Kindergelderhöhung Armutszeugnis
Ausgerechnet die Hartz-IV-Familien gehen leer aus bei der geplanten Kindergelderhöhung
Ein Paket macht nicht immer Freude. Der Inhalt kann unnütz sein – oder sogar empörend. Und manchmal hat der Absender nicht einmal gemerkt, wie abwegig sein Geschenk ist: so geschehen mit dem sogenannten Familienpaket, mit dem die Regierung die Eltern im Land beglücken wollte. Vor allem Hartz-IV-Familien sehen sich und ihre Bemühungen um die Bildung ihrer Kinder missachtet. Zwar stoppte der Bundesrat die Auslieferung des Pakets, das der Bundestag bereits auf den Weg geschickt hatte. Am heutigen Mittwoch tagt deshalb der Vermittlungsausschuss. Doch bei ihrem Veto ging es den Bundesländern nicht um den Inhalt, sondern lediglich ums Geld: Sie wollen, dass der Bund einen höheren Anteil an den Kosten für die Erhöhung des Kindergelds trägt.
Pakete muss man auspacken, um ihren Wert beurteilen zu können. Das war den Berliner Parlamentariern offenbar zu mühsam: Sie winkten das Familienpaket durch und merkten nicht, dass es neben dem höheren Kindergeld eine höchst absurde Beigabe enthielt – die man auch zynisch nennen könnte. Sie haben beschlossen, dass es für Schüler aus Hartz-IV-Familien einmal pro Jahr 100 Euro extra für den Schulbedarf geben soll. Das allerdings nur bis zur 10. Klasse. Wer danach noch weiter zur Schule gehen will, obwohl er aus einer armen Familie stammt, hat Pech gehabt.
Vielleicht sind unsere Bundestagsabgeordneten einfach nur weltfremd. Sie glauben womöglich, dass für Gymnasiasten von der 11. Klasse an keinerlei Kosten mehr rund um die Schule anfallen – kein Geld mehr für Bücher und Hefte, für Sportschuhe, Ausflüge und den Theaterbesuch im Rahmen des Deutschunterrichts. Oder sind sie im Gegenteil Realisten? Sie wissen, dass Kinder aus armen Familien in Deutschland ohnehin kaum eine Chance haben, das Abitur zu machen. Und haben daraus ganz pragmatisch gefolgert, dass man den Schulbesuch armer Kinder nur zehn Jahre lang fördern muss.
Vergangene Woche machte eine Unicef-Studie erneut klar, was wir aus zahlreichen anderen Untersuchungen wissen: Die Kinderarmut in Deutschland ist viel zu hoch; Kinder aus armen Familien haben hier viel geringere Aussichten auf eine gute Bildung als in anderen Ländern. Das zu ändern müsste höchste Priorität haben für die Politik, auch wegen der demografischen Entwicklung. Mit der Beschränkung ihrer 100-Euro-Zahlung auf zehn Schuljahre tut die Koalition das Gegenteil. Sie gibt den Hartz-IV-Eltern zu verstehen, dass für ihre Kinder ein Haupt- oder Realschulabschluss reicht – dass das Abitur für sie ganz offiziell nicht vorgesehen ist.
Die zynische Begrenzung der Schulstarter-Zahlung ist den Abgeordneten vermutlich gar nicht aufgefallen. Denn das Extrageld für Hartz-IV-Familien zum Schuljahresbeginn kostet vergleichsweise wenig. Letztlich sind das Peanuts. So waren beim Familienpaket, das beides zusammenschnürt, alle Blicke auf die Erhöhung des Kindergelds gerichtet. Das beträgt für die ersten beiden Kinder seit 2002 unverändert 154 Euro, obwohl die Lebenshaltungskosten seither kräftig gestiegen sind. Jetzt will die Regierung zehn Euro drauflegen; vom dritten Kind an gibt es 16 Euro mehr. Und weil dieses Geld per Gießkanne über (fast) alle Familien ausgeschüttet wird, unabhängig von deren finanzieller Situation, kostet die Erhöhung weit mehr als zwei Milliarden Euro pro Jahr. Grund genug für die Länder, über die Verteilung der Kosten zu streiten.
