Wenn es nach Tannenhonig duftet und der Lebkuchen lacht, wenn die Mandeln im Kessel springen, die Advents-Chöre singen und die Weihnachtsmärchen Freude bringen, wenn die Stille Nacht erklingt, süßer Frieden über Markt und Straßen sinkt und es aus allen Fenstern warm und golden blinkt, ja, dann ist es Zeit für ein Fischbrötchen!

Eigentlich ist es in Hamburg immer Zeit für ein Fischbrötchen, ob Hafengeburtstag oder Alstervergnügen, Marathon oder Triathlon, Filmfest oder Reederjubiläum. Und auch wenn der Schlagermove sich durch St.Pauli wälzt oder der HSV aufläuft, wenn die Schwulenparade mit klingendem Spiel über den Jungfernstieg marschiert oder Armin Mueller-Stahl die Goldene Feder erhält – nur durch die Fischbrötchenbude wird der Event zum Ereignis. Es gehört zum gut verborgenen Mechanismus dieser Stadt, dass sich der Hamburger grundsätzlich erst in Bewegung setzt, wenn am Ende des Weges ein Fischbrötchen winkt.

So hält nun auch das Team der Wochenschau nach einem arbeitsreichen Jahr für einen Moment inne. Und träumt, mit dem Fischbrötchen in der Hand die Welt umfassend, auf dem Weihnachtsmarkt unter dem alten Turm des Hamburger Rathauses von vielen neuen tollen Wochenschau-Abenteuern aus allen Ländern der Erde. B.E.

Die Redaktion der Wochenschau wünscht allen Lesern ein frohes und friedvolles Weihnachtsfest

Fotos: Hannah Schuh u. Edith Wagner für DIE ZEIT; Zoe/Zefa (u.)

 
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    • Quelle DIE ZEIT, 23.12.2008 Nr. 01
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