Alternative Energie Kein Licht für AfrikaSeite 3/3

Doch nicht nur die andere Art zu kalkulieren durchkreuzte die Pläne des Glühbirnenherstellers. Dazu kamen weitere übliche Unwägbarkeiten. Zunächst bremsten Kämpfe zwischen Kibaki- und Odingaanhängern das Projekt, dann gab es Probleme mit dem lokalen Partner, und als es endlich losgehen sollte mit den neuen Fischerlampen, erließ die Regierung zum Schutz des Gewässers unvorhergesehen ein viermonatiges Fangverbot. Den größten Feind des Projekts hätte eine gute Planung allerdings vorhersehen müssen: das Stromnetz. Über zwei der vier Solarstationen verlaufen bereits Kabel des kenianischen Stromkonzerns KPLC, und im dritten Ort beginnen schon die Bauarbeiten. »Dass das Netz hierher kommt, hat uns ehrlich gesagt auch überrascht«, sagt Jochen Berner.

So scheint das Osram-Projekt für die Fischer bislang ein einziger Reinfall. Dabei ist die Idee, den Sonnenreichtum Afrikas anzuzapfen und damit kleine dezentrale Stationen zu betreiben, an sich sinnvoll. Und an anderen Orten könnte sie sich durchaus lohnen. Eine kleine Mittelschicht interessiert sich dafür. Lehrer, Behördenmitarbeiter und Ladenbesitzer, die sich den teuren Stromanschluss nicht leisten können, aber ihre rußenden Petroleumlampen durch eine umweltfreundliche Alternative ersetzen wollen. Rund 100 Lampen hat Osram bereits verliehen – ob sich dafür allerdings die aufwendigen Ladestationen rentieren, ist fraglich.

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Im Frühjahr wird in München entschieden, ob das Projekt weitergeführt wird. Walter Schicho von der Universität Wien glaubt, dass es noch eine Chance auf Erfolg hat, mit der nötigen Geduld. »Das geht nicht so flott, wie es Osram erwartet hat. Diese Idee bedeutet für die Kenianer eine große Veränderung, sie entsteht nicht aus dem gewohnten Rhythmus heraus. Man muss lernen, mit den anderen umzugehen, und die müssen lernen, mit einem selbst umzugehen.«

Sollte sich das Projekt am Ende nicht lohnen, bleibt zu hoffen, dass Osram wenigstens für ein ordentliches Recycling der Solarpaneele, der bleihaltigen Akkus und des Quecksilbers in den Energiesparlampen sorgt. Mit solchen Stoffen sind die Müllkippen in Afrika schon heute belastet.

Diesen Artikel finden Sie als Audiodatei im Premiumbereich unter www.zeit.de/audio

 
Leser-Kommentare
  1. Manchmal kommt man aus dem staunen einfach nicht raus. Tja bei allen Studien der Welt sollte manchmal der gesunde Menschenverstand und etwas mehr Verständnis für die Probleme der Verbraucher, vor der Profitgier, an den Tag gelegt werden, dann klappt es auch mit der Planung. Da kann man nur den Kopf schütteln, dass diese Menschen andere Probleme haben als langfristige Investitionen hätte wohl auch meine Großmutter beantworten können.

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    Das Wesen von Missverstændnissen zwischen verschiedenen Kulturen ist ja gerade, dass sie dem "gesunden Menschenverstand" zuwider laufen.

    Sollte Ihre Grossmutter also nicht gerade aus Afrika kommen, wære ihr Menschenverstand wohl auch wenig hilfreich...