Allerdings: Die deutsche Durchschnittsfamilie kann die Erhöhung bestenfalls als Symbol der Anerkennung begreifen. Die zehn oder zwanzig Euro mehr für ihre ein bis zwei Kinder wird sie im Alltag kaum spüren. Diejenigen aber, die das Geld besonders dringend nötig hätten, gehen leer aus. Hartz-IV-Eltern wird das höhere Kindergeld prompt von der Unterstützung abgezogen – unterm Strich haben sie also, anders als Mittelstandsfamilien, auch künftig nicht einen Cent mehr für ihr Kind. Dabei hätten sie erst recht Nachholbedarf gehabt. Als das Arbeitslosengeld II vor vier Jahren die frühere Sozialhilfe ersetzte, wurde der Regelsatz für Kinder kurzerhand um bis zu 20 Prozent gekürzt.
Normalverdiener sollen also von Januar an 164 Euro vom Staat für ihren Nachwuchs erhalten, Hartz-IV-Familien bekommen weiterhin nur 211 Euro für Kinder bis zu 14 Jahren. Abgesehen von der Miete also nur 47 Euro mehr als alle anderen Eltern, obwohl sie davon sämtliche Ausgaben für das Kind bestreiten müssen und nicht noch auf eigenes Einkommen zurückgreifen können.
Als das Familienpaket vom Bundesrat ausgebremst wurde, während für die Banken und die Industrie reichlich Steuergeld zur Verfügung stand, empörte das viele Bürger. Zwar sind kurzfristige Hilfen in Krisenzeiten, die die gesamte Wirtschaft bedrohen, nicht zu vergleichen mit einer anhaltenden Ausweitung des Sozialstaats. Dennoch sind sich die Parteien im Klaren über den Symbolwert der Situation, schon angesichts der Wahlen im kommenden Jahr. Das Kindergeld werde auf jeden Fall erhöht, egal, wie die Verhandlungen im Vermittlungsausschuss ausgehen, heißt es deshalb in Berlin.
Die kleinen Sozialgeldempfänger hingegen müssen sich wieder mal gedulden, die finanzielle Kluft zu ihren wohlhabenderen Mitschülern wird noch einmal wachsen. Für Hartz-IV-Kinder stünde eine Erhöhung frühestens 2010 an, erklärte der Staatssekretär im Arbeitsministerium, Franz Thönnes, noch Anfang Dezember auf dem deutschen Sozialgerichtstag. Dabei hat die Koalition nun die Chance, die Zwangspause in der Abwicklung des Familienpakets zu nutzen und die Fehler zu korrigieren. Sie muss jetzt den armen Kindern mehr Geld zugestehen und darüber hinaus die Schüler unter ihnen bis zum Abitur zusätzlich unterstützen. Das Geld würde sicher schnell ausgegeben für den täglichen Bedarf. So entstünde, neben einem allerersten Schritt in Richtung Chancengleichheit, ganz nebenbei auch noch ein kleines Konjunkturprogramm.
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- Datum 23.12.2008 - 08:24 Uhr
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- Quelle DIE ZEIT, 17.12.2008 Nr. 52
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Erinnert irgenwie an die Zeiten des Absolutismus. Die armen Bauer, die keine Rechte aber dafür um so mehr Pflichten haben und der reiche Adel der sich auf den Streuergeldern der Bauern ausruht. Allerdings gibt es einen Unterschied. Damals war es die Pflicht des Adels ihre Bauern und Leibeigenen zu beschützen. Heute hat der "Adel" keine Pflichten mehr.
Wie in #5 gezeigt wurde, haben wir mehr als einen Gesellschaftsstand. Wir haben mehr eine Stände- als eine Klassengesellschaft (in Wahrheit eher eine Mischform).
Bevor ich weiter theoretisiere: Die Mittelschicht ist immens wichtig für die Oberschicht. Ein reines Zweiklassenmodell wäre schon in eine Revolution eingemündet. Die Mittelschicht ist der Transmissionsriemen der Herrschaft. Man hat etwas zu verlieren, man hängt der Illusion des sozialen Aufstiegs an, man hat Angst, man konkurriert - und läßt sich ausspielen. Nur so lassen sich viele, eigentlich widersinnige emotionalen Entgleisungen verstehen.
