Heiner Müller Alles Weitere mündlich
Der Dramatiker Heiner Müller hat nach 1989 vor allem in Interviews geglänzt. Die Werkausgabe bietet nun eine faszinierende Lektüre
Heiner Müller, der in diesen Tagen 80 Jahre alt geworden wäre, hat mit der Wende eine Wandlung vom Theaterautor zum Interviewpartner, von der Schriftlichkeit zur Mündlichkeit vollzogen. Schreiben hat er nach dem Zusammenfall der DDR nicht mehr recht können. Kurz vor seinem Tod im Dezember 1995 laborierte er nach langjähriger Schreibpause an seinem letzten Drama Germania 3, das um Hitler und Stalin kreist; eine Art Zitatencollage, die er aber selbst resigniert als unvollendet betrachtete.
Womöglich barg seine Schreibpause die Ahnung des rasch abklingenden Nachruhms. Es fehlten ihm in der Demokratie zum Schreiben die Reibung, der Systemkonflikt, die Unterdrückung, klagte er. Kurz, sein lebenslanges Sujet: Revolution und Konterrevolution (»Mir fällt nichts zu einem Bundestagsabgeordneten ein. Das interessiert mich nicht«). Müllers düstere, im geschichtsdialektischen Gestrüpp verhaftete Dramen sind heute nur wenigen vertraut und schwer verdaulich. Heiner Müller als Mediengestalt indes ist noch in guter Erinnerung: dieses hagere Gesicht hinter dicker Hornbrille, das dunkle Jackett, das Whiskyglas, die Zigarre – eine Popfigur. Er saß auf unzähligen Podien, füllte die Feuilletons mit Interviews, saß bei Biolek in der Talkshow, saß im nächtlichen Kulturprogramm.
Ausgerechnet Müller, der die Wiedervereinigung verachtete als den Beginn einer monströsen Beschleunigung kapitalistischer Kräfte (und der gleichzeitig nur noch zynisch auf das untergegangene sozialistische Ungetüm des Ostens zu blicken vermochte), hatte man seinerzeit ein Begräbnis auf dem Dorotheenstädtischen Friedhof in Berlin gegeben, das dem eines Staatsdichters gleichkam: Man schätzt 3000 Trauergäste, darunter Richard von Weizsäcker, SPD-Chef Lafontaine, Susan Sontag, Siegfried Unseld und so weiter. Heute reicht es nicht einmal mehr zu einer Aufführung in seinem einstigen Haustheater Berliner Ensemble, dessen künstlerischer Leiter er war. Schon deshalb, so wurde kürzlich trefflich vermutet, weil uns der Revolutionsbegriff, an dem sich Müller zeitlebens abgearbeitet hatte, heute so fremd geworden ist: Es gehört zur Grunderschütterung der Linken, dass sich Revolutionen nach aller historischen Erfahrung nur in einzelnen Gesellschaften entfalten können, die durch die Grenzen des Nationalstaats umrissen sind. Dieser kann heute aufgrund massiver internationaler Verflechtungen diejenigen Strukturen nicht mehr vollständig umfassen, die eine Revolution braucht (eine klar konturierte Klassenstruktur etwa).
Indes: Drei dicke Bände der Werkausgabe, die somit vollendet ist, sind pünktlich zu Müllers Geburtstag erschienen, beinahe 3000 Seiten Gespräche, von denen man, einmal vertieft, nicht mehr lassen kann. Wie aus ferner Zeit der völlige Mangel an Menschelei, an Befindlichkeitsbekundung, die uns heute auf allen Kanälen begegnen. Karg die Antworten auf Fragen nach dem privaten Befinden des krebskranken Autors. Möchten Sie noch mal jung sein? »Ich neige nicht zu überflüssigen Betrachtungen.« Dreist befragt nach seinem Frauengeschmack, antwortete Müller kühn, er habe »immer eine Sehnsucht nach der dummen Frau«. Irritierte Zwischenfrage: Warum? »Da ist einfach das Bedürfnis, sich von der eigenen Intelligenz zu erholen.«
Müller war ein Meister der Kühle, seine Waffe: das Pathos der Distanz. Sprechend schuf er Dialoge eines Dramas, das er zu schreiben nicht mehr fähig war. Nur manchmal, berechnend eingesetzten Theatereffekten gleich, bricht der Panzer auf. Dann heißt es etwa mit Blick auf seine späte Liebe zur Fotografin Brigitte Maria Mayer, die er 1992 heiratete, und auf das gemeinsame Kind: »Es ist nicht mehr so leicht, Spaß am Untergang der Welt zu haben, wenn man eine kleine Tochter hat.«
Müllers Gespräche sind literarisch im archaischen Sinn, indem jede Literatur ihren Ursprung im Mündlichen hat. Ihre jeweilige Qualität hängt mitunter vom Gesprächspartner ab, ein Glanzstück der Bände bilden zweifellos die transkribierten Fernsehinterviews, die Alexander Kluge mit Heiner Müller geführt hat und die gleichberechtigte, assoziationssatte Gespräche über die Kriege des 20. Jahrhunderts, über Literaturgeschichte oder die Erfahrung von Krankheit bilden.
- Datum 19.02.2009 - 15:59 Uhr
- Seite 1 | 2 | Auf einer Seite lesen
- Quelle DIE ZEIT, 08.01.2009 Nr. 03
- Kommentare 8
- Versenden E-Mail verschicken
- Empfehlen Facebook, Twitter, Google+
- Artikel Drucken Druckversion | PDF
-
Artikel-Tools präsentiert von:




Danke für dieses dichte Stück zu Heiner Müllers Gesprächen. Der empfand einen ebenfalls kriegskundigen und manches Mal sprachwütigen Dichter zunehmend "ortlos" und allgemein, schweigsam "mongolisch". Das wäre vielleicht auch eine gute Beschreibung für diesen Bühnenschamanen. - Die ersten Bände der werkausgabe haben Sie mir jedenfalls schmackhaft gemacht.
Grüße
Christoph Leusch
Heiner Müller lass deine Gedanken vom Himmel fallen!Aus der Hölle wäre es equal.
Selbst abwesend, läßt Heiner Müller uns in unseren Gedanken nicht ruhen.
...als sei er der bitrizonale Zigarre schmauchende, rauchende Volkstbühnenkanzler Ludwig Ehrhard junior!?.....
Lieber Herr Soboczynski,
der guten wie trefflichen Worte zu Heiner Müllers achtzigsten Geburtstag sind nun genug gewechselt, jetzt müssen Reibereien, Frechheiten her, zu denen mich Ihre einfühlenden Worte über den verstorbenen Heiner Müller angestiftet.