    • otto_B
    • 11.01.2009 um 1:45 Uhr

    Die Milliardensumme,
    aus denen der afrikanische Leuchtpetroleum-Markt bestünde, ist ja in der Tat eine beeindruckende Zahl.
    Markterschließung ist originäre Aufgabe jeder Marketing-Abteilung. Außenmärkte. Daß wir exportabhängig sind, liest man ja jeden Tag in der Zeitung.
    Schade. Hätt ja klappen können, den fliegenden Petroleumhändlern Marktanteile abzujagen, und zu Osram umzuleiten..........
    Aber es sagte ja schon Lenin: Sowjetmacht ist Kommunismus plus........... aber den werden die Manager von Osram ja nicht gelesen haben. "Kenianischer Stromkonzern". Klingt interessant. Irgendwie normal. Netzausbau also auch in Afrika. Petroleum für die Armen, Netzanschluß für die Vermögenderen.
    Die Kombination Solarpanel-Akkuleuchte klingt irgendwie exotisch, teuer........
    Die Preise von Photovoltaikstrom bei uns sind ja bekannt.......
    Auch die Akku-Speicherung größerer Strommengen hat ja nicht unbedingt den Ruf, einfach und billig zu sein, also mit Blick auf die Batterie-Lebensdauer........

    Das Wesen von Missverstændnissen zwischen verschiedenen Kulturen ist ja gerade, dass sie dem "gesunden Menschenverstand" zuwider laufen.

    Sollte Ihre Grossmutter also nicht gerade aus Afrika kommen, wære ihr Menschenverstand wohl auch wenig hilfreich...

    • otto_B
    • 11.01.2009 um 1:45 Uhr

    Die Milliardensumme,
    aus denen der afrikanische Leuchtpetroleum-Markt bestünde, ist ja in der Tat eine beeindruckende Zahl.
    Markterschließung ist originäre Aufgabe jeder Marketing-Abteilung. Außenmärkte. Daß wir exportabhängig sind, liest man ja jeden Tag in der Zeitung.
    Schade. Hätt ja klappen können, den fliegenden Petroleumhändlern Marktanteile abzujagen, und zu Osram umzuleiten..........
    Aber es sagte ja schon Lenin: Sowjetmacht ist Kommunismus plus........... aber den werden die Manager von Osram ja nicht gelesen haben. "Kenianischer Stromkonzern". Klingt interessant. Irgendwie normal. Netzausbau also auch in Afrika. Petroleum für die Armen, Netzanschluß für die Vermögenderen.
    Die Kombination Solarpanel-Akkuleuchte klingt irgendwie exotisch, teuer........
    Die Preise von Photovoltaikstrom bei uns sind ja bekannt.......
    Auch die Akku-Speicherung größerer Strommengen hat ja nicht unbedingt den Ruf, einfach und billig zu sein, also mit Blick auf die Batterie-Lebensdauer........

  2. Das Wesen von Missverstændnissen zwischen verschiedenen Kulturen ist ja gerade, dass sie dem "gesunden Menschenverstand" zuwider laufen.

    Sollte Ihre Grossmutter also nicht gerade aus Afrika kommen, wære ihr Menschenverstand wohl auch wenig hilfreich...

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    Danke.

    Dass die Leute (die das ja alles schon immer gewusst haben...) auch nie begreifen, dass ein Unternehmen Geld verdienen muss, um auch Gutes zu tun. Im Grunde können das erst die Unternehmen, die Geld "über" haben, machen. Also bitte nicht auf Osram rumhacken, sondern denen Mut machen, das Projekt weiter zu führen.

    Vielleicht eine direkte Zusammenarbeit mit der Grameen Bank?

    Danke.

    Dass die Leute (die das ja alles schon immer gewusst haben...) auch nie begreifen, dass ein Unternehmen Geld verdienen muss, um auch Gutes zu tun. Im Grunde können das erst die Unternehmen, die Geld "über" haben, machen. Also bitte nicht auf Osram rumhacken, sondern denen Mut machen, das Projekt weiter zu führen.

    Vielleicht eine direkte Zusammenarbeit mit der Grameen Bank?

  3. Vielleicht ist nicht der ökonomische Gedanke entscheidend, sondern die Frage wer das Vorbild ist. Wenn der dann Strom verwendet, wollen das plötzlich alle.
    Möglicherweise gibt es in Afrika einfach andere Incentives als bei uns.

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    Der Artikel hat es doch mehr als verdeutlicht: Persönliche Beziehungen und entsprechende Loyalitäten sind offenbar die vorherrschenden Entscheidungsgrundlagen neben und vielleicht auch zum Teil wegen den geringen Möglichkeiten (oder Notwendigkeiten?), Geldvermögen zu erwirtschaften z. B. wegen fehlender Möglichkeit, Fangüberschüsse zu lagern.

