Deutsche Bahn Die armen, bösen SchaffnerSpezielle Prüftrupps
Wer ist Schwarzfahrer? Bei ihren Kontrollen stehen Zugbegleiter der Bahn massiv unter Druck. Das bekommen die Reisenden zunehmend zu spüren
Krach zwischen Bahnreisenden und Zugbegleitern gibt es immer wieder. In Regionalzügen der Deutschen Bahn passiert das in letzter Zeit allerdings besonders häufig. Und meist geht es darum, ob ein Fahrgast ohne Fahrkarte tatsächlich zum Schwarzfahrer wird. Eine Frage, die nicht ganz einfach zu beantworten ist. Denn seit ein bis zwei Jahren verkauft die Deutsche Bahn in der Mehrzahl ihrer Regionalzüge keine Tickets mehr. Wer mitfahren will, muss sich seine Fahrkarte also vor dem Einsteigen besorgen: am Fahrkartenschalter, oder, wenn dieser geschlossen oder eingespart wurde, am Automaten.
Damit aber haben ältere, eilige und gelegentliche Bahnfahrer meist Probleme. Oft ist der Automat schwer zu finden, defekt, oder er wird von anderen Kartenkäufern blockiert. Manchmal ist die Reiseverbindung auch so kompliziert, dass das Gerät selbst empfiehlt: »Karte bitte im DB-Reisezentrum kaufen«. Fährt dann der Zug ein, konnten Fahrgäste früher hoffen, beim Zugbegleiter ihre Fahrkarte lösen zu können, und sei es gegen Aufpreis.
Inzwischen erleben sie nicht selten das Gegenteil: Schaffner, die das erhöhte Beförderungsgeld von 40 Euro einziehen, erklärende Gespräche verweigern, stattdessen Polizei oder Bahnpolizei rufen, ja, sich mitunter aufgeregt – »Nichts geht mehr, Sie fahren schwarz!« – vor den im Zug eventuell noch vorhandenen Kartenautomaten stellen.
Auch junge Fahrgäste gerieten nun ins Visier der Zugbegleiter. Kurz vor Weihnachten wollte eine Kontrolleurin auf der Strecke Stuttgart–Aalen ein vierjähriges Kleinkind der vorsätzlichen Beförderungserschleichung überführen. Die Frau alarmierte sogar zwei Polizisten, die beflissen drohten, das Kleine samt mitreisenden Geschwistern und Eltern mitzunehmen. Daran, dass Kinder unter sechs Jahren kostenlos Bahn fahren dürfen, erinnerte sich die Schaffnerin erst später.
Ein paar Wochen zuvor hatten Zugbegleiter in Ostdeutschland zwei 12- und 13-jährige Mädchen ohne gültige Fahrkarten aus ihren Zügen gewiesen. Die eine, die vom Musikunterricht kam und ihre Fahrkarte vergessen hatte, musste mit ihrem Cello fünf Kilometer bis nach Hause laufen. Der anderen verwehrte der Schaffner selbst einen kurzen Anruf bei der Mutter von seinem Diensthandy, bevor er das Mädchen 42 Kilometer vor ihrem Heimatbahnhof aussteigen ließ.
Ganz klar, die Kontrolleure handelten nicht nur ohne Augenmaß, sie handelten auch gegen die Dienstanweisung, nach der Minderjährige ebenso wie Schwangere, Kranke und Alkoholisierte nicht aus Zügen verwiesen werden dürfen. Aber so falsch sie auch handelten, sagen Bahnmitarbeiter hinter vorgehaltener Hand, sie handelten höchstwahrscheinlich unter starkem Druck. Die sich häufenden Berichte über Konflikte zwischen Fahrgästen und Zugbegleitern und über unangemessenes Verhalten entnervter Kontrolleure sind nach Ansicht von Bahnkennern im System angelegt. »Was sich in Zügen der Deutschen Bahn abspielt, ist nicht die Verkettung unglücklicher Umstände, sondern das Ergebnis eines Verfolgungswahns, den die Führung der Deutschen Bahn ihren Zugbegleitern verordnet hat«, formuliert Rainer Engel, Rechtsexperte beim Fahrgastverband Pro Bahn.
Denn nicht nur die Fahrgäste, auch die Schaffner selber stecken in einem Dilemma: Zwar sollen sie kundenfreundlich sein, aber Fahrkarten dürfen sie nicht mehr verkaufen. Bei einem Zugbegleiter aus Niedersachsen, der versuchte, einen Mittelweg zu finden, lief es denn auch schief: Er schickte eine dreifache Mutter, die ihr Ticket nicht entwertet hatte, bei einem Zwischenhalt schnell zum Automaten auf den Bahnsteig. Nur, der war kaputt, und dummerweise fuhr der Lokführer weiter, bevor die Frau vom Nachbargleis wiederkam – zum Entsetzen ihrer neun, elf und zwölf Jahre alten Kinder, die noch an Bord waren. Und zum Schrecken des freundlichen Zugbegleiters, der laut Vorschrift eigentlich von Frau und Kindern gleich viermal 40 Euro hätte kassieren müssen.