Heiner Müller setzte seine Gefühls- , Gedanken- und Begriffswelt selber zeitlebens dramaturgisch, auf Zuruf, Stichworte, die aus der Zeitgeschichte hervorbrechend leidenschaftslos hüben, theatralisch drüben oder umgekehrt in die Geschichte wiesen, fix & fertig täglich sich selber vor- wie aufführen, vollkommen scholle, bühnenreif in Szene.
Einmal grinste Heiner Müller livehaft per Dreh „Ruck Zuck, Gestattungsprodukt Elaste Plaste“ „standby“mausetot, stirnig hirnig hinter seiner dick gehornten Brille, bei Gelegenheit seinen lauernden Zynismus zielführend herunter würgend, als sei er der bitrizonale Zigarre schmauchende, rauchende Volkstbühnenkanzler Ludwig Ehrhard junior, mit seinem formierten Gesellschaftstheater, samt Pinscher und Schmeißfliegen, Grass drüber, es günthert im Komplott- Zuckersteckrüben- Kompott namentlich Walter Ulbricht, der Stalin Schlichter „SED-Politbüro- König Mild“.“Auftragsarbeit an Heiner Müller schriftlich zugesandt“.
Schon deshalb, von da ab, für Heiner Müller, den dramarurgischen Wal- Dichterjäger „Ahab“, alles Weitere nur noch mündlich.
“Wer verstellt hier wem die Sicht auf unsere Geschichte. Alles Weitere bei posthistorischem Lichte vor Gericht und nun doch nur alles schriftlich in meinen ungehaltenen Reden, ungeschriebenen Werken!“.
„Gebe es, wie in Südafrika, von Nelson Mandela ins Leben gerufen, eine deutsch- deutsche Wahrheitkommission, alles Weitere, selbstredend in unseren offenbarten Taten & Werken, nur mündlich“.
So wurde denn faustisch mit Alleinstellungsmerkmal aus:
“Heinrich mir graut vor Dir“,
„Heiner, es graut in mir, es will in mir nicht farbig werden, egal ob Pal, ob Secam, nur im Grauen noch schlummern deutsch- deutsche Konturen!?“.
“ So wie Kaiser Wilhelm II seine Heere vor lauter lauten deutschen Fürsten/innen nicht deutsch, nur kaiserlich nennen durfte, außer im maritimen Flotten- Krieg, dürfen wir uns heute, deutsch- deutsch hesamtdeutsch nachgedacht, noch immer nicht „Herbert Wehner steht ostelbisch ratlos tot im Sachsen Nebel“ auf der Höhe unserer deutscheuropäischen Möglichkeiten wähnen“.
Womit wir piepmunter wie –egal bei dem Sachsen Herbert Wehner wären, der dem ostberliner Heiner Müller für sein alltäglich dramaturgisches Grauen wie jeder ferne, nahe Nachbar/in, Hinz & Kunz, unverdient „Haste mal eine MDN, oder zwei, echte Friedensware“ nach Kräften, vermögenden Talenten auch Nahrung gab?“
Da war Heiner Müller nach- wie vortragend eigen, die Zeit nach dem Berliner Mauerfall vom 09. November 1989 wollte sich ihm, so gut & schlecht wie uns, nicht zeigen, also rauchte er „Der Zeit“, seine Restlebenszeit durch die brennende Zigarre lebensprall, gar nicht schorlemmer, voll ins Gesicht.
„Loki ich sehe dich nicht , hören tue dich schon lange nicht. Nur das Nötigtse. Aber Helmut!...du hast dich „Auf eine Zigarette“ eingenebelt. Wenn das man gutgeht?! Heiner Müller mochte dumme Frauen. Du magst Frauen, die gezielt intelligent verstummen!?
Helmut „Wo ist da eigentlich der Unterschied?“.“Loki! Frag mich mal, was Leichteres“.
Wenn das der Volkskanzler Ludwig Ehrhard noch erlebt hätte, so viel dichterischer Heiner Müller Zigarren- Rauch, ohne Sinn & Verstand, für oder gegen die Konjunktur.
Pferde müssen „saufen“, meinte der Volkskanzkler wg. der Konjunktur. Dichter und Dramarurgen wie Heiner Müller gedankendürre auch, bis, mitten unter Freunden/innen, die Zeit berghoch zu Buche steht, sie ohne ordentliche schriftliche Vorankündigung sie selber ohne Flatter ein Pferd des letzten Gevatter „Last order“ tritt.
Aber das ist eine andere Geschichte.
Selbst abwesend, läßt Heiner Müller uns Deutsche u. a. ? in unseren eigenen Gedanken nicht ruhen.
Das ist nun aber wirklich gut so!
Danke Heiner Müller!
tschüss
Joachim Petrick
Korrigierte ergänzte Fassung:
Heiner Müller!, lass deine Gedanken vom Himmel fallen! Aus der Hölle wäre es equal.
Selbst abwesend, läßt Heiner Müller uns in unseren Gedanken nicht ruhen.
...als sei er der bitrizonale Zigarre schmauchende, rauchende Volkstbühnenkanzler Ludwig Ehrhard junior!?.....
Lieber Herr Soboczynski,
der guten wie trefflichen Worte zu Heiner Müllers achtzigsten Geburtstag sind nun genug gewechselt, jetzt müssen Reibereien, Frechheiten her, zu denen mich Ihre einfühlenden Worte über den verstorbenen Heiner Müller angestiftet.
Heiner Müller setzte seine Gefühls- , Gedanken- und Begriffswelt selber zeitlebens dramaturgisch, auf Zuruf, Stichworte, die aus der Zeitgeschichte hervorbrechend leidenschaftslos hüben, theatralisch drüben oder umgekehrt in die Geschichte wiesen, fix & fertig täglich sich selber vor- wie aufführend, vollkommen scholle, bühnenreif in Szene.
Einmal grinste Heiner Müller livehaft per Dreh „Ruck Zuck, Gestattungsprodukt Elaste Plaste“ „standby“mausetot, stirnig hirnig hinter seiner dick gehornten Brille, bei Gelegenheit seinen lauernden Zynismus zielführend herunter würgend dimmend, als sei er der bitrizonale Zigarre schmauchende, rauchende Volkstbühnenkanzler Ludwig Ehrhard junior, mit seinem formierten Gesellschaftstheater, samt Pinscher und Schmeißfliegen, Grass drüber, es günthert im Komplott- Zuckersteckrüben- Kompott namentlich Walter Ulbricht, der Stalin Schlichter „SED-Politbüro- König Mild“.“Auftragsarbeit an Heiner Müller schriftlich zugesandt“.
Schon deshalb, von da ab, für Heiner Müller, den dramarurgischen Wal- Dichterjäger „Ahab“, alles Weitere nur noch mündlich.
“Wer verstellt hier wem die Sicht auf unsere Geschichte. Alles Weitere bei posthistorischem Lichte vor Gericht und nun doch nur alles schriftlich in meinen ungehaltenen Reden, ungeschriebenen Werken!“.
