Südamerika Rallye auf die nicht so Schnelle

Die Rallye Dakar führt erstmals durch Argentinien und Chile. Karin Ceballos Betancur ist vorausgefahren. Sie hat im Kleinwagen die Anden überquert und sich von Fischern aus dem Sand schaufeln lassen

Kein Mensch kann diesen Ort besuchen, ohne bleiben zu wollen, kein Mensch, der ein Herz hat und bereit ist, es zu verlieren – an Panoramen, mit denen der Pazifik zwischen rosatürkisgrüngelben Wellblechfassaden direkt aufs Auge zielt, an steile Kopfsteinpflastergassen, an eine Melodie, die am Morgen aus einer schlaftrunkenen Trompete kriecht und widerhallt in den Hügeln von Valparaíso. Am Freitag, 9. Januar, wird ein rasendes Rudel Fahrer darüber herfallen. Sie werden stoppen, essen, schlafen. Am Samstag Strategien für die nächsten Tage besprechen, die Köpfe unter Motorhauben senken. Dann werden sie wieder essen, schlafen, am nächsten Morgen starten und nichts begriffen haben.

Die Rallye Dakar ist das berühmteste Motorsportrennen der Welt. Am 26. Dezember 1978 startete der Tross erstmals in Paris und erreichte wenige Wochen später die Hauptstadt Senegals. Von ihrem Erfinder, dem Franzosen Thierry Sabine, ist das Motto überliefert: »If life gets boring – risk it!« Er starb 1986 bei einem Helikopterunfall. Offenbar ist aber nicht jede Todesart willkommen. Immer wieder wurde die Streckenführung in den vergangenen Jahren geändert, weil Extremistengruppen entlang der Route mit Anschlägen drohten. Ein erhebliches Risiko tragen auch die Einheimischen: Fast 60 Todesopfer hat das Rennen bisher gefordert, darunter viele Kinder, die am Pistenrand unter die Räder kamen.

Im vergangenen Jahr, pünktlich zum 30-jährigen Jubiläum, musste der Wettbewerb schließlich komplett abgesagt werden. Die Veranstalter beschlossen, das Rennen an einen krisensicheren Ort zu verlagern. Die Wahl fiel auf Südamerika: von der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires durch die Pampas, durch die nördlichen Provinzen Patagoniens und über die Anden nach Valparaíso, durch die chilenische Atacama-Wüste, erneut über die Anden und zurück nach Buenos Aires. 9578 Kilometer in 15 Tagen. Dass der Wettbewerb nach wie vor unter dem Namen »Rallye Dakar« läuft, mag als Indiz für das Interesse gelten, das die Veranstalter den neuen Gastgebern entgegenbringen. Am kommenden Samstag ruht die Rallye für einen Tag auf halber Strecke, im Hafen von Valparaíso.

Wenn ich diesen Ort schon verlassen muss, dann nur mit ausreichend Zeit für den weiteren Weg, Raum für Begegnungen und Zufälle. Dem lustvollen Impuls der Selbstbeschränkung folgend, frei vom Streckendiktat der Veranstalter, frei von Stoppuhrendruck und Konkurrenz. Eine Art Antirallye über den zweiten Teil der Route, von Valparaíso bis nach Buenos Aires. Eine Frau, ein Mietwagen und ein Ersatzreifen, den aufzuziehen ich nicht fähig wäre. Es braucht so wenig für das große Abenteuer.

Valparaíso–La Serena
Unten auf der Küstenstraße wird aus Valparaíso eine Bucht weiter Viña del Mar, ein Badeort mit Apartmentburgen, deren glatte Fassaden den Blick auf die alte Hafenstadt in Scheiben schneiden. Die nächsten Kurven fädeln Dörfer auf ein Band aus Asphalt, Sommerfrische der chilenischen Mittelschicht in aufsteigender Kategorie. Das Fischerdorf Pichicuy liegt dort, wo die Landschaft anfängt, gegen den Mangel an Regenwasser zu kämpfen. Gestrüpp krallt sich an braune Berge, die wie gigantische Wellen aus Stein am Strand brechen. Im Restaurant stillt die Wirtin am Tresen ihr Kind, während die Fischergewerkschaft ein paar Tische weiter einen neuen Vorstand wählt. Ich esse eine Käse-Empanada von der Größe meiner rechten Wade. »Wir sind 76 Mitglieder«, gibt ein älterer Herr unaufgefordert zur Auskunft. Ich signalisiere mit vollem Mund und weit geöffneten Augen erstauntes Interesse. Er lächelt scheu, ehe er zur Abstimmung zurückkehrt. Manchmal muss man Männer unter sich sein lassen.

