Hochschule Wir wollen euch!
Der Finanzdienstleister MLP versucht an Hochschulen systematisch Studenten als Kunden zu gewinnen
Sie trugen schwarze Anzüge, Kurzhaarschnitt und ein Klemmbrett unter dem Arm. Ihr Angebot: kostenlose Beratungsgespräche für Studenten. Ihr Ziel: die Adressen der Studierenden. Um ihre Seriosität zu unterstreichen, behaupteten die Herren auf dem Campus in Bremen, Mitarbeiter der Hochschule zu sein. Eine glatte Lüge. Denn bei den Anzugträgern handelte es sich um private Finanzberater der Firma MLP. Petra Droste, die Geschäftsführerin des Career Centers Universität Bremen, warnte daraufhin auf Plakaten und in E-Mails vor den MLP-Beratern: Niemals würde das Büro für Karriereförderung nach Kontaktdaten fragen und »vor allem keine Adresslisten führen«!
Der Vorfall ereignete sich im November 2006. Heute sagt Petra Droste, dass sie sich nicht mehr sicher sei, welcher Finanzdienstleister sich da mit fremden Federn schmückte. »Mittlerweile arbeiten wir mit der MLP AG zusammen, es läuft wunderbar.« Woher kommt ihr Sinneswandel? Vielleicht von einem Anruf von Thomas Breiding, einem damaligen Unternehmenssprecher von MLP. Er erinnert sich an den Fall als sein »Lieblingsbeispiel«. Nachdem Breiding von dem Vorfall aus Bremen erfahren hatte, bot er der Uni eine offizielle Kooperation an. Die Hochschule willigte ein. Und MLP hatte sein Ziel erreicht. Der Heidelberger Konzern hat sich auf Akademiker spezialisiert und vertreibt Geldanlagen sowie Versicherungspolicen hauptsächlich an diese exklusive Zielgruppe. Darum nutzt MLP jede Gelegenheit, um näher an seine potenziellen Kunden heranzukommen. Career Center sind dafür wie geschaffen: In den Servicebüros sollen Studierende am Ende der Ausbildung fit für den Arbeitsmarkt gemacht werden – mit Seminaren und Stellenbörsen. Für Versicherungen, Finanzdienstleister und Krankenkassen sind sie das optimale Einfallstor, um mit ihren späteren Kunden in Kontakt zu kommen.
Vielen Hochschulen fehlt das Geld für eigene Karriereförderkurse
Die Barmer Ersatzkasse lädt vereinzelt zu Assessment-Center-Trainings, der Berufsverband VDI hat ein regionales Programm für Nachwuchsingenieure aufgelegt, und die Versicherung Debeka bietet Bewerbungstrainings an. Für die meisten Unternehmen sind Akademiker jedoch nur eine Zielgruppe – für MLP sind sie die Hauptkundschaft. Darum versucht die MLP AG am systematischsten, über die Hintertür Career Center an die Universitäten zu kommen, um an Adressen zu gelangen – und neue Kunden zu gewinnen.
Im Wettbewerb um Studenten werden Berufsberatungsangebote und Career Center zu wichtigen Pfeilern bei der Profilbildung einer Uni. So gelten hohe Einstiegsgehälter von Absolventen als Gradmesser für eine professionelle Jobvermittlung. Seit 2002 weist auch das Hochschulranking des Centrums für Hochschulentwicklung (CHE) das Vorhandensein von Career Centern mit aus.
Der neuen Bedeutung von Karriere-Servicebüros steht oft ihre magere Ausstattung im Wege. »Die meisten Büros sind finanziell unterversorgt«, sagt Johanna von Luckwald von der Uni Köln. Sie hat die erste Studie über Career Center in Deutschland vorgelegt. Meistens stellten die Hochschulen nur Geld für eine halbe bis drei Stellen zur Verfügung. An der Uni Münster kümmern sich beispielsweise drei Mitarbeiter um die jährlich 5000 Absolventen. Ein seltenes positives Beispiel ist die Uni Freiburg, hier arbeiten 14 Mitarbeiter an der Karriere der Absolventen. Oft bekommen die staatlichen Hochschulen nur für »Lehre« und »Forschung« Mittel aus den Landeshaushalten – ein Posten für »Karriereförderung« ist meist nicht vorgesehen. »Hauptfinanzierungsquellen von Career-Services sind Gelder aus dem Rektorat, dem zentralen Haushalt sowie Drittmitteln«, hat Johanna von Luckwald herausgefunden. Diese Unsicherheit ist eine Schwäche der Karrierebüros. MLP nutzt diese Schwäche aus. Früher oder später tritt das Unternehmen an die Uni heran. Speziell dafür hat es 2006 die Abteilung »Hochschulmanagement« gegründet.