„Gebe es, wie in Südafrika, von Nelson Mandela ins Leben gerufen, eine deutsch- deutsche Wahrheitkommission, alles Weitere, selbstredend in unseren offenbarten Taten & Werken, nur mündlich“.
So wurde denn faustisch mit Alleinstellungsmerkmal aus:
“Heinrich mir graut vor Dir“,
„Heiner, es graut in mir, es will in mir nicht farbig werden, egal ob Pal, ob Secam, nur im Grauen noch schlummern deutsch- deutsche Konturen!?“.
“ So wie Kaiser Wilhelm II seine Heere vor lauter lauten deutschen Fürsten/innen nicht deutsch, nur kaiserlich nennen durfte, außer im maritimen Flotten- Krieg, dürfen wir uns heute, deutsch- deutsch sesamtdeutsch nachgedacht, noch immer nicht „Herbert Wehner steht ostelbisch ratlos tot im Sachsen Nebel“ auf der Höhe unserer deutscheuropäischen Möglichkeiten wähnen“.
Womit wir piepmunter wie –egal bei dem Sachsen Herbert Wehner wären, der dem ostberliner Heiner Müller für sein alltäglich dramaturgisches Grauen wie jeder ferne, nahe Nachbar/in, Hinz & Kunz, unverdient „Haste mal eine MDN, oder zwei, echte Friedensware“ nach Kräften, vermögenden Talenten auch Nahrung gab?“
Da war Heiner Müller nach- wie vortragend eigen, die Zeit nach dem Berliner Mauerfall vom 09. November 1989 wollte sich ihm, so gut & schlecht wie uns, nicht zeigen, also rauchte er „Der Zeit“, seine Restlebenszeit durch die brennende Zigarre lebensprall, gar nicht schorlemmer, voll ins Gesicht.
Noch ein Gedicht!
„Loki ich sehe dich nicht , hören tue ich dich schon lange nicht.
Nur das Nötigtse“. „
Aber Helmut!...du hast dich „Auf eine Zigarette“ eingenebelt. Wenn das man gutgeht?! Heiner Müller mochte dumme Frauen. Du magst Frauen, die gezielt intelligent verstummen!?
Helmut „Wo ist da eigentlich der Unterschied?“.
“Loki! Frag mich mal, was Leichteres“.
Wenn das der Volkskanzler Ludwig Ehrhard noch erlebt hätte, so viel dichterischer Heiner Müller Zigarren- Rauch, ohne Sinn & Verstand, für oder gegen die Konjunktur?!
Pferde müssen „saufen“, meinte der Volkskanzkler Ludwig Ehrhard wg. der Konjunktur.
SED- Polit- Hochzeremonien- Meister Walter Ulbricht brüllte darauf im Neuen deutschland:
“Wegen der Konjunktur drüben laufen uns hier nicht nur die Pferde zum Saufen weg!“,
“Niemand will eine Mauer bauen. Wenn das am 13. August 1961 in Berlin wie eine Mauer ausschaut, sage ich nur “Es ist keine Mauer, es ist der lebensspende Damm eines riesigen Wassertrog, den wir da für alle in der DDR zum Saufen bauen. Dass mir da keiner wegbleibt bei der großen konjunkturellen Sauferei!“.
Dichter und Dramarurgen wie Heiner Müller soffen und saufen gedanklich trockengelegt- wie -gefallen, gedankendürr, auch, bis sie, mitten von Freunden/innen umgeben, die Zeit berghoch zu Buche steht, sie ohne ordentliche schriftliche Vorankündigung, geschweige denn einfühlende Einladung “Selbst ein Idiot schafft es zu sterben!“ selber, ohne Papier- Geh- Flatter, ein Pferd des letzten Gevatter „Last order“ tritt.
Aber das ist eine andere Geschichte.
Selbst abwesend, läßt Heiner Müller uns Deutsche u. a. ? in unseren eigenen Gedanken nicht ruhen.
Das ist nun aber wirklich gut so!
Danke Heiner Müller!
tschüss
Joachim Petrick
Korrigierte erweiterte Fassung:
Heiner Müller, gar nicht Hermelin, niemals Janka, „Biermann geh du voran“, eher Lederer im Heym, stephanisierte....
Heiner Müller!, lass deine Gedanken lakonisch schnarrend vom Himmel fallen! Aus der Hölle wäre es equal.
.
...als sei er der mißratene bitrizonale Zigarre schmauchende, rauchende Volkstbühnenkanzler Ludwig Ehrhard junior!?.....
Lieber Herr Soboczynski,
der guten wie trefflichen Worte zu Heiner Müllers achtzigsten Geburtstag sind nun genug gewechselt, jetzt müssen Reibereien, Frechheiten her, zu denen mich Ihre einfühlenden Worte über den verstorbenen Heiner Müller angestiftet.
Heiner Müller setzte seine Gefühls- , Gedanken- und Begriffswelt selber zeitlebens dramaturgisch, auf Zuruf, Stichworte, die aus der Zeitgeschichte hervorbrechend leidenschaftslos hüben, theatralisch drüben oder umgekehrt in die Geschichte wiesen, fix & fertig täglich sich selber vor- wie aufführend, vollkommen scholle, bühnenreif in Szene.
Einmal grinste Heiner Müller livehaft per Dreh „Rucki Zucki, Gestattungsprodukt Elaste Plaste“ „standby“mucksmäuschenstill, mausetot, stirnig hirnig hinter seiner dick gehornten Brille, bei Gelegenheit seinen lauernden Zynismus zielführend herunter würgend dimmend voll im Lot, als sei er der mißratene bitrizonale Zigarre schmauchende, rauchende End- Volkstbühnenkanzler Ludwig Ehrhard junior, mit seinem formierten Gesellschaftstheater, samt Pinscher, Schmeißfliegen, Scheiße im dichterischen Trompetenrohr, Grass drüber, es günthert drastisch im Komplott- Zuckersteckrüben- Kompott des Interzonenhandels Kommerziell Ordinäre Koordinatination, namentlich Walter Ulbricht, der Stalin- Wicht- Schlichter „SED-Politbüro- König Mild“.“Auftragsarbeit an Heiner Müller schriftlich zugesandt“.
Schon deshalb, von da ab, für Heiner Müller, den dramarturgischen Wal- Dichterjäger „Ahab“, alles Weitere nur noch mündlich vor dem letzten Gefecht.
Heiner Müller, gar nicht Hermelin, niemals Janka, eher Lederer im Heym, Biermann geh du voran, stephanisierte, dirgierte seine eigene Gedankenwelt im ewigen Zorn geraubter Jugend seiner sprachlich gewandt, gelackt zackigen Lakonie als entkapitaliserter „klerikaler“ Global- Player wie einen Welt- Konzern von eigenen und unbekannten Gnaden!?
