Autoinnovation Und jetzt elektrisch

Die deutsche Autoindustrie spart – aber nicht bei wichtigen Erfindungen

Im Mittel werde der Umsatz des weltgrößten Autozulieferers Bosch in den Monaten Oktober bis Dezember »20 Prozent unter Vorjahr« liegen, sagt Geschäftsführer Bernd Bohr, der Chef der Kfz-Sparte beim Stuttgarter Traditionsunternehmen. Ein Ende der Flaute ist nicht in Sicht. Natürlich müsse man jetzt in der Krise sparen, bei Reisen, Werkserweiterungen, Baumaßnahmen. Aber Bohr sagt auch: »Wir werden das Entwicklungsbudget nicht kürzen, schon gar nicht in den Kerntechniken.« Es gelte, sich auf die Zeit nach der Krise vorzubereiten. Der Trend zu sparsamen Autos mit weniger CO₂-Ausstoß werde anhalten.

Bosch steht nicht allein. Obwohl mittlerweile auch alle deutschen Autohersteller die Krise massiv spüren, investieren sie offenbar weiter in zukunftsträchtige Technik und Konzepte: in sparsame Klein- und Kompaktwagen, Motoren mit kleinem Hubraum – und die Elektrifizierung des Antriebs. Die reicht von der Start-Stopp-Technik, die den Motor beim Ampelhalt binnen Sekundenbruchteilen ab- und beim Anfahren wieder anstellt, bis hin zum reinen Stromauto mit Lithium-Ionen-Batterien.

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Aus den Chefetagen von BMW, Daimler und dem Volkswagen-Konzern hört man Ähnliches: Jeder Cent werde umgedreht, alles werde auf den Prüfstand gestellt – aber an den Entwicklungsbudgets für neue Techniken nicht gespart.

Beispiel Daimler: Der Konzern wird Anfang Januar auf der Detroit Motor Show ein seriennahes Konzept names BlueZERO vorstellen, das gleich drei verschiedene alternative Antriebe aufnehmen kann: Die Autos, Nachfolger der A- und B-Klasse von Mercedes, können rein mit Batterien betrieben werden (Reichweite: 200 Kilometer), per Brennstoffzelle fahren und Wasserstoff tanken (400 Kilometer) oder mit einem kleinen Verbrennungsmotor selber Strom machen (bis 600 Kilometer).

Mercedes-Benz verfüge als einziger Autohersteller der Welt »über alle Schlüsseltechniken für voll alltagstaugliche Elektroautos«, behauptet Unternehmenschef Dieter Zetsche. Daneben wird es die neue A/B-Klasse mit Benzin- und Dieselmotoren geben, die wohl in die Verbrauchskategorie von vier Litern pro hundert Kilometer vorstoßen.

Schon vom Jahr 2010 an, sagt Bosch-Manager Bohr voraus, werde diese Spartechnik in jedem zweiten neuen Auto eingesetzt. BMW gilt hier als Vorreiter; Daimler und VW wollen bald nachziehen. Auf dem Weg weiter in die Zukunft wird die Batterie zur »Schlüsseltechnik« (Bohr). Um dieser Herr zu werden, hat sich Bosch mit dem Elektronikriesen Samsung aus Südkorea zusammengetan. Daimler will gemeinsam mit dem Essener Evonik-Konzern eine eigene Fertigung in Deutschland einrichten.

Zusätzlich investieren die Autokonzerne in die Entwicklung von Kleinwagen, die selbst mit konventioneller Technik extrem sparsam fahren sollen. Ein Ergebnis zeigt VW mit seinem Modell Up. Das soll 2011 zu kaufen sein und selbst mit Verbrennungsmotor nur zwei bis drei Liter verbrauchen. Eine Elektroversion soll auch kommen. Es ist klug, weiter auf alternative Antriebstechniken, alt und neu, zu setzen. Erst in den Jahren nach 2012 werde sich entscheiden, welche Batterieallianzen sich durchsetzen können, sagt Bernd Bohr. Zudem sei das Sparpotenzial bei Benzinern und Dieseln noch lange nicht ausgereizt.

Wohl denen, die sich die Parallelentwicklung leisten können. Anders als die deutschen Konzerne müssen etwa die konkursbedrohten Konkurrenten aus den Vereinigten Staaten derzeit auch bei zukunftsträchtigen Projekten kräftig sparen. Da zeigt sich: Unternehmen, die sich in Boomzeiten ein gesunde Kapitalbasis geschaffen haben, können sich in der Krise einen Vorteil verschaffen – allerdings nur, sofern sie ins Richtige investieren.

