Raumfahrt Der Mann, der zum Mars willSeite 5/5

Eine amerikanische Flagge flattert auf Omelek Island, als der Countdown für den vierten Start der Falcon-1 gezählt wird. Auf dem Monitor sieht man nach einigen Minuten die Erdkrümmung, Elon Musks Leute im Wohnwagen jubeln. Dann funktioniert auch alles Weitere, der Jubel wird lauter, der schwarze Weltraum erscheint im Bild. Dann ist plötzlich wieder das Bild weg, 60 Sekunden bevor die Rakete die Umlaufbahn erreichen soll. Das darf nicht sein. Keiner im Wohnwagen bewegt sich mehr. Doch das Bild kehrt zurück, und alle atmen auf. Gerettet. Der Antrieb der Rakete schaltet sich wie geplant aus, und die Falcon-1 gleitet majestätisch auf die Erdumlaufbahn. Seinen Mitarbeitern ruft Musk zu: »Mein Kopf ist gerade wie weggeblasen, Mann, das ist der größte Tag in meinem Leben! Nächstes Jahr werden wir für die Nasa fliegen! Und dann zum Mars!«

In ihrem Blog schreibt Justine Musk: »Ich lasse mich scheiden.« Ihr ist dieses Leben zu groß und zu schnell geworden.

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Ihr Mann hat geahnt, dass so etwas passieren würde. Seine neue Freundin lebt in England, die junge Schauspielerin Talulah Riley. Sie ist 23, so alt wie Justine damals, als sie Elon kennenlernte. Sie mag das Leben noch schnell und groß, zumindest glaubt sie das. Justine dagegen mistet das Haus aus, wirft allen Ballast weg, den sie in den Jahren der Marsmission angehäuft hat. Jetzt muss sie sich mit Elon nur noch über das gemeinsame Sorgerecht für die Kinder einig werden. Aber erst wenn er aus Washington zurück ist. Elon hat gesagt, er müsse noch Obama treffen.

 
Leser-Kommentare
    • Anonym
    • 05.01.2009 um 18:03 Uhr

    Was für ein [...] ist das eigentlich? Als könnte man mit diesen Unsummen nicht besseres anfangen, als irgendein [...] zum Mars zu schiessen!
    Wissenschaft hin oder her, wir haben jawohl offensichtlich genug Probleme auf der Erde, ich glaub echt nicht, dass wir noch mehr auf anderen Planeten suchen sollten. Über solche.... mir fehlt ein Wort, denn egoistisch ist einfach nur noch zu schwach für solche Menschen - will sagen, über solcherlei [...] kann ich mich nur noch aufregen.

    Salus Publica Suprema Lex

    [Gekürzt, bitte unterlassen Sie persönliche Beleidigungen. Danke. /Die Redaktion pt.]

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    • dawk
    • 05.01.2009 um 18:32 Uhr

    Na, da ist der Herr Lateinzitierer aber ganz schön in die Gosse gefallen...

    Wenn's um Steuergelder ginge, könnte ich die Fäkalsprache zumindest im Ansatz nachvollziehen, aber hier baut sich einer mit seinem verdienten Geld seinen Traum.

    Und vernagelte Personen, die die Sinnhaftigkeit all dessen bestreiten, was sie selbst nicht verstehen, bringen mich in Rage.

    Grüsse
    dawk

    Was für ein [...] ist das eigentlich? Als könnte man bei der Zeit nicht sinnvolleres schreiben, als irgendein [...] abzulassen! Kommentarfunktion hin oder her, aber wir haben jawohl offensichtlich genug [...] Kommentatoren auf der Erde, ich glaub echt nicht, dass wir noch mehr [...] kommentieren lassen sollten. Über solche.... mir fehlt ein Wort, denn [...] ist einfach nur noch zu schwach für solch einen Menschen - will sagen, über solcherlei [...] kann ich mich nur…

    P.S.: Wie kann man sich ueber solchen Unternehmergeist mokieren, selbst wenn er durch Steuergelder finanziert ist, und aussen vor lassen wie viel Kohle in die Ruestung geht (ein vielfaches des gesamten Forschungsetats eines beliebigen Landes). Oder was alles fuer [...] Religionen rausgeschmissen wird (auch militaerisch).

