Krieg in Nahost Brüder im ZornSeite 3/3
Möglich. Aber wenn denn der israelisch-palästinensische Konflikt so wichtig ist für die vier, warum bekennen sie sich nicht zu dem jüngsten Beschuss Israels mit Kleinraketen, um Hamas militärisch und psychologisch zu entlasten? Bis zum Ashurafest an diesem Mittwoch hatte sich Hibollah ganz zurückgehalten. In Südbeirut wehrt Hussein strikt ab. »Hisbollah ist eine libanesische Befreiungsbewegung. Wir haben immer die libanesische Souveränität verteidigt, das heißt die libanesischen Grenzen.« An denen herrschte in den vergangenen Wochen bis auf einen ominösen Raketenfund und Tiefflüge israelischer Kampfjets Ruhe. Westliche Diplomaten in Beirut sagen, die UN-Truppe Unifil, die libanesische Armee und Hisbollah bewachten jeder für sich die Ereignislosigkeit an Israels Nordgrenze. Würden sie jetzt einen Krieg lostreten, würden sie die schiitische Gemeinschaft verschrecken, ihre breite Unterstützung im Libanon riskieren und die Wahlen im kommenden Frühling verlieren. Merke: Nicht überall decken sich die Interessen von Hamas und Hisbollah, sie wirken in unterschiedlicher Umgebung.
Um die zu verstehen, spaziere man nur ein wenig im Hisbollah-Distrikt herum. Auf den Straßen laufen Frauen mit schwarzem Tschador neben Frauen mit schwarzen, offenen Locken. Anders als im islamisierten Gaza bietet in der Nähe der Hisbollah-Büros ein Supermarkt das größte Alkoholsortiment der Stadt an.
»Wir machen Politik im Libanon als Teil der Regierung!« – bei dieser Feststellung lehnt sich Hussein behaglich im Sessel zurück. Seit dem vorigen Sommer ist Hisbollah in der libanesischen Regierung mit einer Sperrminorität vertreten. Die Partei hat dafür Zugeständnisse beim Zuschnitt der Wahlbezirke gemacht und hält sich getreu an den Kompromiss – das bestätigen auch die libanesischen Gegner Hisbollahs. Damit ist die Partei Gottes ganz anders aus ihrem bewaffneten Aufstand vom Mai 2008 herausgegangen als Hamas aus ihrem Bruderkrieg mit Fatah. Hamas hat Fatah in Gaza aus der Regierung geworfen, und Fatah revanchierte sich ebenso in Ramallah. »Wir lehnen das Modell des Rauswurfs ab«, sagt Hussein.
Natürlich darf man im Libanon der Ruhe nie trauen, das sieht man an dem Beschuss Israels mit Kleinraketen vom Donnerstag. Spekulationen im Libanon kreisen um die Täterschaft palästinensischer Gruppen. Hisbollah dementiert, dass sie die Katjuschas abgeschossen habe. Die islamistische Partei weiß, worum es geht. Zumindest bis zur libanesischen Wahl im Frühling befindet sie sich in einer Großen Koalition mit Sunniten und Christen. Die stünde auf dem Spiel wie der wacklige Friede im ganzen Libanon, wenn Hisbollah jetzt eine militärische Front gegen Israel eröffnen würde. Eine solche Große Koalition von Fatah und Hamas fehlt übrigens den Palästinensern. Weil ihre Kampfparteien es hintertrieben - und weil zu viele Politiker in Washington und Jerusalem den Kompromiss mit Hamas nicht wollten.
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- Datum 11.08.2009 - 13:42 Uhr
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- Quelle DIE ZEIT, 08.01.2009 Nr. 03
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Es geht eben nicht nur um Israel. Es geht nicht um einen "gerechten Zorn" auf Grund von geopolitischen Entscheidungen ...
Aus der Hamas Charta
Artikel 7:
(…) Hamas ist eines der Glieder in der Kette des Djihad, die sich der zionistischen Invasion entgegenstellt…
Der Prophet – Andacht und Frieden Allahs sei mit ihm, – erklärte: Die Zeit wird nicht anbrechen, bevor nicht die Muslime die Juden bekämpfen und sie töten; bevor sich nicht die Juden hinter Felsen und Bäumen verstecken, welche ausrufen: Oh Muslim! Da ist ein Jude, der sich hinter mir versteckt; komm und töte ihn!
Das gilt nicht nur für die Hamas ... Hier wird Arafat überführt ...
http://www.liveleak.com/v...
...hasse mich selbst dafür solche überlegungen zu hegen. doch ist es vorstellbar für mich, daß der alberne vom libanon ausgehende beschuss auch von anderen interssierten geheimdiensten initiiert worden sein könnte. wozu?! um "tatsachen" zu schaffen die einerseits die bedingungslose us-unterstützung israels sichern und außerdem herrn obama, wenn er denn dann endlich ins amt eingeführt ist, zu standpunkten oder aktionen gegenüber iran zu zwingen, die er anders sich vorgenommen hatte. herumzuspinnen lasse ich mir nicht verbieten.
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