Ski-Glossar Schrittgrätsche über den Picknicktisch
Wer mitreden will über das Geschehen auf der Piste, sollte einige Fachausdrücke beherrschen. Ein kleines Lexikon
Freeskiing ist ein Oberbegriff für Freestyle-Skiing (im Park) und Freeriden (außerhalb der Piste, zum Beispiel im Tiefschnee). New School ist gleichbedeutend mit Freestyle; beide Begriffe sowie das Wort Freeriden gelten auch für das Snowboarden.
Im alpinen Wettkampfsport meint Freestyle-Skiing fünf voneinander abgegrenzte Geschicklichkeitsdisziplinen, die man bis Anfang der neunziger Jahre auf Deutsch auch als Trickskifahren zusammenfasste: Kunstsprünge (Aerials) auf einer speziellen Schanze, Buckelpiste (Moguls), Halfpipe, Parallelbuckelpiste für ein Kopf-an-Kopf-Rennen zweier Fahrer, Ski Cross auf einer Hindernisstrecke für vier bis sechs Starter.
Die Ursprünge dieser Stile liegen in den zwanziger Jahren, damals gab es die ersten entsprechenden Technikbüchlein. Eine Bewegungsvielfalt, wie man sie heute als New School bezeichnen würde, feierte Leni Riefenstahl 1931 in ihrem Bergfilm Der weiße Rausch. Damals tummelte man sich jedoch noch im unpräparierten Gelände. Mittlerweile hat sich in den Snowparks (Synonym für Funparks) eine Unmenge an Tricks etabliert. Zu den schlichteren gehören Strecksprünge, Hocksprünge, Grätschen, Schrittgrätschen.
Die stärksten Einflüsse auf die neuen Bewegungsabläufe kommen aus dem Inlineskaten und dem Breakdance. Wer nach einer methodischen Anleitung für das Erlernen einfacher Tricks sucht, wird auf www.free skiers.net unter dem Portal Big-Air-Guide fündig.
Simples Rückwärtsfahren wird auch als Switch oder Fakie bezeichnet. Slides sind Rutschbewegungen über die immer stärker ausdifferenzierten Parkhindernisse (Obstacles), mit denen die Skigebiete locken: Kicker, Box, Rail, Rollercoaster, Wall, Picknicktable … Einen guten Überblick bietet hierzu die Seite www.snowparkguide.com .
Von Anfang an empfehlen sich als Schutz ein Helm und ein Rückenprotektor, für später gibt es sogenannte Crashpants. Die entsprechenden Ski unterteilen sich in drei Kategorien: Offpiste, Park&Piste, Park. Wichtig sind Griffe an den Ski (Grabs).
Zu den derzeit beliebtesten Freeski-Profis gehören TJ Schiller, Steve Fischer und Peter Olenick.
- Datum 15.01.2009 - 07:00 Uhr
- Quelle DIE ZEIT, 15.01.2009 Nr. 04
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