Wir schauen betroffen, viele Frage bleiben unbegreiflich offen, wie der Vorhang zu Heiner Müller als deutscher „Dramaturgen- Thriller“.
“Wer verstellt hier wem die Sicht auf unsere Geschichte. Alles Weitere bei posthistorischem Lichte vor Gericht und nun doch nur alles schriftlich in seinen ungehaltenen Reden, Interviews, Auftritten in Talk- Shows, ungeschriebenen Werken!“.
„Gebe es, wie in Südafrika, von Nelson Mandela ins Leben gerufen, eine deutsch- deutsche Wahrheitkommission, alles Weitere, selbstredend in unseren offenbarten Taten & Werken, nur mündlich“.
So wurde denn faustisch mit Alleinstellungsmerkmal aus:
“Heinrich mir graut vor Dir“,
„Heiner, es graut in mir, es will in mir nicht farbig werden, egal ob Pal, ob Secam, nur im Grauen noch schlummern deutsch- deutsche Konturen!?“.
“ So wie Kaiser Wilhelm II seine Heere vor lauter lauten deutschen Fürsten/innen nicht deutsch, nur grauenhaft kaiserlich nennen durfte, außer im maritimen Flotten- Krieg- Prunk & Pomp, dürfen wir uns heute, deutsch- deutsch sesamtdeutsch nachgedacht, noch immer nicht „Herbert Wehner steht ostelbisch ratlos mucksmäuschenstill „Wer mit mir redet, hat so gut wie geschwiegen“ tot im Sachsen Nebel“ auf der Höhe unserer deutscheuropäischen Möglichkeiten wähnen“.
Womit wir piepmunter wie –egal bei dem Sachsen Herbert Wehner wären, der dem Ostberliner Heiner Müller für sein alltäglich dramaturgisches Grauen wie jeder ferne, nahe Nachbar/in, Hinz & Kunz, auch unverdient „Haste mal eine MDN, oder zwei, echte Friedensware“ nach Kräften, vermögenden Talenten Nahrung gab?“
Da war Heiner Müller nach- wie vortragend eigen, die Zeit nach dem Berliner Mauerfall vom 09. November 1989 wollte sich ihm, so gut & schlecht wie uns, nicht zeigen, also rauchte er „Der Zeit“, seine „Restlebenszeit“ vor der Schonzeit durch die brennende Zigarre lebensprall, gar nicht schorlemmer, voll ins Gedicht, montagsmalend sein Gesicht.
Noch ein Gedicht!
„Loki ich sehe dich nicht , hören tue ich dich schon lange nicht.
Nur das Nötigtse“. „
Aber Helmut!...du hast dich „Auf eine Zigarette“ eingenebelt. Wenn das man gutgeht?! Heiner Müller sehnte sich nach dummen Frauen, um seine überschießende Intelligenz auf Urlaub zu schicken. Du magst Frauen, die „Auf eine Zigarette oder Zuruf“ intelligent verstummen!?
Helmut „Wo ist da eigentlich der Unterschied zwichen Dir und Heiner Müller? Habt ihr beide noch nie etwas von betörender emotionaler Intelligenz gehört?“.
“Loki! Frag mich mal, was Leichteres. Ich weiß nur, dass die Intelligenz von Männern mit Frauen Kinder kriegen kann, siehe unsere Tochter Susanne beim Börsenbarometer- TV- Bloomberg in London“.
„Helmut! Jetzt reicht es. Gleich schmeiß ich Dir Deinen neuen Porzellan Aschenbecher zum Neunzigtsten, Marke Peking zertrümmert vor die Füsse. An Susanne ist meine Intelligenz als Frau ja wohl auch beteiligt!“
„Den Heiner Müller streiche ich aus unserer ewigen Gästeliste, auch, enn er tot ist, man/frau, weiss ja nie. Plötzlich taucht der hier „Auf eine Zigarre auf!“ Der hat selbst postmortem keinen guten Einfluss auf Dich, der deine Inelligenz fordert & fördert, ganz im Gegenteil“.
Wenn das der Volkskanzler Ludwig Ehrhard noch erlebt hätte, so viel dichterischer Heiner Müller Zigarren- Rauch, ohne Sinn & Verstand,“Gehen Sie mit der Konjunktur!“ für oder gegen die Konjunktur?!
Pferde müssen „saufen“, meinte der Volkskanzkler Ludwig Ehrhard wg. der Konjunktur. „Herr Bundeskanzler! Pinscher und Schmeißfliegen übrigens auch!“.
SED- Polit- Hochzeremonien- Meister Walter Ulbricht brüllte darauf im Neuen Deutschland unverhohlen mit Moskaus Sohlen stramm „Münte auf Kante“, damals Partei-Linie:
“Wegen der Konjunktur drüben, laufen uns hüben nicht nur die Pferde zum Saufen davon!“.“Bin dann mal weg!“
“Niemand will eine Mauer bauen. Wenn das am 13. August 1961 in Berlin wie eine Mauer ausschaut, sage ich nur “Es ist keine Mauer, es ist der lebensspende Damm eines riesigen Wassertrog, den wir da für alle in der DDR zum Saufen bauen. Dass mir da keiner wegbleibt bei der großen konjunkturellen Sauferei und Essig in den DDR- Trog kippt“.
Dichter und Dramarturgen wie Heiner Müller soffen und saufen gedanklich trockengelegt, trockgefallen wie Fischkutter im Watt bei ablaufendem Wasser, gedankendürr, bis sie, mitten von Freunden/innen umgeben, die Zeit berghoch zu Buche steht, ohne ordentliche schriftliche Vorankündigung, geschweige denn einfühlende Einladung “Selbst ein Idiot schafft es zu sterben!“, „Tiere übrigens auch Herr Müller- „Lügengescheid!“ selber, ohne Geh- Flatter, ein Pferd des letzten Gevatter „Last order“ tritt “ Ich bin gekommen, Ihnen mitzuteilen...“
Aber das ist eine andere Geschichte. Die „Laberlatur“ gewisser Hans-Dietrich Genscher- Apel als gegenpart zu Müller- Lüdenscheid im gemeinsamen Bade, das unter Hallensern, Hallesern und Halunken in Halle wie in Hamburg- Volksdorfbüttel niemals stattfand.
Wenn Heiner Müller 1992 sagt: "Es ist nicht leicht, Spaß am Untergang der Welt zu haben, wenn man eine kleine Tochter hat".
Was sagt uns das Heute?
