Staatsanleihen Festgeld ist besser
Staatspapiere sind nicht so sicher, wie viele Anleger meinen
Sicherheit vom und durch den Staat – so buchstabiert sich in dieser Krise alles Ökonomische, für die meisten Politiker sowieso, aber auch für manchen Anleger, Bankier und Unternehmer. Mit Hunderten Milliarden, die in Bürgschaften und Konjunkturprogramme fließen, versuchen rund um die Welt Regierungen zu verhindern, dass die Wirtschaft gänzlich abschmiert; finanziert werden diese Programme zudem mit Staatspapieren, die den verunsicherten Investoren einen vermeintlich sicheren Hafen bieten sollen. Schon 2008 explodierten wegen der hohen Nachfrage die Kurse von Bundespapieren oder Dollar-Anleihen. Der deutsche Rentenindex Rex etwa legte um mehr als zehn Prozent zu – für die als langweilig geltenden Festverzinslichen war das ein extremer Anstieg.
Möglich, dass sich hier die nächste Spekulationsblase andeutet. Zur Finanzierung ihrer Konjunkturprogramme wollen allein die wichtigsten Industrieländer in diesem Jahr Anleihen im Wert von weit über 2.000 Milliarden Euro auf den Markt bringen – das entspricht knapp dem Achtfachen des deutschen Bundeshaushalts. Ob »die Märkte« – Fonds, Versicherungen, Pensionskassen, Kleinanleger – bereit und in der Lage sind, diese Gelder aufzubringen, ist zweifelhaft. In der vergangenen Woche gab es das erste Warnzeichen, als der Bund versuchte, Zehnjahrestitel für sechs Milliarden Euro zu verkaufen, aber nur Angebote über 5,2 Milliarden bekam – das zweitschlechteste Auktionsergebnis aller Zeiten.
Heute rentieren zehnjährige Anleihen in Deutschland mit nur drei, in den USA sogar nur mit etwa zwei Prozent. Bisher stört das die meisten Anleger nicht, weil sie mit einem rasanten Rückgang der Inflation rechnen, und zwar über einen längeren Zeitraum. Sollten aber die Konjunkturprogramme greifen, könnte damit sehr schnell auch die Inflation zurückkehren – mit der Konsequenz, dass die Teuerung die geringen Renditen der Staatspapiere auffrisst. In der Folge würden dann auch deren Kurse ins Bodenlose stürzen: ein veritabler Anleihen-Crash.
Staatspapiere sind damit möglicherweise auf mittlere Sicht nicht das sichere Investment, das sich Anleger wünschen. Viele Rentenfonds sind es ebenfalls nicht. Aber es gibt ja Alternativen: Festgeld bringt derzeit mindestens drei Prozent im Jahr, wer sich länger bindet, kann auch vier Prozent oder mehr bekommen. Und sicher sind auch diese Anlagen – das hat uns allen ja die Bundeskanzlerin ganz höchstpersönlich garantiert.
- Datum 18.03.2009 - 17:36 Uhr
- Quelle DIE ZEIT, 15.01.2009 Nr. 04
- Kommentare 6
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Wenn man bedenkt, dass vor ziemlich genau einem Jahr diese Wochenzeitung (und unser komptenter Wirtschaftsminister) den übervorsichtigen Kleinanlegern Aktien ans Herz legen wollten (http://www.zeit.de/2008/0...), so kann ich nur sagen: Ran ans Festgeld! Autobanken sollen ja momentan der Renner sein. (Honni soit qui mal y pense - oder wie lautete das Motto von Kaupthing?).
Mehr bleibt wirklich nicht zu sagen...Alle die nach diesem Artikel eingestiegen sind, haben maximale Verluste erzielt. Ob man die Zeit dafür belangen kann?
Mehr bleibt wirklich nicht zu sagen...Alle die nach diesem Artikel eingestiegen sind, haben maximale Verluste erzielt. Ob man die Zeit dafür belangen kann?
Geld ist ein öffentliches Gut und laut Peer Steinbrück natürlich auch die Finanzmärkte.
