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Er weiß zu jagen, sagt sein Blick. Sie weiß es auch, verrät ihr Lachen. Bill Clinton und Monica Lewinsky, Präsident und Praktikantin, umkreisten sich unterm Weihnachtsbaum. Und wo war Hillary? 1998 wurde die Szene seziert wie eine kranke Leber: im Impeachment-Prozess.

Wenn es Weihnachten wurde im Kanzleramt und Gerhard Schröder seine Runden drehte, ganz allein, ganz für sich, ließ er den Stechschritt trotzdem nicht. Es hallte in den Räumen, doch keiner mochte es hören, außer ihm, dem König über ein schlafendes Reich.

So kennt man Wladimir Putin nicht. Sonst nimmt er es mit jedem auf, ob Schwarzgurt, Raubfisch oder Amerikaner. Was macht ihm Angst? Das Gute, das Große, der Weihnachtsmann? Vielleicht ist es nur ein Trick, und diese Augen wollen sagen: Ich Armer hab nichts abgekriegt.

Homestory ist nicht. Mehr Intimität wird uns Angela Merkel nicht schenken, noch an Weihnachten bleibt sie hochoffiziell. Sammelt die Kanzlerin zu Hause weinende Harlekin-Figuren, dekoriert sie ihr Sofa mit Barbies und Stofftieren? Wir werden es nie erfahren. Puh!

Mal im Ernst, George W. Bush, mussten Sie unbedingt Politiker werden? Mit dem Blick hätte es doch auch zum Schauspieler gereicht. Doch wem gilt der eigentlich? Den Martinis (geschüttelt)? Der Sprengstoffexpertin? So was kann doch nicht nur vom Weihnachtsrausch kommen.

Fotos (Ausschnitte): Olivier Douliery/picture-alliance/dpa; Andy Adams/Polaris/laif (li.); Hans-Christian Plambeck/laif (Mitte) Fotos: Ulrich Baumgarten/vario-images; picture-alliance/dpa (Ausschnitt, li.); Gero Breloer/picture-alliance/dpa (u.)

 
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    • Quelle DIE ZEIT, 23.12.2008 Nr. 01
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