Mit über 40 Hochschulen arbeitet MLP derzeit in Deutschland zusammen und hat damit fast die Hälfte aller deutschen Unis mit Karrierebüros für seine Zwecke gewonnen. MLP bietet den chronisch unterbesetzten Servicestellen Rhetorikkurse, Assessment-Center-Trainings oder Seminare zu Stressmanagement an. Außerdem hat MLP aus den Informationen über seine Kunden Firmen- und Gehaltsdatenbanken aufgebaut, die Studierende nutzen können. All diese Angebote sind kostenlos für Unis und Studenten. Im Gegenzug erhält MLP Informationen über die künftigen Besserverdiener mit Bachelor und Master.
Vor vier Jahren verkündete der Finanzdienstleister die erste Kooperation zwischen einer öffentlichen Einrichtung und einem Wirtschaftsunternehmen. MLP ging mit der Fachhochschule Mannheim eine sogenannte Public-Private Partnership ein. Das Unternehmen versprach, Seminare zu Arbeitsverträgen, Existenzgründungen und Präsentationstechniken für die FH durchführen zu wollen, da es »über ein in Deutschland einzigartiges Know-how in akademischen Berufen« verfüge. »In den vergangenen Jahren haben wir damit gute Erfahrungen gemacht«, sagt der Leiter des Mannheimer Career Centers, Lutz Fischer-Klimaschewski. Er gibt jedoch auch zu, dass Hochschulen immer ein Problem mit der Finanzierung berufsbildender Kurse haben. Fischer-Klimaschewski und sein einziger Mitarbeiter könnten nie eine solche Vielzahl an Seminaren anbieten.
Ähnliche Kooperationsverträge legten die Finanzexperten in den vergangenen Jahren unter anderem auch der Ruhr-Universität Bochum und den Universitäten in Rostock und Münster vor – sie alle lehnten dankend ab. »Das war ein Scheinangebot«, sagt Josef König von der Uni Bochum, »Studenten sollten in Finanzangebote hereingelockt werden.« Das bestätigt auch ein ehemaliger MLP-Berater aus Süddeutschland, der seinen Namen nicht in der Zeitung lesen will: »Die Adressen von unverbrauchten Akademikern sind am interessantesten, weil sie hohe Erträge bringen. Die Seminare dienen nur dazu, die Leute für MLP-Beratungen zu gewinnen.« Die Seminare dienten nicht der Kundenakquise, sondern »sollen Studierenden den erfolgreichen Karrierestart erleichtern«, sagt Marc-Philipp Unger, Konzernbeauftragter für die Beziehungen zu Hochschulen bei MLP, ergänzt aber, dass MLP »aufgrund der gezeigten Expertise oft als Finanz- und Vermögensberater mit den Absolventen in Kontakt bleibt«.
Hochschulen, die mit MLP kooperieren möchten, bekommen Kooperationsvereinbarungen vorgelegt, in denen das Unternehmen beispielsweise darauf dringt, dass Links zu MLP an »exponierter Stelle« der Uni-Webseite erscheinen. Außerdem soll dem Finanzdienstleister »in hochschuleigenen Publikationen einmal im Jahr kostenfrei eine Anzeige beziehungsweise ein Textbeitrag« eingeräumt werden. Dieser Passus findet sich nur in der 2009er Version des Kontraktes. In älteren Verträgen ließ sich MLP zusichern, dass seine Berater berechtigt sind, »als Kooperationspartner der Hochschule aufzutreten«.