Durch solche Tips, wie den von Herrn Tenbrock, können die Finanzmärke den Staat auch eines Tages in den Staatsbankrott führen. Bei der letzten Währungsreform war das Umtauschverhältnis 1:10. Die Anleger sollten also - in ihrem eigenen Interesse - fair und auch etwas volkswirtschaftlich denken. Unser Finanzminister und Volkswirt Peer Steinbrück spannte einen Schutzschirm für die Banken, Sparer und Anleger auf. Was darf der Staat nun von den Anlegern erwarten ? Darum fragt nicht was euer Land für euch tun kann, fragt was ihr für euer Land tun könnt.
Das stimmt so nicht. Der Schutzschirm gilt für Banken, wenn sie den brauchen sollten. Die Banken haben einen Einlagensicherungsfonds und den schon sehr lange.
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Durch den Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken sind die Guthaben jedes einzelnen Kunden bei den angeschlossenen privaten Banken bis zur Höhe von 30% des maßgeblichen haftenden Eigenkapitals der jeweiligen Bank zum Zeitpunkt des letzten veröffentlichten Jahresabschlusses voll gesichert. Dieser Schutz umfasst alle „Nichtbankeneinlagen", also die Guthaben von Privatpersonen, Wirtschaftsunternehmen und öffentlichen Stellen.
Bei den geschützten Einlagen handelt es sich im Wesentlichen um Sicht-, Termin- und Spareinlagen und auf den Namen lautende Sparbriefe. Verbindlichkeiten, über die eine Bank Inhaberpapiere ausgestellt hat, wie zum Beispiel Inhaberschuldverschreibungen und Inhabereinlagenzertifikate, werden dagegen nicht geschützt.
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Bei den Volksbanken sind auch eigene Inhaberschuldverschreibungen geschützt.
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Dafür brauchen die Anleger keinen Peer Steinbrück.
Die aktuellen Sätze für Tagesgeld (Neukunden) sehen zur Zeit so aus ...
Volkswagen Bank 5%
Mercedes-Benz Bank 4,5%
Credit Europe Bank 5,75%
Comdirect 4,5%
ING-DiBa 4%
BMW-Bank 4%
Cortal Consors 6%
Alle im Einlagensicherungsfonds.
Grüße aus Nauheim, Bernd
Das stimmt so nicht. Der Schutzschirm gilt für Banken, wenn sie den brauchen sollten. Die Banken haben einen Einlagensicherungsfonds und den schon sehr lange.
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Durch den Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken sind die Guthaben jedes einzelnen Kunden bei den angeschlossenen privaten Banken bis zur Höhe von 30% des maßgeblichen haftenden Eigenkapitals der jeweiligen Bank zum Zeitpunkt des letzten veröffentlichten Jahresabschlusses voll gesichert. Dieser Schutz umfasst alle „Nichtbankeneinlagen", also die Guthaben von Privatpersonen, Wirtschaftsunternehmen und öffentlichen Stellen.
Bei den geschützten Einlagen handelt es sich im Wesentlichen um Sicht-, Termin- und Spareinlagen und auf den Namen lautende Sparbriefe. Verbindlichkeiten, über die eine Bank Inhaberpapiere ausgestellt hat, wie zum Beispiel Inhaberschuldverschreibungen und Inhabereinlagenzertifikate, werden dagegen nicht geschützt.
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Bei den Volksbanken sind auch eigene Inhaberschuldverschreibungen geschützt.
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Dafür brauchen die Anleger keinen Peer Steinbrück.
Die aktuellen Sätze für Tagesgeld (Neukunden) sehen zur Zeit so aus ...
Volkswagen Bank 5%
Mercedes-Benz Bank 4,5%
Credit Europe Bank 5,75%
Comdirect 4,5%
ING-DiBa 4%
BMW-Bank 4%
Cortal Consors 6%
Alle im Einlagensicherungsfonds.
Grüße aus Nauheim, Bernd
Das stimmt so nicht. Der Schutzschirm gilt für Banken, wenn sie den brauchen sollten. Die Banken haben einen Einlagensicherungsfonds und den schon sehr lange.
