Konjunkturpakete Wen packen diese Ideen?
Die Große Koalition streitet über die Details des zweiten Konjunkturpakets. Eine Übersicht über die Vorschläge von Union und SPD
Das erste deutsche Konjunkturpaket ist gerade erst verabschiedet, da packt die Koalition schon das zweite. Bis zu 50 Milliarden Euro will sie dafür ausgeben. Was hinein soll, darauf müssen sich Union und SPD bis Montag einigen. Bereits einen Tag später sollen dann die Bundestagsfraktionen über die Maßnahmen beraten, wieder einen Tag später der Bundestag. Grundsätzlich sind sich Union und SPD einig, dass es sowohl Investitionsprogramme als auch eine finanzielle Entlastung der Bürger geben soll. Wie Letztere zu gestalten ist, darüber sind die beiden Parteien allerdings unterschiedlicher Auffassung
Kurzfristig wirksam: KRANKENKASSENBEITRÄGE
Die Sozialdemokraten wollen den Sonderbeitrag, den die rot-grüne Regierung erst 2005 für alle gesetzlich Krankenversicherten eingeführt hat, wieder abschaffen: Diese zahlen derzeit einen um 0,9 Prozentpunkte höheren Beitragssatz als ihre Arbeitgeber. Setzt sich die SPD durch, würden die Krankenkassenbeiträge damit für rund 47 Millionen Arbeitnehmer, Selbstständige und Rentner auf 14,6 Prozent sinken. Die Differenz soll der Staat tragen, was ihn rund 10 Milliarden Euro pro Jahr kosten würde. Die Union lehnt einen niedrigeren Krankenkassenbeitrag nicht ab, aber sie möchte, dass er für Arbeitgeber und Arbeitnehmer gleichermaßen gesenkt wird.
Der Vorteil einer Beitragssenkung wäre, dass er sich auf Lohnabrechnung und Rentenbescheid sofort bemerkbar machen würde. Sollte sich die Unionsvariante durchsetzen, könnten sogar zusätzliche Arbeitsplätze entstehen: Wenn der Beitragssatz für die Arbeitgeber um einen Prozentpunkt sinkt, dann schaffen sie rund 70.000 neue Stellen – besagt zumindest die Theorie.
Allerdings könnten die Krankenkassen die Pläne der Regierung verderben. Schon im Sommer werden die ersten Kassen vermutlich Zusatzbeiträge von ihren Versicherten verlangen, weil sie mit dem Geld aus dem Gesundheitsfonds nicht auskommen. Das würde zulasten der Arbeitnehmer und Rentner gehen, jener Klientel also, der die SPD gern Gutes tun würde – und deren Stimmen sie bei der Bundestagswahl im Herbst gewinnen möchte.
Mittelfristig wirksam: STEUERN
CDU und CSU versuchen es mit einem Klassiker aus dem vergangenen Wahlkampf. Sie wollen ran an das Steuersystem. Allerdings möchten sie es dieses Mal nicht nach Bierdeckelmanier vereinfachen, sondern nur im Kleinen. Das Problem an generellen Steuerentlastungen ist, dass rund die Hälfte der 47 Millionen Privathaushalte in Deutschland überhaupt keine Einkommensteuer zahlt – von dieser Entlastung also gar nichts hätte.
Ein Kompromiss, den auch die SPD mittragen würde: Der Grundfreibetrag soll von jetzt 7664 Euro auf etwas mehr als 8.000 Euro angehoben werden. Doch damit wäre für die Steuerzahler nicht viel gewonnen. Aufs Jahr gerechnet würde die maximale Entlastung bei gerade mal 51 Euro liegen. Was dem Einzelnen kaum hilft, würde den Staatshaushalt dagegen belasten – mit 1,5 Milliarden Euro.
Nur den Grundfreibetrag zu erhöhen verschärft allerdings ein anderes Problem – die kalte Progression. Sie sorgt dafür, dass vor allem bei unteren und mittleren Einkommen jede Lohnerhöhung von der Einkommensteuer aufgezehrt wird. Die Ursache dafür ist der gerade in diesem Bereich steil ansteigende Steuertarif.
Deshalb will die Union zusätzlich zur Erhöhung des Grundfreibetrags auch den Tarifverlauf abflachen, damit von jedem zusätzlich verdienten Euro mehr bei den Steuerzahlern ankommt. Die Kosten für ihr Steuersenkungsprogramm beziffert die Union auf insgesamt 7,5 Milliarden Euro. Andere Schätzungen gehen jedoch von mindestens 15 Milliarden Euro aus.