»Im Regionalverkehr herrschen Zustände weitab von Kundenorientierung«, sagt der Pro-Bahn-Bundesvorsitzende Karl-Peter Naumann. »Und es fehlen für die Bahnkunden durchschaubare einheitliche Regeln.«
Wer beispielsweise vom schleswig-holsteinischen Glückstadt per Bahn in Richtung Norden startet, dem kann gleich dreierlei passieren: Er nimmt einen Zug des DB-Konkurrenten Ostsee-Bahn, in dem er sein Ticket beruhigt beim Zugbegleiter kaufen kann. Er steigt in einen Fernzug der Deutschen Bahn, in dem er seine Fahrkarte ebenfalls, wenn auch gegen Aufpreis, beim Schaffner erwerben kann. Oder er erwischt einen roten Regionalzug der Deutschen Bahn, in dem er ohne Ticket gleich schwarzfährt. Ob der Automat auf dem Bahnsteig wirklich defekt oder von Menschen umlagert war, und der Betroffene deswegen kein Ticket ziehen konnte, wird erst dann nachgeprüft, wenn er sich schriftlich bei der Inkassostelle der Deutschen Bahn beschwert.
Ursprünglich wollte die Führung der Deutschen Bahn mit der Pflicht, die Karte vor dem Einsteigen zu kaufen, etwas gegen die vielen »Graufahrer« tun: Fahrgäste, die absichtlich ohne Ticket einsteigen und sich freuen, wenn kein Schaffner kommt. Kommt einer, kaufen sie eben ein Karte. Sofern sie nicht zufälligerweise auf die Toilette müssen oder sich im anderen Stockwerk des Doppelstockwaggons am Zugbegleiter vorbeimogeln – und somit zu vorsätzlichen Schwarzfahrern werden.
Zwei bis drei Prozent aller, die in Deutschland in öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs sind, fahren schwarz; 250 Millionen Euro beträgt der jährliche Einnahmeausfall laut Verband deutscher Verkehrsunternehmen im Jahr – mit steigender Tendenz.
Um Kosten zu reduzieren, baute das Bahnmanagement in den Regionalzügen während der vergangenen Jahre 3.800 Zugbegleiter ab. In Brandenburg fahren die Züge auf fast einem Viertel der Strecken mittlerweile ohne Schaffner, in Baden-Württemberg sind sogar drei Viertel der Regionalzüge ohne Kontrolleure unterwegs. Dafür gibt es zwar mobile, aus mehreren Leuten bestehende »Prüftrupps«, die unterwegs einsteigen, um die Fahrkarten zu kontrollieren, doch die können nur in einem kleinen Teil der Züge präsent sein.
Gute Zeiten für Schwarzfahrer also. Zumal »das Unrechtsbewusstsein beim Schwarzfahren sinkt«, sagt Jürgen Knörzer von der Gewerkschaft Transnet und Gesamtbetriebsrat für die DB-Regio-Zugbegleiter. Wer ohne Ticket erwischt werde, der finde obendrein häufig noch die Unterstützung anderer Fahrgäste. »Schwarzfahren«, klagt Knörzer, »das ist für einige eher ein Hobby.«
Besonders gern üben sich Jugendliche darin, Kontrollen zu entgehen. Denn selbst wenn sie im Monat ein- oder zweimal erwischt werden, kommt das oft immer noch günstiger als die Monatskarte. Falls es überhaupt etwas kostet; Gerichte urteilten wiederholt, dass reisende Unter-18-Jährige nicht zahlen müssen, weil sie nur beschränkt geschäftsfähig sind.
Und so macht es einigen auch Spaß, die in ihren Augen machtlosen Zugbegleiter zu provozieren und als »Nazis« oder »Mehdorn-Schlampen« zu beschimpfen. Schaffner berichten, sie würden bespuckt, bedroht, mit Gegenständen beworfen, sogar geschlagen. Schon bei 13- und 14-Jährigen werde die Bereitschaft zur Gewalt immer größer, sagt eine Zugbegleiterin, die im norddeutschen Raum seit zwanzig Jahren ihren Dienst tut – und was könne ein einzelner Kontrolleur gegen eine Horde Betrunkener schon ausrichten? »Vor allem am Wochenende und abends geht das so weit, dass einige Kollegen keine Kontrollen mehr machen.«
Genau das kann die Zugbegleiter ihren Job kosten. Denn die überraschend auftauchenden mobilen Prüftrupps der Deutschen Bahn sollen auch ihnen auf die Finger schauen. Zusätzlich sind in den Zügen »Mystery Customers« unterwegs: Als Fahrgäste getarnt sollen sie im Auftrag der Bahn testen, ob sich ein Kontrolleur beispielsweise gegenüber einem Schwarzfahrer auch wirklich vorschriftsgemäß verhält. Anderenfalls drohen Schwierigkeiten bis hin zur Abmahnung und Entlassung.