 
Leser-Kommentare
    • Anonym
    • 31.12.2008 um 18:23 Uhr

    Daimler hat schon vor 4 Jahren einen serienreifen Kleintransporter voll elektrobetrieben vorgestellt. Zwischenzeitlich duerfte die Technik auch kompakt genug fuer den PKW sein.

    Dass die deutschen Hersteller keine Hybridautos eingefuehrt haben hat nichts mit verschlafenem Irgendwas zu tun sondern mit kalter ingenieurtechnischer Abwaegung. Rechnet man naemlich ein was auch bei Massenfertigung ein Hybridauto an Mehrkosten verursacht, an erhoehtem Ressourcen- und Energieverbrauch fuer den Stromspeicher und die ganze Elektronik und Getriebetechnik, den erhoehten Wartungsaufwand und vor allem das massiv erhoehte Gewicht fuer de facto zwei Antriebe (Verbrennungs und Elektromotor) dann verschwindet der vermeintliche Vorteil eines Hybriden gegenueber vergleichbaren Investitionssummen in andere Spritspartechniken, leichtere Werkstoffe und letztendlich in der Zukunft ein reines Elektroauto ohne Verbrennungsmotor.
    Freilich haben die Ingenieure nicht mit dem Hype um die Hybriden und die blasierten deutschen Politiker gerechnet die auf einmal alle zu Technikexperten wurden und genau wussten warum sie den Buergern empfahlen die Hybriden von Toyota zu kaufen.
    Uninformiert aber dafuer umso lauter ist da das Motto.

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    Rechnung:
    Marge von Toyota auf einem Prius: minimal
    Marge von Toyota auf Otto-Normal-Transporter: riesig

    WO wollen sie Volumen verkaufen - WO können Sie Share-Holder Value generieren?

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    • self22
    • 31.12.2008 um 18:31 Uhr

    ...ist allemal besser als in schiere Größe (Welt-AG) oder nur (Auto)-Bank oder gar Casino zu spielen, also lieber Geldgeschäfte zu tätigen. Lange Zeit haben die Neu-Ökonomen uns allen erzählen wollen, dass nur durch Geld-Tauschgeschäfte Geld zu verdienen ist. Zum Glück war es nur Blasen-Musik...

  1. ich kenne keinen autofahrer, der eine "start-stop-technik" will, ich natuerlich erst recht nicht. diese "verniedlichungstendenz" der autos finde ich auch nicht gut. auch, wenn die straßenkontroll- und -verwaltungsbehörden und pseudomoralisch verblendete polizeiapparatschiks alles daran setzen, mittels "geschwindigkeit ist böse"-kampagnen und ständiger, engstirniger bevormundung, durch im streckenverlauf ständig wechselnde, häufig in ihrer bedeutung nicht eindeutig interpretierbare beschilderung, den leuten das fahren in unbekantem terrain "nachhaltig" zu vergraulen, ist für mich das auto nach wie vor auch ein langstreckenverkehrsmittel . und nicht ein schnuffelmoped auf vier rädern, mitm dach drüber.

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    Stimmt nicht. Wir kennen uns aus mancher Diskussion und ich habe in meinem Auto nicht nur Start-Stop-Technik sondern einen Hybridantrieb (Synergidrive).

    Ansonsten lassen mich Ihre Aussagen an Realsatire denken.

    Stimmt nicht. Wir kennen uns aus mancher Diskussion und ich habe in meinem Auto nicht nur Start-Stop-Technik sondern einen Hybridantrieb (Synergidrive).

    Ansonsten lassen mich Ihre Aussagen an Realsatire denken.

  2. Na ja, ganz so innovationsfreudig wie hier dargestellt, war und ist man in manchen Konzernzentralen mit Sicherheit nicht. Und wenn es gar heißt „Mercedes-Benz verfüge als einziger Autohersteller der Welt »über alle Schlüsseltechniken für voll alltagstaugliche Elektroautos«, behauptet Unternehmenschef Dieter Zetsche.“, muß ihm wohl ein Konzern namens Mitsubishi unbekannt sein. Der will nämlich auch 2009 „ als erster Großserienhersteller ein mit Strom betriebenes Fahrzeug auf den Markt bringen. ( Ebenso einige andere Anbieter )
    Aber sei's drum. Wer hierzulande wegen wem aufwacht und endlich in die Elektro-Puschen kommt, soll mir egal sein.
    Nach meinen Informationen, muß mancher sich nur in Richtung seiner Schubladen bewegen um seiner dort seit Jahren versenkten "Schlüsseltechniken" ansichtig zu werden.