Interessant wird es im Paragrafen 2.9. eines der ZEIT vorliegenden Vertrages aus dem Jahr 2004. Hier offenbarte das Unternehmen sein eigentliches Ziel: MLP werden »Datenmaterial und Statistiken (…) von der Hochschule übermittelt«. Zudem solle dem Unternehmen das Recht eingeräumt werden, jeden Studenten zu »persönlichen Beratungen einzuladen«. Auch auf diese Verpflichtungen verzichtet MLP heute.
»Die Zusammenarbeit von Uni und Unternehmen muss transparent bleiben«
In den neuen Verträgen fehlt ebenfalls der Hinweis auf »Seminare zu den finanziellen Aspekten der Karriereplanung«. Nichts geändert hat sich jedoch an den Referenten der Kurse: Als Dozenten lehren nicht etwa externe Experten, sondern die MLP-Berater selbst. Vormittags verkaufen sie die Riester-Rente, abends referieren sie über die »Vorbereitung für angehende Lehramtsanwärter« – ein Seminar, das MLP im vergangenen Jahr an der Uni Bremen anbot. Welche besondere Kompetenz können Teilnehmer da erwarten? »Die MLP-Seminare sind nicht von besonderer Qualität«, sagt die ehemalige Leiterin eines Career Centers, die sieben Jahre in dem Bereich gearbeitet hat. Auch das Career Service Netzwerk Deutschland e. V. (csnd) empfiehlt, Angebote von Fremdanbietern genau unter die Lupe zu nehmen: »Oft sind es nichtprofessionelle Trainer, die auf die Studierenden losgelassen werden«, sagt der Vorsitzende des csnd, Marcellus Menke. MLP-Berater müssten Zertifikate für sämtliche Seminare ablegen, entgegnet Marc-Philipp Unger vom MLP-Hochschulmanagement. Nur geschulte Berater dürften auch alles unterrichten. Dem widerspricht ein ehemaliger MLP-Berater, der fünf Jahre lang Kurse gab: Spezielle Schulungen für die Hobbyreferenten gab es bis zum Jahr 2000 nicht. Know-how hätten die MLP-Männer vor allem bei Kursen wie »Finanzielle Aspekte der Karriereplanung« oder »Gehaltsverhandlung«. In ihnen kämen auch MLP-Themen vor, gibt Marc-Philipp Unger zu. Wichtig sei jedoch, dass die MLP AG Erfahrung darin habe, welche Fragen Personalverantwortliche den Absolventen stellten. So könnten sich Studenten auf Bewerbungsgespräche vorbereiten.
Im Gegensatz zu den ausführlichen Forderungen, die MLP in den aktuellen Verträgen mit den Hochschulen stellt, wird der Punkt »§ 4 Datenschutz« nur mit drei Zeilen erwähnt: Daten sollen vertraulich behandelt werden. Dabei berichten ehemalige MLP-Mitarbeiter, dass die Absolventen am Ende der Seminare stets ihre Adresse hinterlassen mussten. Dieser Darstellung widerspricht MLP. »Selbstverständlich müssen die Teilnehmer in unseren Kooperationsseminaren mit Career Centern keine Adressen hinterlassen«, sagt Marc-Philipp Unger. »In einem Interessentenbogen können sie freiwillig angeben, ob sie an weiteren Seminaren oder der Beratung in wirtschaftlichen Fragen Interesse haben. Wenn sie dies wünschen, werden sie später von MLP kontaktiert.«
Möchte ein Student sich die von MLP angebotene Gehaltsanalyse anfertigen lassen, muss er den sechsseitigen Fragebogen »MLP-Karriere-Check für Berufseinsteiger« ausfüllen und darin sensible Daten wie das »voraussichtliche Studienende« und die »voraussichtliche Examensnote« angeben. Das Unternehmen will wissen, welches das »Wunschunternehmen« sei und wie »Ihre Gehaltsvorstellung« aussehe. Aus diesen Informationen lässt sich ablesen, wie solvent der Absolvent später sein wird und ob er als MLP-Kunde infrage kommt. Mit seiner Unterschrift willigt der Student ein, dass MLP die personenbezogenen Daten nutzen darf.
