigkeit der weltweit größten UN-Mission, diese auseinanderzuhalten. Was zwischen den Zeilen heißen soll: »Da unten« im Kongo ist eh Hopfen und Malz verloren. Was könne die EU noch richten in einem Land, in dem selbst die weltgrößte UN-Mission gescheitert sei?*
Zitat Ende
UN
Das die UN Blauhelme mit Steinen beworfen werden, das ist kein Wunder, taten sie sich doch in den letzten Missionen durch restlose Unfähigkeit hervor.
Diese Unfähigkeit liegt darin begründet das die UN als solche seltsamerweise glaubt bewaffneten Verbrechern mit dem Olivenzweig in der Hand entgegen treten zu müssen.
Bsp. Die UN ist bis heute nicht in der Lage dem schwarzen Rassisten Robert Mugabe in den Arm zu fallen, der seelenruhig sein Volk krepieren lässt.
EU
Befürworter
Wenn Frankreich und Belgien einen solchen Einsatz wollen, so steht es ihnen frei diesen auch durch zu führen. Ich unterstelle beiden Staaten das sie ohne die Unterstützung Deutschlands/Grossbritanniens klarkommen würden, wenn sie denn wollten.
"Die Mörder sind wir"
Wie die Autorin auf diese Behauptung kommt, ist mir schleierhaft.
Sie darf sehr gern schreiben "Die MörderIn bin ich", aber sie sollte es unterlassen eine verbale Sippenhaft ein zu führen, an den Vorgängen im Kongo haben wir nicht die geringste Aktie.
"sexuelle Kriegsgewalt"
Was bitte soll das sein?
Die übliche Leier "Frauen sind wieder mal besonders betroffen?"
Auch wenn es irritiert, die meisten Opfer in einem Krieg sind MÄNNLICH und genau soviel Beachtung wert.
Gruss
Rene
gegen dummheit und ignoranz kaempfen selbst die goetter vergebens.
sind sie schon einmal in einer krisenregion in afrika gewesen?
gegen dummheit und ignoranz kaempfen selbst die goetter vergebens.
sind sie schon einmal in einer krisenregion in afrika gewesen?
"Visionen sind eine Herausforderung. Macht ist eine Illusion. Anführen bedeutet in erster Konsequenz verantwortlich und Vorbild zu sein. Wahrhaft siegt, wer nicht kämpft.
Weisheit währt am Längsten.
Die Zukunft beginnt mit dem nächsten Augenblick!"
Solche Sprüche habe ich in der 5. Klasse auch immer in Poesie-Alben geschrieben, ob sie als ernst gemeinter Kommentar noch ihre Gültigkeit haben, lass ich mal dahin gestellt.
Zum Thema: Es mag ja sein, dass die Briten und Franzosen in Afrika nicht sehr vorsichtig mit der Grenzenbestimmung umgegangen sind, aber das ist mittlerweile 100 jahre her. Man sollte doch erwarten können, dass binnen 4 Generationen die Menschen ihr Schicksal wieder selbst in die Hände nehmen können.
Meiner Ansicht nach ist der ganze Kontinent die Aufregung nicht wert. Er versinkt im Chaos, nicht einmal im "zivilisierten" Süden kann man sich noch auf die Straßen wagen und, darüber hinaus: man muss nicht so weit schauen, um Elend, Hunger und Leid zu sehen, es reicht vor die Tür zu gehen und die Augen zu öffnen.
Solange der Westen in Afrika Marionettenregimes installiert, die bereitwillig ihre Bürger für Schwachsinnsprojekte verschulden, haben die keine Chance.
In Wirklichkeit wären die ehemaligen Kolonialländer pleite, wenn Südamerika und Afrika gerechte Nachzahlung für geraubtes Gold und andere Rohstoffe, sowie Versklavung und Zwangsarbeit der letzten 5 Jahrhunderte bekämen.
_______________________________________________________
"Ich glaube, daß die Bankinstitutionen für unsere Freiheiten gefährlicher sind als die Armeen."
(Thomas Jefferson, Amerikanischer Präsident; 1743-1826)
Solange der Westen in Afrika Marionettenregimes installiert, die bereitwillig ihre Bürger für Schwachsinnsprojekte verschulden, haben die keine Chance.
In Wirklichkeit wären die ehemaligen Kolonialländer pleite, wenn Südamerika und Afrika gerechte Nachzahlung für geraubtes Gold und andere Rohstoffe, sowie Versklavung und Zwangsarbeit der letzten 5 Jahrhunderte bekämen.
_______________________________________________________
"Ich glaube, daß die Bankinstitutionen für unsere Freiheiten gefährlicher sind als die Armeen."
(Thomas Jefferson, Amerikanischer Präsident; 1743-1826)
Solange der Westen in Afrika Marionettenregimes installiert, die bereitwillig ihre Bürger für Schwachsinnsprojekte verschulden, haben die keine Chance.
In Wirklichkeit wären die ehemaligen Kolonialländer pleite, wenn Südamerika und Afrika gerechte Nachzahlung für geraubtes Gold und andere Rohstoffe, sowie Versklavung und Zwangsarbeit der letzten 5 Jahrhunderte bekämen.
_______________________________________________________
"Ich glaube, daß die Bankinstitutionen für unsere Freiheiten gefährlicher sind als die Armeen."
(Thomas Jefferson, Amerikanischer Präsident; 1743-1826)
Nun, stimmt. Dann fangen wir doch mal an: PC weg, Auto weg, Dusche weg, Kleidung weg, täglich Essen weg,... und was hätte es gebracht?
Wenn ich alles weggebe, was ich besitze, bin ich immer noch allein durch meine Geburt in einem reichen Land reicher als ein ganzes afrikanisches Dorf. Ein persönliches Opfer hat also wenig Sinn. Und auf andere Leute mit großen moral-ethischen VOrwürfen zu zeigen, das zeugt nur von Arroganz und Realitätsverlust.
Nun, stimmt. Dann fangen wir doch mal an: PC weg, Auto weg, Dusche weg, Kleidung weg, täglich Essen weg,... und was hätte es gebracht?
Wenn ich alles weggebe, was ich besitze, bin ich immer noch allein durch meine Geburt in einem reichen Land reicher als ein ganzes afrikanisches Dorf. Ein persönliches Opfer hat also wenig Sinn. Und auf andere Leute mit großen moral-ethischen VOrwürfen zu zeigen, das zeugt nur von Arroganz und Realitätsverlust.
Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren