Die nuller Jahre "Die Moschee wird meiner Stadt guttun"

Günter Wallraff erklärt, warum er einen seit Jahren umstrittenen Bau in Köln unterstützt

ZEITmagazin: Herr Wallraff, Sie haben sich in den letzten beiden Jahren dafür eingesetzt, dass in Köln-Ehrenfeld, wo Sie wohnen, eine neue Moschee gebaut wird. Wieso?

Günter Wallraff: Ich kenne die Moschee dort recht gut: Es ist eine alte Fabrikhalle, die langsam verfällt. Es geht also gar nicht darum, eine Moschee mehr in Deutschland zu bauen, sondern eine marode durch eine moderne zu ersetzen. Der Architekt, der den Bau plant, hat auch schon moderne Kirchen entworfen – die Moschee wird in diesem Fall also keine Machtdemonstration von Ländern wie Saudi-Arabien oder Iran in Deutschland sein. Die Moschee wird meinem Stadtteil guttun, einem ehemaligen Arbeiterviertel, nicht gerade reich an Sehenswürdigkeiten. Sie wäre ein Anziehungspunkt, auch für Touristen.

ZEITmagazin: In Berlin und auch in Köln gab es wütende Proteste gegen Moscheebauten. Können Sie das verstehen?

Wallraff: In meiner Nachbarschaft in Köln sprechen sich sogar viele Türkischstämmige gegen den Bau aus, weil sie befürchten, dass dort junge Muslime indoktriniert und weiter isoliert werden.

ZEITmagazin: Ist dann Ihre Haltung nicht ein wenig leichtgläubig?

Wallraff: Ich gebe zu, dass ich früher ein bisschen naiv war. Ich erinnere mich gut, wie ich Ende der achtziger Jahre eine Rede in einer Moscheengemeinschaft in Köln hielt: Alles Kritische, was ich über den Islam referierte, wurde einfach nicht übersetzt. Am gleichen Abend stellte sich heraus, dass die Anwesenden ausnahmslos die Fatwa gegen Salman Rushdie unterstützten. Seither lege ich Wert darauf, wenn es denn sein muss, mir die richtigen Feinde zu machen. Was ich vermisse, ist ein Protest gläubiger Muslime gegen die Terroranschläge, die im Namen des Islam begangen werden. Es gibt zwar kritische Einzelstimmen, aber keine organisierte Gegenbewegung.

ZEITmagazin: Sie selbst wurden mit dem Tod bedroht, als Sie öffentlich vorschlugen, in der Kölner Moschee aus den Satanischen Versen von Salman Rushdie vorzulesen.

Wallraff: Auf einer Internetseite, die der al-Qaida zugerechnet wurde, hat man mich als Islamfeind ausgelobt. Der Familie wegen habe ich eine Zeit lang Polizeischutz in Anspruch genommen.

ZEITmagazin: Sie behaupteten danach, dass der militante Islam in ein bis zwei Generationen verschwunden sein wird. Er sei nur ein letztes Aufbäumen gegen die Moderne. Ist das nicht wieder ein wenig naiv?

Wallraff: Es hat sich in der Geschichte immer wieder gezeigt, dass Terror und Gewalt auf Dauer keinen Erfolg haben. Ich habe den Eindruck, dass die Männer, die in Europa aufwuchsen und zum Selbstmordattentäter wurden, vor allem mit dem modernen Frauenbild nicht zurechtkamen. Ich kenne viele hier aufgewachsene Muslime, die sehr wohl fähig sind, sich die positiven Seiten der jeweiligen Kulturen zu eigen zu machen und das Rückständige über Bord zu werfen. Sie sind für mich Menschen der Zukunft.

Das Gespräch führte Carolin Ströbele

Günter Wallraff, 66, ist Enthüllungsjournalist. 2007 schlug er vor, in einer Moschee aus den "Satanischen Versen" zu lesen.

 
Leser-Kommentare
    • iDog
    • 16.12.2008 um 11:22 Uhr

    wuerde ich sagen - herr wallraff, sie hatten schon immer den skeptischen blick. hier wird all der panikmache und der zum teil populistisch geschuerten islamistenhetze eine klare absage erteilt. auf den lauf der dinge aus historischer erkenntnis eingehen ercheint whrlich weiser. man sollte die kirche im dorf lassen , denke ich auch.

