Verhandlungen Timoschenko und Putin suchen Lösung im Gasstreit

Ziel des Treffens in Moskau ist das Ende des Lieferstopps für russisches Gas. Die EU versucht seit Tagen, den Druck auf beide Parteien zu erhöhen

Russlands Regierungschef Wladimir Putin und seine ukrainische Kollegin Julia Timoschenko trafen sich am Samstag zum ersten Mal seit Monaten wieder. Es geht in den Verhandlungen um neue Gaspreise und die Lieferbedingungen. Gleichzeitig begann in Moskau der internationale Krisengipfel zum Gasstreit unter Führung von Präsident Dmitri Medwedjew.  Daran sind vor allem die unter dem Lieferstopp leidenden Staaten Europas vertreten.

Die Ukraine erhält bereits seit 1. Januar kein Gas mehr aus Russland. An den Verhandlungen in Moskau nahmen laut russischen Regierungsangaben außer Timoschenko und Putin die Energieminister beider Länder sowie der Chef des russischen Staatsmonopolisten Gazprom, Alexej Miller, und Oleg Dubina vom ukrainischen Energieversorger Naftogas teil. 

Am Samstag machten auch die großen europäischen Gaskonzerne einen Lösungsvorschlag, der eine sofortige Wiederaufnahme der Lieferungen möglich machen soll. In der Mitteilung von E.on Ruhrgas hieß es, die ukrainische Naftogas genügend Gas zur Verfügung stellen soll, damit der Transit wieder möglich wird. Wer die Kosten übernimmt, ließen die Konzerne offen. Es hieß lediglich, man wolle im Laufe des Wochenendes den Vorschlag mit Gasprom abstimmen.

 
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