Medien "Fernsehen bildet"

Ein Abend vor der Glotze mit der RTL-Chefin Anke Schäferkordt

Weihnachtszeit, Fernsehzeit. Ein Abend mit der Chefin des derzeit erfolgreichsten Privatsenders RTL auf dem Sofa einer Hotelsuite. Die Glotze läuft, RTL natürlich – mit leichter Bildstörung.

Die ZEIT: Da ist die Fernbedienung. Die Macht gehört Ihnen.

Anke Schäferkordt: Die habe ich doch auch sonst, heute könnte ich mal verzichten. Im Zweifel kenn ich ja auch sehr viel von dem, was wir da sehen.

ZEIT: Das könnte vielleicht ein Vorteil sein.

RTL-Pressesprecher Christian Körner erklärt seiner Chefin, wie man auf der Fernbedienung im Hotel hoch- und runterschaltet.

Schäferkordt: Das ist doch eine Standardfernbedienung. Mit mir fernzusehen ist übrigens sehr anstrengend, ich muss dann immer gucken, was läuft gerade bei den Wettbewerbern, und überlege, was die Zuschauer wohl machen. Obwohl das ja eher männertypisch ist, bin ich ein Zapper.

ZEIT: Dann machen Sie doch mal.

Schäferkordt: Das ist natürlich schwer, das beste Programm läuft ja gerade. Die meisten Zuschauer schalten jetzt nicht weg bei unserer Soap Gute Zeiten, Schlechte Zeiten. Um die vier Millionen Zuschauer haben wir da. Wenn’s schlecht läuft, dreieinhalb.

ZEIT: Wir können ja in Ihrer Programmfamilie bleiben. Big Brother-Container auf RTL2. Könnte aber auch die Knastserie Hinter Gittern sein, so wie die jungen Frauen hier hinterm Zaun gezeigt werden.

Schäferkordt: Es gibt da ja immer einen luxuriösen und einen nichtluxuriösen Bereich, in dem sich die Bewohner aufhalten, je nachdem, ob sie bei einem Spiel gewonnen haben oder verloren. Das ist der nichtluxuriöse Bereich, denke ich.

ZEIT: Die Quote war ja gestern zum Einzug der Bewohner nicht so gut. Ist Big Brother endlich erledigt?

Schäferkordt: Es lief tatsächlich nicht so gut an. Um die sieben Prozent Marktanteil in der jüngeren Zielgruppe. Die Staffel muss sich wie alle anderen darüber beweisen, ob die Charaktere interessant sind.

ZEIT: Und die Menschen hinterm Zaun müssen deshalb alles tun, um aufzufallen, am besten Sex vor der Kamera haben.

Schäferkordt: Die Real-Life-Formate, die im Moment am erfolgreichsten sind, haben genau diesen Faktor nicht. Zum Beispiel Bauer sucht Frau ist doch harmlos.

ZEIT: Da wurde kürzlich erst Schafhirte Heinrich durch Ihre Vermarktungsmaschinerie gemangelt. Man hatte nicht den Eindruck, dass er mit der Öffentlichkeit umgehen konnte, die Sie ihm verschafft haben.

Schäferkordt: Ich halte ihn nicht für den größten Gesangsstar vor dem Herrn. Aber es ist doch erstaunlich, wie sehr sowohl während der Aufnahmen als auch danach sein Schäferlied von vielen goutiert wird. Ich habe mir den Klingelton davon zwar nicht aufs Handy geladen, aber ich finde auch nicht, dass der Mann vor sich selbst geschützt werden muss.

ZEIT: An den Einnahmen aus dem Klingelton sind Sie beteiligt.

Schäferkordt: Ich gehe davon aus, dass das von uns initiiert ist und dass wir auch entsprechend an den Einnahmen beteiligt sind. Alles andere würde mich erschrecken.

ZEIT: Gestern haben Sie den Ausflug des Hühnerhirten Hansi bei Bauer sucht Frau mit Musik des wunderbaren Weihnachtsklassikers Drei Haselnüsse für Aschenbrödel unterlegt. Ist Ihnen bei RTL gar nichts heilig?