Bahninsider berichten, die Angst vor dem »Spionagesystem« einerseits und der Druck durch renitente Bahnfahrer andererseits seien so groß, dass manche im Zweifel und aus Hilflosigkeit »härter durchgriffen« und es auch vorkommen könne, dass Minderjährige einfach an die Luft gesetzt würden.
Gewerkschafter Knörzer plädiert dafür, auf regionalen Strecken wieder mehr Zugbegleiter einzusetzen, und zwar in Zweierteams, statt die verbleibenden Kontrolleure in diesem Nervenkrieg allein zu lassen.
Zumindest in einigen Landesregierungen scheint man das mittlerweile ähnlich zu sehen. Bei den laufenden Neuausschreibungen für regionale Bahnstrecken wollen die Verantwortlichen in Berlin-Brandenburg wieder in jedem Regionalzug einen Begleiter haben. Auch auf den neu vergebenen Strecken in Sachsen-Anhalt fährt wieder überall ein Schaffner mit.
Für Karl-Peter Naumann von Pro Bahn ist das allerdings nur der erste Schritt in die richtige Richtung: »Nun muss es für Fahrgäste, die vorher nicht an ihre Karte gekommen sind, wieder einen Weg geben, im Zug ihr Ticket zu erwerben, ohne gleich als Schwarzfahrer dazustehen. Gerne gegen Aufpreis – oder, wenn die Bahnführung das lieber so nennen möchte: gegen einen Bedienzuschlag.«
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- Datum 10.01.2009 - 13:50 Uhr
- Quelle DIE ZEIT, 08.01.2009 Nr. 03
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und zwar haben die letzten Jahre viele Leute gerade in den gesellschaftlichen Eliten den Kapitalismus und die Marktwirtschaft zunehmend durch ein anderes Modell ersetzt: Gier.
Im Kapitalismus gibt es sehr wohl, gar nicht mal so kleine, Sektoren in der Wirtschaft die ausdrücklich vom Gewinnstreben ausgenommen sind. Alle Bereiche die Vorleistungen bringen wie die Bildung oder aber auch die Infrastruktur die es ja erst als Voraussetzung braucht um in Wirtschaftsunternehmen Gewinne und Wohlstand zu erwirtschaften.
Keiner verlangt von den Millionen Straßenkilometern in der Republik gewinne zu machen, die sind ein abartiges "Zuschussgeschäft". Auch LKW Maut und vermeintliche "abzocker" Bußgelder (die meist nicht einmal die Kosten der eintreibenden Beamten decken) ändern daran nichts. Dies geht bis hin zur Rolltreppe im Einkaufszentrum die natürlich auch ein reines Zuschussgeschäft ist, noch einfacher lässt sich dies am PKW illustrieren. Kein Arbeitnehmer verdient Geld indem er im Auto zu seinem Arbeitsplatz fährt, aber ohne mit dem Auto dorthin zu fahren kann er dort kein Geld verdienen.
So ist es auch mit der Bahn, auf die gesamte Volkswirtschaft betrachtet. Klar müssen Schwarzfahrer verfolgt werden, sonst sind nur "die Ehrlichen die Dummen" wie man so schön sagt. Es gibt aber Augenmaß und Fälle die das Leben schreibt die unmöglich in Richtlinien berücksichtigt werden können. Und wenn hier die Schaffner aus Druck möglichst viele Schwarzfahrer zu erwischen selbst Kinder, laut Richtlinie nicht erlaubt, aus dem Zug werfen dann geht das zu weit. Freilich geben die Schaffner nur den Druck weiter dem sie selbst ausgesetzt sind. Die Bahn ist nicht dazu da Gewinne zu machen und den Irrsinn vom Börsengang sollte man besser heute denn morgen einstampfen. Und die Bahn AG wieder als öffentlich-rechtliche Unternehmung führen die weder Gewinne machen darf noch muss sondern kostendeckend arbeitet. Selbst dies ist für ein Infrastrukturunternehmen schon sehr anspruchsvoll.
>Die Bahn ist nicht dazu da Gewinne zu machen und den Irrsinn vom Börsengang sollte man besser heute denn morgen einstampfen
"Die da Oben" ziehen da völlig losgelöst vom Irdischen ihr Ding durch. Ich kenne bisher noch kein Beispiel, bei dem eine privatisierte Bahn einigermaßen funktioniert und das gesellschaftliche Ziel CO2 und einigermaßen flächendeckende Versorgung erreicht wird.
Der ehemalige, querdenkende und geschasste VW-Vorstand Goedevert sagte dazu ganz simple in einer Talkshow: " In Frankreich ist die Bahn staatlich und funktioniert, in England ist sie privat und funktioniert nicht".
Würden sich meine Volksvertreter einmal herunterlassen und mir erklären, warum ich das von meinen Großeltern und Eltern aufgebaute Infrastruktur-Unternehmen dann eigentlich verscherbeln soll. Um mich selbst über Ohr zu hauen oder um diese perversen Vorstandsgehälter zu ermöglichen und dann irgendwelche verdienten Politiker zu parken, die noch nicht genug abbekommen haben?