Teilweise gibt es Oberschichtler, kritischer als die Mittelschichtler. Warum? Sie sind oben und sicher, und können sich den Luxus einer Almosengerechtigkeit leisten (J. Fischer hat z. B. den soz. Aufstieg geschafft). Aber die Mittelschicht: Hauen und stechen, übertrieben formuliert. Also: Sozialrassismus, das heißt "Rad fahren"; nach oben buckeln, nach unten treten....
Das ist oft das Gefälle bei Argen: Mittelschichtler, die durch ihre Tätigkeit in so einer GmbH schon ein Stück weit abgestiegen sind, hacken i. d. R. auf Unterschichtler als deren Kunden ein.
Gruß
Bernhard
Wie in #5 gezeigt wurde, haben wir mehr als einen Gesellschaftsstand. Wir haben mehr eine Stände- als eine Klassengesellschaft (in Wahrheit eher eine Mischform).
Bevor ich weiter theoretisiere: Die Mittelschicht ist immens wichtig für die Oberschicht. Ein reines Zweiklassenmodell wäre schon in eine Revolution eingemündet. Die Mittelschicht ist der Transmissionsriemen der Herrschaft. Man hat etwas zu verlieren, man hängt der Illusion des sozialen Aufstiegs an, man hat Angst, man konkurriert - und läßt sich ausspielen. Nur so lassen sich viele, eigentlich widersinnige emotionalen Entgleisungen verstehen.
Teilweise gibt es Oberschichtler, kritischer als die Mittelschichtler. Warum? Sie sind oben und sicher, und können sich den Luxus einer Almosengerechtigkeit leisten (J. Fischer hat z. B. den soz. Aufstieg geschafft). Aber die Mittelschicht: Hauen und stechen, übertrieben formuliert. Also: Sozialrassismus, das heißt "Rad fahren"; nach oben buckeln, nach unten treten....
Das ist oft das Gefälle bei Argen: Mittelschichtler, die durch ihre Tätigkeit in so einer GmbH schon ein Stück weit abgestiegen sind, hacken i. d. R. auf Unterschichtler als deren Kunden ein.
Gruß
Bernhard
Das Bürgertum regiert. Und wie es für sich regiert. Auch dieser Beschiss gehört zur Absicherung ihres Bildungsmonopols damit der Herrschaft.
Das Volk hat nichts zu verlieren als seine Fesseln.
... eigentlich die Gesetze?! Und das Beste ist eigentlich, dass diese Stümperei auch noch unnötiges Geld kostet. Kein Wunder, dass es ständig Streit zwischen dem Bund und den Ländern gibt. Die Diskrepanz zwischen Theorie und Praxis scheint unsagbar groß zu sein, eine andere Erklärung habe ich für solch eine Gesetzgebung nicht, zumal die Qualität der Gesetze in jüngster Vergangenheit sehr stark zu wünschen übrig lässt.
Unglaublich!
Unsere Technokraten führen derart aberwitzige Regelungen herbei, dass einem die Argumente schier im Halse stecken bleiben. Die soziale Frage in unserem Land wird immer prekärer, die Umverteilung von unten nach oben immer deutlicher. Aber dass jetzt auch noch "Familienpakete" geschnürt werden, die allen, nur nicht den wirklich Bedürftigen zugute kommen, das ist kaum noch zu überbieten.
Sehr geehrte Frau Meyer-Time,
wissen Sie eigentlich was eine Mittelstandsfamilie ist? Entweder kennen Sie den Unterschied zwischen Mittelschicht und Mittelstand nicht, oder Sie schreiben das hier extra. Eine Mittelstandsfamilie gehört definitiv der Oberschicht an, nicht der Mittelschicht. Für diese Familien gelten kein Kindergeld oder ähnliche Wohltaten des Staates, sondern der Kinderfreibetrag auf die von ihnen zu zahlenden Steuern, es ist also ihr Geld und keine Umverteilungsgüte der Solidargemeinschaft. Das sollten Sie dann auch richtig schreiben.