Schäferkordt: Sie finden diesen Film toll und denken, so eine tolle Musik passt nicht zu unserem Format? Wir rücken die Häppchen mal ein Stück weg.

ZEIT: Vielleicht schalten wir einfach mal zur öffentlich-rechtlichen Konkurrenz.

Schäferkordt: Ah, der Bayerische Rundfunk, Münchner Runde.

Das Thema der Sendung: Wie sieht’s aus mit Weihnachten? Sparen Sie dieses Jahr beim Weihnachtseinkauf? Wenn Sie sparen, dann wählen Sie die…

Schäferkordt: Bis jetzt sparen die Konsumenten ja zum Glück nicht, ein gutes Zeichen für die Werbewirtschaft.

ZEIT: Die Agentur Zenith Optimedia meldet dieser Tage, dass sie für den deutschen Fernsehwerbemarkt einen Rückgang um 3,5 Prozent im nächsten Jahr erwartet.

Schäferkordt: Schwieriger wird das nächste Jahr wohl in jedem Fall. Viele Prognosen deuten darauf hin. Für uns ist es jedoch zu früh, das beurteilen zu können, weil wir gerade in Gesprächen mit den Mediaagenturen und Kunden fürs nächste Jahr sind. Es gibt Kunden, die sagen, wir buchen im selben Umfang wie im vergangenen Jahr, und andere, die wollen sogar mehr machen. Klar sind manche auch vorsichtiger. Wir müssen uns auf alles einstellen.

Frau Schäferkordt zappt weiter, es ertönt Karnevalsmusik. Jeder Jeck ist anders.

ZEIT: Wo sind wir denn jetzt gelandet?

Schäferkordt: Wir fahren auf dem Rhein. Kölsche Musik. Das ist center.tv, das können Sie in Hamburg gar nicht empfangen. Das ist Kölner Lokalfernsehen. Impressionen aus dem Kölner Leben. Auch eine Form von Real-Life-TV.

ZEIT: Bestimmt bei Ihnen abgeschaut.

Schäferkordt: Nur der dramaturgische Faden fehlt hier noch ein bisschen. Dafür haben wir Musik und Impressionen aus dem schönen Kölle. Da bleib ich jetzt mal hängen.

ZEIT: Interessantes Lieblingsprogramm.

Schäferkordt: Gerade als Zugezogene ist es wichtig, die Akklimatisierung weiter voranzutreiben. Jetzt läuft Werbung. Das interessiert mich natürlich schon. Welche Werbung läuft im Kölner Lokalfernsehen, welche Kunden buchen da? Wenn Sie sich mal einen Tag lang Zeit nehmen und durch alle Kanäle zappen, dann sehen Sie, dass die Werbekunden längst nicht mehr nur nach 14- bis 49-Jährigen buchen, sondern ihre ganz eigenen Zielgruppen haben.

Bei center.tv wird ein Star angekündigt: Howard Carpendale wird interviewt.

Schäferkordt: Es scheint kühl im Studio zu sein. Er zieht die Jacke nicht aus – ungewöhnlich, oder? Der Kamin im Hintergrund hat auch kein Feuer. Ich schalte mal weiter. Oh. ProSieben zeigt Galileo mit gewinnbringenden Geschäftsideen. Während die jungen Frauen noch bei uns sind und Gute Zeiten, Schlechte Zeiten gucken, sehen die jungen Männer das hier.

ZEIT: Was sagen Sie zu Thomas Ebeling, der bald die Geschäfte von ProSiebenSat.1 führen wird? Bei seinem alten Arbeitgeber Novartis hat er mal die Parole ausgegeben: »Töte, um zu gewinnen.«

Schäferkordt: Das ist martialisch, wir sind gewappnet. Aber im Ernst: Ich kenne ihn überhaupt nicht und kann daher nichts über ihn sagen.

ZEIT: Ihr Konkurrent ist mit einem neuen Modell für den Verkauf von Werbezeiten in diesem Jahr eingebrochen. Sorgen Sie sich schon um ihn?

