Unis in der Krise
Konkrete Zahlen sind derzeit schwierig zu ermitteln, aber eine anonyme Umfrage unter 900 USHochschulen liefert ein gutes Stimmungsbild vom Ausmaß der universitären Krise. Zu Kündigungen kam es demnach bisher bei zehn Prozent der Hochschulen, fünf Prozent verhängten einen kompletten Einstellungsstopp, wie die Befragung im Auftrag des Chronicle of Higher Education ergab.
Um in der Krise ihre Mitarbeiter zu halten, sparen die Unis an anderer Stelle, etwa am Gehalt: Mehr als ein Drittel der Befragten hat den Bezug seiner Mitarbeiter eingefroren und Lohnerhöhungen zunächst ausgesetzt, ein weiteres Drittel bereitet solche Maßnahmen vor, über die Hälfte hat geplante Bauvorhaben auf Eis gelegt.
Und nahezu alle Hochschulen rechnen damit, dass sich in naher Zukunft die Situation noch verschärfen wird. Private Universitäten befürchten, dass ihre hohen Studiengebühren nicht mehr bezahlbar sein werden; öffentliche Institutionen planen bereits mit geringeren Staatsmitteln. Und alle Befragten stellen sich auf einen weiteren Rückgang privater Spenden ein. hei
- Datum 08.01.2009 - 07:00 Uhr
- Quelle DIE ZEIT, 08.01.2009 Nr. 03
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