Sie muss jetzt den armen Kindern mehr Geld zugestehen und darüber hinaus die Schüler unter ihnen bis zum Abitur zusätzlich unterstützen. Das Geld würde sicher schnell ausgegeben für den täglichen Bedarf. So entstünde, neben einem allerersten Schritt in Richtung Chancengleichheit, ganz nebenbei auch noch ein kleines Konjunkturprogramm.
Es ist doch nicht so, dass jeder Cent in Form eines perpetuum mobile wieder als Steuer an den Staat zurückfließt. Nur ein Bruchteil des Umsatzes von dem höheren Sozialgeld belebt die deutsche Wirtschaft, denn oft werden ja auch ausländische Produkte gekauft (insbesondere von Menschen, die nicht auf Qualität achten). So fördern man noch den Abbau deutscher Arbeitsplätze! Die Weiterleitung an die Zahlungsempfänger kostet schließlich auch noch Geld.
Dieser Sozialstaat ächtzt, aber er soll immer weiter ausgebaut werden. Anspruch und Wirklichkeit liegen meilenweit auseinander. Dann fehlt das Geld eben wieder bei wichtigen Investitionen. Man kann nicht beides machen, eine Investition für die Zukunft ist sicherlich besser, als die Protégierung von HartzIV-Empfängern.
Außerdem sollten die Anreize möglichst tief sein, um eine HartzIV-Karriere zu starten. Es gibt schließlich genügend Familien, die es sich im Sozialstaat gemütlich gemacht haben. Auch viele Jugendliche wollen "HartzIV werden". Dem sollte man nicht Vorschub leisten.
--
"that book is dead sexy" -- Xach on #lisp about "Practical Common Lisp"
ich glaub nicht was man da lesen darf.
Ich denke nur sehr wenige ALG II Empfänger haben diesen Status freiwillig gewählt.
Ich kenne keinen.
Viele würden ihnen die Füße küssen, wenn sie sich ihren Lebensunterhalt selbst erarbeiten dürften.
...und jedem, der behauptet das Hartz-IV Empfänger es sich im Sozialstaat gemütlich gemacht haben, dem empfehle ich es Ihnen gleich zu tun.
Lebt gemütlich von diesem Geld, macht Ferien, schickt die Kinder zum Reiten,
kauft alle 6 Jahre ein neues Auto. ;-) Besucht regelmäßig Kino, Theater oder Museen.
Lebt drei Jahre auf Hartz-IV Niveau, und dann reden wir noch mal darüber.
PS. Ich hab es getan, sogar 4,5 Jahre, aber auch nicht ganz freiwillig.
Trotz Voll- Zeit- Arbeit, - Unterhalt für 3 Kinder, und die Raten für die Hypothek eines Hauses in dem ich nicht mehr leben durfte,
da bleibt nur der Selbstbehalt, und der liegt nicht weit über Hartz-IV.
Spaß hat das nicht gemacht - auf so eine "Karriere" leg ich keinen Wert.
ich glaub nicht was man da lesen darf.
Ich denke nur sehr wenige ALG II Empfänger haben diesen Status freiwillig gewählt.
Ich kenne keinen.
Viele würden ihnen die Füße küssen, wenn sie sich ihren Lebensunterhalt selbst erarbeiten dürften.
...und jedem, der behauptet das Hartz-IV Empfänger es sich im Sozialstaat gemütlich gemacht haben, dem empfehle ich es Ihnen gleich zu tun.
Lebt gemütlich von diesem Geld, macht Ferien, schickt die Kinder zum Reiten,
kauft alle 6 Jahre ein neues Auto. ;-) Besucht regelmäßig Kino, Theater oder Museen.
Lebt drei Jahre auf Hartz-IV Niveau, und dann reden wir noch mal darüber.
PS. Ich hab es getan, sogar 4,5 Jahre, aber auch nicht ganz freiwillig.
Trotz Voll- Zeit- Arbeit, - Unterhalt für 3 Kinder, und die Raten für die Hypothek eines Hauses in dem ich nicht mehr leben durfte,
da bleibt nur der Selbstbehalt, und der liegt nicht weit über Hartz-IV.
Spaß hat das nicht gemacht - auf so eine "Karriere" leg ich keinen Wert.
Wie in #5 gezeigt wurde, haben wir mehr als einen Gesellschaftsstand. Wir haben mehr eine Stände- als eine Klassengesellschaft (in Wahrheit eher eine Mischform).