Nicht immer können Studenten bei MLP-Kursen erkennen, wer Anbieter und wer Sponsor einer Karriereveranstaltung ist. Interessierte, die an der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus im vergangenen Jahr das Seminar »Existenzgründung« besuchen wollten, mussten sich beim »Referat Außenbeziehungen« der Uni anmelden. Der Kurs fand dann aber einen Kilometer entfernt statt – in der MLP-Geschäftsstelle.
»Die Übergriffe der Wirtschaft werden immer frecher«, sagt die Bildungsforscherin Andrea Liesner von der Uni Hamburg. Wenn Hochschulen Firmen Kunden zuspielten, sei eine Grenze überschritten. »Privatunternehmen und Bildungseinrichtungen haben unterschiedliche Aufgaben«, sagt Liesner, »ihre Zusammenarbeit muss transparent und öffentlich kontrollierbar bleiben.«
Bei der MLP AG kann man nichts Unlauteres an der eigenen Marketingstrategie erkennen. »Manche Seminare kosten im Markt 600 bis 800 Euro pro Teilnehmer«, sagt Marc-Philipp Unger, »wir bieten Qualität, und in vielen Fällen erinnern sich die Teilnehmer später an unsere kompetenten Berater.« Das sei eine »faire Win-win-Situation« zwischen Hochschule, Studierenden und MLP. »Dass Unternehmen negative Absichten haben, ist schlichtweg falsch und eine längst überholte Ansicht«, sagt Unger. »Vor allem Akademiker hinterfragen Angebote sehr kritisch, Beeinflussungsversuche wären hier nicht erfolgreich.«
Diesen Artikel finden Sie als Audiodatei im Premiumbereich unter www.zeit.de/audio
- Datum 19.01.2009 - 16:39 Uhr
- Serie Audio
- Quelle DIE ZEIT, 15.01.2009 Nr. 04
- Kommentare 18
- Versenden E-Mail verschicken
- Empfehlen Facebook, Twitter, Google+
- Artikel Drucken Druckversion | PDF
-
Artikel-Tools präsentiert von:








man stelle sich nur einmal vor, welch verherende wirkung dies für die privatsphäre bedeutet, wenn die durch mlp gewonnen persönlichen daten mit den daten in sozialen netzwerken abgeglichen und erweitert werden.
auch studiVZ und facebook werden hauptsächlich und vor allem freiwillig durch die beschriebene zielgruppe genutzt. weitere partnerschaften des unternehmens mlp mit diesen ergibt nicht nur sinn, sondern erscheint als logische ergänzung zwecks weiterem profiling der eigenen "kunden".
Ich bin selbst Kunde von MLP und sehr zufrieden. Es gibt schlimme Unternehmen, zB die AFA. Was die machen, müsste bestraft werden.
Aber MLP ist seriös, und sie machen nebenbei unschlagbare Angebote.
Ja ja, das sagten Maddocks Kunden auch - bis letzten Monat
aj
"Madoff", sorry
Naja, MLP ist ja mehr ein Vermittler...meine Beraterin achtet auch darauf dass ich verschiedene Sachen bei verschiedenen Anbietern habe, wenn die Konditionen ähnlich sind (Vermögensanlagen). Streuen des Risikos. Zumindest meine macht das - das ist für mich ein Zeichen dass sie mir nicht blind das empfiehlt, woran sie am meisten verdient.
Klar könnte man auch alles komplett alleine machen (= heraussuchen etc.) aber billiger wirds dadurch auch nicht.
Wenn man die Angebote untersucht stellt sich schnell heraus, daß der Pool der Anbieter eng begrenzt ist.
Auswahlkriterium ist bei gleichartigen Angeboten weniger die Risikostreuung sondern wohl eher die Provisionshöhe des Beraters.
Die meisten Produkte verkaufen dieser Branche verkaufen sich mehr über das Erscheinungsbild der Berater als über die Rentabilität der Anlage.