    Schlechte Gruesse an den Ausgangskommentator,
    pu

    • dawk
    • 05.01.2009 um 18:32 Uhr

    Na, da ist der Herr Lateinzitierer aber ganz schön in die Gosse gefallen...

    Wenn's um Steuergelder ginge, könnte ich die Fäkalsprache zumindest im Ansatz nachvollziehen, aber hier baut sich einer mit seinem verdienten Geld seinen Traum.

    Und vernagelte Personen, die die Sinnhaftigkeit all dessen bestreiten, was sie selbst nicht verstehen, bringen mich in Rage.

    Grüsse
    dawk

    Was für ein [...] ist das eigentlich? Als könnte man bei der Zeit nicht sinnvolleres schreiben, als irgendein [...] abzulassen! Kommentarfunktion hin oder her, aber wir haben jawohl offensichtlich genug [...] Kommentatoren auf der Erde, ich glaub echt nicht, dass wir noch mehr [...] kommentieren lassen sollten. Über solche.... mir fehlt ein Wort, denn [...] ist einfach nur noch zu schwach für solch einen Menschen - will sagen, über solcherlei [...] kann ich mich nur…

    P.S.: Wie kann man sich ueber solchen Unternehmergeist mokieren, selbst wenn er durch Steuergelder finanziert ist, und aussen vor lassen wie viel Kohle in die Ruestung geht (ein vielfaches des gesamten Forschungsetats eines beliebigen Landes). Oder was alles fuer [...] Religionen rausgeschmissen wird (auch militaerisch).

    Schlechte Gruesse an den Ausgangskommentator,
    pu

    • dawk
    • 05.01.2009 um 18:32 Uhr

    Na, da ist der Herr Lateinzitierer aber ganz schön in die Gosse gefallen...

    Wenn's um Steuergelder ginge, könnte ich die Fäkalsprache zumindest im Ansatz nachvollziehen, aber hier baut sich einer mit seinem verdienten Geld seinen Traum.

    Und vernagelte Personen, die die Sinnhaftigkeit all dessen bestreiten, was sie selbst nicht verstehen, bringen mich in Rage.

    Grüsse
    dawk

    Antwort auf "Was für ein [...] ist"
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    • Lodda
    • 05.01.2009 um 23:30 Uhr

    Lieber dawk, ist es nicht vielleicht doch zumindest im Ansatz zynisch, die realen Probleme seiner Mitmenschen konsequent zu missachten, damit auch ja keine Skrupel entstehen könnten, wenn man sich die Milliarden und Abermilliarden vor Augen führt, die in Projekte wie CERN oder eben die Marsbesiedelung investiert werden? Ist es nicht vielleicht doch ein Akt des puren Egozentrismus, lieber als Verschwender ... ääh ... Entdecker in die Geschichtsbücher einzugehen, anstatt all humanistischer Wohltäter? Flieht der Mensch nicht schon seit Generationen vor seinen Problemen - ob in Richtung Amerika, den Westen, den Weltraum - und vergisst dabei, dass er den Grund seiner Probleme nicht zurücklassen kann, nämlich sich selbst? Ich finde es zumindest merkwürdig, dass dieser Gedanke nicht einmal im Ansatz berücksichtigt wird.

    • Lodda
    • 05.01.2009 um 23:30 Uhr

    Lieber dawk, ist es nicht vielleicht doch zumindest im Ansatz zynisch, die realen Probleme seiner Mitmenschen konsequent zu missachten, damit auch ja keine Skrupel entstehen könnten, wenn man sich die Milliarden und Abermilliarden vor Augen führt, die in Projekte wie CERN oder eben die Marsbesiedelung investiert werden? Ist es nicht vielleicht doch ein Akt des puren Egozentrismus, lieber als Verschwender ... ääh ... Entdecker in die Geschichtsbücher einzugehen, anstatt all humanistischer Wohltäter? Flieht der Mensch nicht schon seit Generationen vor seinen Problemen - ob in Richtung Amerika, den Westen, den Weltraum - und vergisst dabei, dass er den Grund seiner Probleme nicht zurücklassen kann, nämlich sich selbst? Ich finde es zumindest merkwürdig, dass dieser Gedanke nicht einmal im Ansatz berücksichtigt wird.