Mit ihrem Kommentar bin ich einverstanden... nur, die Ueberschrift mit den "Antikapitalisten" verstehe ich nicht ganz. Ich hoffe doch, das dies nicht ein Versuch ist herkömmliche Begriffsdefinitionen aus dem Zeitgeistigen Kontext zu reissen und für eigene Zwecke zu beanspruchen.
Sind jetzt sehr gierige Kapitalisten plötzlich Antikapitalisten weil diese ein inherent gieriges System noch gieriger machen und gemäss ihrem Kommentar also unbrauchbar machen? Ist es das was Sie meinen?
;-)
“When I give food to the poor, they call me a saint. When I ask why the poor have no food, they call me a communist." — Dom Hélder Câmara
>Keiner verlangt von den Millionen Straßenkilometern in der Republik gewinne zu machen, die sind ein abartiges "Zuschussgeschäft".<
Armselig, daß ein solcher "projektiver" Kommentar auch noch 5 "Dinger" bekommt, wo die Fakten schlicht falsch sind.
Wenn man die straßenverkehrsgebundenen Steuereinnahmen dazu nimmt
(und ohne Straßen wuerde nun mal niemand Mineralöl- Öko- und Kfz-Steuern bezahlen...), sind die Straßen ein hübsches Gewinngeschäft für den Staat. So hübsch, daß sogar ein "abartiges Zuschussgeschäft", wie die Bahn damit subventioniert wird.
Der Meinung, daß es nicht Aufgabe von Verkehrssystemen ist, Maximalrenditen abzuwerfen, kann ich hingegen zustimmen.
>Die Bahn ist nicht dazu da Gewinne zu machen und den Irrsinn vom Börsengang sollte man besser heute denn morgen einstampfen
"Die da Oben" ziehen da völlig losgelöst vom Irdischen ihr Ding durch. Ich kenne bisher noch kein Beispiel, bei dem eine privatisierte Bahn einigermaßen funktioniert und das gesellschaftliche Ziel CO2 und einigermaßen flächendeckende Versorgung erreicht wird.
Der ehemalige, querdenkende und geschasste VW-Vorstand Goedevert sagte dazu ganz simple in einer Talkshow: " In Frankreich ist die Bahn staatlich und funktioniert, in England ist sie privat und funktioniert nicht".
Würden sich meine Volksvertreter einmal herunterlassen und mir erklären, warum ich das von meinen Großeltern und Eltern aufgebaute Infrastruktur-Unternehmen dann eigentlich verscherbeln soll. Um mich selbst über Ohr zu hauen oder um diese perversen Vorstandsgehälter zu ermöglichen und dann irgendwelche verdienten Politiker zu parken, die noch nicht genug abbekommen haben?
Mit ihrem Kommentar bin ich einverstanden... nur, die Ueberschrift mit den "Antikapitalisten" verstehe ich nicht ganz. Ich hoffe doch, das dies nicht ein Versuch ist herkömmliche Begriffsdefinitionen aus dem Zeitgeistigen Kontext zu reissen und für eigene Zwecke zu beanspruchen.
Sind jetzt sehr gierige Kapitalisten plötzlich Antikapitalisten weil diese ein inherent gieriges System noch gieriger machen und gemäss ihrem Kommentar also unbrauchbar machen? Ist es das was Sie meinen?
;-)
“When I give food to the poor, they call me a saint. When I ask why the poor have no food, they call me a communist." — Dom Hélder Câmara
>Keiner verlangt von den Millionen Straßenkilometern in der Republik gewinne zu machen, die sind ein abartiges "Zuschussgeschäft".<
Armselig, daß ein solcher "projektiver" Kommentar auch noch 5 "Dinger" bekommt, wo die Fakten schlicht falsch sind.
Wenn man die straßenverkehrsgebundenen Steuereinnahmen dazu nimmt
(und ohne Straßen wuerde nun mal niemand Mineralöl- Öko- und Kfz-Steuern bezahlen...), sind die Straßen ein hübsches Gewinngeschäft für den Staat. So hübsch, daß sogar ein "abartiges Zuschussgeschäft", wie die Bahn damit subventioniert wird.
Der Meinung, daß es nicht Aufgabe von Verkehrssystemen ist, Maximalrenditen abzuwerfen, kann ich hingegen zustimmen.
>Die Bahn ist nicht dazu da Gewinne zu machen und den Irrsinn vom Börsengang sollte man besser heute denn morgen einstampfen
"Die da Oben" ziehen da völlig losgelöst vom Irdischen ihr Ding durch. Ich kenne bisher noch kein Beispiel, bei dem eine privatisierte Bahn einigermaßen funktioniert und das gesellschaftliche Ziel CO2 und einigermaßen flächendeckende Versorgung erreicht wird.