Darüber hinaus ist bei vielen Produkten selbst für Fachleute eine genaue Risikoabschätzung nur sehr schwer möglich. Warum wohl haben die "seriösen" Banken heute soviele Schwierigkeiten bei der Bewertung ihrer Wertpapiere?
war da zufällig ein "Produkt" dabei, dessen Name auf "chance op" lautet?
Das wurde nämlich mir und gleichermaßen einem Komilitonen von unterschiedlichen Vertrieblern (denn Berater wäre m.E. ein bisschen zu euphemistisch) empfohlen, obwohl wir völlig unterschiedliche (finanzielle) Bedürfnisse haben und besagtes "Produkt" zu keinem so recht passen wollte.
Unnötig zu erwähnen, dass Ausgabeaufschlag und Verwaltungsgebühr exorbitant sind - und die Anlage seit Oktober 2007 kontinuierlich inzw. mehr als die Hälfte ihres Wertes verloren hat. (übrigens hat sich keiner von uns überreden lassen und m.W. besteht auch kein Kontakt zu MLP mehr).
Ich hoffe also mal, dass auch Sie sich nicht allzusehr von diesem "ich bin der Lotse und Sie der Kapitän"-Gerede blenden lassen.
Wenn man die Angebote untersucht stellt sich schnell heraus, daß der Pool der Anbieter eng begrenzt ist.
Auswahlkriterium ist bei gleichartigen Angeboten weniger die Risikostreuung sondern wohl eher die Provisionshöhe des Beraters.
Die meisten Produkte verkaufen dieser Branche verkaufen sich mehr über das Erscheinungsbild der Berater als über die Rentabilität der Anlage.
Darüber hinaus ist bei vielen Produkten selbst für Fachleute eine genaue Risikoabschätzung nur sehr schwer möglich. Warum wohl haben die "seriösen" Banken heute soviele Schwierigkeiten bei der Bewertung ihrer Wertpapiere?
war da zufällig ein "Produkt" dabei, dessen Name auf "chance op" lautet?
Das wurde nämlich mir und gleichermaßen einem Komilitonen von unterschiedlichen Vertrieblern (denn Berater wäre m.E. ein bisschen zu euphemistisch) empfohlen, obwohl wir völlig unterschiedliche (finanzielle) Bedürfnisse haben und besagtes "Produkt" zu keinem so recht passen wollte.
Unnötig zu erwähnen, dass Ausgabeaufschlag und Verwaltungsgebühr exorbitant sind - und die Anlage seit Oktober 2007 kontinuierlich inzw. mehr als die Hälfte ihres Wertes verloren hat. (übrigens hat sich keiner von uns überreden lassen und m.W. besteht auch kein Kontakt zu MLP mehr).
Ich hoffe also mal, dass auch Sie sich nicht allzusehr von diesem "ich bin der Lotse und Sie der Kapitän"-Gerede blenden lassen.
Wenn man die Angebote untersucht stellt sich schnell heraus, daß der Pool der Anbieter eng begrenzt ist.
Auswahlkriterium ist bei gleichartigen Angeboten weniger die Risikostreuung sondern wohl eher die Provisionshöhe des Beraters.
Die meisten Produkte verkaufen dieser Branche verkaufen sich mehr über das Erscheinungsbild der Berater als über die Rentabilität der Anlage.
Darüber hinaus ist bei vielen Produkten selbst für Fachleute eine genaue Risikoabschätzung nur sehr schwer möglich. Warum wohl haben die "seriösen" Banken heute soviele Schwierigkeiten bei der Bewertung ihrer Wertpapiere?
war da zufällig ein "Produkt" dabei, dessen Name auf "chance op" lautet?
Das wurde nämlich mir und gleichermaßen einem Komilitonen von unterschiedlichen Vertrieblern (denn Berater wäre m.E. ein bisschen zu euphemistisch) empfohlen, obwohl wir völlig unterschiedliche (finanzielle) Bedürfnisse haben und besagtes "Produkt" zu keinem so recht passen wollte.
Unnötig zu erwähnen, dass Ausgabeaufschlag und Verwaltungsgebühr exorbitant sind - und die Anlage seit Oktober 2007 kontinuierlich inzw. mehr als die Hälfte ihres Wertes verloren hat. (übrigens hat sich keiner von uns überreden lassen und m.W. besteht auch kein Kontakt zu MLP mehr).