Über den Rest der Etappe wird die Landstraße zur Autobahn. Fußgängerbrücken ohne erkennbaren Nutzen verbinden einen Punkt im staubigen Nichts mit dem anderen. Einem Polizisten gefällt es, meinen Wagen an den Straßenrand zu winken. Ich frage, ob er weiß, dass die Rallye Dakar durch diese Gegend kommen wird. Er verneint und fragt, ob ich weiß, dass das Fahren ohne Scheinwerferlicht auf chilenischen Autobahnen auch tagsüber strikt untersagt ist. Dann unterhalten wir uns eine Weile über den Liebreiz der Gegend. Er belässt es bei einer Rüge.

Der Tag endet am Leuchtturm von La Serena, wo die untergehende Sonne sich bis weit nach 20 Uhr Zeit lässt, die Mauern mit orangerotem Licht zu fluten.

La Serena–Copiapó
Chile setzt den Streckenplanern der Rallye Dakar enge Grenzen. Das Land ist lang und dünn wie ein Aal. Mutige Versuche, sich der Strecke zu widersetzen, führen entweder direkt ins Meer oder enden an den Hängen der Andenkordillere. Die meisten Straßenschilder kommen ohne Ortsnamen aus, die Himmelsrichtung reicht – al norte, al sur.

Die Wüste beginnt hinter den Schneckenkurven, mit denen sich die Landstraße hinter La Serena in die Höhe windet. Bis auf einen sandgelben Rückstand ist alle Farbe von den Bergen gewichen. Das Einzige, was hier noch mehr als kniehoch wächst, sind Kakteen, der Rest kauert dicht am Boden. In ihren Siedlungen bringen Minenarbeiter dünne Dächer zwischen sich und den riesigen Himmel, versuchen sich inmitten versengter Ebenen mit Vorgärten in Zuversicht. Körnige Hitze lässt die Konturen am Horizont verschwimmen.

Vermutlich machen die schieren Distanzen müde. Kreuze, dekoriert mit Nummernschildern, Stofftieren und Tafeln, auf denen Namen und Lebensdaten der Verkehrstoten vermerkt sind, leuchten am Straßenrand; selbst schnurgerade Strecken sind gesäumt von Feldern aus Plastikblumen. Im Innern winziger Steinmausoleen welken Fotografien der Verstorbenen.

Ich ertrage das Gelb in Gelb bis Vallenar, wo Bewässerungsanlagen Grasflecken in den Sand sprengen. Dann biege ich nach links ab, weil links mehr Farben verspricht und Meer. Vom Fluss, der zum Pazifik führt, ist nur ein grünes Band zu sehen, das sein Rinnsal gedeihen lässt. Ein Schild gebietet »mire y escuche« – sehen und hören Sie! Der Hinweis gilt den Zügen, die am Bahnübergang kreuzen, könnte sich aber ebenso gut auf die Straße beziehen, die hinter dem letzten Dorf vor der Küste in einen pockennarbigen Belag übergeht. Macht nichts. Willkommen, Zwang zur Langsamkeit! Willkommen, Einsamkeit! Kein Auto kreuzt mehr zwischen strähnig bewachsenen Dünen. Schnurgerade führt die Straße zu auf einen Berg im Spätnachmittagsdunst, dessen Gipfel von einer Aureole aus Wolken umgeben ist.

Angetrieben von euphorischem Leichtsinn, lenke ich den Wagen in Richtung Strand und frage mich, ob der Sand nicht zu tief für mein knubbeliges Mädchenmobil ist, ziemlich genau in dem Augenblick, in dem es stecken bleibt und die Räder durchdrehen. Wie gern würde ich die gebührend gefeierte Einsamkeit jetzt nach Hause schicken und gegen eine belebte Straßenkreuzung in Buenos Aires eintauschen. Ich trotte zurück zur Straße und setze mich in den Sand. Und sitze. Und überlege, ob es eher zwei oder drei Stunden dauern würde, in die letzte Ortschaft zurückzulaufen, die einen sehr verwaisten Eindruck machte. Und sitze. Und sehe eine schwarze Spinne mit bohnenprallem Körper zwischen meinen Füßen, aber deshalb aufzuschreien wäre in Anbetracht der Umstände albern. Dann kommt ein dunkelroter Jeep des Wegs. An Bord drei Männer und zwei Frauen. Fischer. Chilenische Engel.

