Friedlich durch Fellpflege

Die soziale Funktion der Fellpflege haben Forscher an der University of Exeter jetzt an einer Gruppe von Erdmännchen untersucht, indem sie die Tiere von Parasiten befreiten (Proceedings of the Royal Society B: Biological Sciences). Daraufhin wurde zwar weniger gelaust, und die Tiere zeigten vermehrt Unterwerfungsverhalten. Aber entgegen früherer Annahmen stieg die Aggressivität in der Gruppe nicht generell an. Wenn jedoch Konflikte auftraten, lösten die Tiere diese auf bewährte Weise – und lausten sich wieder mehr.

Spiegelauge, sei wachsam

Eine bisher unbekannte Kombination aus Linsen- und Spiegeloptik haben Tübinger Anatomen bei einem Tiefseefisch entdeckt (Current Biology). In der dunklen Tiefsee erzeugen nur deren Bewohner schwaches Licht. Fische, die sich visuell orientieren, haben daher meist hochempfindliche Röhrenaugen. Sie bieten aber nur Sicht in eine Richtung. Der Gespensterfisch Dolichpteryx longipes kann jedoch nicht nur mit einem Röhrenauge nach oben schauen, sondern dank einer Spiegeloptik auch wahrnehmen, was unter ihm vorgeht. Von unten kommendes Licht fällt durch eine transparente Hornhaut am unteren Augenrand auf einen Spiegel im Auge, der es auf eine zweite Netzhaut reflektiert. Diese Spiegeloptik war bislang nur bei wirbellosen Tieren bekannt.

Diabetes bremst Gehirn

Diabetes verlangsamt das Denken, behindert es aber nicht. Zu diesem Ergebnis kamen Psychologen der Canada University in Alberta, als sie die kognitiven Fähigkeiten von Typ-2-Diabetikern und Gesunden verglichen. Auf äußere Reize reagieren Diabetiker teilweise später, zudem brauchen sie manchmal länger, um geplante Handlungen auszuführen. Die Defizite in der Geschwindigkeit treten mit einsetzendem Diabetes auf, aber verschlimmern sich im Lauf der Jahre nicht. Große Sorgen um ihre Intelligenz müssen sich Diabetiker nicht machen: Bei Gedächtnis und Sprache schnitten sie ebenso gut ab wie gleichaltrige Gesunde. Allerdings müssen Diabetiker auch mit anderen Nervenschäden rechnen.

 
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    • Quelle DIE ZEIT, 08.01.2009 Nr. 03
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    • Schlagworte Lernen | Diabetes | Tier | Alberta
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