Bundesfinanzminister Peer Steinbrück würde da wohl nicht mitmachen. Und außerdem gibt es nicht nur in der SPD berechtigte Zweifel, ob diese Steuererleichterung tatsächlich der Konjunktur zugutekommen würde: Statt zu konsumieren, könnten die Menschen das zusätzliche Geld sparen.
Kurzfristig wirksam: KINDER
Familien sollen von dem Konjunkturpaket besonders profitieren – zumindest wenn es nach der SPD geht. Sie möchte allen Eltern, die Kindergeld beziehen, pro Kind einmalig 200 Euro zahlen. Den Staat würde das 3,6 Milliarden Euro kosten.
Außerdem soll der Hartz-IV-Regelsatz für Kinder zwischen 6 und 13 Jahren angehoben werden. Mehr als 800.000 Kinder dieses Alters leben in Haushalten, die das Arbeitslosengeld II beziehen. Für diese Kinder soll der Regelsatz um 35 Euro monatlich auf 246 Euro erhöht werden. Kostenpunkt: 350 Millionen Euro jährlich. Das Geld würde direkt in den Konsum fließen, denn Hartz-IV-Haushalte können es sich nicht leisten zu sparen.
Eine Erhöhung der Hartz-IV-Regelsätze würden CDU und CSU nicht mittragen. Die Union fürchtet die dauerhafte Mehrbelastung des Haushalts, die auch in guten Zeiten nicht einfach rückgängig zu machen wäre.
Langfristig wirksam: INVESTITIONSPROGRAMME
Sowohl Union als auch SPD wollen gegen die Krise anbauen. Schon das erste Konjunkturpaket beinhaltete zusätzliche Ausgaben für Verkehrsprojekte, nun wird nachgelegt. Das Geld soll in die Modernisierung von Kindergärten und Schulen, den Straßenbau und das Schienennetz investiert werden. 10 Milliarden Euro muss allein der Bund nach Vorstellungen der Koalition bereitstellen.
Investitionsbedarf gibt es genug: Für Deutschlands Straßen veranschlagt der Städte- und Gemeindebund bis zum Jahr 2020 notwendige Ausgaben von rund 161 Milliarden Euro, für Schulen 73 Milliarden Euro. Die steigende Zahl von Aufträgen für das Bauwesen und das Handwerk soll den gesamten Wirtschaftskreislauf in Schwung bringen. Allerdings wird das erst langfristig geschehen, selbst wenn man, wie von der Union geplant, das Vergaberecht für öffentliche Bauprojekte lockern würde.
Mittelfristig wirksam: AUTOBRANCHE
Die deutschen Autobauer sind besonders von der Krise gebeutelt – und sie sind wichtige Arbeitgeber. Um sie zu stützen, sieht bereits das erste Konjunkturpaket eine vorübergehende Kfz-Steuerbefreiung für Neuwagenkäufer vor, nun sollen die Bürger obendrein mit einer Abwrackprämie zum Autokauf animiert werden. Wer sein mindestens 10 Jahre altes Auto verschrottet und sich dafür ein fabrikneues zulegt, erhält vom Staat eine Prämie von 2.500 Euro in diesem Jahr und von 1.000 Euro im kommenden Jahr. Weder Wirkung noch Kosten dieser Maßnahme sind kalkulierbar. Zum einen neigen die Verbraucher derzeit nicht zu größeren Investitionen. Zum anderen ist fraglich, ob die deutschen Autobauer von Neuwagenkäufen tatsächlich profitieren. Schließlich bauen auch die Japaner schmucke Fahrzeuge.
- Datum 12.01.2009 - 13:10 Uhr
- Quelle DIE ZEIT, 08.01.2009 Nr. 03
- Kommentare 20
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Lohnnebenkosten und Arbeitsplätze – schlimm genug dass hier auch noch ein Zusammenhang hergestellt wird. Die (richtige) Theorie wäre wenn überhaupt, dass die Senkung des Arbeitgeberbeitrags genauso viel bringt wie die des Arbeitnehmeranteils, denn beide Maßnahmen erhöhen das Realeinkommen. Die Arbeitgeber machen nur kurzfristig mehr Gewinne, weil der Wettbewerb automatisch für niedrigere Preise sorgt. Die Preissenkung müsste aber sofort wirksam werden, um konsumstützend wirken zu können. Außerdem verschärft die Lohnnebenkostensenkung die aufkeimenden Deflationsgefahren.