Schäferkordt: ProSiebenSat.1 ist im Vergleich zu 2007 in den Zuschauermarktanteilen nicht wesentlich schlechter geworden, nur auf dem Werbemarkt hat es offenbar klar verloren. Ich mache mir eher Gedanken zum Bild des Privatfernsehens insgesamt. Die Diskussion ging ja damit los, dass vor rund anderthalb Jahren zum Beispiel das Mittagsmagazin bei Sat.1 abgesetzt wurde. Magazine, denen Kritiker auch vorher nicht besonders viel Aufmerksamkeit schenkten. Trotzdem hieß es dann, das sei der Untergang des Abendlandes. Und es ist seither nicht wirklich besser geworden durch all die finanziellen Themen, die diskutiert worden sind.

ZEIT: Sie meinen die hohe Verschuldung von ProSiebenSat.1 nach dem Kauf der europäischen Sendergruppe SBS…

Schäferkordt: Ich wünsche mir einen Wettbewerber, bei dem Ruhe einkehrt. Denn ich bin der festen Überzeugung, dass wir in Deutschland ein so starkes Privatfernsehen haben wie in kaum einem anderen Land.

Bei »Galileo« werden nun Drachenflieger getestet.

Schäferkordt: Das ist jetzt wirklich eher was für die Männer.

ZEIT: Worin liegt die Stärke des deutschen Fernsehens?

Schäferkordt: In der Qualität des Angebots, und das ist auch das Lieblingsthema der Feuilletons derzeit. Es gibt kaum einen Fernsehmarkt, der diese Qualität und diese Vielfalt des Angebots hat. Der so viele Vollprogramme hat, die Nachrichten anbieten, Sport, große Unterhaltung. Und das in einer Produktionsqualität, die nur ein großer Markt wie unserer bietet. Welcher andere Markt in Europa hat selbst in der analogen Verbreitung 30 bis 40 frei empfangbare Programme?

ZEIT: Was haben Sie gedacht, als Marcel Reich-Ranicki im ZDF seine Brandrede zur miesen Qualität des deutschen Fernsehens hielt?

Schäferkordt: Mein erster Gedanke war: Warum ist der noch mal hier bei der Gala zum Deutschen Fernsehpreis? Die Frage lautet doch erst einmal, was ist überhaupt Qualität?

ZEIT: Was heißt das denn im Privatfernsehen?

Das Fernsehprogramm wird kurzfristig sehr uninteressant, die Chipsschälchen sind eh schon leer. Die RTL-Chefin gerät ein wenig in Rage.

Schäferkordt: Allein die Frage aufs Privatfernsehen zu reduzieren finde ich per se falsch. Die Frage ist doch, was ist Qualität im Fernsehen? Da gibt es viele andere Kriterien neben dem bildungsautoritären Ansatz, der sagt, Fernsehen müsse vor allem Bildung bieten. Etwa die Frage, wie gut Fernsehen produziert ist. Nehmen wir zum Beispiel die Lichtsetzung, die Kamera, ob im Real-Life oder in der Fiction. Oder wie gut sind die zugrunde liegenden Drehbücher? Wie gut sind die Dramaturgie eines Formats, die Nachbearbeitung, der Schnitt?

ZEIT: Ihre Real-Life-Formate wie die RTL-Super Nanny werden aber nicht geguckt, weil sie handwerklich toll gemacht sind. Wenn Sie da vor laufender Kamera kleine Kinder erziehen, befriedigt das voyeuristische Bedürfnisse.

Schäferkordt: Natürlich ist das einer von mehreren, durchaus menschlichen Instinkten, hinzusehen. Ob das jetzt im Fernsehen ist oder im Straßencafé. Auf der einen Seite, sich zu vergleichen, auf der anderen Seite, zu versuchen, die Unterschiede zu sich selbst herauszuarbeiten. Es ist einer der Gründe, warum wir uns auseinandersetzen mit Medien, im Geschriebenen übrigens nicht anders als im Fernsehen. Und somit ist es für mich noch lange kein negativer Qualitätsstandard.

ZEIT: Bekommen Sie nicht Bauchschmerzen, wenn es um Kinder geht, die nach der Sendung gehänselt werden?