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    • Anonym
    • 16.12.2008 um 12:10 Uhr

    Die katholische Kirche - inzwischen in Deutschland in der Bedeutungslosigkeit versunken - ist nach wie vor für jeden noch so schlechten Schenkelklopfer und böse Bemerkung gut. Im Vergleich mit auch den modernen Muslimen sind die modernen Katholiken aber ein hedonistischer verweltlichter Haufen.
    Ich versteh' bis heute nicht warum da so konsequent mit zweierlei Maß gemeßen wird.
    Vor wenigen Monaten gab es ein mords Aufhebens um die Statements eines Herrn Bischof Mixa aus Augsburg. Statements die viele Muslime in der Essenz ebenso unterschreiben, was zB die Rolle der Frau angeht. Aber ich habe noch nicht von Katholiken gehört die ihren Töchtern verbieten den Sportunterricht zu besuchen oder Klassenfahrten mitzumachen weil sie angst um deren Reinheit und Jungfräulichkeit haben. Diese mittelalterliche Denke wird nach wie vor von Linken und eigentlich speziell von Linken in Deutschland unter Naturschutz gestellt. Das kann nicht angehen.
    Ginge es den Gläubigen um einen Gebetsort dann würde man keinen architektonischen Solitär des Morgenlandes, in übelstem Kitsch, hinstellen. Schaut man sich christliche aber auch jüdische Kirchen an die die letzten Jahrzehnte gebaut wurden dann handelt es sich dabei um moderne Gebäude mit moderner Architektur. Schon diese importierte Kitscharchitektur ist ein Statement der Rückwärtsgewandheit und Abschottung.
    Ich bin homosexuell und wie Sie sich vielleicht, vielleicht auch nicht, denken können sehe ich Religionen und speziell den Islam aus einem anderen Blickwinkel als der Durchschnittsbürger. Ich habe mehrere Paare in meinem Bekanntenkreis die auf offener Straße von jungen Muslimen verprügelt oder zumindest beleidigt und angespuckt wurden weils ie sich mit einem Bussi verabschiedet haben oder sonst wie ersichtlich war dass es sich um "Schwuchteln" handelt.
    Solang sich die Muslime nicht offensiv gegen sowas stellen, wenn die denn wie dann immer gesagt wird in der Mehrheit ganz anders denken, solange sehe ich diese Religion als Bedrohung für mein persönliches Wohlergehen. Auch wenn jeder Schwule es im Grunde gewohnt ist zum absoluten Bodensatz der Gesellschaft zu gehören, es gibt ja auch kaum ein schlimmeres Schimpfwort in den meisten Kulturen als einen Mann als "Schwul" zu bezeichnen.
    Es ist schon erschreckend wie die Bigotterie in Deutschland wieder um sich greift, als wir Gegen Ende des 20. Jahrhunderts endlich die Wende zu einer säkularen atheistischen Gesellschaft geschafft zu haben schienen in der Religion den Alltag nicht mehr beeinflußt. Noch wirkt sich dies nur auf eine Randgruppe wie die Schwulen aus, und einem mittelalterlichen Frauenbild hängt vielleicht auch noch so mancher deutsche Mann an also wird dies auch nicht sehr reflektiert (die Feministinnen betreiben da ebenfalls lieber Kampagnen gegen Pornographie). Ich bin gespannt wo die "Toleranz" dann aufhört.

