Deutschlandkarte - die Analyse

Gerade macht sich die Politik ja Gedanken, wie es zu schaffen ist, dass die Deutschen ihr Geld ausgeben, möglichst im eigenen Land. Eine schon etwas ältere Idee: regionale Währungen. Sie tragen hübsche Namen wie Kirschblüten und Sterntaler, man tauscht sie gegen Euro im festen Wechselkurs und kann sie nur in Geschäften, die sich an der Idee beteiligen, wieder ausgeben. Davon soll die örtliche Wirtschaft profitieren. Außerdem lässt sich das Geld nicht verzinsen, es ist ein reines Tauschmittel, gutes, altes Geld also.

Besonders beliebt ist die Idee im Süddeutschen, wo man sich schon immer auf schlaue Geschäfte verstand. Im Breisgau gibt auf einem Fleck sogar gleich drei konkurrierende Währungen. Im Osten sind die Gebiete etwa der Landmark und des Berliners zwar groß, allerdings gibt es wenige Geschäfte, in denen man das Geld loswerden kann. Der Chiemgauer ist der Star unter den Regionalgeldern: 2008 wurden 1.072.818 Euro in Chiemgauer umgetauscht. Die erste Million, heißt es ja, sei immer die schwierigste.

Redaktion: Matthias Stolz; Quelle Leibniz-Institut für Länderkunde, Nationalatlas aktuell; B. Nienaber