Weltwirtschaftskrise Der Sand trägtSeite 3/3
Den Kleinen wie Rajeev Devi indes wird das wenig helfen. Der Immobilienhändler will seine Wohnungen zu fast jedem Preis verkaufen. »Jeder Monat länger reißt mich tiefer in die Schulden«, sagt er. In Indien könne er billiger leben, deshalb bereite er seinen Abschied vom Golf vor. Zumindest für den koreanischen Wagen hat er schon einen Interessenten gefunden. Sein Zimmernachbar will Taxifahrer werden. Rajeev Devi nicht: »In der Krise ist für mich hier kein Platz mehr.«
Von diesen Alltagsdramen bekommt der Tourist nichts mit. Das Hotel Mina A’Salam ist den warmen Winter hindurch ausgebucht. Von einem Balkon schaut man auf die künstliche Lagune, von der Gondeln lospaddeln, um die Gäste auf eigens angelegten Kanälen in ihre Zimmer zu fahren. Dahinter liegt wie ein hellblauer Veloursteppich der Golf.
Auf dem Balkon sitzt die Immobilienmaklerin Debbie Bärtschie und erklärt, warum sie der Krise auch etwas Positives abgewinnen kann. »Das Flipping geht zu Ende«, sagt sie, jetzt werde mehr Ernsthaftigkeit einkehren. Bärtschi erwartet, dass in den nächsten Jahren mehrere Hunderttausend Menschen in die Emirate ziehen werden. »Diese Kunden werden nach Qualität fragen«, meint die Maklerin. Ihre Firma, Engel & Völkers aus Hamburg, eröffnet in diesen Tagen am Golf neue Filialen. »Wir glauben an das Modell Dubai.«
Das klingt wie eine fast magische Beschwörung besserer Zeiten. Aber eines kann man im global vernetzten Dubai vorhersagen: Wenn es der Weltwirtschaft wieder besser geht, wird diese Metropole zu den ersten gehören, die davon profitieren.
* Name von der Redaktion geändert
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- Datum 26.11.2009 - 10:42 Uhr
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- Quelle DIE ZEIT, 08.01.2009 Nr. 03
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dort gehören sie hin. Sollen sie shoppen und wellnessen bis ans Ende Ihrer Tage. In selbstgewählten wüsten Wüsten-Ghettos.
Endlich einmal etwas, in dem wir bedingungslos übereinstimmen.
Salus Publica Suprema Lex
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Was habe ich falsch gemacht? Zu populistisch wahrscheinlich ...
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Den Scheichs wird es sicher nicht schlechter gehen als vorher. Mehr als seine Hände unter goldenen Wasserhähnen waschen geht nicht. Treffen wird es eher die Wanderarbeiter und die kleinen Geschäftemacher, wie unseren Inder, die versuchen, mit Umtriebigkeit, Geschick und Bauernschläue etwas vom großen Kuchen abzubekommen.
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