Bevor ich weiter theoretisiere: Die Mittelschicht ist immens wichtig für die Oberschicht. Ein reines Zweiklassenmodell wäre schon in eine Revolution eingemündet. Die Mittelschicht ist der Transmissionsriemen der Herrschaft. Man hat etwas zu verlieren, man hängt der Illusion des sozialen Aufstiegs an, man hat Angst, man konkurriert - und läßt sich ausspielen. Nur so lassen sich viele, eigentlich widersinnige emotionalen Entgleisungen verstehen.
Teilweise gibt es Oberschichtler, kritischer als die Mittelschichtler. Warum? Sie sind oben und sicher, und können sich den Luxus einer Almosengerechtigkeit leisten (J. Fischer hat z. B. den soz. Aufstieg geschafft). Aber die Mittelschicht: Hauen und stechen, übertrieben formuliert. Also: Sozialrassismus, das heißt "Rad fahren"; nach oben buckeln, nach unten treten....
Das ist oft das Gefälle bei Argen: Mittelschichtler, die durch ihre Tätigkeit in so einer GmbH schon ein Stück weit abgestiegen sind, hacken i. d. R. auf Unterschichtler als deren Kunden ein.
Gruß
Bernhard
Sie haben scheinbar einen anderen Blick auf den Sozialstaat, was ja auch in Ordnung ist, nur gibt es dann auch ganz andere Ausgangslagen, wenn man so verfährt.
Deutschland leidet ja nicht daran, dass nicht genug ins Soziale gepumpt wird. Es sind mehr als 700 Mrd. € jedes Jahr. Diesen Wert muss man sich mal vor Augen führen. Nur für das Soziale, da ist keine Autobahn gebaut, keine Strasse repariert, kein Kraftwerk gebaut, kein Kindergarten, keine Kinderkrippe, keine Schule, etc. Wir geben jedes Jahr diese Summe aus, damit die vielen Unproduktiven in unserer Gesellschaft ruhig gestellt sind, anstatt zu investieren, damit sie sich selber, aus eigener Kraft, ernähren können. Weil die Abhängigkeit bei dieser Droge von Jahr zu Jahr größer wird und immer geringere Wirkungen zu erzielen sind, muss die Dosis jedes Jahr erhöht werden.
Unter gewissen Bedingungen kann der Äquivalenzbruttostundenlohn bei HartzIV 10,20€ betragen! Das muss erst einmal verdient werden, immerhin ca. 20 DM! Ich sehe es nicht als Hauen und Stechen an, so wie Sie es beschrieben haben. Ich betrachte nüchtern was uns der hiesige Sozialstaat jedes Jahr einbrockt, denn er löst kein Problem, sondern macht Menschen abhängig und schafft sich damit Probleme! Denn das Geld welches ins Soziale fließt, fehlt dort wo es für die Zukunft gebraucht wird: bei den Schulen, den Hochschulen, in Forschungseinrichtungen, bei der Infrastruktur, etc. Was meinen Sie wohl woher all die kaputten Schulen kommen, die gar nicht mehr repariert werden, sondern gleich geschlossen?
Als emotionale Entgleisungen würde ich es nicht ansehen, wenn man nüchtern ein Fazit unter die bisherige Sozialpolitik zieht. Wenig hat sich mit Agenda 2010 und HartzIV geändert. Gerade im letzten Jahr hat man ja wieder massig Wohltaten verteilt. Und der Ruf nach immer neuen Wohltaten wie Kitas umsonst will ja nicht verebben. 80% des Steueraufkommens wird von 20% der Bevölkerung bezahlt. Die unteren 50% bezahlen gerade einmal 6%. In den nächsten Jahren, auch ohne Finanzkrise, werden weitere Jobs wegbrechen, bei Niedriglöhnern. McKinsey rechnet mit weiteren 2 Mio. Arbeitsplätzen im verarbeitenden Gewerbe. 3 Mio. sind bereits seit 1992 weggebrochen. Eigentlich 6 Mio., aber 3 Mio. Arbeitsplätze wurden in dieser Zeit in der Dinestleistung geschaffen, freilich meist schlechter bezahlt. Es bedarf Anreize auf Eigeninitiative. Wir sind gerade am Anfang der Reformen, viele sind falsch gemacht, aber man hat wenigstens angefangen. Es bringt nicht viel die zaghaften Versuche wieder rückgängig zu machen wie es z.B. bei der Verlängerung des ALG1 geschehen ist.