  1. Was für ein [...] ist das eigentlich? Als könnte man bei der Zeit nicht sinnvolleres schreiben, als irgendein [...] abzulassen! Kommentarfunktion hin oder her, aber wir haben jawohl offensichtlich genug [...] Kommentatoren auf der Erde, ich glaub echt nicht, dass wir noch mehr [...] kommentieren lassen sollten. Über solche.... mir fehlt ein Wort, denn [...] ist einfach nur noch zu schwach für solch einen Menschen - will sagen, über solcherlei [...] kann ich mich nur…

    P.S.: Wie kann man sich ueber solchen Unternehmergeist mokieren, selbst wenn er durch Steuergelder finanziert ist, und aussen vor lassen wie viel Kohle in die Ruestung geht (ein vielfaches des gesamten Forschungsetats eines beliebigen Landes). Oder was alles fuer [...] Religionen rausgeschmissen wird (auch militaerisch).

    Schlechte Gruesse an den Ausgangskommentator,
    pu

    Antwort auf "Was für ein [...] ist"
  2. toll erzählt ... liebe zeit wo habt ihr das geklaut;-)

    • Delok
    • 05.01.2009 um 23:11 Uhr

    Denn der Held aller Science-Fiction Fans ist nicht Han Solo und sein Millenium Falcon, sondern Cpt. Picard und die Enterprise D.

    Alle gegenteiligen Behauptungen sind Ketzerei!

    (Wer Sarkasmus findet darf ihn behalten)

    • Lodda
    • 05.01.2009 um 23:30 Uhr

    Lieber dawk, ist es nicht vielleicht doch zumindest im Ansatz zynisch, die realen Probleme seiner Mitmenschen konsequent zu missachten, damit auch ja keine Skrupel entstehen könnten, wenn man sich die Milliarden und Abermilliarden vor Augen führt, die in Projekte wie CERN oder eben die Marsbesiedelung investiert werden? Ist es nicht vielleicht doch ein Akt des puren Egozentrismus, lieber als Verschwender ... ääh ... Entdecker in die Geschichtsbücher einzugehen, anstatt all humanistischer Wohltäter? Flieht der Mensch nicht schon seit Generationen vor seinen Problemen - ob in Richtung Amerika, den Westen, den Weltraum - und vergisst dabei, dass er den Grund seiner Probleme nicht zurücklassen kann, nämlich sich selbst? Ich finde es zumindest merkwürdig, dass dieser Gedanke nicht einmal im Ansatz berücksichtigt wird.

    Antwort auf "besser machen"
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    • dawk
    • 07.01.2009 um 19:53 Uhr

    Hallo Lodda,

    als zynisch würde ich es nicht beschreiben, wenn Forschung betrieben wird. Eher als schwierig in der Abwägung. Wieviel investiere ich in Grundlagenforschung und Erweiterung meines Wissens über den Kosmos und wieviel Mittel stecke ich in den Kampf gegen die Unzulänglichkeiten dieser Welt. Der Herr Musk fällt bei mir übrigens eher nicht in die Forschung und ist nochmal kritischer zu hinterfragen; ich würde auch davon absehen, das CERN (der CERN?) in einen Topf mit diesem amerikanischen Unternehmer zu werfen. Aber lassen wir ihm doch seine Träumereien. Ausserdem: Pentagon-Satelliten zu sprengen ist doch so schlecht nicht.

    Aber eines darf man tatsächlich nicht vergessen: es ist eine der wesentlichen Grundeigenschaften des Menschen, zu lernen, Werkzeuge zu bauen und seine Umwelt zu verändern. Niemand kann und niemand sollte das aufhalten. Wir würden wahrscheinlich heute noch auf Bäumen sitzen, wenn es anders wäre.