Schäferkordt: Sicher ist es manchmal ein schmaler Grat, und unsere Redaktionen überlegen sehr genau, was wir zeigen und was nicht. Immerhin packen wir kritische Themen an, beraten uns im Zweifel auch mit Fachleuten. Es müssen sicher Grenzen gezogen werden, aber es darf nicht nur geschmäcklerisch sein. Und obwohl ich Ihnen jetzt keinen konkreten Fall nennen kann, haben wir sicher auch schon Fehler gemacht.

ZEIT: Gucken wir doch mal, was das deutsche Qualitätsfernsehen gerade zeigt.

Im ZDF läuft eine »Frontal21«-Dokumentation über einen Pharmaskandal.

Schäferkordt: Allein würde ich die Dokumentation jetzt wohl länger verfolgen, aber gucken wir mal weiter. Arte. Kochen mit Sarah Wiener. Was sagt das Feuilleton? Es wird im TV zu viel gekocht. Und wer kocht? Arte. Nichts gegen Sarah Wiener, der Spargel sieht lecker aus. Aber unter Vielfaltsgesichtspunkten: spät auf den Trend aufgesprungen.

ZEIT: Man muss den Feuilletonisten zugute halten, dass sie nicht nur Sie piesacken, sondern auch die Öffentlich-Rechtlichen kritisieren, weil die oft nur einen Abklatsch der Privaten bieten.

Schäferkordt: Meiner Meinung nach brauchen wir tatsächlich nicht 22 mit Gebühren finanzierte Kanäle, um Vielfalt zu sichern und einen Kontrapunkt zum privaten Fernsehen zu setzen.

ZEIT: Ihnen wäre es doch sicher lieb, wenn sich die Öffentlich-Rechtlichen komplett aus Ihrem Feld der Unterhaltung zurückziehen müssten.

Schäferkordt: Ich würde gar nicht sagen, es sollte nur Bildung, Kultur und Information auf den Öffentlich-Rechtlichen geben. Wenn es eine ausgewogene Mischung ist, dann darf auch Unterhaltung dabei sein. Zu kritisieren ist, dass immer wieder Sendungen, die dem eigentlichen Hauptauftrag entsprechen, in späte Sendezeiten oder Spartenkanäle abgedrängt werden. Zu den Sendezeiten, in denen ARD und ZDF Werbung schalten dürfen, könnten sie privater nicht sein.

ZEIT: Würde der Gebührenzahler nicht stärker protestieren, wenn er das ablehnte?

Schäferkordt: Der Vorteil der Öffentlich-Rechtlichen ist, dass viele Zuschauer gar nicht wissen, wie groß dieses System ist. Und das Geld dafür wird einfach abgebucht. Über sieben Milliarden Euro Jahr für Jahr. Ich habe die Hoffnung fast aufgegeben, dass die Politik hier die längst überfälligen Grenzen setzt.

Wir zappen weiter zum wohl nervigsten Fernsehprogramm, dem Ratesender 9Live.

Schäferkordt: Ein Bilderrätsel, was müssen wir tun? Okay, das menschliche Gesicht im Leopardenkopf finden. Haben wir doch schon längst gesehen, wir sind doch nicht blind. Haben Sie’s nicht gesehen?

ZEIT: Ehrlich gesagt, nicht so schnell wie Sie.

Schäferkordt: Ich bin ein wenig erschüttert. Da soll noch mal jemand sagen, Fernsehen mache dumm. Jahrelanges Fernsehgucken bildet das visuelle Urteilsvermögen (lacht).

ZEIT: Wir sollten vielleicht anrufen mit der richtigen Lösung, wo Sie so schnell waren.

Schäferkordt: So weit wollen wir doch nicht gehen. Außerdem haben wir schon den Anfang unserer Serie Dr. House verpasst. Das ist ziemlich bitter. Weil es jetzt weitergeht mit der Frage: Wie wird Amber, die neue Freundin von Wilson, mit den Folgen ihres schweren Unfalls klarkommen?

ZEIT: Jetzt haben wir noch gar keine Nachrichten geguckt, aber die sind für Sie ja auch nicht so wichtig.