Der ehemalige, querdenkende und geschasste VW-Vorstand Goedevert sagte dazu ganz simple in einer Talkshow: " In Frankreich ist die Bahn staatlich und funktioniert, in England ist sie privat und funktioniert nicht".
Würden sich meine Volksvertreter einmal herunterlassen und mir erklären, warum ich das von meinen Großeltern und Eltern aufgebaute Infrastruktur-Unternehmen dann eigentlich verscherbeln soll. Um mich selbst über Ohr zu hauen oder um diese perversen Vorstandsgehälter zu ermöglichen und dann irgendwelche verdienten Politiker zu parken, die noch nicht genug abbekommen haben?
will ich so nicht stehen lassen.
Die Bahn in Japan ist privatisiert, seit langem. Die japanische Bahn ist dermaßen pünktlich dass auch die sonst so prahlerischen Schweizer da ganz schnell kleinlaut werden, Verspätungen sind quasi nicht existent und bewegen sich im Jahresdurchschnitt im Sekundenbereich. Trotz der vielen Taifune und Erdbeben die Japan heimsuchen. Auch was Sauberkeit von Zügen und Bahnhöfen angeht ein Wunderland für jeden europäischen Bahnfahrer.
Dies hat aber kulturelle Gründe. Zum einen natürlich den Arbeitsethos und den Ordnungssinn vom dem sich auch die angeblich so pedantischen Deutschen (der Stereotyp ist heute so wenig richtig wie wohl noch nie) eine große Scheibe abschneiden könnten. Zum anderen auch dass dort Führungskräfte eine andere Auffassung von Dienst und Pflicht haben. Selbst Chefs von Toyota, bis vor kurzem ja ein wahnsinnig erfolgreiches Unternehmen, haben selbst in den Boomphasen ihrer Unternehmen nur Gehälter bezogen die hiesigem mittleren Management entsprechend. Niemand erhält in Japan, egal in welchem Konzern, annähernd soviel wie alleine der Vorstand der Deutschen Bahn.
Die selbstdisziplinierten Fahrgäste, die bescheidenen Manager,.. all dies trägt in Japan dazu bei. Und natürlich auch pragmatischere Politik. Denn eines ist auch klar, so sauber und ordentlich die japanische Gesellschaft auf den ersten Blick erscheint so durchzogen ist sie von Korruption und Vetternwirtschaft. Darum wurde der Bahnverkehr auch in ganze sieben Gesellschaften aufgeteilt die untereinander Konkurrieren, und auch ein Monopol verhindern.
In unserer egoistischen Ellbogengesellschaft, aber auch in unserem nicht mehr aus Untertanen bestehenden Gesellschaft (hat ja auch positive Seiten, der Individualismus) ist so eine Art des Betriebes aber undenkbar. Der Markt ist einfach ein anderer und ich denke dass darum der private Bahnverkehr unter europäischen Bedingungen nicht funktionieren kann. Die Qualitäten die es dazu braucht sind eben bei uns nur unter der Regie des Staates zu finden, leider. Ob da die Bahn AG auf dem falschen Gleis ist oder nicht unsere ganze Gesellschaft ist eine andere Frage.
Bitte tun Sie dann auch etwas - z.B. bei der nächsten Wahl!
Zur Erinnerung:
- in der CDU hat sich gar nie (bis auf wenige Ausnahmen von einzelnen Parlamentariern) Widerstand gegen den Unsinn "Bahnprivatisierung geregt"
- die Spitze der SPD hat sich in dieser Frage einfach über einen Parteitagsbeschluss hinweggesetzt.
So leid mir das für die vielen ehrlichen und bestimmt gut meinenden CDU- und SPD-Mitglieder an der Basis auch tut: Mit diesem abgehobenen und (man kann gute Gründe finden, um zu sagen:) korrupten "Spitzenpersonal" kann man doch weder die eine noch die andere "Volkspartei" guten Gewissens wählen.
will ich so nicht stehen lassen.
Die Bahn in Japan ist privatisiert, seit langem. Die japanische Bahn ist dermaßen pünktlich dass auch die sonst so prahlerischen Schweizer da ganz schnell kleinlaut werden, Verspätungen sind quasi nicht existent und bewegen sich im Jahresdurchschnitt im Sekundenbereich. Trotz der vielen Taifune und Erdbeben die Japan heimsuchen. Auch was Sauberkeit von Zügen und Bahnhöfen angeht ein Wunderland für jeden europäischen Bahnfahrer.
Dies hat aber kulturelle Gründe. Zum einen natürlich den Arbeitsethos und den Ordnungssinn vom dem sich auch die angeblich so pedantischen Deutschen (der Stereotyp ist heute so wenig richtig wie wohl noch nie) eine große Scheibe abschneiden könnten. Zum anderen auch dass dort Führungskräfte eine andere Auffassung von Dienst und Pflicht haben. Selbst Chefs von Toyota, bis vor kurzem ja ein wahnsinnig erfolgreiches Unternehmen, haben selbst in den Boomphasen ihrer Unternehmen nur Gehälter bezogen die hiesigem mittleren Management entsprechend. Niemand erhält in Japan, egal in welchem Konzern, annähernd soviel wie alleine der Vorstand der Deutschen Bahn.