    In diesem Sinne..
    ..unbeschwerte Blickwinkel und ein frohes neues (Antriebs) Jahr

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    Wenn der Konsument "dumm" ist, bleibt das Angebot dumm. Die wichtigsten Kriterien für einen BMW Kunden sind -
    1. Die Marke - Status
    3. Die Leistung: PS und Co.
    4. Die Farbe
    5. Die Ausstatung

    Die Marke verlangt und generiert Innovation/Wertschöpfung im Marketing - Virtuel.
    Die Leistung von 300 PS mit einem Otto-Motor zu bringen - technisch keine Kunst.
    Die richtige Farbe - Marketing
    Die Ausstatung - "Design"/Marketing

    Wichtigkeit von technischer Innovation im Antriebsbereich => Minimal
    Wichtigkeit von technischer Innovation für Ausstatung (I-Drive, Embedded Systems und Co.) => Maximal

    Warum sollte man da viel Geld für Innovation im Antriebsbereich ausgeben? Das drückt nur die Margen. Margen werden mit schlauen Leasing-Verträgen, gutem Marketing und minimalen Kosten erzeugt.

    Wenn der Konsument "dumm" ist, bleibt das Angebot dumm. Die wichtigsten Kriterien für einen BMW Kunden sind -
    1. Die Marke - Status
    3. Die Leistung: PS und Co.
    4. Die Farbe
    5. Die Ausstatung

    Die Marke verlangt und generiert Innovation/Wertschöpfung im Marketing - Virtuel.
    Die Leistung von 300 PS mit einem Otto-Motor zu bringen - technisch keine Kunst.
    Die richtige Farbe - Marketing
    Die Ausstatung - "Design"/Marketing

    Wichtigkeit von technischer Innovation im Antriebsbereich => Minimal
    Wichtigkeit von technischer Innovation für Ausstatung (I-Drive, Embedded Systems und Co.) => Maximal

    Warum sollte man da viel Geld für Innovation im Antriebsbereich ausgeben? Das drückt nur die Margen. Margen werden mit schlauen Leasing-Verträgen, gutem Marketing und minimalen Kosten erzeugt.

    • Hagano
    • 31.12.2008 um 19:19 Uhr

    "... Da zeigt sich: Unternehmen, die sich in Boomzeiten ein(e) gesunde Kapitalbasis geschaffen haben, können sich in der Krise einen Vorteil verschaffen – allerdings nur, sofern sie ins Richtige investieren."
    Na super - schön, daß unsere deutschen Konzerne solch eine prächtige Kapitalbasis haben. Jetzt weiß ich auch, weshalb ich mir mit einem bundesdeutschen Durchschnittsgehalt bereits vor der Krise keinen Wagen aus Wolfsburg oder Süddeutschland zulegen wollte - Autofahren muss ich aus dienstlichen Gründen aber Autos sind nicht mein Leben.
    Ach ja, mit einem Erdgas-Panda (FIAT) fährt man derzeit für schlappe 4,40 Euro auf 100 Kilometer - mit einem halbwegs angemessenen CO2-Ausstoß. Mit dem Kauf dieses Fahrzeugs habe ich mit Vergnügen Arbeitsplätze in Polen und Turin gesichert.

  3. ... haben die Entwicklung verschlafen.
    Dass ist im Moment Mainstream, dass steht in jedem zweiten Artikel.
    Verschlafen wurde (vielleicht) die plötzliche Änderung des Verbraucherverhaltens.
    Der Verbraucher wollte das 3 Liter Auto bisher noch nicht. (Bsp. VW Lupo)
    Beim Ölpreis 147$ vielleicht schon.
    Beim jetztigen Ölpreis 47$ vielleicht lieber doch nicht.
    Bei der CO2 Steuerdiskussion und bei fehlenden Angaben will der kalkulierende Verbraucher lieber warten.
    Vielleicht gibt es in einer Woche eine Abwrackprämie?
    Bei sovielen Variablen und Unsicherheiten wartet der Autokäufer mit einem Neukauf.
    Die Politik wartet vermutlich auch. Schön wäre es die Rettung der Autoindustrie, käme so kurz vor der Bundestagswahl richtig in Fahrt.
    Glückliche Bürger mit neuen Autos, Konzerne die wieder Sonderschichten fahren, und Politiker die sich als Klimaretter und Krisenmanager präsentieren können.

    kwer-denker

  4. Rechnung:
    Marge von Toyota auf einem Prius: minimal
    Marge von Toyota auf Otto-Normal-Transporter: riesig

    WO wollen sie Volumen verkaufen - WO können Sie Share-Holder Value generieren?

    Antwort auf "Von wegen angeblich"
  5. Wenn der Konsument "dumm" ist, bleibt das Angebot dumm. Die wichtigsten Kriterien für einen BMW Kunden sind -
    1. Die Marke - Status
    3. Die Leistung: PS und Co.
    4. Die Farbe
    5. Die Ausstatung

    Die Marke verlangt und generiert Innovation/Wertschöpfung im Marketing - Virtuel.
    Die Leistung von 300 PS mit einem Otto-Motor zu bringen - technisch keine Kunst.
    Die richtige Farbe - Marketing
    Die Ausstatung - "Design"/Marketing

    Wichtigkeit von technischer Innovation im Antriebsbereich => Minimal
    Wichtigkeit von technischer Innovation für Ausstatung (I-Drive, Embedded Systems und Co.) => Maximal

    Warum sollte man da viel Geld für Innovation im Antriebsbereich ausgeben? Das drückt nur die Margen. Margen werden mit schlauen Leasing-Verträgen, gutem Marketing und minimalen Kosten erzeugt.

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    Das Wertvolle an BMW ist die Marke im "Lower-Premium"-Bereich.
    Die Marke nimmt nun eventuell schaden - im Sinne von alten, langweilligen Drecksschleudern immer wieder neu verpackt - Innovationsfeindlich, konservativ, "Abzocker".
    Dies führt zu Panik innerhalb des Top-Managements und veranlasst zu solchen Reportagen, welche schlichte Lügen enthalten.
    BMW und Co. waren sicherlich keine "Techn. Leaders" sonder sind die "Main Blockers" von neuer Technologie im Antriebsbereich seit 10 Jahren.
    Eigentlich ist alles ähnlich wie bei der Zigaretten-Industrie. Das Produkt ist schlecht, doch das Marketing super. Das Einzige was sich stettig aendert ist die Werbung und die Verpackung.

    „Die Marke verlangt und generiert Innovation/Wertschöpfung“. Ja, so isses!!
    Aber was ist daran auszusetzen?
    Denn das es so ist, ist weder schlimm noch ein generelles Hindernis. Wenn man weiß, wie die geneigte Kundschaft «tickt, dann kann man sie eben da abholen wo sie ist und dahin lenken, wohin sie wollen soll. Das geschieht doch überall in der Werbung! Am Beispiel der jeweils «angesagten»Autofarben, kann man prächtig studieren, wie so etwas geht. Jahrelang ließen sich z.B. mit weißen Autos bestenfalls die Halden füllen ... und plötzlich ist genau diese Farbe durch gelenkte Vollendungs-und Harmoniesehnsüchte bei den Käufern «in».
    Und wenn man Elektro-Autos nicht für die Messen und Showrooms, sondern in Serienproduktion für den Massenmarkt produzieren will, kommt man nicht um die Anerkenntnis und Nutzung von Marketinginstrumentarien zur Verkaufsförderug herum. Und gerade im Bereich Design und Marketing ist in den letzten Jahren so gehandelt worden, als wolle man etwas produzieren, das bestenfalls als Nischenprodukt taugt. ( Damit es auch ja in derselben alsbald verschwindet ) Wenn man wirklich etwas produzieren und verkaufen will, kommt man auch bei Elektroautos um einen gehörigen Schuß Emotionen, also die Mischung von Lust, persönlichem Vorteil unter Einbindung von (technischer) Intelligenz, nicht herum. So gesehen, die konstruktive Einbindung der kritisierten Punkte:
    „1. Die Marke - Status
    3. Die Leistung: PS und Co.
    4. Die Farbe
    5. Die Ausstatung“

    Wer Elektroautos baut, ohne diese Punkte zu berücksichtigen und meint, man könne geradezu emotionsresistent und mit dem Design von rollenden Schuhkartons einer intelligenteren und ökologischeren Mobilität auf die Sprünge helfen, wird sich alsbald am äußersten Rande des Geschehens wiederfinden. (In die Design-Richtung von «GM-Volt» bzw. «Opel-Flextreme» sollte es schon wenigstens gehen)

    Da obendrein nichts so sehr beflügelt als etwas, das der andere nicht hat, kann oder darf, könnte man die e-Mobility ganz einfach dadurch einen gewaltigen Schritt voranbringen, wenn Elektroautos im Cityverkehr Sonderrechte genießen. Wer z.B. der feschen Lola im Straßencafe mit seinem Gefährt imponieren möchte, muß schon im Elektro-Roadster vorfahren etc...

    Kurzum: ..flitz mit Grips - Elektrisch!

    Das Wertvolle an BMW ist die Marke im "Lower-Premium"-Bereich.
    Die Marke nimmt nun eventuell schaden - im Sinne von alten, langweilligen Drecksschleudern immer wieder neu verpackt - Innovationsfeindlich, konservativ, "Abzocker".
    Dies führt zu Panik innerhalb des Top-Managements und veranlasst zu solchen Reportagen, welche schlichte Lügen enthalten.
    BMW und Co. waren sicherlich keine "Techn. Leaders" sonder sind die "Main Blockers" von neuer Technologie im Antriebsbereich seit 10 Jahren.
    Eigentlich ist alles ähnlich wie bei der Zigaretten-Industrie. Das Produkt ist schlecht, doch das Marketing super. Das Einzige was sich stettig aendert ist die Werbung und die Verpackung.

    „Die Marke verlangt und generiert Innovation/Wertschöpfung“. Ja, so isses!!
    Aber was ist daran auszusetzen?
    Denn das es so ist, ist weder schlimm noch ein generelles Hindernis. Wenn man weiß, wie die geneigte Kundschaft «tickt, dann kann man sie eben da abholen wo sie ist und dahin lenken, wohin sie wollen soll. Das geschieht doch überall in der Werbung! Am Beispiel der jeweils «angesagten»Autofarben, kann man prächtig studieren, wie so etwas geht. Jahrelang ließen sich z.B. mit weißen Autos bestenfalls die Halden füllen ... und plötzlich ist genau diese Farbe durch gelenkte Vollendungs-und Harmoniesehnsüchte bei den Käufern «in».
    Und wenn man Elektro-Autos nicht für die Messen und Showrooms, sondern in Serienproduktion für den Massenmarkt produzieren will, kommt man nicht um die Anerkenntnis und Nutzung von Marketinginstrumentarien zur Verkaufsförderug herum. Und gerade im Bereich Design und Marketing ist in den letzten Jahren so gehandelt worden, als wolle man etwas produzieren, das bestenfalls als Nischenprodukt taugt. ( Damit es auch ja in derselben alsbald verschwindet ) Wenn man wirklich etwas produzieren und verkaufen will, kommt man auch bei Elektroautos um einen gehörigen Schuß Emotionen, also die Mischung von Lust, persönlichem Vorteil unter Einbindung von (technischer) Intelligenz, nicht herum. So gesehen, die konstruktive Einbindung der kritisierten Punkte:
    „1. Die Marke - Status
    3. Die Leistung: PS und Co.
    4. Die Farbe
    5. Die Ausstatung“

    Wer Elektroautos baut, ohne diese Punkte zu berücksichtigen und meint, man könne geradezu emotionsresistent und mit dem Design von rollenden Schuhkartons einer intelligenteren und ökologischeren Mobilität auf die Sprünge helfen, wird sich alsbald am äußersten Rande des Geschehens wiederfinden. (In die Design-Richtung von «GM-Volt» bzw. «Opel-Flextreme» sollte es schon wenigstens gehen)

    Da obendrein nichts so sehr beflügelt als etwas, das der andere nicht hat, kann oder darf, könnte man die e-Mobility ganz einfach dadurch einen gewaltigen Schritt voranbringen, wenn Elektroautos im Cityverkehr Sonderrechte genießen. Wer z.B. der feschen Lola im Straßencafe mit seinem Gefährt imponieren möchte, muß schon im Elektro-Roadster vorfahren etc...

    Kurzum: ..flitz mit Grips - Elektrisch!

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