Weil ich beim ersten Anschiebeversuch vergesse, die Handbremse zu lösen, muss ich bei jedem weiteren die demütigende Frage über mich ergehen lassen, ob die Handbremse gelöst ist. Die Männer versuchen es mit Abschleppen, aber ihr Seil ist von Salzwasser und Sonne zu porös. Die Frauen rauchen, fragen, ob es nicht zu gefährlich sei, ganz allein im Auto unterwegs. Dann sinken sie auf die Knie und graben ihre lackierten Fingernägel in den Sand, um die Räder freizuschaufeln. Irgendwann klappt es. Ich bin frei. Sie verlangen kein Geld. Die Frauen hinterlassen lachsfarbene Kussmünder auf meiner Wange.

Atacama
Wer an der Rallye Dakar teilnimmt, müsste heute eine Schleife durch die Mitte der Wüste nehmen (Start und Ziel ist Copiapó), Bilder aus Sand und Dünen befahren, die sich im Fernsehen noch am ehesten als Nordafrika verkaufen ließen. Man müsste sich nur vom Meer fernhalten. Ich denk ja gar nicht dran.

Hinter der Abzweigung am Flughafen mündet die Straße in eine weite Ebene, an deren Ende man alles, nur kein Wasser vermuten würde. Obwohl es längst warm genug wäre, um an einem der weißen Strände ein Zelt aufzustellen, ist von Urlaubern keine Spur zu sehen. Dass das nicht immer so ist, beweisen supermarktgroße Diskotheken, die leer im Sand liegen. Die Saison beginnt im Januar. Bis dahin schwappt der Pazifik kaum beachtet an traumschöne Ödnis. Wo der Wind den Sand in Richtung Berge bläst, tragen die dunklen Hänge cremefarbene Schals zu ihren Füßen.

Die Minen- und Hafenstadt Chañaral tut gut daran, sich mit ihrer rußöligen Industrie hinter einer Kurve zu verstecken, um nicht die Aussicht auf den Nationalpark Pan de Azúcar zu versauen. Die grauen Felsen, die im diesigen Licht hinter tiefen Stränden aus dem dunkelblauen Meer aufsteigen, machen beklommen wie ein Geschenk, das man nicht verdient hat.

Copiapó–Laguna Verde
Der Reiseführer legt für die Andenüberquerung am Paso San Francisco ein geländegängiges Fahrzeug, ausreichend Verpflegung und warme Kleidung nahe. Ich verfüge über einen großstadtkompatiblen Kleinwagen, Chips und eine Kapuzenjacke. Einem Schild zufolge befindet sich die nächste Tankstelle im argentinischen Fiambalá. In 470 Kilometer Entfernung.

Wuchtige Industrieanlagen verwandeln die Wüste in eine riesige Müllhalde, deren Anblick allein unter der feisten Mittagssonne zu stinken scheint. Auch den Hinweis »2 km via experimental« lese ich ungern. Der bedauernswerte Zustand der Straße legt nahe, dass Chilenen und Argentinier in dieser Gegend keinen allzu großen Wert auf nachbarschaftlichen Austausch legen. Erst geht es bergauf. Dann wird es kalt. Jeder Fotostopp gerät zum Nahkampf mit dem Wind, der sauerstoffarm in Hochgeschwindigkeit bläst. Bald ist die Luft so dünn, dass sich der Wagen nur noch nach mehrfachen Startbemühungen zur Weiterfahrt bewegen lässt.