    • Anonym
    • 16.12.2008 um 12:10 Uhr

    Die katholische Kirche - inzwischen in Deutschland in der Bedeutungslosigkeit versunken - ist nach wie vor für jeden noch so schlechten Schenkelklopfer und böse Bemerkung gut. Im Vergleich mit auch den modernen Muslimen sind die modernen Katholiken aber ein hedonistischer verweltlichter Haufen.
    Ich versteh' bis heute nicht warum da so konsequent mit zweierlei Maß gemeßen wird.
    Vor wenigen Monaten gab es ein mords Aufhebens um die Statements eines Herrn Bischof Mixa aus Augsburg. Statements die viele Muslime in der Essenz ebenso unterschreiben, was zB die Rolle der Frau angeht. Aber ich habe noch nicht von Katholiken gehört die ihren Töchtern verbieten den Sportunterricht zu besuchen oder Klassenfahrten mitzumachen weil sie angst um deren Reinheit und Jungfräulichkeit haben. Diese mittelalterliche Denke wird nach wie vor von Linken und eigentlich speziell von Linken in Deutschland unter Naturschutz gestellt. Das kann nicht angehen.
    Ginge es den Gläubigen um einen Gebetsort dann würde man keinen architektonischen Solitär des Morgenlandes, in übelstem Kitsch, hinstellen. Schaut man sich christliche aber auch jüdische Kirchen an die die letzten Jahrzehnte gebaut wurden dann handelt es sich dabei um moderne Gebäude mit moderner Architektur. Schon diese importierte Kitscharchitektur ist ein Statement der Rückwärtsgewandheit und Abschottung.
    Ich bin homosexuell und wie Sie sich vielleicht, vielleicht auch nicht, denken können sehe ich Religionen und speziell den Islam aus einem anderen Blickwinkel als der Durchschnittsbürger. Ich habe mehrere Paare in meinem Bekanntenkreis die auf offener Straße von jungen Muslimen verprügelt oder zumindest beleidigt und angespuckt wurden weils ie sich mit einem Bussi verabschiedet haben oder sonst wie ersichtlich war dass es sich um "Schwuchteln" handelt.
    Solang sich die Muslime nicht offensiv gegen sowas stellen, wenn die denn wie dann immer gesagt wird in der Mehrheit ganz anders denken, solange sehe ich diese Religion als Bedrohung für mein persönliches Wohlergehen. Auch wenn jeder Schwule es im Grunde gewohnt ist zum absoluten Bodensatz der Gesellschaft zu gehören, es gibt ja auch kaum ein schlimmeres Schimpfwort in den meisten Kulturen als einen Mann als "Schwul" zu bezeichnen.
    Es ist schon erschreckend wie die Bigotterie in Deutschland wieder um sich greift, als wir Gegen Ende des 20. Jahrhunderts endlich die Wende zu einer säkularen atheistischen Gesellschaft geschafft zu haben schienen in der Religion den Alltag nicht mehr beeinflußt. Noch wirkt sich dies nur auf eine Randgruppe wie die Schwulen aus, und einem mittelalterlichen Frauenbild hängt vielleicht auch noch so mancher deutsche Mann an also wird dies auch nicht sehr reflektiert (die Feministinnen betreiben da ebenfalls lieber Kampagnen gegen Pornographie). Ich bin gespannt wo die "Toleranz" dann aufhört.

    • Anonym
    • 16.12.2008 um 12:10 Uhr

    Die katholische Kirche - inzwischen in Deutschland in der Bedeutungslosigkeit versunken - ist nach wie vor für jeden noch so schlechten Schenkelklopfer und böse Bemerkung gut. Im Vergleich mit auch den modernen Muslimen sind die modernen Katholiken aber ein hedonistischer verweltlichter Haufen.
    Ich versteh' bis heute nicht warum da so konsequent mit zweierlei Maß gemeßen wird.
    Vor wenigen Monaten gab es ein mords Aufhebens um die Statements eines Herrn Bischof Mixa aus Augsburg. Statements die viele Muslime in der Essenz ebenso unterschreiben, was zB die Rolle der Frau angeht. Aber ich habe noch nicht von Katholiken gehört die ihren Töchtern verbieten den Sportunterricht zu besuchen oder Klassenfahrten mitzumachen weil sie angst um deren Reinheit und Jungfräulichkeit haben. Diese mittelalterliche Denke wird nach wie vor von Linken und eigentlich speziell von Linken in Deutschland unter Naturschutz gestellt. Das kann nicht angehen.
    Ginge es den Gläubigen um einen Gebetsort dann würde man keinen architektonischen Solitär des Morgenlandes, in übelstem Kitsch, hinstellen. Schaut man sich christliche aber auch jüdische Kirchen an die die letzten Jahrzehnte gebaut wurden dann handelt es sich dabei um moderne Gebäude mit moderner Architektur. Schon diese importierte Kitscharchitektur ist ein Statement der Rückwärtsgewandheit und Abschottung.
    Ich bin homosexuell und wie Sie sich vielleicht, vielleicht auch nicht, denken können sehe ich Religionen und speziell den Islam aus einem anderen Blickwinkel als der Durchschnittsbürger. Ich habe mehrere Paare in meinem Bekanntenkreis die auf offener Straße von jungen Muslimen verprügelt oder zumindest beleidigt und angespuckt wurden weils ie sich mit einem Bussi verabschiedet haben oder sonst wie ersichtlich war dass es sich um "Schwuchteln" handelt.
    Solang sich die Muslime nicht offensiv gegen sowas stellen, wenn die denn wie dann immer gesagt wird in der Mehrheit ganz anders denken, solange sehe ich diese Religion als Bedrohung für mein persönliches Wohlergehen. Auch wenn jeder Schwule es im Grunde gewohnt ist zum absoluten Bodensatz der Gesellschaft zu gehören, es gibt ja auch kaum ein schlimmeres Schimpfwort in den meisten Kulturen als einen Mann als "Schwul" zu bezeichnen.
    Es ist schon erschreckend wie die Bigotterie in Deutschland wieder um sich greift, als wir Gegen Ende des 20. Jahrhunderts endlich die Wende zu einer säkularen atheistischen Gesellschaft geschafft zu haben schienen in der Religion den Alltag nicht mehr beeinflußt. Noch wirkt sich dies nur auf eine Randgruppe wie die Schwulen aus, und einem mittelalterlichen Frauenbild hängt vielleicht auch noch so mancher deutsche Mann an also wird dies auch nicht sehr reflektiert (die Feministinnen betreiben da ebenfalls lieber Kampagnen gegen Pornographie). Ich bin gespannt wo die "Toleranz" dann aufhört.