Vielleicht sagt uns Heiner Müller damit lakonisch unverstellt im Stil seiner gefühlten Generationshorde, dass er sich lebenslang mit jenen verband, die Verelendung, Verzweiflung als KZ- , als Kriegsversehrte, Kriegsgefangene, Widerständler/innen, heimkehrende Exilanten/innen, als Landser, Rotarmisten wie Deutsche, aus Kesselschlachten des Zweiten Weltkriegs, als Parteisoldaten/innen im Moskauer Hotel Luxor, als Übriggebliebene traumatisiert der Welt der Gegenwärtigen nur noch im Minimalkonsens eines putativ erahnt bevorstehenden Untergangs letzten Spaß abringen können!?
Wenn Heiner Müller ungefiltert auf historisch verstellt erreichbarem Niveau losschwafelte, die Demokratie vom historischen Grunde her als Selektion, als „Prinzip Auschwitz“ identifizierte, mag er an die Weimarer Demokratie gedacht haben, in der bereits 1919 Rosa Luxemurg und Karl Liebknecht als parlamentarisch erfahrener „Flügel“ der USPD, der KPD von Freikorps ermordet, liquidiert, sein Interesse an Parlamenten, an Abgeordneten/innen gegen Null gebracht!?
War nicht die Weimarer Demokratie die reinste Registratur und Plattform mit IBM- Lochkarten System- Mitteln, die Vorrausetzungen für die Selektion des NS- Terror- Regimes „Prinzip Ausschwitz, Treblinka, Sobibor“ samt europaweiter Kollaboration zu organisieren?!
Selbst abwesend, läßt Heiner Müller uns Deutsche u. a. ? in unseren eigenen Gedanken nicht ruhen.
Das ist nun aber wirklich gut so!
Danke Heiner Müller!
tschüss
Joachim Petrick
Manche haben ihn auch als legitimen Nachfolger von Brecht bezeichnet. Fürwahr! Beides hochrangige Opportunisten, Brecht nachgewiesener Maßen ein vielfacher Abschreiber, Abzocker, auch an Frauen u.v.m. Müller selbst in dunkler Selbstverliebtheit (außer vielleicht zu seiner Tochter, davon weiß ich zu wenig) und ständiger Nörgelei den coolen Poetenpopstar markierend. Anbiederei an DDR-Totalitarismus: "Die Aussiedlerin" - "Die Umsiedlerin" = Wahrlich heldenhaft.
Schon recht, dass er kaum noch gespielt wird.
Eigenartig, wie sehr der Artikel gerade nach dieser Überschrift den Hinweis umschifft, dass Alexander Kluges Interviews mit Heiner Müller in Bild (!), Ton (!!) und Text online verfügbar sind – dank der Cornell und der Bremer Universität. Suhrkamps Ausgabe, die Anhänge zumal, in allen Ehren, aber der für Müller denk-, womöglich sogar: lebensnotwendige Unterschied von Sarkasmus und Zynismus, den er in einigen der Gespräche überwiegend mimisch zelebriert, erschließt sich kaum mittels Lektüre allein. Müllers Sprache und Denken entfernt sich zunehmend der Zeit. Doch dadurch, das im Artikel Müllers Wandel von der „Schriftlichkeit zur Mündlichkeit“ betont, Müller dann aber bloß übers Schriftliche zu erschließen empfohlen wird, wirkt der Artikel zuweilen krude und ist gespickt von entsprechend missverständlich bleibenden Zitaten.
2. Korrigierte erweiterte Fassung:
Heiner Müller, gar nicht Hermelin, niemals Janka, „Biermann geh du voran“, eher Lederer im Heym, stephanisierte....
War Heiner Müller so gefühlt, streng mit sich umgehend, schuldig, dass er solchen Ekel angesichts von frei herumlaufender Unschuld fühlte?
Heiner Müller!, lass deine Gedanken lakonisch schnarrend vom Himmel fallen! Aus der Hölle wäre es equal.
.
...als sei er der missratene bitrizonale Zigarre schmauchende, rauchende Volksbühnenkanzler Ludwig Ehrhard junior!?.....
Lieber Herr Soboczynski,
der guten wie trefflichen Worte zu Heiner Müllers achtzigsten Geburtstag sind nun genug gewechselt, jetzt müssen Reibereien, Frechheiten her, zu denen mich Ihre einfühlenden Worte über den verstorbenen Heiner Müller angestiftet.
Heiner Müller setzte seine Gefühls- , Gedanken- und Begriffswelt selber zeitlebens dramaturgisch, auf Zuruf, Stichworte, die aus der Zeitgeschichte hervorbrechend leidenschaftslos hüben, theatralisch drüben oder umgekehrt in die Geschichte wiesen, fix & fertig täglich sich selber vor- wie aufführend, vollkommen scholle, bühnenreif in Szene.
Einmal grinste Heiner Müller livehaft per Dreh „Rucki Zucki, Gestattungsprodukt Elaste Plaste“ „standby“ gesimmelt mucksmäuschenstill, mausetot, stirnig hirnig hinter seiner dick gehornten Brille, bei Gelegenheit seinen lauernden Zynismus zielführend herunter würgend dimmend voll im Lot, als sei er der missratene bitrizonale Zigarre schmauchende, rauchende End- Volksbühnenkanzler Ludwig Ehrhard junior, mit seinem formierten Gesellschaftstheater, samt Pinscher, Schmeißfliegen, Scheiße im dichterischen Trompetenrohr, Grass drüber, es günthert drastisch im Komplott- Zuckersteckrüben- Kompott des Interzonenhandels Kommerziell Ordinäre Koordination, namentlich Walter Ulbricht, der Stalin- Wicht- Schlichter „SED-Politbüro- König Mild“. “Auftragsarbeit an Heiner Müller schriftlich zugesandt“.
Schon deshalb, von da ab, für Heiner Müller, den dramarturgischen Wal- Dichterjäger „Ahab“, alles Weitere nur noch mündlich vor dem letzten Gefecht.
Heiner Müller, gar nicht Hermelin, niemals Janka, eher Lederer im Heym, Biermann geh du voran, stephanisierte, dirgierte seine eigene Gedankenwelt im ewigen Zorn geraubter Jugend seiner sprachlich gewandt, gelackt zackigen Lakonie als entkapitaliserter „klerikaler“ Global- Player wie einen Welt- Konzern von eigenen und unbekannten Gnaden!?
Wir schauen betroffen, viele Frage bleiben unbegreiflich offen, wie der Vorhang zu Heiner Müller als deutscher „Dramaturgen- Thriller“.
“Wer verstellt hier wem die Sicht auf unsere Geschichte. Alles Weitere bei posthistorischem Lichte vor Gericht und nun doch nur alles schriftlich in seinen ungehaltenen Reden, Interviews, Auftritten in Talk- Shows, ungeschriebenen Werken!“.
„Gebe es, wie in Südafrika, von Nelson Mandela ins Leben gerufen, eine deutsch- deutsche Wahrheitskommission, alles Weitere, selbstredend in unseren offenbarten Taten & Werken, nur mündlich“.
