Ernst Weisenfeld

»Wenn Israel angegriffen wird, wird Israel zurückschlagen.«

Zipi Liwni, israelische Außenministerin, nach ihrem Treffen mit der EU-Delegation in Jerusalem

»Die Tötung von Palästinensern im Gaza-Streifen rechtfertigt das Töten von Israelis.«

Mahmud Sahar, Führer der Hamas, über die israelische Militäroffensive

»Eine militärische Lösung der Krise gibt es nicht.«

José Luis Rodríguez Zapatero, spanischer Ministerpräsident, zum israelischen Vorgehen in Gaza

»Wer könnte mir einen Vorwurf machen, weil ich alles versuche, um so viel Leid zu beenden?«

Nicolas Sarkozy, französischer Staatspräsident, über seinen Vermittlungsversuch im Gaza-Konflikt, obwohl die französische EU-Ratspräsidentschaft vorbei ist

»Wenn die Ukraine diesen Diebstahl fortsetzt, werden die europäischen Konsumenten darunter leiden.«

Alexander Medwedjew, Vizechef des russischen Gasversorgers Gasprom, über den Streit zwischen der Ukraine und Russland um Gaslieferungen

»Ich muss sagen, dass ich wehmütig war, als ich heute das Haus verlassen habe.«

Barack Obama, designierter US-Präsident, vor seinem Abflug aus Chicago nach Washington

»Die sind nur noch über mich hergefallen.«

Dagmar Metzger, hessische SPD-Abgeordnete, über die Reaktionen ihrer Parteifreunde, nachdem sie sich einer Zusammenarbeit mit der Linkspartei verweigert hatte

»Da schrillen bei uns die Alarmglocken.«

Horst Seehofer, bayerischer Ministerpräsident, über die Forderung der SPD, den Spitzensteuersatz zu erhöhen

»Ich bete jeden Tag für meinen Mann, in die Gebete sind auch die getötete Mutter und insbesondere ihre Kinder eingeschlossen.«

Katharina Althaus, Ehefrau des thüringischen Ministerpräsidenten Dieter Althaus, über den Skiunfall ihres Mannes

Zeitspiegel

Unter den großen Journalisten der Bundesrepublik war er einer der bescheidensten und wirksamsten zugleich. Das schöne Medium des Radios, das Wort wie Stimme Raum gibt, wurde Ernst Weisenfelds Markenzeichen. Die ruhige, leicht nasale Stimme, die seine westfälische Heimat durchscheinen ließ, gab seinen Worten Relief und seinen Analysen Griffigkeit. Generationen, die seinem »Bericht aus Paris« lauschten, bleibt sie bis heute im Ohr.

Ein halbes Jahrhundert lang prägte Weisenfeld so das Bild Frankreichs, als Rundfunkkorrespondent des WDR, als Autor der ZEIT, durch zahlreiche Bücher über französische Politik und Geschichte und als Chefredakteur der deutsch-französischen Zeitschrift Dokumente.

Dabei verband er kritische Beobachtung stets mit großer Fairness. Zu gut verstand er die Umstände, welche die Gestaltungsmöglichkeiten der Politiker einengen, um ihnen den Respekt sorgfältiger Berichterstattung zu versagen. Publizistische Selbstdarstellung war seine Sache nie. Zur Aussöhnung über den Rhein haben viele beigetragen, zu deutschem Verständnis für unseren wichtigsten Nachbarn wenige mehr als er. Am 4. Januar ist Ernst Weisenfeld im Alter von 95 Jahren in Hamburg gestorben. christoph bertram

 
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