Ich hoffe also mal, dass auch Sie sich nicht allzusehr von diesem "ich bin der Lotse und Sie der Kapitän"-Gerede blenden lassen.
Lieber mündiger, intelligenter und aufgeklärter Mitleser,
die "Seriösität" der gesamten Finanzbranche kann an dieser kleiner Formel selbst abgeleitet werden:
Jeder Berater, jede Sekretärin, jeder Werkstudent, der in einem reinen Finanzunternehmen arbeitet produziert kein physikalisches Produkt, sondern im besten Fall eine Möglichkeit das eigene (GEld)Kapital gewinnbringend anzulegen.
Er ist ein Mittler zwischen den Menschen mit Geld ohne Idee und den Menschen mit Ideen ohne Geld. Das Geld - damit es wirkliche Zinsen erwirtschaften kann - muss in bessere Produktionsmethoden usw. REAL investiert werden.
Der Return of Investment, also die Zinsen auf das eingesetzte Geld, muss nun folgende Einkommenströme abdecken:
a) Risikoabsicherung gegen ein nicht eintreten der erhofften Zukunft.
b) Zinsen auf das eigene eingesetzte Kapital
c) DIE GANZEN VERTRIEBER,BERATER,SEKRETÄRINNEN,KAPITALRENDITEN für die Finanzmittler wie MLP müssen aus den Zinsen auf das Kapital finanziert werden.
Um so größer und aufwendiger diese Institutionen sind, um so mehr von den "Zinsen" bzw. dem eingesetzten Kapital müssen für die Zahlungsströme der Unternehmen aufgewendet werden.
Auf jedem verkauften Produkt, egal ob es ein Hypothekenkredit für den Hausbau oder das neueste Kreditderivat ist, ist eine Provision miteingerechnet. Diese schmälert den Ertrag aus den eigenen Anleihen und wird vom Habenzinssatz subtrahiert und auf den Soll Zinssatz aufgeschlagen.
Um so mehr Geld die Finanzmittler ausgeben, um so teurer sind Sie für den Kunden.
Wissen Sie den überhaupt in was Sie genau investieren? Ich meine Physkalisch. In neue Stromleitungen - neue Schulen - neue Energieerzeugung? Oder in Finanzprodukte bei denen man eigentlich nicht weis, wie mit Ihnen Geld verdient wird?
Multiplizieren Sie diese einfache Erkenntniss mit den Lehmanns und Deutschen Banken dieser Welt, addieren Sie MLP & Co. und Sie haben einen Grund für die aktuelle Finanzkrise. Aber mal ehrlich - daran hätte jeder "Investor" auch mal selbst denken können. Jetzt die Reichen und "Leichtsinnigen" bzw. die mutwillig von den "seriösen" MLP und Bank Vertrieblern getäuschten Vermögensinhaber mit demSteuergeld von allen auzubailouten - ich halte das für ungerecht. Genau so wie die 2500 € für die Verschrottungsprämie. Für Schulen und Universitäten kein Geld - aber dafür den Autokauf von ausländischen billig Autos subventionieren? Oder welche Zielgruppe fährt 9+ Jahre alte Autos und kauft sich dann "plötzlich" deswegen ein neues Auto?
Das alles ist Volksverblödung. Aber entscheiden Sie selbst, welche Meinung Sie sich hierzu bilden.
Ich war überrascht wie plump die "Beratung" (ich habe das immer Verkaufsgespräch genannt und musste mich dafür immer zurechtweisen lassen) im Endeffekt doch war. Erst das ganze Gerede von "wie anders und wie viel individueller die maßgeschneiderter die Beratung von MLP sei als die in der Bank - und dann ging es doch wieder nur darum 08-15 Produkte an einen weiteren Kunden von der Stange zu verkaufen.