So wurde denn faustisch mit Alleinstellungsmerkmal aus:
“Heinrich mir graut vor Dir“,
„Heiner, es graut in mir, es will in mir nicht farbig werden, egal ob Pal, ob Secam, nur im Grauen noch schlummern deutsch- deutsche Konturen!?“.
“ So wie Kaiser Wilhelm II seine Heere vor lauter lauten deutschen Fürsten/innen nicht deutsch, nur grauenhaft kaiserlich nennen durfte, außer im maritimen Flotten- Krieg- Prunk & Pomp, dürfen wir uns heute, deutsch- deutsch sesamdeutsch nachgedacht, noch immer nicht „Herbert Wehner steht ostelbisch ratlos mucksmäuschenstill „Wer mit mir redet, hat so gut wie geschwiegen“ tot im Sachsen Nebel“ auf der Höhe unserer deutscheuropäischen Möglichkeiten wähnen“.
Womit wir piepmunter wie –egal bei dem Sachsen Herbert Wehner wären, der dem Ostberliner Heiner Müller für sein alltäglich dramaturgisches Grauen wie jeder ferne, nahe Nachbar/in, Hinz & Kunz, auch unverdient „Haste mal eine MDN, oder zwei, echte Friedensware“ nach Kräften, vermögenden Talenten Nahrung gab?“
Da war Heiner Müller nach- wie vortragend eigen, die Zeit nach dem Berliner Mauerfall vom 09. November 1989 wollte sich ihm, so gut & schlecht wie uns, nicht zeigen, also rauchte er „Der Zeit“, seine „Restlebenszeit“ vor der Schonzeit durch die brennende Zigarre lebensprall, gar nicht schorlemmer, voll ins Gedicht, montagsmalend sein Gesicht.
Noch ein Gedicht!
„Loki ich sehe dich nicht , hören tue ich dich schon lange nicht.
Nur das Nötigste“. „
Aber Helmut!...du hast dich „Auf eine Zigarette“ eingenebelt. Wenn das man gutgeht?! Heiner Müller sehnte sich nach dummen Frauen, um seine überschießende Intelligenz auf Urlaub zu schicken. Du magst Frauen, die „Auf eine Zigarette oder Zuruf“ intelligent verstummen!?
Helmut „Wo ist da eigentlich der Unterschied zwischen Dir und Heiner Müller? Habt ihr beide noch nie etwas von betörender emotionaler Intelligenz gehört?“.
“Loki! Frag mich mal, was Leichteres. Ich weiß nur, dass die Intelligenz von Männern mit Frauen Kinder kriegen kann, siehe unsere Tochter Susanne beim Börsenbarometer- TV- Bloomberg in London“.
„Helmut! Jetzt reicht es. Gleich schmeiß ich Dir Deinen neuen Porzellan Aschenbecher zum Neunzigsten, Marke Peking zertrümmert vor die Füße. An Susanne ist meine Intelligenz als Frau ja wohl auch beteiligt!“
„Den Heiner Müller streiche ich aus unserer ewigen Gästeliste, auch, wenn er tot ist, man/frau, weiss ja nie. Plötzlich taucht der hier „Auf eine Zigarre auf!“ Der hat selbst postmortem keinen guten Einfluss auf Dich, der deine Inelligenz fordert & fördert, ganz im Gegenteil“.
Wenn das der Volkskanzler Ludwig Ehrhard noch erlebt hätte, so viel dichterischer Heiner Müller Zigarren- Rauch, ohne Sinn & Verstand, “Gehen Sie mit der Konjunktur!“ für oder gegen die Konjunktur?!
Pferde müssen „saufen“, meinte der Volkskanzler Ludwig Ehrhard wg. der Konjunktur. „Herr Bundeskanzler! Pinscher und Schmeißfliegen übrigens auch!“.
SED- Polit- Hochzeremonien- Meister Walter Ulbricht brüllte darauf im Neuen Deutschland unverhohlen mit Moskaus Sohlen stramm „Münte auf Kante“, damals Partei-Linie:
“Wegen der Konjunktur drüben, laufen uns hüben nicht nur die Pferde zum Saufen davon!“. “Bin dann mal weg!“
“Niemand will eine Mauer bauen. Wenn das am 13. August 1961 in Berlin wie eine Mauer ausschaut, sage ich nur “Es ist keine Mauer, es ist der lebensspende Damm eines riesigen Wassertrog, den wir da für alle in der DDR zum Saufen bauen. Dass mir da keiner wegbleibt bei der großen konjunkturellen Sauferei und Essig in den DDR- Trog kippt“.
Dichter und Dramaturgen wie Heiner Müller soffen und saufen gedanklich trockengelegt, trocken gefallen wie Fischkutter im Watt bei ablaufender See, gedankendürr, bis sie, mitten von Freunden/innen umgeben, die Zeit berghoch zu Buche steht, ohne ordentliche schriftliche Vorankündigung, geschweige denn einfühlende Einladung “Selbst ein Idiot schafft es zu sterben!“, „Tiere übrigens auch Herr Müller- „Lügengescheid!“ selber, ohne Geh- Flatter, ein Pferd des letzten Gevatter „Last order“ tritt “ Ich bin gekommen, Ihnen mitzuteilen...“
Aber das ist eine andere Geschichte. Die „Laberlatur“ gewisser Hans-Dietrich Genscher- Apel als Gegenpart zu Müller- Lüdenscheid im gemeinsamen Bade, das unter Hallensern, Hallesern und Halunken in Halle wie in Hamburg- Volksdorfbüttel niemals stattfand.
Wenn Heiner Müller 1992 sagt: "Es ist nicht leicht, Spaß am Untergang der Welt zu haben, wenn man eine kleine Tochter hat".
Was sagt uns das Heute?
Vielleicht sagt uns Heiner Müller damit lakonisch unverstellt im Stil seiner gefühlten Generationshorde, dass er sich lebenslang mit jenen verband, die Verelendung, Verzweiflung als KZ- , als Kriegsversehrte, Kriegsgefangene, Widerständler/innen, heimkehrende Exilanten/innen, als Landser, Rotarmisten wie Deutsche, aus Kesselschlachten des Zweiten Weltkriegs, als Parteisoldaten/innen im Moskauer Hotel Luxor, als Übriggebliebene traumatisiert der Welt der Gegenwärtigen nur noch im Minimalkonsens eines putativ erahnt bevorstehenden Untergangs letzten Spaß abringen können!?
Wenn Heiner Müller ungefiltert auf historisch verstellt erreichbarem Niveau losschwafelte, die Demokratie vom historischen Grunde her als Selektion, als „Prinzip Auschwitz“ identifizierte, mag er an die Weimarer Demokratie gedacht haben, in der bereits 1919 Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht als parlamentarisch erfahrener „Flügel“ der USPD, der KPD von Freikorps ermordet, liquidiert, sein Interesse an Parlamenten, an Abgeordneten/innen auf Null exekutiert rekrutiert!?
