Neue Rohre

Die Ostsee-Pipeline soll von 2012 an Erdgas von Russland durch die Ostsee nach Deutschland transportieren. Sie umgeht die Ukraine, vergrößert aber die Bindung an Russland: Lieferant des Erdgases bleibt Gazprom. Ohne Querung russischen Territoriums strömt aserbaidschanisches Erdgas vom Kaspischen Meer in einer neuen Pipeline durch Georgien und die Türkei nach Griechenland. Von 2013 an soll die geplante Nabucco-Pipeline das Erdgas von der Türkei aus bis in die EU weiterleiten. Einen großen Anteil seines künftig geförderten Erdgases hat Aserbaidschan allerdings in langjährigen Lieferverträgen an Russland verkauft.

Auch der Bezug aus Afrika wird weiter ausgebaut. Schon heute unterqueren zwei Pipelines die Straße von Gibraltar, eine Machbarkeitsstudie für eine dritte Trasse liegt vor. Sie soll von nigerianischen Erdgasfeldern über 4128 Kilometer durch die Sahara bis ins spanische Almería führen. Die beteiligten Länder Nigeria, Niger, Algerien und Spanien schätzen die Baukosten auf acht Milliarden Euro.

Eine nationale Gasreserve könnte Lieferengpässe ausgleichen. Als Gasspeicher eignen sich poröse Gesteine oder Salzkavernen. Schon heute betreiben Firmen hierzulande fast 50 private Untertage-Gasspeicher. Gazprom will in Mecklenburg-Vorpommern einen zehn Milliarden Kubikmeter großen Gasspeicher bauen und zum Großteil staatlicher Kontrolle unterstellen, ein Novum. Es wäre der größte Gasspeicher Westeuropas. Hei

 
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