    Um das Ganze zu verstehen, müsste aber wohl auch etwas über die Geschichte der Fischerei und der Landwirtschaft am Victoriasee und deren Beziehungen zueinender in Erfahrung gebracht werden, zum Beispiel ob es Veränderungen in den Eigentumsverhältnissen gegeben hat und wie sich diese auswirkten, oder auch das Verhältnis zwischen den Geschlechtern.

    Ich finde die Idee von Osram gut, und verfolge das Ganze schon seit der Zeit mit Interesse, als der Global Nature Fond begonnen hatte, Fischereikooperativen mit Solarlampen auszustatten. Unserer Bildungsverein Future-on-Wings e.V. hatte daran gedacht, Kontakt zu einer Schule am Victoriasee aufzunehmen für ein in Kooperation mit einer Schule in Berlin durchzuführendes Unterrichtsprojekt (über jeweilige Beweggründe und Anhaltspunkte einer nachhaltigen Entwicklung). Aber das bleibt auch aus anderen gründen erst einmal Utopie. Wünschen würde ich mir, dass Osram eine Möglichkeit findet, das Projekt erfolgreich weiter zu entwickeln, etwa indem es die Kerosinverkäufer einbezieht. Aber es scheint mir ein viel umfassenderes Projekt von Nöten, das die sozialen Beziehungen vor Ort im Blick hat und z.B. auch Ursachen und Beseitigung von Gesundheitsprobleme einschließt.

    Gruß hh

    Der Artikel hat es doch mehr als verdeutlicht: Persönliche Beziehungen und entsprechende Loyalitäten sind offenbar die vorherrschenden Entscheidungsgrundlagen neben und vielleicht auch zum Teil wegen den geringen Möglichkeiten (oder Notwendigkeiten?), Geldvermögen zu erwirtschaften z. B. wegen fehlender Möglichkeit, Fangüberschüsse zu lagern.

    Um das Ganze zu verstehen, müsste aber wohl auch etwas über die Geschichte der Fischerei und der Landwirtschaft am Victoriasee und deren Beziehungen zueinender in Erfahrung gebracht werden, zum Beispiel ob es Veränderungen in den Eigentumsverhältnissen gegeben hat und wie sich diese auswirkten, oder auch das Verhältnis zwischen den Geschlechtern.

    Ich finde die Idee von Osram gut, und verfolge das Ganze schon seit der Zeit mit Interesse, als der Global Nature Fond begonnen hatte, Fischereikooperativen mit Solarlampen auszustatten. Unserer Bildungsverein Future-on-Wings e.V. hatte daran gedacht, Kontakt zu einer Schule am Victoriasee aufzunehmen für ein in Kooperation mit einer Schule in Berlin durchzuführendes Unterrichtsprojekt (über jeweilige Beweggründe und Anhaltspunkte einer nachhaltigen Entwicklung). Aber das bleibt auch aus anderen gründen erst einmal Utopie. Wünschen würde ich mir, dass Osram eine Möglichkeit findet, das Projekt erfolgreich weiter zu entwickeln, etwa indem es die Kerosinverkäufer einbezieht. Aber es scheint mir ein viel umfassenderes Projekt von Nöten, das die sozialen Beziehungen vor Ort im Blick hat und z.B. auch Ursachen und Beseitigung von Gesundheitsprobleme einschließt.

    Gruß hh

  4. "1230 Kilowattstunden Sonnenenergie strahlen hier tagsüber pro Quadratmeter auf das Dach....."
    Bei 10h Sonnenlicht macht das 123 kW pro Stunde, pro m2, .....

    Liebe Redaktion, habt ihr niemanden, der solche Aussagen mal nachrechnet?