Nach einer Abfolge ungesicherter Stichkurven endlich die ersten schneebedeckten Gipfel. In 4552 Meter Höhe flimmern die Ufer des Salzsees Salar de Maricunga in der Anfahrt zur chilenischen Zollstation. Die Grenzschuppen stehen mitten im Irgendwo. Dass ich mit dem Wagen minutenlang vor dem gesenkten Schlagbaum stehe, scheint niemanden zu interessieren. Ich steige aus, trete ein, irre vorbei an einer Tischtennisplatte, bis ich einen Grenzpolizisten mit dem hübschen Namen Dagoberto López finde, der mir zwei Formulare in vierfacher Ausfertigung in die Hand drückt, mich bittet, sie von Zoll und Umweltschutzbehörde stempeln zu lassen, zwei Türen weiter, und dann zu ihm zurückzukehren. Ob geplant sei, das Prozedere während der Rallye ein wenig zu vereinfachen? Wir werden sehen, sagt Dagoberto. Acht Stempel weiter hebt sich der Schlagbaum. Offiziell aus Chile ausgereist, aber noch immer auf chilenischem Boden, setze ich die Reise fort. Noch 111 Kilometer bis zur argentinischen Grenze. Die Sonne steht tief.

Piktogramme, die Männchen auf Wanderschaft und Männchen an Steilhängen zeigen, habe ich bisher ignoriert. Chiles höchster Berg, der aktive Vulkan Ojos del Salado, sieht auch aus dem Auto heraus schön aus. Dann taucht hinter einer Kurve die Laguna Verde auf – ein gigantischer Fleck astralen Blaus, der mich nach all den langen graubraunen Stunden aufschreien lässt. An ihrem Ufer badet ein Strichmännchen in einer Badewanne. Es gibt 40 Grad warme Thermen, es gibt eine kostenlose Unterkunft im Bergsteigerlager, den See, dessen salzige Uferkrusten unter den Sohlen knistern. Es gibt Javier und Ricardo, zwei Bergsteiger, die die Leiche eines verunglückten polnischen Alpinisten bergen sollten, aber umkehren mussten, weil die Höhe sie mit Kopfschmerzen quälte. Wir verbringen den Abend im Schein einer Gaslaterne, teilen Wein, Chips und Nescafé. Javier erzählt vom Militärputsch 1973, als man ihn zwang, als Rekrut auf den Amtssitz des Präsidenten zu schießen. Später schloss er sich der Guerilla an. Javier hat ein Augenleiden. Er glaubt, dass er zu viel mit ansehen musste für ein Leben. Wir schweigen. Vor dem Schlafengehen vertreten wir uns die Beine in eisiger Kälte, unter dem sternenklarsten Himmel der Welt.

Laguna Verde–La Rioja
Der Tag weckt uns windstill und warm. Zähneputzen an einem salzigen Wasserstrahl, der dampfend aus dem noch nachtkalten Boden schießt. Die Lagune spiegelt wie straff gespanntes Zellophan. Ricardo will zurück nach Santiago.

Am Paso San Francisco wiederholt sich das Spiel des Grenzverkehrs im weithin schrankenlosen Raum. Wiederum werden Papiere ausgefüllt und abgestempelt, wird das Fahrzeugkennzeichen in einer dicken Kladde handschriftlich vermerkt. Unterdessen nähert sich ein Auto von argentinischer Seite und kommt zum Stehen. Der Zollbeamte sieht aus dem Fenster. Er sagt: »Unglaublich – zwei auf einmal.«

In Argentinien hat die Fauna Aufstellung bezogen, um die Leere der vergangenen 24 Stunden wettzumachen. Vikunjas stehen so lange interessiert am Straßenrand, bis man versucht, ein Bild von ihnen zu machen, und sie dem Fotografen divenhaft den Rücken zukehren. Ich beschimpfe sie vom Auto aus, aber nur leise, weil ich nicht sicher bin, ob sie wie ihre Lama-Schwestern zum Spucken neigen, wenn sie sich ärgern.

Von der Grenze bis zum nächsten Ort, Fiambalá, sind es 207 Kilometer. Für Notfälle stehen am Straßenrand Rettungshütten bereit, Wellblechverschläge mit Feuerstellen, Gästebüchern in Plastikhüllen und praktischen Resten, die Besucher hinterlassen haben: Kerzenstummel, Feuerzeuge, Kugelschreiber. Ein Stapel alter Kopien für Notizen erweist sich als Auszug des Kommunistischen Manifests in deutscher Sprache. Ich hinterlasse die Presseunterlagen zur Rallye Dakar und beglückwünsche mich zum Tausch.