    Aber es gibt eine andere Möglichkeit. Wie in anderen Kommentaren schon geschrieben wurde: die Gelder, die in die Forschung fliessen (egal welche) sind nichts im Vergleich zu den Beträgen, die in die Waffenproduktion fliessen. Hier ist der Begriff zynisch mehr als angebracht angesichts der Missstände dieser Welt; man könnte sogar mit Fäkalausdrücken operieren :-)

    Und diese Welt zu einer besseren zu machen, da kann dann auch jeder seinen Beitrag leisten. Verbrauchsärmeres Auto fahren, weniger Fleisch essen, gemeinnützige Organisationen und NGOs unterstützen. Forschungsgelder zu streichen? Kommt ganz, ganz hinten in der Reihenfolge.

    Grüsse
    dakw

    • dawk
    • 07.01.2009 um 19:53 Uhr

    Hallo Lodda,

    als zynisch würde ich es nicht beschreiben, wenn Forschung betrieben wird. Eher als schwierig in der Abwägung. Wieviel investiere ich in Grundlagenforschung und Erweiterung meines Wissens über den Kosmos und wieviel Mittel stecke ich in den Kampf gegen die Unzulänglichkeiten dieser Welt. Der Herr Musk fällt bei mir übrigens eher nicht in die Forschung und ist nochmal kritischer zu hinterfragen; ich würde auch davon absehen, das CERN (der CERN?) in einen Topf mit diesem amerikanischen Unternehmer zu werfen. Aber lassen wir ihm doch seine Träumereien. Ausserdem: Pentagon-Satelliten zu sprengen ist doch so schlecht nicht.

    Aber eines darf man tatsächlich nicht vergessen: es ist eine der wesentlichen Grundeigenschaften des Menschen, zu lernen, Werkzeuge zu bauen und seine Umwelt zu verändern. Niemand kann und niemand sollte das aufhalten. Wir würden wahrscheinlich heute noch auf Bäumen sitzen, wenn es anders wäre.

    Aber es gibt eine andere Möglichkeit. Wie in anderen Kommentaren schon geschrieben wurde: die Gelder, die in die Forschung fliessen (egal welche) sind nichts im Vergleich zu den Beträgen, die in die Waffenproduktion fliessen. Hier ist der Begriff zynisch mehr als angebracht angesichts der Missstände dieser Welt; man könnte sogar mit Fäkalausdrücken operieren :-)

    Und diese Welt zu einer besseren zu machen, da kann dann auch jeder seinen Beitrag leisten. Verbrauchsärmeres Auto fahren, weniger Fleisch essen, gemeinnützige Organisationen und NGOs unterstützen. Forschungsgelder zu streichen? Kommt ganz, ganz hinten in der Reihenfolge.

    Grüsse
    dakw

    • kai.n
    • 06.01.2009 um 0:07 Uhr

    Es ist eben das Wesen des Menschen, Neues zu Entdecken und Grenzen zu überschreiten.

    Einige der lieben Mitmenschen würden allerdings wohl heute noch lieber auf den Bäumen sitzen, weil auch damals die Kinder noch nicht genug zu essen hatten.

  3. Ich wünsche ihm viel Glück, hoffentlich gelingt es ihm, die Raumfahrt ist eine tolle Sache.
    Die Probleme der Menschheit wie Hunger , die hier angesprochen werden, werden solange es den Menschen gibt auch nichtgelöst werden. Da ist das Geld meiner Ansicht nach in der Raumfahrt besser investiert. Ausserdem sollten sie statt zu urteilen was eine Einzelperson mit ihrem Geld macht, sich vielleicht einmal fragen was der Staat mit seinem geld macht und ob er nicht besser den Hunger bekämpfen sollte , denn was der Staat mit ihren Steuergeldern macht geht sie wesentlich mehr an als was eine Privatperson mit ihrem Geld macht.

    @Delok: Nein es ist definitiv Han Solo :D

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  • Quelle DIE ZEIT, 31.12.2008 Nr. 02
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