Die selbstdisziplinierten Fahrgäste, die bescheidenen Manager,.. all dies trägt in Japan dazu bei. Und natürlich auch pragmatischere Politik. Denn eines ist auch klar, so sauber und ordentlich die japanische Gesellschaft auf den ersten Blick erscheint so durchzogen ist sie von Korruption und Vetternwirtschaft. Darum wurde der Bahnverkehr auch in ganze sieben Gesellschaften aufgeteilt die untereinander Konkurrieren, und auch ein Monopol verhindern.
In unserer egoistischen Ellbogengesellschaft, aber auch in unserem nicht mehr aus Untertanen bestehenden Gesellschaft (hat ja auch positive Seiten, der Individualismus) ist so eine Art des Betriebes aber undenkbar. Der Markt ist einfach ein anderer und ich denke dass darum der private Bahnverkehr unter europäischen Bedingungen nicht funktionieren kann. Die Qualitäten die es dazu braucht sind eben bei uns nur unter der Regie des Staates zu finden, leider. Ob da die Bahn AG auf dem falschen Gleis ist oder nicht unsere ganze Gesellschaft ist eine andere Frage.
Bitte tun Sie dann auch etwas - z.B. bei der nächsten Wahl!
Zur Erinnerung:
- in der CDU hat sich gar nie (bis auf wenige Ausnahmen von einzelnen Parlamentariern) Widerstand gegen den Unsinn "Bahnprivatisierung geregt"
- die Spitze der SPD hat sich in dieser Frage einfach über einen Parteitagsbeschluss hinweggesetzt.
So leid mir das für die vielen ehrlichen und bestimmt gut meinenden CDU- und SPD-Mitglieder an der Basis auch tut: Mit diesem abgehobenen und (man kann gute Gründe finden, um zu sagen:) korrupten "Spitzenpersonal" kann man doch weder die eine noch die andere "Volkspartei" guten Gewissens wählen.
will ich so nicht stehen lassen.
Die Bahn in Japan ist privatisiert, seit langem. Die japanische Bahn ist dermaßen pünktlich dass auch die sonst so prahlerischen Schweizer da ganz schnell kleinlaut werden, Verspätungen sind quasi nicht existent und bewegen sich im Jahresdurchschnitt im Sekundenbereich. Trotz der vielen Taifune und Erdbeben die Japan heimsuchen. Auch was Sauberkeit von Zügen und Bahnhöfen angeht ein Wunderland für jeden europäischen Bahnfahrer.
Dies hat aber kulturelle Gründe. Zum einen natürlich den Arbeitsethos und den Ordnungssinn vom dem sich auch die angeblich so pedantischen Deutschen (der Stereotyp ist heute so wenig richtig wie wohl noch nie) eine große Scheibe abschneiden könnten. Zum anderen auch dass dort Führungskräfte eine andere Auffassung von Dienst und Pflicht haben. Selbst Chefs von Toyota, bis vor kurzem ja ein wahnsinnig erfolgreiches Unternehmen, haben selbst in den Boomphasen ihrer Unternehmen nur Gehälter bezogen die hiesigem mittleren Management entsprechend. Niemand erhält in Japan, egal in welchem Konzern, annähernd soviel wie alleine der Vorstand der Deutschen Bahn.
Die selbstdisziplinierten Fahrgäste, die bescheidenen Manager,.. all dies trägt in Japan dazu bei. Und natürlich auch pragmatischere Politik. Denn eines ist auch klar, so sauber und ordentlich die japanische Gesellschaft auf den ersten Blick erscheint so durchzogen ist sie von Korruption und Vetternwirtschaft. Darum wurde der Bahnverkehr auch in ganze sieben Gesellschaften aufgeteilt die untereinander Konkurrieren, und auch ein Monopol verhindern.
In unserer egoistischen Ellbogengesellschaft, aber auch in unserem nicht mehr aus Untertanen bestehenden Gesellschaft (hat ja auch positive Seiten, der Individualismus) ist so eine Art des Betriebes aber undenkbar. Der Markt ist einfach ein anderer und ich denke dass darum der private Bahnverkehr unter europäischen Bedingungen nicht funktionieren kann. Die Qualitäten die es dazu braucht sind eben bei uns nur unter der Regie des Staates zu finden, leider. Ob da die Bahn AG auf dem falschen Gleis ist oder nicht unsere ganze Gesellschaft ist eine andere Frage.
Was mir sehr positiv aufgefallen ist (ich war bisher nur in Tokyo und weiß daher nicht, wie es auf dem Land aussieht): Das Ticket-System. Um zu den Gleisen zu kommen wird das gelöste Ticket in einen Automaten gesteckt, der der den Abfahrtsbahnhof festhält und danach eine Drehtüre freigibt.
