Studieren am Set

Warum sollte man die Hochschule für Film und Fernsehen in Potsdam kennen?

Aufgrund der Struktur ihrer Studiengänge ist die Hochschule für Film und Fernsehen (HFF) ein Unikat unter den fünf Medienhochschulen in Deutschland. Sie bildet keine Generalisten, sondern ausschließlich Spezialisten aus. Wer hier studiert, muss vom ersten Tag an wissen, ob er Kameramann, Cutter oder Schauspieler werden möchte. Die praktische Arbeit steht in allen Studiengängen im Vordergrund. Das stellen die vielen Kooperationen mit Medienunternehmen sicher. Jedes Jahr entstehen Filme in Zusammenarbeit mit dem ZDF, dem RBB und den Filmstudios Babelsberg, auf deren Gelände sich die Hochschule befindet und die den Studenten Zugang zu technischer Ausrüstung und Filmsets gewähren. Diese bekommen dadurch nicht nur wertvolle Einblicke in die Praxis, sondern auch wichtige Kontakte für das spätere Berufsleben. Nicht selten werden dann die Dozenten von einst zu Kollegen.

Für welchen Studententyp ist die Hochschule für Film und Fernsehen interessant?

In der Regel sind die Studienanfänger der HFF älter als ihre Kommilitonen an anderen Hochschulen. Das liegt daran, dass Berufserfahrung eine Voraussetzung für die Aufnahme ist. Wer Kameramann werden möchte, bringt häufig bereits eine Fotografenausbildung mit. Wer sich für Setdesign einschreibt, hat meist Erfahrung in Innenarchitektur. Kreativität, Ideenreichtum, Weltoffenheit, Interesse, Neugier und Teamfähigkeit sind Pflichttugenden für HFF-Studenten. Letzteres besonders, weil Studenten verschiedener Studiengänge regelmäßig zusammenarbeiten. So entstehen komplette Filmteams, die ein gemeinsames Projekt erstellen. Bastian Berbner

Studenten: 555

Professoren: 40

Frauenanteil: 47 Prozent

Ausgaben pro Student: 18000 Euro

Nur vier Prozent der Erstsemester aus dem Westen wagen den Sprung an eine ostdeutsche Universität

 
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