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Durch den Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken sind die Guthaben jedes einzelnen Kunden bei den angeschlossenen privaten Banken bis zur Höhe von 30% des maßgeblichen haftenden Eigenkapitals der jeweiligen Bank zum Zeitpunkt des letzten veröffentlichten Jahresabschlusses voll gesichert. Dieser Schutz umfasst alle „Nichtbankeneinlagen", also die Guthaben von Privatpersonen, Wirtschaftsunternehmen und öffentlichen Stellen.
Bei den geschützten Einlagen handelt es sich im Wesentlichen um Sicht-, Termin- und Spareinlagen und auf den Namen lautende Sparbriefe. Verbindlichkeiten, über die eine Bank Inhaberpapiere ausgestellt hat, wie zum Beispiel Inhaberschuldverschreibungen und Inhabereinlagenzertifikate, werden dagegen nicht geschützt.
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Bei den Volksbanken sind auch eigene Inhaberschuldverschreibungen geschützt.
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Dafür brauchen die Anleger keinen Peer Steinbrück.
Die aktuellen Sätze für Tagesgeld (Neukunden) sehen zur Zeit so aus ...
Volkswagen Bank 5%
Mercedes-Benz Bank 4,5%
Credit Europe Bank 5,75%
Comdirect 4,5%
ING-DiBa 4%
BMW-Bank 4%
Cortal Consors 6%
Alle im Einlagensicherungsfonds.
Grüße aus Nauheim, Bernd
oder das Suchtverhalten eines Langzeitdrogensüchtigen sind in etwa die Parameter, an denen man das Verhalten der Machtfunktionäre in Wirtschaft (Produktions-, Finanz-, Spekulations- und Dienstleistungswirtschaft), Politik und Verwaltung in einer Vergleichsanalyse studieren kann.
Alle Argumentation ist nur noch - und zwar in einer pathologischen Art und Weise - auf die Wiederherstellung der Zufuhr des Suchtmittels geeignet.
Totaler Realitätsverlust und eine schon fast in Richtung vollkommener Erblindung hinweisende Blickfeldverengung sind die Symptome, die unsere Suchteliten an den Schaltstellen der Macht aufweisen.
Machen wir uns nichts vor. Wir tanzen gerade auf dem Rand des Vulkans.
Bleibt nur noch zu hoffen und darum zu beten, dass wir nicht hinein fallen.
Aber selbst wenn der alles bereinigende große Crash doch kommen sollte, er hätte den großen Vorteil des Beginns und die Schaffung einer großen Zukunft mit allen ihren Hoffnungen und Verheißungen, die uns Menschen ja immer sehr aktiv und mobil machen.
Was also gilt es zu hoffen? Wofür also gilt es nun zu arbeiten und zu agieren?
Danke, das ist sehr schön formuliert!
Aber es scheint ein Menschenbedürfnis zu sein:
- Listen zu erstellen
- Geld aus nix verdienen zu wollen.
In einigen Religionen ist Geldwirtschaft eigentlich verboten, natürlich gibt es auch da Hergottsbscheißerle: ein wahrer Süchtiger schafft es immer, sich sein Verhalten schön zu reden!
Danke, das ist sehr schön formuliert!
Aber es scheint ein Menschenbedürfnis zu sein:
- Listen zu erstellen
- Geld aus nix verdienen zu wollen.
In einigen Religionen ist Geldwirtschaft eigentlich verboten, natürlich gibt es auch da Hergottsbscheißerle: ein wahrer Süchtiger schafft es immer, sich sein Verhalten schön zu reden!
Mehr bleibt wirklich nicht zu sagen...Alle die nach diesem Artikel eingestiegen sind, haben maximale Verluste erzielt. Ob man die Zeit dafür belangen kann?
Danke, das ist sehr schön formuliert!
Aber es scheint ein Menschenbedürfnis zu sein:
- Listen zu erstellen
- Geld aus nix verdienen zu wollen.
In einigen Religionen ist Geldwirtschaft eigentlich verboten, natürlich gibt es auch da Hergottsbscheißerle: ein wahrer Süchtiger schafft es immer, sich sein Verhalten schön zu reden!
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