Der Weg der ZEIT
Dieser Band vereinigt die Vorträge, die auf einer im März 2007 gemeinsam von der Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg und der Universität Nottingham veranstalteten Tagung gehalten wurden (ZEIT Nr. 14/07). Sie zeigen, wie eng die Entwicklung der ZEIT mit der Geschichte Westdeutschlands und der Bundesrepublik verknüpft ist, aber auch, wie mühsam der Weg war von den wenig rühmlichen Anfängen der Nachkriegszeit, in der sich das Blatt als nationalkonservatives Organ weit rechts von der Mitte positionierte, bis zum sozialliberalen Leitmedium, als das sich die ZEIT seit den sechziger Jahren vor allem im Kampf für die neue Ostpolitik profilierte. Das Jahr 1957 markierte hier eine Zäsur, ja Mitherausgeber Axel Schildt spricht sogar von einer »zweiten Gründung« der Wochenzeitung. Damals wurde Josef Müller-Marein Chefredakteur und prägte gemeinsam mit der Chefin des Politik-Ressorts Marion Gräfin Dönhoff die Linie des Blattes; damals stießen Theo Sommer und Hans Gresmann (wenig später auch Haug von Kuenheim und Karl-Heinz Janßen) zur ZEIT und übernahm Rudolf Walter Leonhardt die Leitung des Feuilletons. Mit der Auflage ging es von nun an steil aufwärts.
Christian Haase/Axel Schildt (Hrsg.): »DIE ZEIT« und die Bonner Republik
Eine meinungsbildende Wochenzeitung zwischen Wiederbewaffnung und Wiedervereinigung; Wallstein Verlag, Göttingen 2008; 312 S., 32,– €
Volker Ullrich: Kritik in kürze
- Datum
- Quelle DIE ZEIT, 31.12.2008 Nr. 02
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