Gewitterwolken liegen über der Ebene von La Rioja, die sich am Fuß der Berge ausbreitet wie ein grüner Ozean.

La Rioja–Córdoba
Ganz ehrlich: Irgendwann werden die Berge lästig. Klar sind sie schön, die Stauseen und grünen Hänge. Aber es sind die Stauseen und grünen Hänge, die mich von Buenos Aires trennen. Ich will die platanenbestandene Avenida de Mayo statt Schotter, Kaffeehäuser statt Tankstellenautomatenplörre, Buchhandlungen am Straßenrand statt überfahrener Hasen. Vermutlich haben die Organisatoren der Rallye auf dieser Etappe blankes Kilometerfressen vorgesehen.

In Serrezuela, wo es heiter werden könnte, wird es finster. Ein junger Polizist, der an einer Kontrollstation meinen Führerschein kontrolliert, fragt, ob ich einen compañero mitnehmen könne. Auf mein Nicken hin greift der Polizist eine Tasche und nimmt auf meinem Beifahrersitz Platz. »Toll, der compañero bin ich.« 70 Kilometer seien es bis an sein Ziel, sagt er. Tatsächlich werden es 150. Dann schweigt er. Ich erfahre noch, dass er nach Michael Jackson benannt wurde, 21 Jahre alt ist, eine Freundin hat und Polizist werden wollte, »weil man da so mit Waffen zu tun hat«. Dann schalte ich das Radio an.

Córdoba–Buenos Aires
Es gibt kein Gesetz auf Argentiniens Straßen. Wo die Ordnung einen Vorstoß wagt, überspannt sie den Bogen mit tangoesker Dramatik, sieht Tempo-40-Zonen vor, wo jeder, der sich daran hielte, einen Auffahrunfall verursachen würde, weshalb die pathetischen Regeln von allen Verkehrsteilnehmern ignoriert werden.

Ich halte ein letztes Mal an einer Tankstelle, 50 Kilometer vor Buenos Aires, um mich mental auf die Zielgerade, eine zwölfspurige Stadtautobahn, vorzubereiten. Im Fernsehen laufen Nachrichten, Berichte über einen mutmaßlichen Serienvergewaltiger im Hauptstadtviertel Recoleta, die Ermordung eines entführten Bäckersohns, Stürme, die am Wochenende Tote gefordert haben. Es ist zum Umkehren. An die menschenleeren Küsten des Pazifiks. An die salzigen Ufer der grünen Lagune. Zum Verkriechen unter einem Sternenhimmel. Aber das wäre Verrat am Prinzip der Antirallye: halten statt überholen, mit gedrosselter Geschwindigkeit quer durch die Mitte und entspannt ein- und ausatmen.

3000 Kilometer in zehn Tagen. Ein miserabler Schnitt. Es hätten zwanzig sein müssen.



Mietwagen: Auch auf den regulären Straßen empfiehlt sich für eine Reise auf den Spuren der südamerikanischen Rallye Dakar ein Allradfahrzeug. Bei einwöchiger Miete bietet Avis z. B. einen Ford Ranger zum Tagestarif von rund 118 Euro in der Nebensaison und 134 Euro in der Hauptsaison an. Kleinwagen gibt es ab 73 Euro pro Tag.

Anmietung und Abgabe ist jeweils am Flughafen von Santiago de Chile. Wer mit dem Wagen ins Ausland fahren möchte, muss darauf dringend vor der Anreise hinweisen, weil eine schriftliche Sondergenehmigung erforderlich ist. Zudem wird eine zusätzliche Versicherung fällig. Nähere Informationen unter www.avis.de

 
Leser-Kommentare
  1. Weil das Rallykommittee zu kurzfristig die Route bekanntgab. Es führt gemäss der Fachleute durch äusserst wertvolle Fundstätten mit unzähligen Dinosaurierspuren. Die fast idyllische Beschreibung - man möchte gleich auch dahinfahren - lässt offen, ob es sich um eine Falschmeldung handelte oder ob die wagemutige Journalistin vor lauter Nervenkitzel nicht daran gedacht hat.
    Mit dem Auto herumbrettern ist schön, noch schöner ist es aber, Millionen Jahre alte Naturschätze zu beschädigen.
    http://www.andhranews.net...

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