Es ist zwar schon die Zeit nach den »Tagesthemen«, aber Anke Schäferkordt schnellt hoch. Kreuz durchgedrückt, entrüsteter Blick, Empörung.

Schäferkordt: Das ist nahezu eine Frechheit. Das sehen Sie absolut falsch. Wir sind der festen Ansicht, dass Nachrichten zu unserem Gesamtangebot dazugehören. Dass wir so denken, können Sie allein an der Relevanz ablesen, die Nachrichten und Magazine bei uns im Programm haben. Wir bieten RTL aktuell und das Nachtjournal um 24 Uhr, das vertiefend die Hintergründe bringt, unsere Punkt-Magazine ab morgens um sechs Uhr, stern TV oder Spiegel TV. Ein Sender wie RTL, der Marktführer sein will, darf nicht nur unterhalten, er muss auch informieren.

ZEIT: Bei RTL2 macht man die Nachrichten dagegen gern damit auf, wer bei Big Brother gehen musste.

Schäferkordt: Bei RTL2 ist es definitiv eine andere Mischung aus leichteren Themen. Aber was nützt Ihnen eine Nachrichtensendung, die sich an eine Zielgruppe von 18 bis 25 richtet, rein politische Themen zeigt und nicht geschaut wird?

ZEIT: Und einen Quoteneinbruch zur Hauptsendezeit, der Ihnen das Geschäft vermiest.

Schäferkordt: Tun wir nicht so, als sei es schlimm, dass ich mit meinem Programm auch Menschen erreichen will, was übrigens mit unseren Nachrichten gut gelingt. Aber wenn ich morgen wählen müsste zwischen einer ganzseitigen hervorragenden Programmbesprechung im Feuilleton oder fünf Millionen Zuschauern, nehme ich natürlich Letzteres, auch wenn ich mich über beides freue.

ZEIT: Aber muss das eine das andere ausschließen?

Schäferkordt: Überhaupt nicht. Schauen Sie sich die Zahlen zur US-Wahl an. Da lagen wir auf Platz zwei, ganz knapp hinter dem ZDF und vor der ARD. Man hat uns bewusst eingeschaltet, die Information bei uns gesucht. Und wir waren nicht diejenigen, die US-Schauspieler zum Wahlergebnis interviewt haben. Das waren die öffentlich-rechtlichen Kollegen.

Der Wein ist fast ausgetrunken, RTL hat immer noch eine leichte Bildstörung im Hotelkanal.

Schäferkordt: Das wirklich gute Zeichen ist: Alle anderen Fernsehsender haben hier ein ganz klares Bild, und wir sind trotzdem wieder bei RTL gelandet.

ZEIT: Ja, so ein Zufall.

Das Gespräch führte Anna Marohn

 
Leser-Kommentare
    • TyRell
    • 24.12.2008 um 17:29 Uhr

    Hm. Hmmmm. Sind wir noch im Kalten Krieg? Erinnert ein kleines bisschen kommunistische Propaganda.

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen
    • TyRell
    • 24.12.2008 um 17:31 Uhr

    Vielleicht gewöhne ich es mir mal an, den Text vor dem "posten" zu lesen. Natürlich fehlt hier das "an kommunistische...".

    Bitteschön.

    • TyRell
    • 24.12.2008 um 17:31 Uhr

    Vielleicht gewöhne ich es mir mal an, den Text vor dem "posten" zu lesen. Natürlich fehlt hier das "an kommunistische...".

    Bitteschön.

    • TyRell
    • 24.12.2008 um 17:31 Uhr

    Vielleicht gewöhne ich es mir mal an, den Text vor dem "posten" zu lesen. Natürlich fehlt hier das "an kommunistische...".

    Bitteschön.

    Antwort auf ">Fernsehen bildet< "
  1. dass ich nicht lache. und sowas müssen wir am heiligen abend lesen. wie mein vorredner schon sagte: propaganda!

    • Anonym
    • 24.12.2008 um 23:43 Uhr

    Mal ehrlich: hier hätte man die Kommentare auch dicht machen können, ich denke da sind wir hier alle einer Meinung. Dieser Sender ist eine Beleidigung des guten Geschmacks und diese Frau ist sich offensichtlich ihrer Verantwortung nicht bewusst, wenn sie ein derart minderwertiges Fernsehen ernsthaft noch verteidigt.

