Musste Christus sein?

Rolf Spinnler: »Ein Sieg über das Siegen«

Die ZEIT meint wohl, ihren Lesern zur Weihnachtszeit etwas Christliches präsentieren zu müssen. So lässt sie Rolf Spinnler über drei »Paulus-Philosophen« referieren. Als Leserin fühle ich mich »besoffen geredet«: hochtrabende Formulierungen, verzwickte Gedankengänge, wirre Rede und hinter allem fester Gottesglaube.

Kein Mensch kann heutzutage wissen, was damals vor 2000 Jahren wirklich abgegangen ist. Wahrheit, Verfälschung und Mythos sind untrennbar ineinander verwoben. Mir scheint, der Prediger Jesus (falls es ihn überhaupt gab) war gescheitert und wurde auf brutalste Weise hingerichtet. Eine von den Geschichten, wie sie sich im Menschheitsgeschehen immer wieder einmal ereigneten, ohne Spuren zu hinterlassen. In der Jesus-Geschichte trat jedoch ein Mensch namens Paulus auf! Der hatte das Potenzial, aus der Mücke einen Elefanten zu machen.

Soll man sagen: »Leider«? War es nötig, dass das Christentum über die Menschheit kam? Würde es sich ohne Gott und Götter auf Erden nicht besser leben lassen, nur der menschlichen Vernunft verpflichtet und den ausgehandelten Werten?

Käthe Nebel, Oldenburg

 
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    • Quelle DIE ZEIT, 31.12.2008 Nr. 02
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