Auch die Argumente gegen eine Erhöhung des Grundfreibetrags sind aus logischer Hinsicht merkwürdig. "Was dem Einzelnen nicht viel bringt, belastet den Staatshaushalt mit 1,5 Mrd. Euro." Natürlich! Es bringt immer genausoviel wie hineingesteckt wird, also 1,5 Mrd. Euro, abzüglich höchstens einer Sparquote von 10 %. Auch ein Sammelsurium von Maßnahmen kann die Konjunktur in Gang bringen, wenn die verausgabte Summe nur hoch genug ist.
Zur Abwrackprämie: Fraglich ist mitnichten, ob deutsche Autohersteller von ihr profitieren würden. Das steht fest. Fraglich ist nur, in welchem Ausmaß Produkte anderer Länder gekauft werden. Man muss also nur die Importquote von Autos feststellen, dann weiß man weiter. Dass zahlreiche deutsche Vorleistungen in ausländischen Autos stecken, ist ebenfalls eine bekannte Tatsache. Da die Weltwirtschaft miteinander verbunden ist, wirken auch Euros, die erstmal in den Import gehen.
"Wenn der Beitragssatz für die Arbeitgeber um einen Prozentpunkt sinkt, dann schaffen sie rund 70.000 neue Stellen – besagt zumindest die Theorie."
Welche Theorie? Und gilt die auch in der Wirtschaftskrise?
"Und außerdem gibt es nicht nur in der SPD berechtigte Zweifel, ob diese Steuererleichterung tatsächlich der Konjunktur zugutekommen würde: Statt zu konsumieren, könnten die Menschen das zusätzliche Geld sparen."
Warum gilt das für Steuersenkungen, aber nicht für Krankenkassenbeiträge? (Ich weiss, warum es nicht für beides gleichermaßen gilt, aber der unterschied ist sehr gering)
"Zum anderen ist fraglich, ob die deutschen Autobauer von Neuwagenkäufen tatsächlich profitieren. Schließlich bauen auch die Japaner schmucke Fahrzeuge."
Da wäre jawohl mal ein Blick auf die Importquote von Autos angebracht gewesen, anstatt einfach Argumente von irgendwelchen planlosen Politikern nachzuplappern.
Es sind etwa 35%.
http://auto.freenet.de/ne...
Hätte aber in den Artikel gehört die Zahl aus meiner Sicht.
Genauer gesagt hätte man die Importquote bei Autos mit der allgemeinen Importquote für privaten Konsum (ich meine das sind ca. 20%) vergleichen müssen, um z.B. einen sinnvollen Vergleich mit den anderen Maßnahmen zu ermöglichen.
Genauer gesagt hätte man die Importquote bei Autos mit der allgemeinen Importquote für privaten Konsum (ich meine das sind ca. 20%) vergleichen müssen, um z.B. einen sinnvollen Vergleich mit den anderen Maßnahmen zu ermöglichen.
"Wenn der Beitragssatz für die Arbeitgeber um einen Prozentpunkt sinkt, dann schaffen sie rund 70.000 neue Stellen"
Auch wenn Sie das gleich etwas relativieren: schon im Ansatz strafbar! (Achtung:Spass).
Das erste, was ein Unternehmen tut, wenn man ihm Geld gibt, ist, sich neu aufzustellen, weil man sich ja verpflichtet fuehlt. Das heisst auf deutsch Stellenabbau, aber damit die Bilanz der Regierung nicht so schlecht aussieht, wird es Kurzarbeit genannt, dafuer werden die Betroffenen dann aus Steuergeldern weitergebildet (kommen aber mit Sicherheit durch die hoehere Qualifikation nicht in eine bessere Gehaltsklasse). Pack schlaegt sich, Pack vertraegt sich.
Eine Sonderabgabe sollte "sonder" bleiben, da kann man nach 4 Jahren schon einmal darueber nachdenken, es sei denn, man ist von der "Capital Driven Union", die das natuerlich beibehalten will.
Genauer gesagt hätte man die Importquote bei Autos mit der allgemeinen Importquote für privaten Konsum (ich meine das sind ca. 20%) vergleichen müssen, um z.B. einen sinnvollen Vergleich mit den anderen Maßnahmen zu ermöglichen.