    Salus Publica Suprema Lex

  2. Interessant, wie den unangenehmen Fragen hier ausgewichen wird oder gar euphemistische Umschreibungen verwendet werden, Müll wird da zu Programmvielfalt erklärt, fein, die Frau glaubt doch nicht wirklich an das, was sie erzählt?

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen
    • TyRell
    • 25.12.2008 um 11:17 Uhr

    Es ist nur schwer vorstellbar, dass Sie das wirklich glaubt, was Sie der Öffentlichkeit als vermeintliche "eigene Meinung" versucht zu verkaufen. Es ist einfach nur schlichtweg lächerlich. Wenn Sie diese Meinung jedoch in der Öffentlichkeit nicht verkaufen würde, dann wäre sie:

    A: Die falsche Person für diesen Job
    B: Uninteressant für RTL
    C: Erst gar nicht da, wo Sie jetzt ist

    Dies ähnelt ungefähr der Tatsache, dass ein Vorstand bei einer Hauptversammlung versucht zu erzählen, wie toll das eigene Unternehmen ist und dann besitzt der ganze Vorstand zusammen nicht einmal 1% der Aktien. Ich finde diesen Vergleich sehr zutreffend und angebracht.

    Machen wir uns doch keine Illusionen. Die Kinder dieser Frau gehen wahrscheinlich auf Privatschulen und haben ein Fernsehverbot. Aber es ist schon interessant, wie man sich selbst in der Öffentlichkeit lächerlich macht.

    • TyRell
    • 25.12.2008 um 11:17 Uhr

    Es ist nur schwer vorstellbar, dass Sie das wirklich glaubt, was Sie der Öffentlichkeit als vermeintliche "eigene Meinung" versucht zu verkaufen. Es ist einfach nur schlichtweg lächerlich. Wenn Sie diese Meinung jedoch in der Öffentlichkeit nicht verkaufen würde, dann wäre sie:

    A: Die falsche Person für diesen Job
    B: Uninteressant für RTL
    C: Erst gar nicht da, wo Sie jetzt ist

    Dies ähnelt ungefähr der Tatsache, dass ein Vorstand bei einer Hauptversammlung versucht zu erzählen, wie toll das eigene Unternehmen ist und dann besitzt der ganze Vorstand zusammen nicht einmal 1% der Aktien. Ich finde diesen Vergleich sehr zutreffend und angebracht.

    Machen wir uns doch keine Illusionen. Die Kinder dieser Frau gehen wahrscheinlich auf Privatschulen und haben ein Fernsehverbot. Aber es ist schon interessant, wie man sich selbst in der Öffentlichkeit lächerlich macht.

  3. 6. Naja

    Was dürfen denn die Kinder dieser kaltschnäuzigen Person schauen?

    • TyRell
    • 25.12.2008 um 11:17 Uhr
    7. Nein.

    Es ist nur schwer vorstellbar, dass Sie das wirklich glaubt, was Sie der Öffentlichkeit als vermeintliche "eigene Meinung" versucht zu verkaufen. Es ist einfach nur schlichtweg lächerlich. Wenn Sie diese Meinung jedoch in der Öffentlichkeit nicht verkaufen würde, dann wäre sie:

    A: Die falsche Person für diesen Job
    B: Uninteressant für RTL
    C: Erst gar nicht da, wo Sie jetzt ist

    Dies ähnelt ungefähr der Tatsache, dass ein Vorstand bei einer Hauptversammlung versucht zu erzählen, wie toll das eigene Unternehmen ist und dann besitzt der ganze Vorstand zusammen nicht einmal 1% der Aktien. Ich finde diesen Vergleich sehr zutreffend und angebracht.

    Machen wir uns doch keine Illusionen. Die Kinder dieser Frau gehen wahrscheinlich auf Privatschulen und haben ein Fernsehverbot. Aber es ist schon interessant, wie man sich selbst in der Öffentlichkeit lächerlich macht.