War nicht die Weimarer Demokratie die reinste Registratur und Plattform mit IBM- Lochkarten System- Mitteln, die Vorrausetzungen für die Selektion des NS- Terror- Regimes „Prinzip Ausschwitz, Treblinka, Sobibor“ samt europaweiter Kollaboration zu organisieren?!
Frei nach Heiner Müller “Diese herumlaufende Unschuld in den Einkaufszentren der USA, in Deutschland, dieses robust demonstrative Power Shopping mitten in der Dauerkrise, löst bei mir einen Ekel aus“. War Heiner Müller so gefühlt, streng mit sich umgehend, schuldig, dass er solchen Ekel angesichts von frei herumlaufender Unschuld fühlte?
Selbst abwesend, lässt Heiner Müller uns Deutsche u. a.? mit seinen dunkel erhellenden Sticheleien, wie nach der Mutterbrust, in unseren eigenen Gemütsverfassungen nicht ruhen.
Das ist nun aber wirklich gut so!
Danke Heiner Müller!
tschüss
Joachim Petrick
"Selbst Idioten könen sterben, die wahrheit finden!?
Heiner Müller, gar nicht Hermelin, niemals Janka, „Biermann geh du voran“, eher Lederer im Heym, stephanisierte....
War Heiner Müller so gefühlt, streng mit sich umgehend, schuldig, dass er solchen Ekel angesichts von frei herumlaufender Unschuld fühlte?
Heiner Müller!, lass deine Gedanken lakonisch schnarrend vom Himmel fallen! Aus der Hölle wäre es equal.
.
...als sei er der missratene bitrizonale Zigarre schmauchende, rauchende Volksbühnenkanzler Ludwig Ehrhard junior!?.....
Der guten wie trefflichen Worte zu Heiner Müllers achtzigsten Geburtstag sind nun genug gewechselt, jetzt müssen Reibereien, Frechheiten her, zu denen mich einfühlenden Worte über den verstorbenen Heiner Müller angestiftet.
Heiner Müller setzte seine Gefühls- , Gedanken- und Begriffswelt selber zeitlebens dramaturgisch, auf Zuruf, Stichworte, die aus der Zeitgeschichte hervorbrechend leidenschaftslos hüben, theatralisch drüben oder umgekehrt in die Geschichte wiesen, fix & fertig täglich sich selber vor- wie aufführend, vollkommen scholle, bühnenreif in Szene.
Einmal grinste Heiner Müller livehaft per Dreh „Rucki Zucki, Gestattungsprodukt Elaste Plaste“ „standby“ gesimmelt mucksmäuschenstill, mausetot, stirnig hirnig hinter seiner dick gehornten Brille, bei Gelegenheit seinen lauernden Zynismus zielführend herunter würgend dimmend voll im Lot, als sei er der missratene bitrizonale Zigarre schmauchende, rauchende End- Volksbühnenkanzler Ludwig Ehrhard junior, mit seinem formierten Gesellschaftstheater, samt Pinscher, Schmeißfliegen, Scheiße im dichterischen Trompetenrohr, Grass drüber, es günthert drastisch im Komplott- Zuckersteckrüben- Kompott des Interzonenhandels Kommerziell Ordinäre Koordination, namentlich Walter Ulbricht, der Stalin- Wicht- Schlichter „SED-Politbüro- König Mild“. “Auftragsarbeit an Heiner Müller schriftlich zugesandt“.
Schon deshalb, von da ab, für Heiner Müller, den dramarturgischen Wal- Dichterjäger „Ahab“, alles Weitere nur noch mündlich vor dem letzten Gefecht.
Heiner Müller, gar nicht Hermelin, niemals Janka, eher Lederer im Heym, Biermann geh du voran, stephanisierte, dirgierte seine eigene Gedankenwelt im ewigen Zorn geraubter Jugend seiner sprachlich gewandt, gelackt zackigen Lakonie als entkapitaliserter „klerikaler“ Global- Player wie einen Welt- Konzern von eigenen und unbekannten Gnaden!?
Wir schauen betroffen, viele Frage bleiben unbegreiflich offen, wie der Vorhang zu Heiner Müller als deutscher „Dramaturgen- Thriller“.
“Wer verstellt hier wem die Sicht auf unsere Geschichte. Alles Weitere bei posthistorischem Lichte vor Gericht und nun doch nur alles schriftlich in seinen ungehaltenen Reden, Interviews, Auftritten in Talk- Shows, ungeschriebenen Werken!“.
„Gebe es, wie in Südafrika, von Nelson Mandela ins Leben gerufen, eine deutsch- deutsche Wahrheitskommission, alles Weitere, selbstredend in unseren offenbarten Taten & Werken, nur mündlich“.
So wurde denn faustisch mit Alleinstellungsmerkmal aus:
“Heinrich mir graut vor Dir“,
„Heiner, es graut in mir, es will in mir nicht farbig werden, egal ob Pal, ob Secam, nur im Grauen noch schlummern deutsch- deutsche Konturen!?“.
“ So wie Kaiser Wilhelm II seine Heere vor lauter lauten deutschen Fürsten/innen nicht deutsch, nur grauenhaft kaiserlich nennen durfte, außer im maritimen Flotten- Krieg- Prunk & Pomp, dürfen wir uns heute, deutsch- deutsch sesamdeutsch nachgedacht, noch immer nicht „Herbert Wehner steht ostelbisch ratlos mucksmäuschenstill „Wer mit mir redet, hat so gut wie geschwiegen“ tot im Sachsen Nebel“ auf der Höhe unserer deutscheuropäischen Möglichkeiten wähnen“.
Womit wir piepmunter wie –egal bei dem Sachsen Herbert Wehner wären, der dem Ostberliner Heiner Müller für sein alltäglich dramaturgisches Grauen wie jeder ferne, nahe Nachbar/in, Hinz & Kunz, auch unverdient „Haste mal eine MDN, oder zwei, echte Friedensware“ nach Kräften, vermögenden Talenten Nahrung gab?“
Da war Heiner Müller nach- wie vortragend eigen, die Zeit nach dem Berliner Mauerfall vom 09. November 1989 wollte sich ihm, so gut & schlecht wie uns, nicht zeigen, also rauchte er „Der Zeit“, seine „Restlebenszeit“ vor der Schonzeit durch die brennende Zigarre lebensprall, gar nicht schorlemmer, voll ins Gedicht, montagsmalend sein Gesicht.
Noch ein Gedicht!
„Loki ich sehe dich nicht , hören tue ich dich schon lange nicht.
Nur das Nötigste“. „
Aber Helmut!...du hast dich „Auf eine Zigarette“ eingenebelt. Wenn das man gutgeht?! Heiner Müller sehnte sich nach dummen Frauen, um seine überschießende Intelligenz auf Urlaub zu schicken. Du magst Frauen, die „Auf eine Zigarette oder Zuruf“ intelligent verstummen!?