Am Zielbahnhof dasselbe Spiel, um wieder nach draußen zu kommen. Nachzahlen ist überhaupt kein Problem: man bezahlt genau für die Strecke, die man gefahren ist und die Preise sind auch erschwinglich.
Übrigens: So vollgestopfte Züge wie in Japan habe ich noch nirgends sonst erlebt - trotzdem ist es in sehr viel angenehmer als hierzulande, selbst wenn es nur halb so voll ist. Warum? Ich glaube es hat (neben dem rücksichtsvolleren Umgang miteinander) auch mit der Körperhygiene zu tun :)
Was mir sehr positiv aufgefallen ist (ich war bisher nur in Tokyo und weiß daher nicht, wie es auf dem Land aussieht): Das Ticket-System. Um zu den Gleisen zu kommen wird das gelöste Ticket in einen Automaten gesteckt, der der den Abfahrtsbahnhof festhält und danach eine Drehtüre freigibt.
Am Zielbahnhof dasselbe Spiel, um wieder nach draußen zu kommen. Nachzahlen ist überhaupt kein Problem: man bezahlt genau für die Strecke, die man gefahren ist und die Preise sind auch erschwinglich.
Übrigens: So vollgestopfte Züge wie in Japan habe ich noch nirgends sonst erlebt - trotzdem ist es in sehr viel angenehmer als hierzulande, selbst wenn es nur halb so voll ist. Warum? Ich glaube es hat (neben dem rücksichtsvolleren Umgang miteinander) auch mit der Körperhygiene zu tun :)
Bitte tun Sie dann auch etwas - z.B. bei der nächsten Wahl!
Zur Erinnerung:
- in der CDU hat sich gar nie (bis auf wenige Ausnahmen von einzelnen Parlamentariern) Widerstand gegen den Unsinn "Bahnprivatisierung geregt"
- die Spitze der SPD hat sich in dieser Frage einfach über einen Parteitagsbeschluss hinweggesetzt.
So leid mir das für die vielen ehrlichen und bestimmt gut meinenden CDU- und SPD-Mitglieder an der Basis auch tut: Mit diesem abgehobenen und (man kann gute Gründe finden, um zu sagen:) korrupten "Spitzenpersonal" kann man doch weder die eine noch die andere "Volkspartei" guten Gewissens wählen.
garantieren in meinen Augen das Grundrecht auf Freizügigkeit!
Dieses Grundrecht besteht nunmal 2009 nicht einfach nur darin zu Fuß von Hamburg nach Lindau gehen zu dürfen...
Die Verkehrverbünde, aber auch die "große Bahn" betreiben mittlerweile eine mobilitätsfeindliche Preis- und Produktpolitik. Die Preise in den Ballungsräumen steigen jährlich empflindlich unproportional zu den Gehältern, die Bahn bietet miese Leistungen und dünnt das entscheidende Regionale Angebot aus.
Man fährt nunmal öfter zur Tante ins Nachbardorf, als zum Großonkel in 600 km Entfernung.
In dieser von Unmut geladenen Atmosphäre treten Kontrolletis wie Zöllner auf. Sie erzeugen nichts als Mißmut und kaum ein Fahrgast gönnt dem Verkehrsunternehmer seine Wucherpreise. Die Menschen MÜSSEN Bahn fahren, genauso wie sie heizen MÜSSEN. Wer daraus dreist Kapital schlägt und das den ausgelieferten "Kunden" als wirtschaftlichen Fortschritt verkauft der am besten - oh Zauberwort - irgendwelche Arbeitsplätze angeblich sichert (obwohl die doch Systembedingt immer unsicher sind und bleiben)...
[...]
Ich bin sehr dafür, dass der Beruf des Kontrolleurs abgeschafft wird.
Wie wärs:
Jeder der Bahn fährt bekommt eine Chipkarte, die ein Lesegerät im Zug automatisch registriert. Die Monatskarte wird "als Vertrag vereinbart" und als "Marker" auf den Chip "geladen". Jeder Fahrgast bekommt auf die Karte mindestens 250€ zinslosen Kredit. Sporadisch finden Kontrollen statt von verbeamteten Schaffnern, die gegen perso sofort eine vorläufige chipkarte aushändigen, oder sonst den fälligen Betrag bar kassieren. Wer seinen Kredit aufgebraucht hat muss immer bar zahlen.
Keine Polizei, keine öffentliche Zurschaustellung, keine Schwarzfahrer.
Im übrigen ist Kontrolleur für mich der niederste Beruf dem man überhaupt nachgehen kann. Wären meine Kinder Kontrolleure ich würde mich schämen
[gekürzt. Bitte achten Sie auf Ihre Wortwahl und bleiben Sie sachlich. Danke. Die Redaktion/ew]
"Im übrigen ist Kontrolleur für mich der niederste Beruf dem man überhaupt nachgehen kann. Wären meine Kinder Kontrolleure ich würde mich schämen"
Wieso?
Salus Publica Suprema Lex
"Im übrigen ist Kontrolleur für mich der niederste Beruf dem man überhaupt nachgehen kann. Wären meine Kinder Kontrolleure ich würde mich schämen"
Wieso?
Salus Publica Suprema Lex
Mit ihrem Kommentar bin ich einverstanden... nur, die Ueberschrift mit den "Antikapitalisten" verstehe ich nicht ganz. Ich hoffe doch, das dies nicht ein Versuch ist herkömmliche Begriffsdefinitionen aus dem Zeitgeistigen Kontext zu reissen und für eigene Zwecke zu beanspruchen.
Sind jetzt sehr gierige Kapitalisten plötzlich Antikapitalisten weil diese ein inherent gieriges System noch gieriger machen und gemäss ihrem Kommentar also unbrauchbar machen? Ist es das was Sie meinen?
;-)
“When I give food to the poor, they call me a saint. When I ask why the poor have no food, they call me a communist." — Dom Hélder Câmara
"Im übrigen ist Kontrolleur für mich der niederste Beruf dem man überhaupt nachgehen kann. Wären meine Kinder Kontrolleure ich würde mich schämen"
Wieso?
Salus Publica Suprema Lex
In aller Prägnanz:
Müssen wir uns ein solch unsinniges System in der heutigen Zeit eigentlich noch leisten? Der Bahnvorstand ist mir sowas von unsypathisch - angefangen beim Lokführerstreit und Frau Sukahle, über den ICE-Radrbuch und Herrn Mehdorn.
Generell - dieser Vorstand gehört gefeuert. Die dt. Bahn ist kein international agierender Logistikkonzern, sondern eine auf das ALLGEMEINWOHL ORIENTIERTE STAATSBAHN.
Mit dem Crash in der USA ist endlich auch diese dumme Ideologie der Gier zu Ende. Nur heißt das auch nicht, nur weil es eine Staatsbahn ist, stimmt der Service und der Preis. Gerade die Vergangenheit lehrt uns doch, dass die Staatsunternehmen von der Politik oftmals als sekundäre Auffangbecken missbraucht werden:
Politiker xyz muss noch bis zu Pansion versorgt werden -> ab in den Bahnvorstand.
Die Konjunktur lahmt - schnell noch das Personal in den Staatsbetrieben erhöhen - diese Wasserkopfbürokratien verteuern dann das Produkt der Bahn und verhindern den Fortschritt.
Ich schlage eine radikae, andere Lösung vor:
Wir spalten den gesamten Öffentlichen Verkehr aus den öffentlichen Haushalten ab und unterstellen die gesamte Organisation einer Art öffentlichen Zentralorganisation wie die EZB im Finanzsektor mit garantierter unabhängigkeit.
Hinterher werden kriterien festgelet, wie Kostenreduktion pro Fahrgast und Kilometer. Die Verbesserung der Transportgeschwindigkeit von Punkt a zu b in Deutschland/Europa. Die Sicherstellung einer flächendeckenden Verfügbarkeit.
Das Abrechnungssystem in den "Öffentlichen" wird radikal modernisiert und schnellstmöglich auf Funkchips bzw. Chipkarten umgestellt. Züge werden nur noch Vollständig kontrolliert - mehrere Kontrolleure gleichzeitig und alle Fahrgäste.
Eine andere Möglichkeit wäre es den öffentlichen Verkehr komplett über Steuern zu finanzieren - ohne Zuzahlungen. Damit würde auch die Billetierung entfallen und massive Kosten einsparen. Nur die ICE-Züge würden dann einen Aufpreis kosten. Allerdings auch mit einem wesentlich vereinfachten Preissystem. Lediglich die Sitzplatzgarantie würde ich dann eventuell verkaufen + 1. Klasse Reisen.
Finanzieren könnte man das ganze über eine Kopfpauschale von ca. 50-100€ im Monat. Jeder erhielte dann eine Monatskarte gratis als Gegenleistung.
Das würde dann auch zu einem massiven Ausbau des Ö-Verkehrs führen, weil jeder nun abwägen müsste, ob sich das Auto wirklich rechnet.
In ländlichen Gebieten kann das Ö-System durch Automeitstationen ergänzt werden. Mit dem Ausweis werden die Autos freigeschalten und man kann dann mit knapp motorisierten, günstigen Autos (Land) individuell die Ziele ansteuern. So eine Art Carsharing.
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Mit den neuen Technologien wäre sehr vieles machbar - nur hat momentan keiner ein Interesse an einer Verbesserung von öffentlichen Gütern.
Der Gewinn zählt und alles was keinen Gewinn abwirft wird vernachlässigt. Sie Ö.Schulen, Ö-Unis usw. - das ist Dumm. Aber es war eben die Ideologie der letzten 20 Jahre. Hoffentlich stribt Sie mit dem Finanzmarkt in den USA/GB.
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P.S. wir fliegen zum Mond, bald zum Mars, haben Handy, Internet und Lap-Top, und können sowas einfach nicht technisch besser organisieren?!?
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