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    • otto_B
    • 11.01.2009 um 1:02 Uhr

    Wollt ich auch gerade posten.
    Da ist man wohl um einen Tausenderblock bei den Kommastellen verrutscht.
    Vielleicht so:
    Der Autor des schrieb "1230 Wattstunden", weil das besser klingt als magere "1,2 kWh". Und in der redaktionellen Weiterleitung wurde dann kurzerhand wieder die Einheit draus, in der Otto Normalverbraucher den Strom zählt. ....aber eben ohne umzurechnen.
    Daß sowas möglich ist, vielleicht so zu interpretieren: der in Kategorien der Naturwissenschaften denkende Ingenieur ist kein geachteter Berufsstand mehr. Dagegen reden alle (wirklich alle!) von Ökologie. Aber Physik-Chemie-Biologie wurden in der Schule abgewählt. Dann können Passagen dieser Art produziert -und verkonsumiert- werden, ohne daß sofort die Alarmglocken schrillen.
    Oberflächlichkeiten dieser Art passen letztlich auch zu dem hier diskutierten Gegenstand........was das Wunschdenken anbelangt........

    • otto_B
    • 11.01.2009 um 1:02 Uhr

    Wollt ich auch gerade posten.
    Da ist man wohl um einen Tausenderblock bei den Kommastellen verrutscht.
    Vielleicht so:
    Der Autor des schrieb "1230 Wattstunden", weil das besser klingt als magere "1,2 kWh". Und in der redaktionellen Weiterleitung wurde dann kurzerhand wieder die Einheit draus, in der Otto Normalverbraucher den Strom zählt. ....aber eben ohne umzurechnen.
    Daß sowas möglich ist, vielleicht so zu interpretieren: der in Kategorien der Naturwissenschaften denkende Ingenieur ist kein geachteter Berufsstand mehr. Dagegen reden alle (wirklich alle!) von Ökologie. Aber Physik-Chemie-Biologie wurden in der Schule abgewählt. Dann können Passagen dieser Art produziert -und verkonsumiert- werden, ohne daß sofort die Alarmglocken schrillen.
    Oberflächlichkeiten dieser Art passen letztlich auch zu dem hier diskutierten Gegenstand........was das Wunschdenken anbelangt........

    • otto_B
    • 11.01.2009 um 1:02 Uhr

    Wollt ich auch gerade posten.
    Da ist man wohl um einen Tausenderblock bei den Kommastellen verrutscht.
    Vielleicht so:
    Der Autor des schrieb "1230 Wattstunden", weil das besser klingt als magere "1,2 kWh". Und in der redaktionellen Weiterleitung wurde dann kurzerhand wieder die Einheit draus, in der Otto Normalverbraucher den Strom zählt. ....aber eben ohne umzurechnen.
    Daß sowas möglich ist, vielleicht so zu interpretieren: der in Kategorien der Naturwissenschaften denkende Ingenieur ist kein geachteter Berufsstand mehr. Dagegen reden alle (wirklich alle!) von Ökologie. Aber Physik-Chemie-Biologie wurden in der Schule abgewählt. Dann können Passagen dieser Art produziert -und verkonsumiert- werden, ohne daß sofort die Alarmglocken schrillen.
    Oberflächlichkeiten dieser Art passen letztlich auch zu dem hier diskutierten Gegenstand........was das Wunschdenken anbelangt........

    Antwort auf "tolle Energiequelle"
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    • setter
    • 11.01.2009 um 12:13 Uhr

    In unseren Breiten beträgt die Jahressumme ca 950 bis 1200 kWh je m2, und im Juni- Juli max. 8 kWh je m2 an einem Tag. Ich würde also am Victoriasee eine Jahressumme der Solarstrahlung von ca. 2200 kWh und eine tägliche Einstrahlung je nach Bewölkung von 3-12 kWh erwarten (Jahreszeitliche Schwankungen weniger durch unterschiedlich hohen Stand der Sonne wie bei uns, sondern mehr durch unterschiedliche Bewölkung) . Mit der genannten Zahl von 1230 kWh oder Wh kann ich wenig anfangen !?
    Der Einschätzung von Kommentar 5 kann ich mich nur anschließen: kaum ein Journalist besitzt in seiner Berufszeit noch das Grundwissen in naturwissenschaftlichen Fächern aus seiner Gymnasial-zeit und ist in der Lage, solche Zahlen auf ihre Plausibilität grob zu prüfen.
    Zum eigentlichen Inhalt: Kostenloses Ausleihen und Bezahlen des Nachladens wäre cleverer u. wahrscheinlich erfolgreicher gewesen .