Helmut „Wo ist da eigentlich der Unterschied zwischen Dir und Heiner Müller? Habt ihr beide noch nie etwas von betörender emotionaler Intelligenz gehört?“.
“Loki! Frag mich mal, was Leichteres. Ich weiß nur, dass die Intelligenz von Männern mit Frauen Kinder kriegen kann, siehe unsere Tochter Susanne beim Börsenbarometer- TV- Bloomberg in London“.
„Helmut! Jetzt reicht es. Gleich schmeiß ich Dir Deinen neuen Porzellan Aschenbecher zum Neunzigsten, Marke Peking zertrümmert vor die Füße. An Susanne ist meine Intelligenz als Frau ja wohl auch beteiligt!“
„Den Heiner Müller streiche ich aus unserer ewigen Gästeliste, auch, wenn er tot ist, man/frau, weiss ja nie. Plötzlich taucht der hier „Auf eine Zigarre auf!“ Der hat selbst postmortem keinen guten Einfluss auf Dich, der deine Inelligenz fordert & fördert, ganz im Gegenteil“.
Wenn das der Volkskanzler Ludwig Ehrhard noch erlebt hätte, so viel dichterischer Heiner Müller Zigarren- Rauch, ohne Sinn & Verstand, “Gehen Sie mit der Konjunktur!“ für oder gegen die Konjunktur?!
Pferde müssen „saufen“, meinte der Volkskanzler Ludwig Ehrhard wg. der Konjunktur. „Herr Bundeskanzler! Pinscher und Schmeißfliegen übrigens auch!“.
SED- Polit- Hochzeremonien- Meister Walter Ulbricht brüllte darauf im Neuen Deutschland unverhohlen mit Moskaus Sohlen stramm „Münte auf Kante“, damals Partei-Linie:
“Wegen der Konjunktur drüben, laufen uns hüben nicht nur die Pferde zum Saufen davon!“. “Bin dann mal weg!“
“Niemand will eine Mauer bauen. Wenn das am 13. August 1961 in Berlin wie eine Mauer ausschaut, sage ich nur “Es ist keine Mauer, es ist der lebensspende Damm eines riesigen Wassertrog, den wir da für alle in der DDR zum Saufen bauen. Dass mir da keiner wegbleibt bei der großen konjunkturellen Sauferei und Essig in den DDR- Trog kippt“.
Dichter und Dramaturgen wie Heiner Müller soffen und saufen gedanklich trockengelegt, trocken gefallen wie Fischkutter im Watt bei ablaufender See, gedankendürr, bis sie, mitten von Freunden/innen umgeben, die Zeit berghoch zu Buche steht, ohne ordentliche schriftliche Vorankündigung, geschweige denn einfühlende Einladung “Selbst ein Idiot schafft es zu sterben!“, „Tiere übrigens auch Herr Müller- „Lügengescheid!“ selber, ohne Geh- Flatter, ein Pferd des letzten Gevatter „Last order“ tritt “ Ich bin gekommen, Ihnen mitzuteilen...“
Aber das ist eine andere Geschichte. Die „Laberlatur“ gewisser Hans-Dietrich Genscher- Apel als Gegenpart zu Müller- Lüdenscheid im gemeinsamen Bade, das unter Hallensern, Hallesern und Halunken in Halle wie in Hamburg- Volksdorfbüttel niemals stattfand.
Wenn Heiner Müller 1992 sagt: "Es ist nicht leicht, Spaß am Untergang der Welt zu haben, wenn man eine kleine Tochter hat".
Was sagt uns das Heute?
Vielleicht sagt uns Heiner Müller damit lakonisch unverstellt im Stil seiner gefühlten Generationshorde, dass er sich lebenslang mit jenen verband, die Verelendung, Verzweiflung als KZ- , als Kriegsversehrte, Kriegsgefangene, Widerständler/innen, heimkehrende Exilanten/innen, als Landser, Rotarmisten wie Deutsche, aus Kesselschlachten des Zweiten Weltkriegs, als Parteisoldaten/innen im Moskauer Hotel Luxor, als Übriggebliebene traumatisiert der Welt der Gegenwärtigen nur noch im Minimalkonsens eines putativ erahnt bevorstehenden Untergangs letzten Spaß abringen können!?
Wenn Heiner Müller ungefiltert auf historisch verstellt erreichbarem Niveau losschwafelte, die Demokratie vom historischen Grunde her als Selektion, als „Prinzip Auschwitz“ identifizierte, mag er an die Weimarer Demokratie gedacht haben, in der bereits 1919 Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht als parlamentarisch erfahrener „Flügel“ der USPD, der KPD von Freikorps ermordet, liquidiert, sein Interesse an Parlamenten, an Abgeordneten/innen auf Null exekutiert rekrutiert!?
War nicht die Weimarer Demokratie die reinste Registratur und Plattform mit IBM- Lochkarten System- Mitteln, die Vorrausetzungen für die Selektion des NS- Terror- Regimes „Prinzip Ausschwitz, Treblinka, Sobibor“ samt europaweiter Kollaboration zu organisieren?!
Frei nach Heiner Müller “Diese herumlaufende Unschuld in den Einkaufszentren der USA, in Deutschland, dieses robust demonstrative Power Shopping mitten in der Dauerkrise, löst bei mir einen Ekel aus“. War Heiner Müller so streng mit sich umgehend, schuldig, dass er solchen Ekel angesichts von frei herumlaufender Unschuld fühlte?
Frei nach Heiner Müller in den USA ca. 1985 “Ja! Es ist richtig! Hier in den USA leben die Menschen freier. Der Preis für die Freiheit in den USA liegt aber in der Unfreiheit in anderen Teilen unserer Welt“
Aber Herr Müller!, kann ich da nur postmortem fragen:
“Haben die Amerikaner/innen sich nicht im historisch dialektischen Sinnen von Marx & Engels ihre Freiheit erkämpft und bis heute, trotz vieler Gefährdungen, erfundenen wie realen Gefahrenlagen halbwegs behauptet?
Ist die Freiheit der Amerikaner/innen nicht eher durch die fortbestehende Unfreiheit der Menschen in anderen Teilen unserer Welt gefährdet? Welche dunklen Pläne wollen Sie mit Ihren vor- dialektischen „Allgemeinplätzen“ nähren, welchen die Nährung verweigern?“
Selbst abwesend, lässt Heiner Müller uns Deutsche u. a.? mit seinen dunkel erhellenden Sticheleien, wie nach der Mutterbrust, in unseren eigenen Gemütsverfassungen nicht ruhen.
Das ist nun aber wirklich gut so!
Danke Heiner Müller!
tschüss
Joachim Petrick
Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren