Mitten in Amerika. Es war einmal eine kleine, reiche Stadt im Mittelwesten der USA. Ihr Wohlstand ist verflogen, die Autohändler finden keine Kunden, für Kleinkredite werden Zinssätze bis zu 70 Prozent verlangt, die Pfandhäuser sind voll. Die Bürger haben erst George W. Bush gewählt und zuletzt John McCain. Sie sind konservativ, patriotisch und wollen nicht wahrhaben, dass sie zum Opfer einer epochalen Vermögensverschiebung von unten nach ganz oben geworden sind. Was bleibt, sind der angeborene Optimismus und die Hoffnung auf ein Wirtschaftswunder. Michael Naumann, vor 50 Jahren Austauschschüler in Mexico im US-Staat Missouri, hat die Stadt in ihrem Glanz erlebt und beschreibt ihren exemplarischen Niedergang bis zur Grenze der Verarmung. Dossier
- Datum 08.01.2009 - 07:00 Uhr
- Quelle DIE ZEIT, 08.01.2009 Nr. 03
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