    • setter
    • 11.01.2009 um 12:13 Uhr

    In unseren Breiten beträgt die Jahressumme ca 950 bis 1200 kWh je m2, und im Juni- Juli max. 8 kWh je m2 an einem Tag. Ich würde also am Victoriasee eine Jahressumme der Solarstrahlung von ca. 2200 kWh und eine tägliche Einstrahlung je nach Bewölkung von 3-12 kWh erwarten (Jahreszeitliche Schwankungen weniger durch unterschiedlich hohen Stand der Sonne wie bei uns, sondern mehr durch unterschiedliche Bewölkung) . Mit der genannten Zahl von 1230 kWh oder Wh kann ich wenig anfangen !?
    Der Einschätzung von Kommentar 5 kann ich mich nur anschließen: kaum ein Journalist besitzt in seiner Berufszeit noch das Grundwissen in naturwissenschaftlichen Fächern aus seiner Gymnasial-zeit und ist in der Lage, solche Zahlen auf ihre Plausibilität grob zu prüfen.
    Zum eigentlichen Inhalt: Kostenloses Ausleihen und Bezahlen des Nachladens wäre cleverer u. wahrscheinlich erfolgreicher gewesen .

    • otto_B
    • 11.01.2009 um 1:45 Uhr

    Die Milliardensumme,
    aus denen der afrikanische Leuchtpetroleum-Markt bestünde, ist ja in der Tat eine beeindruckende Zahl.
    Markterschließung ist originäre Aufgabe jeder Marketing-Abteilung. Außenmärkte. Daß wir exportabhängig sind, liest man ja jeden Tag in der Zeitung.
    Schade. Hätt ja klappen können, den fliegenden Petroleumhändlern Marktanteile abzujagen, und zu Osram umzuleiten..........
    Aber es sagte ja schon Lenin: Sowjetmacht ist Kommunismus plus........... aber den werden die Manager von Osram ja nicht gelesen haben. "Kenianischer Stromkonzern". Klingt interessant. Irgendwie normal. Netzausbau also auch in Afrika. Petroleum für die Armen, Netzanschluß für die Vermögenderen.
    Die Kombination Solarpanel-Akkuleuchte klingt irgendwie exotisch, teuer........
    Die Preise von Photovoltaikstrom bei uns sind ja bekannt.......
    Auch die Akku-Speicherung größerer Strommengen hat ja nicht unbedingt den Ruf, einfach und billig zu sein, also mit Blick auf die Batterie-Lebensdauer........

    • bb25
    • 11.01.2009 um 3:38 Uhr

    Als Mitglied einer NGO, die seit einiger Zeit ohne die Hilfe großer Firmen versucht, einen hocheffizienten Holzsparkocher in Westafrika bekannt zu machen, kenne ich diese Denkweise / Argumentation bestens. Unser Projekt wurde erst erfolgreich, als wir es den Käufern ermöglichten, den Preis in Raten zu zahlen und gleich mit der ersten Rate den Kocher aushändigten. Denn dann hat die Familie die Chance, von der ersten Minute an das eingesparte Geld zu sammeln, um die zweite Rate zu bezahlen. Leider sind Mikrokreditbanken in Afrika bisher kaum verbreitet. Wer aber meint, damit wären alle Probleme gelöst, kennt Afrika nicht. Es gibt viele Möglichkeiten, an einem gut gehendem Geschäft als Trittbrettfahrer partizipieren zu wollen, und das fängt ganz oben an.

  5. Danke.

    Dass die Leute (die das ja alles schon immer gewusst haben...) auch nie begreifen, dass ein Unternehmen Geld verdienen muss, um auch Gutes zu tun. Im Grunde können das erst die Unternehmen, die Geld "über" haben, machen. Also bitte nicht auf Osram rumhacken, sondern denen Mut machen, das Projekt weiter zu führen.

    Vielleicht eine direkte Zusammenarbeit mit der Grameen Bank?

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