    Antwort auf "gelassenes statement"
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    • Rahab
    • 17.12.2008 um 10:08 Uhr

    des eindrucks erwehren, dass auch bekennende schwule zuweilen noch einem "mittelalterlichen" frauenbild anhängen. feministinnen heutzutage (wie die im mittelalter) entscheiden selbständig, wie und wann und wogegen sie sich wenden. worin sie auch mal irren dürfen...

    und zu den bauweisen: kann ja sein, dass christliche kirchen und jüdische synagogen heutzutage und hierzulande modern gestaltet werden ... hindert aber, dass im säkularisierten deutschland beispielsweise schloßfassaden wieder aufgebaut werden, weil sie besser in historische stadtbild passen.

    gucken Sie doch ab zu zu etwas intensiver über Ihren tellerrand. oder lassen Sie einfach hie und da einen kommentar aus, solange dessen vorausgedachter inhalt noch nicht ganz durchdacht ist.

    • Rahab
    • 17.12.2008 um 10:08 Uhr

    des eindrucks erwehren, dass auch bekennende schwule zuweilen noch einem "mittelalterlichen" frauenbild anhängen. feministinnen heutzutage (wie die im mittelalter) entscheiden selbständig, wie und wann und wogegen sie sich wenden. worin sie auch mal irren dürfen...

    und zu den bauweisen: kann ja sein, dass christliche kirchen und jüdische synagogen heutzutage und hierzulande modern gestaltet werden ... hindert aber, dass im säkularisierten deutschland beispielsweise schloßfassaden wieder aufgebaut werden, weil sie besser in historische stadtbild passen.

    gucken Sie doch ab zu zu etwas intensiver über Ihren tellerrand. oder lassen Sie einfach hie und da einen kommentar aus, solange dessen vorausgedachter inhalt noch nicht ganz durchdacht ist.

    • pvst
    • 16.12.2008 um 12:58 Uhr

    Ich finde es inzwischen schon tragisch, das so viel Menschen im christlichen Kulturkreis, insbesondere die Höhergebildeten, die Unterwerfungsreligion (Islam=Unterwerfung) schlicht nicht verstehen. Mein Eindruck ist, die "Christler" schließen einfach von sich auf die anderen und glauben, der Islam wäre wie das Christentum, nur mit anderen Personen in den Hauptrollen. Das ist schlicht falsch. Zum einen ist der Islam, wie das Judentum, eine Handlungsreligion (das göttliche Heil wird durch die richtige Handlung erlangt). Das Christentum ist dagegen im Kern eine Herzensreligion, es geht um die Liebe Gottes zu den Menschen (auch wenn die Kirche das oft etwas anders gelebt hat, wie man zurecht kritiseren kann und auch wird, ohne das man gleich eine Morddrohung/Bombe am Hals hat). Es gibt noch die Kategorie der Erkenntnisreligion, hier ist der Buddismus einzuordnen. Natürlich haben üblicherweise alle Religionen alle Bestandteile, ich beziehe mich auf den Schwerpunkt der jeweiligen Religion.
    Ich hatte selber vom Islam bis vor ein paar Jahren keine Ahnung. Seit ich angefangen habe mich zu informieren werde ich von Tag zu Tag abgeneigter. Insbesondere die Aussagen von Muslimen/Exmuslimen selbst sind oft sehr erhellend.
    Wer ihn noch nicht kennt, der Exmuslim BARINO hat eine Menge zum Thema Islam zu sagen, sinngemäßes Zitat:
    "Nicht extremistische Islamisten legen den Koran falsch aus, sondern die so genannten gemäßigten Muslime, die glücklicher Weise nicht alle Anweisungen und Vorschriften des Korans und der Scharia beachten und danach leben."
    Mehr dazu auf folgenden Webseiten:
    http://www.dasistislam.de/
    http://www.bpe-berlin.de/...