Mir kommt das sehr bekannt vor. Frau Merkel hat sich eine lange Zeit gegen Steuerentlastungen gewehrt und jetzt plötzlich nicht mehr. Herr Steinbrück hat sich vehement gegen Steuerentlastungen gewehrt und jetzt plötzlich nicht mehr. Was ich vermisse sind nachvollziehbare Konzepte. Alles was hier aufgeführt wird ist Stückwerk. Hier ein wenig, da ein wenig. Was die Hilfen für die Autobranche betrifft ist in diesem Forum schon vieles gesagt worden. Eine zeitliche Steuerbefreiung bringt nichts. Was nützen 200 € Steuerbefreiung wenn die Autohändler bis 15% Rabatt für Neuwagen einräumen? Außerdem verdienen die Hersteller an Neuwagen nicht sehr viel. Ich habe sechs Jahre bei einem Hersteller gearbeitet (im Finanzbereich). Das "richtige" Geld wird bei Ersatzteilen verdient, bis zu 430% (kein Schreibfehler). Aber ein Neuwagen wird in der Regel erst nach etwa drei Jahren wirklich Ersatzteile brauchen. Und so verhält es sich auch bei all den anderen Vorschlägen. Wie gesagt, ich sehe kein brauchbares Konzept.
Man kann kein Konzept finden wo kein Konzept ist.
Diejenigen, die jahrelang Konjunkturprogramme als kommunistisch dargestellt haben, sollen jetzt plötzlich eine Konzeption für ein gutes Konjunkturprogramm zusammenstellen. Klingt nicht besonders erfolgversprechend.
Ich befürchte, dass das was dabei rauskommt vor allem ein Interessenpacket wird: jeder steckt soviel von seiner eigenen Interessenpolitik mit rein und wieviel das der Wirtschaft am Ende wirklich hilft ist eher zweitrangig. Aber immerhin: Sie haben dann etwas, was man irgendwie "Konjunkturpaket" nennen kann und keiner kann sagen sie hätten nichts getan. Aber die Politiker rühmen und feieren sich hinterher natürlich dafür, dass sie ja alles menschenmögliche getan hätten.
Der Spruch "mehr Netto vom Brutto" ist so ein typisches Beispiel für Interessenpolitik, weil der überhaupt nicht auf die Finanzkrise passt.
Man kann kein Konzept finden wo kein Konzept ist.
Diejenigen, die jahrelang Konjunkturprogramme als kommunistisch dargestellt haben, sollen jetzt plötzlich eine Konzeption für ein gutes Konjunkturprogramm zusammenstellen. Klingt nicht besonders erfolgversprechend.
Ich befürchte, dass das was dabei rauskommt vor allem ein Interessenpacket wird: jeder steckt soviel von seiner eigenen Interessenpolitik mit rein und wieviel das der Wirtschaft am Ende wirklich hilft ist eher zweitrangig. Aber immerhin: Sie haben dann etwas, was man irgendwie "Konjunkturpaket" nennen kann und keiner kann sagen sie hätten nichts getan. Aber die Politiker rühmen und feieren sich hinterher natürlich dafür, dass sie ja alles menschenmögliche getan hätten.
Der Spruch "mehr Netto vom Brutto" ist so ein typisches Beispiel für Interessenpolitik, weil der überhaupt nicht auf die Finanzkrise passt.
so, das die SPD wie immer klein bei gibt. Die CDU die Unternehmer fett unterstützt, weil diese irgend welche Versprechungen machen die nie gehalten weden .
Wir schmeißen den Unternehmen noch Steuergelder hinterher, damit sie weiter produzieren, was sich keiner leisten kann. Die GOKO ist unfähig und sollte schon lange davon gejagt werden!
Die SPD wäre gut beraten Herrn Peer Steinbrück als Kanzlerkandidaten zu benennen.
Herr Steinbrück ist ein kluger Kopf doch leider ist er nicht ruppig genug um den jetzigen Kanzlerkandidaten der SPD vom Stuhl zu stoßen. Nun ja , die Linken würden innerhalb ihrer Partei zusätzlich "Zeter und Mordio" schreien.
was Sie schreiben, geht wohl doch an der Sache etwas vorbei. P. Steinbrück, sich als Finanzminister stark im Auftritt, muss erstens einmal das "Unkraut" auf den eigenen Äckern "in den Griff" bekommen. Einerseits hat die BAFin ( untersteht dem BMF), andererseits die Bundesbank (unabhängig ) bei der Bankenaufsicht schlicht versagt. Tatsachen bekannt; Ergebnisse kann jeder nachprüfen. Auch bei KFW und IKB sassen und sitzen Leute mit drin aus den Ministerien Steinbrück und Glos. Noch Fragen?