    Antwort auf "Interessant, wie den"
  4. schon lange keinen Fernseher mehr. Immer wenn ich an einem sitze zappe ich durch und bleibe irgendwo zwischen arte, Phoenix und ARD/ZDF stecken. Alles andere ist total sinnlos und dumm.

    Aber was kann man tun? Die Masse der Menschen ist nunmal einfach einfacheren Gemüts und kommt mit Themen, die einen IQ >= 100 benötigen, schlechter zurecht als mit Frau Schäferkots (!) Trash-TV.

    Es ist wie es ist. Die dummen sind einfach da und wir müssen sie täglich ausgleichen, um unser Land nicht vor die Hunde gehen zu lassen. Dass Fernsehen bildet, wage ich zu bezweifeln. Wirkliche, seriöse Bildung gibt es in Schulen und Universitäten, sonst nirgends. Die Endlosschleife aus Riesenflugzeugen, Riesentrucks und Riesentankern auf N24 sind keine Bildung, sie sind eine Zumutung.

    Selbst wenn man das Sendersymbol nicht sehen könnte, könnte man sofort erkennen, ob man sich auf einem privaten oder öffentlichen Sender befindet: Die Aufmachung ist stehts auf Voyeurismus, Sensationsgetue und / oder Sex ausgelegt und es wird ständig ein theatralisches, hektisches Gedudel im Hintergrund gespielt, um das Adrenalin aufzustacheln.

    Den eigentlichen Doku-Sinn trifft das nicht, sondern es ist NUR auf die Quote ausgelegt.

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen
    • Reika
    • 25.12.2008 um 12:43 Uhr

    Ihrer Analyse/Beschreibung der "Privaten" kann ich nur zustimmen. Das es so tatsächlich ist, wäre allerdings nicht überraschend: Bei den Privaten sind das, was "Programm" genannt wird, schlicht nichts anderes als Werbe-Füll-Blöcke. Sie dienen vor allem dazu, Adressaten anzulocken zur Verinnerlichung der Werbe-Botschaften, die dann auch am Besten zügig in entsprechendes Konsum-Verhalten umgesetzt werden sollen.

    Wenn dann die abrupt geschalteten Werbeblöcke auch noch die womöglich nur noch spärlich vorhandene Konzentrationsfähigkeit weiter zerhacken, ist das bestimmt auch im Sinne der Auftraggeber: So wird ja kritische Reflexionsfähigkeit und Ansammlung von (Hintergrund-) Wissen flächendeckend in den Köpfen unterminiert. - So gesehen werden unkritische Massen zum gedankenlosen und forcierten Konsum heran- "gebildet".

    • Reika
    • 25.12.2008 um 12:43 Uhr

    Ihrer Analyse/Beschreibung der "Privaten" kann ich nur zustimmen. Das es so tatsächlich ist, wäre allerdings nicht überraschend: Bei den Privaten sind das, was "Programm" genannt wird, schlicht nichts anderes als Werbe-Füll-Blöcke. Sie dienen vor allem dazu, Adressaten anzulocken zur Verinnerlichung der Werbe-Botschaften, die dann auch am Besten zügig in entsprechendes Konsum-Verhalten umgesetzt werden sollen.

    Wenn dann die abrupt geschalteten Werbeblöcke auch noch die womöglich nur noch spärlich vorhandene Konzentrationsfähigkeit weiter zerhacken, ist das bestimmt auch im Sinne der Auftraggeber: So wird ja kritische Reflexionsfähigkeit und Ansammlung von (Hintergrund-) Wissen flächendeckend in den Köpfen unterminiert. - So gesehen werden unkritische Massen zum gedankenlosen und forcierten Konsum heran- "gebildet".

Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren

  • Quelle DIE ZEIT, 23.12.2008 Nr. 01
  • Kommentare 12
  • Versenden E-Mail verschicken
  • Empfehlen Facebook, Twitter, Google+
  • Autoren abonnieren RSS-Feed
  • Artikel Drucken Druckversion | PDF
  • Schlagworte Medien | Fernsehen | Sender | Sendung
  • Artikel-Tools präsentiert von:

Service