    Vielleicht sollte Herr Wallraff aufhören seiner Selbstgerechtigkeit nachzujagen und stattdessen versuchen in die Herzen seiner Mitmenschen reinzuschauen und zuzuhören was sie sagen. Aber ich habe die Hoffnung das er langsam aufwacht.

    • Melone
    • 16.12.2008 um 12:59 Uhr

    Ja, hoffen wir, daß Herr Wallraff recht hat - Die Realität heute sieht allerdings (nach fünf Minuten im Netz!) so aus: 1) "Eilmeldung: 5 Sprengsätze im Pariser Kaufhaus Printemps entschärft" - zur Tat bekannte sich eine "Afghanische Front". 2.) Ehrenmord Prozess gegen den Bruder von Morsal-O., der seine Schwester mit 23 Messerstichen tötete (kein Bericht in dieser Zeitung), 3.) Britische Anwältin verhindert Zwangsverheiratung ihrer pakistanischen Mandantin, einer jungen Ärztin (kein Bericht in dieser Zeitung). Kann es sein, daß die "Zeit" sich nicht mehr für Frauenrechte interessiert (ist offenbar aus der Mode, mit kritiklosem Multikulturalismus kann man sich besser als up-to-date ausweisen). Diese Realitäten zur Kenntnis zu nehmen, ist ja auch eindeutig islamophob!
    Freuen wir uns also mit Herrn Wallraff, dessen Einsatz für die Menschenrechte der Vergangenheit anzugehören scheint ... Werden Rechte und Sicherheit von Frauen in diesem Land auch bald der Vergangenheit angehören?!

    ponschek

  1. ... könnte das Angebot für Muslime noch vervollständigen ... Aufrufe dafür gibt es schon - will jemand spenden?
    http://www.youtube.com/wa...

    • iDog
    • 16.12.2008 um 15:52 Uhr

    ... aeh - ich denke mit dem durchschnittsbuerger koennen sie mich nicht meinen. toleranz brauchen alle das ist klar - ich denke sie haben ein wenig zu viel in meine bestaetigung wallraffs hieneingedeutelt. sie sollten sich besser zum interview aeussern anstatt zu meiner wenn auch zustimmenden meinung.

    gegen eine moschee ist nix einzuwende, wuerde ich sagen, genauso wenig wie gegen andere tempel. ich selber brauche sie alle nicht und halte sie fuer ueberholt , aber wers bracht soll damit gleucklich werden. gesellschaftliche gruppen , die sich nicht allen anderen gesellchaftlichen gruppen gegenueber korrektes zu verhalten pflegen hat es leider schon immer gegeben und mussen im gesellschaftlichen diskurs sich entwickleln, wie wallraf andeutet. dies ist wohl teil des demokratischen prozesses und geht nicht von heute auf morgen , sindern kann auch mal hundert jahre dauern: all die minderheiten mit ihren partikularen interessen in konstruktiver und kreativer weise zu kompromissen friedlicher koexistenz zu bewegen.

    das alles hat jetzt erstmal wenig mit dem menschenbild oder frauenbild andrer gesellschaftlicher minderheiten zu tun und sollte damit auch nichts zu tun haben. die moral andrer zu kritisieren ist zwar teil des diskurses , wird aber besser mit denen gemacht deren moral sie zu kritisieren meinen. da ich weder moslem noch frauenfeind bin, sind sie bei mir also an der falschen adresse.

    ich bestehe allerdings darauf zu betonen, dass mit islamhetze nichts gewonnen werden kann, sondern alles noch schlimmer gemacht wird. der islam ist teil unserer gesellschaft und wird teil unserer gesellschaft bleiben unabhaengig davon, was andere minderheiten davon halten. unter diesen vorasusetzungen ist konstruktive kritik das einzig vernuenftige in hinsicht auf eine moeglichst baldige friedliche koexistenz.

    sie wollen nicht wie moslems werden, die moslems wollen nicht wie sie werden, so what? es gibt in einer gesellchaft immer gemeinsame und partikulare interessen - eine starke souveraene demokratie kommt normaler weise mit vielen diversen minderheiten gut klar bzw definiert sich sogar aus dem zusammen viele minderheiten. alles andere waere ja faschismus.