Zweitens hat Steinbrück NRW für die SPD "verloren". Möchte mal sehen: Wenn ich als MP top bin, kann ich auch gegen bundespolitischen Gegenwind eine Wahl gewinnen. Nur die loser suchen immer nach "Lebenslügen". Wurde immer alles Schröder zugeschoben, was so auch nicht korrekt war.
Drittens ist AA-Chef Steinmeier sehr populär und leistet einen sehr guten Job. Ob er sich für einen Herrn Kurnaz toll einsetzte oder nicht, geht 80 % der Deutschen am A.... vorbei. Prozentsatz geht wahrscheinlich gegen 90.
Ein Letztes. Herr Steinbrück ist auch sehr arrogant und überheblich. Ich ziehe Leute vor, vermutlich auch die Mehrheit, die sich bescheiden geben, einen tollen Job "abliefern", und, wenn sie auftreten, kurz, klar und präzise sagen, "was Sache ist".
Unsere Bürger lieben Klarheit und Ehrlichkeit. Ja manchmal sogar den Mut, gewaltig gegen den mainstream zu schwimmen.
Dies würde hunderttausende animieren und "einladen", einen solchen Mann (Frau ) volle Pulle zu unterstützen.
Wäre für eine Partei ein MEGA-Lottogewinn (Jackpot).
was Sie schreiben, geht wohl doch an der Sache etwas vorbei. P. Steinbrück, sich als Finanzminister stark im Auftritt, muss erstens einmal das "Unkraut" auf den eigenen Äckern "in den Griff" bekommen. Einerseits hat die BAFin ( untersteht dem BMF), andererseits die Bundesbank (unabhängig ) bei der Bankenaufsicht schlicht versagt. Tatsachen bekannt; Ergebnisse kann jeder nachprüfen. Auch bei KFW und IKB sassen und sitzen Leute mit drin aus den Ministerien Steinbrück und Glos. Noch Fragen?
Zweitens hat Steinbrück NRW für die SPD "verloren". Möchte mal sehen: Wenn ich als MP top bin, kann ich auch gegen bundespolitischen Gegenwind eine Wahl gewinnen. Nur die loser suchen immer nach "Lebenslügen". Wurde immer alles Schröder zugeschoben, was so auch nicht korrekt war.
Drittens ist AA-Chef Steinmeier sehr populär und leistet einen sehr guten Job. Ob er sich für einen Herrn Kurnaz toll einsetzte oder nicht, geht 80 % der Deutschen am A.... vorbei. Prozentsatz geht wahrscheinlich gegen 90.
Ein Letztes. Herr Steinbrück ist auch sehr arrogant und überheblich. Ich ziehe Leute vor, vermutlich auch die Mehrheit, die sich bescheiden geben, einen tollen Job "abliefern", und, wenn sie auftreten, kurz, klar und präzise sagen, "was Sache ist".
Unsere Bürger lieben Klarheit und Ehrlichkeit. Ja manchmal sogar den Mut, gewaltig gegen den mainstream zu schwimmen.
Dies würde hunderttausende animieren und "einladen", einen solchen Mann (Frau ) volle Pulle zu unterstützen.
Wäre für eine Partei ein MEGA-Lottogewinn (Jackpot).
"Zum anderen ist fraglich, ob die deutschen Autobauer von Neuwagenkäufen tatsächlich profitieren. Schließlich bauen auch die Japaner schmucke Fahrzeuge."
Ich kann Sätze wie diesen nicht mehr hören. Ich dachte es Bestände Einigkeit unter allen Wissenschaftlern dass die Weltwirtschaftkriese damals durch protektionistische Massnahmen verschärft wurde. Und jetzt schreibt die ZEIT derartige kleingeistige Sätze die man eher in der BILD erwarten dürfte. Unsere Geschichte sollte uns gelehrt haben wohin kleingeistiges nationales Denken führt...
Wenn wir als Exportweltmeister so handeln werden unsere Kundenländer in aller Welt sich gebeten fühlen ebenfalls protektionistische Maßnahmen zu erwägen. Und es sollte uns klar sein was das für die Bundesrepublik bedeutet.
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