Dann wurde ein Vertrag fertiggemacht der so eklatant gegen den gesunden Menschenverstand verstieß dass ich mich fragen musste wie man so etwas plumpes mit jemandem versucht der doch gerade sein Studium abgeschlossen hat (auch wenn es ein geisteswissenschaftliches Studium war - Texte interpretieren hat man da auch gelernt!)
Das Beste war aber immer noch meine Antwort auf die erste Frage der mlp-Dame ob ich denn wisse was mlp mache? "Ja, Gummibärchen an der Mensa verteilen - zusammen mit so nichtssagender Hochglanzwerbung voller junger, erfolgreicher und glücklicher Menschen (immer Pärchen) in oder vor überdurchschnittlich großen Häusern und Autos bei Sonnenschein - aber die habe ich immer weggeschmissen".
Lieber mündiger, intelligenter und aufgeklärter Mitleser,
die "Seriösität" der gesamten Finanzbranche kann an dieser kleiner Formel selbst abgeleitet werden:
Jeder Berater, jede Sekretärin, jeder Werkstudent, der in einem reinen Finanzunternehmen arbeitet produziert kein physikalisches Produkt, sondern im besten Fall eine Möglichkeit das eigene (GEld)Kapital gewinnbringend anzulegen.
Er ist ein Mittler zwischen den Menschen mit Geld ohne Idee und den Menschen mit Ideen ohne Geld. Das Geld - damit es wirkliche Zinsen erwirtschaften kann - muss in bessere Produktionsmethoden usw. REAL investiert werden.
Der Return of Investment, also die Zinsen auf das eingesetzte Geld, muss nun folgende Einkommenströme abdecken:
a) Risikoabsicherung gegen ein nicht eintreten der erhofften Zukunft.
b) Zinsen auf das eigene eingesetzte Kapital
c) DIE GANZEN VERTRIEBER,BERATER,SEKRETÄRINNEN,KAPITALRENDITEN für die Finanzmittler wie MLP müssen aus den Zinsen auf das Kapital finanziert werden.
Um so größer und aufwendiger diese Institutionen sind, um so mehr von den "Zinsen" bzw. dem eingesetzten Kapital müssen für die Zahlungsströme der Unternehmen aufgewendet werden.
Auf jedem verkauften Produkt, egal ob es ein Hypothekenkredit für den Hausbau oder das neueste Kreditderivat ist, ist eine Provision miteingerechnet. Diese schmälert den Ertrag aus den eigenen Anleihen und wird vom Habenzinssatz subtrahiert und auf den Soll Zinssatz aufgeschlagen.
Um so mehr Geld die Finanzmittler ausgeben, um so teurer sind Sie für den Kunden.
Wissen Sie den überhaupt in was Sie genau investieren? Ich meine Physkalisch. In neue Stromleitungen - neue Schulen - neue Energieerzeugung? Oder in Finanzprodukte bei denen man eigentlich nicht weis, wie mit Ihnen Geld verdient wird?
Multiplizieren Sie diese einfache Erkenntniss mit den Lehmanns und Deutschen Banken dieser Welt, addieren Sie MLP & Co. und Sie haben einen Grund für die aktuelle Finanzkrise. Aber mal ehrlich - daran hätte jeder "Investor" auch mal selbst denken können. Jetzt die Reichen und "Leichtsinnigen" bzw. die mutwillig von den "seriösen" MLP und Bank Vertrieblern getäuschten Vermögensinhaber mit demSteuergeld von allen auzubailouten - ich halte das für ungerecht. Genau so wie die 2500 € für die Verschrottungsprämie. Für Schulen und Universitäten kein Geld - aber dafür den Autokauf von ausländischen billig Autos subventionieren? Oder welche Zielgruppe fährt 9+ Jahre alte Autos und kauft sich dann "plötzlich" deswegen ein neues Auto?
Das alles ist Volksverblödung. Aber entscheiden Sie selbst, welche Meinung Sie sich hierzu bilden.
Ich war überrascht wie plump die "Beratung" (ich habe das immer Verkaufsgespräch genannt und musste mich dafür immer zurechtweisen lassen) im Endeffekt doch war. Erst das ganze Gerede von "wie anders und wie viel individueller die maßgeschneiderter die Beratung von MLP sei als die in der Bank - und dann ging es doch wieder nur darum 08-15 Produkte an einen weiteren Kunden von der Stange zu verkaufen.
