Gedicht Nr.05 martinete
Ein Gedicht von José F. A. Oliver
amboß uhrpuls ahnen
laut schlag eisen
hammer eine stimme mono
ton metalle splittern glut die nach
kunft gleißt sich vorzurück
ins moll gegossen vom
stoß gesang im amboß schlag
im mund kristall
erspannte zeit die gerbt
geschichtenhaut (altvordertakt)
die lippen pilgern sich entlang
behaust sind hinter gitterstäben
im fort und her gebeugten tag der folgt
den längst verlassenen höhlen
die schatten die sich lieder schmieden
- Datum 15.04.2009 - 10:45 Uhr
- Quelle DIE ZEIT, 22.01.2009 Nr. 05
- Kommentare 1
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"... die schatten die sich lieder schmieden" -
... eine Metapher, die ganz eindeckt mir ihren Buchstaben, ihrem Dunkellicht, ihren Ahnungen!
Es gibt Metaphern, die ver-ahnen mehr als Kant oder DUDEN oder Schmidt (auf die ZEIT bezogen der - na: ... Helmut, der sich neuerdings angelesene Gedanken über die Vielgötterei macht, die er schon 1945 hätte dämmern [der Ent-Schattungen halber]... lassen können).
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