--
"that book is dead sexy" -- Xach on #lisp about "Practical Common Lisp"
Ich weiss ja nicht in welcher Staatsform sie meinen zu leben. Diese ich rede mir schlechte Argumente schoen laesst mich erfrieren. Wenn Gesetze gemacht werden dann fuer jeden Gleich tut es nicht. Nicht nur an diesem Thema hier bewiesen. Solange sich Reiche aus klammern und dadurch auch nach unten eine schicht gebildet wird, denn ausklammern darf dann jeder aendert sich nicht. Was der Reiche eigentlich ist das obere drittel der nur vorhandenen Mittelschicht. Das laesst das bewusstsein steigen, nicht nur in Form von wir sind alle mit jedem verbunden. Zum Beispiel kann Ihnen meine Laune zu verhaengnis werden. Wo kommt meine Laune her. Von einem anderen Menschen und der hat sie wiederum aus einem anderen grund an mich weitergegeben wie er es persoenlich erhalten hat. Also werden Sie nicht direkt sondern indirekt geschaedigt. Ich bin nur mitschuldig. Und dafuer hat kaum einer ein bewusstsein.
Maximus Successus
Sie haben scheinbar einen anderen Blick auf den Sozialstaat, was ja auch in Ordnung ist, nur gibt es dann auch ganz andere Ausgangslagen, wenn man so verfährt.
Deutschland leidet ja nicht daran, dass nicht genug ins Soziale gepumpt wird. Es sind mehr als 700 Mrd. € jedes Jahr. Diesen Wert muss man sich mal vor Augen führen. Nur für das Soziale, da ist keine Autobahn gebaut, keine Strasse repariert, kein Kraftwerk gebaut, kein Kindergarten, keine Kinderkrippe, keine Schule, etc. Wir geben jedes Jahr diese Summe aus, damit die vielen Unproduktiven in unserer Gesellschaft ruhig gestellt sind, anstatt zu investieren, damit sie sich selber, aus eigener Kraft, ernähren können. Weil die Abhängigkeit bei dieser Droge von Jahr zu Jahr größer wird und immer geringere Wirkungen zu erzielen sind, muss die Dosis jedes Jahr erhöht werden.
Unter gewissen Bedingungen kann der Äquivalenzbruttostundenlohn bei HartzIV 10,20€ betragen! Das muss erst einmal verdient werden, immerhin ca. 20 DM! Ich sehe es nicht als Hauen und Stechen an, so wie Sie es beschrieben haben. Ich betrachte nüchtern was uns der hiesige Sozialstaat jedes Jahr einbrockt, denn er löst kein Problem, sondern macht Menschen abhängig und schafft sich damit Probleme! Denn das Geld welches ins Soziale fließt, fehlt dort wo es für die Zukunft gebraucht wird: bei den Schulen, den Hochschulen, in Forschungseinrichtungen, bei der Infrastruktur, etc. Was meinen Sie wohl woher all die kaputten Schulen kommen, die gar nicht mehr repariert werden, sondern gleich geschlossen?
Als emotionale Entgleisungen würde ich es nicht ansehen, wenn man nüchtern ein Fazit unter die bisherige Sozialpolitik zieht. Wenig hat sich mit Agenda 2010 und HartzIV geändert. Gerade im letzten Jahr hat man ja wieder massig Wohltaten verteilt. Und der Ruf nach immer neuen Wohltaten wie Kitas umsonst will ja nicht verebben. 80% des Steueraufkommens wird von 20% der Bevölkerung bezahlt. Die unteren 50% bezahlen gerade einmal 6%. In den nächsten Jahren, auch ohne Finanzkrise, werden weitere Jobs wegbrechen, bei Niedriglöhnern. McKinsey rechnet mit weiteren 2 Mio. Arbeitsplätzen im verarbeitenden Gewerbe. 3 Mio. sind bereits seit 1992 weggebrochen. Eigentlich 6 Mio., aber 3 Mio. Arbeitsplätze wurden in dieser Zeit in der Dinestleistung geschaffen, freilich meist schlechter bezahlt. Es bedarf Anreize auf Eigeninitiative. Wir sind gerade am Anfang der Reformen, viele sind falsch gemacht, aber man hat wenigstens angefangen. Es bringt nicht viel die zaghaften Versuche wieder rückgängig zu machen wie es z.B. bei der Verlängerung des ALG1 geschehen ist.
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"that book is dead sexy" -- Xach on #lisp about "Practical Common Lisp"
Ich weiss ja nicht in welcher Staatsform sie meinen zu leben. Diese ich rede mir schlechte Argumente schoen laesst mich erfrieren. Wenn Gesetze gemacht werden dann fuer jeden Gleich tut es nicht. Nicht nur an diesem Thema hier bewiesen. Solange sich Reiche aus klammern und dadurch auch nach unten eine schicht gebildet wird, denn ausklammern darf dann jeder aendert sich nicht. Was der Reiche eigentlich ist das obere drittel der nur vorhandenen Mittelschicht. Das laesst das bewusstsein steigen, nicht nur in Form von wir sind alle mit jedem verbunden. Zum Beispiel kann Ihnen meine Laune zu verhaengnis werden. Wo kommt meine Laune her. Von einem anderen Menschen und der hat sie wiederum aus einem anderen grund an mich weitergegeben wie er es persoenlich erhalten hat. Also werden Sie nicht direkt sondern indirekt geschaedigt. Ich bin nur mitschuldig. Und dafuer hat kaum einer ein bewusstsein.
Maximus Successus
Kindergeld als Geburtsprämie für mehr Deutsche.
Das ist krank.
Ende dieses Jahres werden 6,8 Milliarden Menschen auf der Erde gezählt werden.
Glaubt jemand dass sich der Zuzug von Menschen nach Europa verhindern ließe?
Und es werden nicht nur 1 Million sein, die nach Europa wollen, sondern mehrere 100 Millionen.
Übrigens es sind deutsche Fischfangflotten und es sind deutsche Agrarsubventitionen und es sind deutsche Exportsubventitionen und es sind deutsche Umweltzerstörungen, die die Lebensgrundlagen der Menschen dort zerstören.
Also kommen Sie zu uns.
Sie haben scheinbar einen anderen Blick auf den Sozialstaat, was ja auch in Ordnung ist, nur gibt es dann auch ganz andere Ausgangslagen, wenn man so verfährt.
Deutschland leidet ja nicht daran, dass nicht genug ins Soziale gepumpt wird. Es sind mehr als 700 Mrd. € jedes Jahr. Diesen Wert muss man sich mal vor Augen führen. Nur für das Soziale, da ist keine Autobahn gebaut, keine Strasse repariert, kein Kraftwerk gebaut, kein Kindergarten, keine Kinderkrippe, keine Schule, etc. Wir geben jedes Jahr diese Summe aus, damit die vielen Unproduktiven in unserer Gesellschaft ruhig gestellt sind, anstatt zu investieren, damit sie sich selber, aus eigener Kraft, ernähren können. Weil die Abhängigkeit bei dieser Droge von Jahr zu Jahr größer wird und immer geringere Wirkungen zu erzielen sind, muss die Dosis jedes Jahr erhöht werden.
Unter gewissen Bedingungen kann der Äquivalenzbruttostundenlohn bei HartzIV 10,20€ betragen! Das muss erst einmal verdient werden, immerhin ca. 20 DM! Ich sehe es nicht als Hauen und Stechen an, so wie Sie es beschrieben haben. Ich betrachte nüchtern was uns der hiesige Sozialstaat jedes Jahr einbrockt, denn er löst kein Problem, sondern macht Menschen abhängig und schafft sich damit Probleme! Denn das Geld welches ins Soziale fließt, fehlt dort wo es für die Zukunft gebraucht wird: bei den Schulen, den Hochschulen, in Forschungseinrichtungen, bei der Infrastruktur, etc. Was meinen Sie wohl woher all die kaputten Schulen kommen, die gar nicht mehr repariert werden, sondern gleich geschlossen?