Dann wurde ein Vertrag fertiggemacht der so eklatant gegen den gesunden Menschenverstand verstieß dass ich mich fragen musste wie man so etwas plumpes mit jemandem versucht der doch gerade sein Studium abgeschlossen hat (auch wenn es ein geisteswissenschaftliches Studium war - Texte interpretieren hat man da auch gelernt!)
Das Beste war aber immer noch meine Antwort auf die erste Frage der mlp-Dame ob ich denn wisse was mlp mache? "Ja, Gummibärchen an der Mensa verteilen - zusammen mit so nichtssagender Hochglanzwerbung voller junger, erfolgreicher und glücklicher Menschen (immer Pärchen) in oder vor überdurchschnittlich großen Häusern und Autos bei Sonnenschein - aber die habe ich immer weggeschmissen".
Lieber mündiger, intelligenter und aufgeklärter Mitleser,
die "Seriösität" der gesamten Finanzbranche kann an dieser kleiner Formel selbst abgeleitet werden:
Jeder Berater, jede Sekretärin, jeder Werkstudent, der in einem reinen Finanzunternehmen arbeitet produziert kein physikalisches Produkt, sondern im besten Fall eine Möglichkeit das eigene (GEld)Kapital gewinnbringend anzulegen.
Er ist ein Mittler zwischen den Menschen mit Geld ohne Idee und den Menschen mit Ideen ohne Geld. Das Geld - damit es wirkliche Zinsen erwirtschaften kann - muss in bessere Produktionsmethoden usw. REAL investiert werden.
Der Return of Investment, also die Zinsen auf das eingesetzte Geld, muss nun folgende Einkommenströme abdecken:
a) Risikoabsicherung gegen ein nicht eintreten der erhofften Zukunft.
b) Zinsen auf das eigene eingesetzte Kapital
c) DIE GANZEN VERTRIEBER,BERATER,SEKRETÄRINNEN,KAPITALRENDITEN für die Finanzmittler wie MLP müssen aus den Zinsen auf das Kapital finanziert werden.
Um so größer und aufwendiger diese Institutionen sind, um so mehr von den "Zinsen" bzw. dem eingesetzten Kapital müssen für die Zahlungsströme der Unternehmen aufgewendet werden.
Auf jedem verkauften Produkt, egal ob es ein Hypothekenkredit für den Hausbau oder das neueste Kreditderivat ist, ist eine Provision miteingerechnet. Diese schmälert den Ertrag aus den eigenen Anleihen und wird vom Habenzinssatz subtrahiert und auf den Soll Zinssatz aufgeschlagen.
Um so mehr Geld die Finanzmittler ausgeben, um so teurer sind Sie für den Kunden.
Wissen Sie den überhaupt in was Sie genau investieren? Ich meine Physkalisch. In neue Stromleitungen - neue Schulen - neue Energieerzeugung? Oder in Finanzprodukte bei denen man eigentlich nicht weis, wie mit Ihnen Geld verdient wird?
Multiplizieren Sie diese einfache Erkenntniss mit den Lehmanns und Deutschen Banken dieser Welt, addieren Sie MLP & Co. und Sie haben einen Grund für die aktuelle Finanzkrise. Aber mal ehrlich - daran hätte jeder "Investor" auch mal selbst denken können. Jetzt die Reichen und "Leichtsinnigen" bzw. die mutwillig von den "seriösen" MLP und Bank Vertrieblern getäuschten Vermögensinhaber mit demSteuergeld von allen auzubailouten - ich halte das für ungerecht. Genau so wie die 2500 € für die Verschrottungsprämie. Für Schulen und Universitäten kein Geld - aber dafür den Autokauf von ausländischen billig Autos subventionieren? Oder welche Zielgruppe fährt 9+ Jahre alte Autos und kauft sich dann "plötzlich" deswegen ein neues Auto?
Das alles ist Volksverblödung. Aber entscheiden Sie selbst, welche Meinung Sie sich hierzu bilden.
Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren