Im Risikorausch: Ueli Steck
Die Eigernordwand hetzte Ueli Steck im Februar 2008 hoch. Nach 2 Stunden, 47 Minuten, 33 Sekunden war er oben. Speed-Rekord. Dieser Leistung wollte er im Mai eine weitere Pioniertat folgen lassen, in der Südwand des Annapurna. Doch Steck und sein Kollege Simon Anthamatten brachen ab, um zwei Bergsteigern in Not zu Hilfe zu eilen (einer überlebte). Für ihr Eingreifen wurden die beiden mit dem Prix Courage 2008 ausgezeichnet.
Im Frühjahr bricht Steck wieder auf. Er klettert in den USA, dann trainiert er in Pakistan »an einem einfachen Achttausender«. Was er im Spätsommer genau vorhat, verrät er nicht, »eine Soloexpedition auf einen hohen Achttausender« . Everest, K2, Kangchendzönga, Lhotse, Makalu? Das Einzige, was wir wissen können: Vermutlich geht alles gut.
Foto: © Robert Bösch
- Datum
- Quelle DIE ZEIT, 31.12.2008 Nr. 02
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