Als emotionale Entgleisungen würde ich es nicht ansehen, wenn man nüchtern ein Fazit unter die bisherige Sozialpolitik zieht. Wenig hat sich mit Agenda 2010 und HartzIV geändert. Gerade im letzten Jahr hat man ja wieder massig Wohltaten verteilt. Und der Ruf nach immer neuen Wohltaten wie Kitas umsonst will ja nicht verebben. 80% des Steueraufkommens wird von 20% der Bevölkerung bezahlt. Die unteren 50% bezahlen gerade einmal 6%. In den nächsten Jahren, auch ohne Finanzkrise, werden weitere Jobs wegbrechen, bei Niedriglöhnern. McKinsey rechnet mit weiteren 2 Mio. Arbeitsplätzen im verarbeitenden Gewerbe. 3 Mio. sind bereits seit 1992 weggebrochen. Eigentlich 6 Mio., aber 3 Mio. Arbeitsplätze wurden in dieser Zeit in der Dinestleistung geschaffen, freilich meist schlechter bezahlt. Es bedarf Anreize auf Eigeninitiative. Wir sind gerade am Anfang der Reformen, viele sind falsch gemacht, aber man hat wenigstens angefangen. Es bringt nicht viel die zaghaften Versuche wieder rückgängig zu machen wie es z.B. bei der Verlängerung des ALG1 geschehen ist.
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"that book is dead sexy" -- Xach on #lisp about "Practical Common Lisp"
Diesen Wert muss man sich mal vor Augen führen.
Ich führe.
Das ist ja eine ganz erstaunliche Zahl. Woher haben Sie die denn?
Ich meine, wo doch das ganze Bestreben auf "Tarnen Täuschen Tricksen" angelegt ist? Auf Verschleierung einer jeder Zahl? Da haben Sie als Einziger als 700 Millarden herausgefunden. RespektRespekt. (Oder hat Ihnen das Professor Sinn geflüstert? Da müssen Sie aufpassen: Der verwechselt schon mal Import und Export.)
Wie dem auch sei:
Interessieren würde mich, ob denn von dem Geld wenigstens die 100'000 Beschäftigten der Bundesargentur bezahlt sind? Die ABM-Stellen, die Lohnzuschüsse? Sicher ja doch wohl HartzI bis HartzIII?
Ich frage nur deshalb:
Wir geben jedes Jahr diese Summe aus, damit die vielen Unproduktiven in unserer Gesellschaft ruhig gestellt sind,
Wenn Sie unter den vielen Unproduktiven die sich in diesen Bereichen Tummelnden verstehen, könnte ich mich ja fast Ihrem Urteil anschliessen!
Fast, wie gesagt. Denn mir es liegt es fern, auf Menschen herumzutrampeln, die eh' schon am Boden liegen. Seine Kinderstube kann man eben nicht verleugnen.
Diesen Wert muss man sich mal vor Augen führen.
Ich führe.
Das ist ja eine ganz erstaunliche Zahl. Woher haben Sie die denn?
Ich meine, wo doch das ganze Bestreben auf "Tarnen Täuschen Tricksen" angelegt ist? Auf Verschleierung einer jeder Zahl? Da haben Sie als Einziger als 700 Millarden herausgefunden. RespektRespekt. (Oder hat Ihnen das Professor Sinn geflüstert? Da müssen Sie aufpassen: Der verwechselt schon mal Import und Export.)
Wie dem auch sei:
Interessieren würde mich, ob denn von dem Geld wenigstens die 100'000 Beschäftigten der Bundesargentur bezahlt sind? Die ABM-Stellen, die Lohnzuschüsse? Sicher ja doch wohl HartzI bis HartzIII?
Ich frage nur deshalb:
Wir geben jedes Jahr diese Summe aus, damit die vielen Unproduktiven in unserer Gesellschaft ruhig gestellt sind,
Wenn Sie unter den vielen Unproduktiven die sich in diesen Bereichen Tummelnden verstehen, könnte ich mich ja fast Ihrem Urteil anschliessen!
Fast, wie gesagt. Denn mir es liegt es fern, auf Menschen herumzutrampeln, die eh' schon am Boden liegen. Seine Kinderstube kann man eben nicht verleugnen.
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