  2. Die Thesen von gewissen "Frauenrechtlerinnen" und Moslems haben eine Schnittmenge: Frauen, die frei mit ihrer Sexualität umgehen (insbesondere Prostituierte) sind erlösungsbedürftig.

    Ich vermute, aus diesem Grunde ist eine praktizierende Sexistin wie Alice Schwarzer bei denselben Kreisen so beliebt, die auch über den Islam nichts böses sagen wollen: Menschen, die ihre stockkonservativen Anschauungen und ihre Prüderie hinter positiv besetzten Werten wie "Emanzipation" und "multikulturelle Toleranz" (und "Jugendschutz") verstecken.

    Der Roll-Back gegen die Errungenschaften der "sexuellen Revolution" hat bereits begonnen.

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    Im Islam ist die Erlösung der Frau nicht vorgesehen, da sie der irdische Diener ("zu bearbeitende Acker") des Mannes ist.
    Es gibt jedoch eine Sonderregelung - Wünscht sich der Herr seine Dienerin auch nach dem Tode, kann sie in sein Paradis kommen. Dort steht sie aber in "Konkurrenz" zu den Huri's, "himmlische", erotische Geschöpfe, welche die "Herren" sexuell bedienen. Interessanterweise gibt es das Pendant zur Huri für die Frau nicht...

    Somit ihr Kommentar zu Erlösung der Frau - Schwachsinn.

    Sprich: Unverheiratete Muslima, welche sterben, können NIE in den Himmel kommen. Was genau passiert, wenn die Ehefrau vor dem Gatten stirbt, weiss ich nicht...

    So oder so: Die Diskussion über die Erlösung der Frau im Islam ist der Kern meiner Ablehnung dieser Ideologie - es ist der gleiche ***, wie das Konzept der Vorhölle für ungetaufte Kinder in der Katholischen Kirche.

    Im Islam ist die Erlösung der Frau nicht vorgesehen, da sie der irdische Diener ("zu bearbeitende Acker") des Mannes ist.
    Es gibt jedoch eine Sonderregelung - Wünscht sich der Herr seine Dienerin auch nach dem Tode, kann sie in sein Paradis kommen. Dort steht sie aber in "Konkurrenz" zu den Huri's, "himmlische", erotische Geschöpfe, welche die "Herren" sexuell bedienen. Interessanterweise gibt es das Pendant zur Huri für die Frau nicht...

    Somit ihr Kommentar zu Erlösung der Frau - Schwachsinn.

    Sprich: Unverheiratete Muslima, welche sterben, können NIE in den Himmel kommen. Was genau passiert, wenn die Ehefrau vor dem Gatten stirbt, weiss ich nicht...

    So oder so: Die Diskussion über die Erlösung der Frau im Islam ist der Kern meiner Ablehnung dieser Ideologie - es ist der gleiche ***, wie das Konzept der Vorhölle für ungetaufte Kinder in der Katholischen Kirche.

  3. Im Islam ist die Erlösung der Frau nicht vorgesehen, da sie der irdische Diener ("zu bearbeitende Acker") des Mannes ist.
    Es gibt jedoch eine Sonderregelung - Wünscht sich der Herr seine Dienerin auch nach dem Tode, kann sie in sein Paradis kommen. Dort steht sie aber in "Konkurrenz" zu den Huri's, "himmlische", erotische Geschöpfe, welche die "Herren" sexuell bedienen. Interessanterweise gibt es das Pendant zur Huri für die Frau nicht...

    Somit ihr Kommentar zu Erlösung der Frau - Schwachsinn.

    Sprich: Unverheiratete Muslima, welche sterben, können NIE in den Himmel kommen. Was genau passiert, wenn die Ehefrau vor dem Gatten stirbt, weiss ich nicht...

    So oder so: Die Diskussion über die Erlösung der Frau im Islam ist der Kern meiner Ablehnung dieser Ideologie - es ist der gleiche ***, wie das Konzept der Vorhölle für ungetaufte Kinder in der Katholischen Kirche.

    Antwort auf "Heilige Allianz"
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    • iDog
    • 17.12.2008 um 0:30 Uhr

    sollten wir nicht erst mal vor der eigen tuere kehren ? wie siehts denn mit ihrer frau aus? kommt die auch in den himmel , oder muss die noch ueber ihren tod hinaus abwaschen?

    • iDog
    • 17.12.2008 um 0:30 Uhr

    sollten wir nicht erst mal vor der eigen tuere kehren ? wie siehts denn mit ihrer frau aus? kommt die auch in den himmel , oder muss die noch ueber ihren tod hinaus abwaschen?

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