Gedicht Nr.05 martinete

Ein Gedicht von José F. A. Oliver

amboß uhrpuls ahnen
laut schlag eisen
hammer eine stimme mono

ton metalle splittern glut die nach
kunft gleißt sich vorzurück
ins moll gegossen vom

stoß gesang im amboß schlag
im mund kristall
erspannte zeit die gerbt

geschichtenhaut (altvordertakt)
die lippen pilgern sich entlang
behaust sind hinter gitterstäben

im fort und her gebeugten tag der folgt
den längst verlassenen höhlen
die schatten die sich lieder schmieden

 
Leser-Kommentare
    • Kometa
    • 26.01.2009 um 17:52 Uhr

    "... die schatten die sich lieder schmieden" -

    ... eine Metapher, die ganz eindeckt mir ihren Buchstaben, ihrem Dunkellicht, ihren Ahnungen!

    Es gibt Metaphern, die ver-ahnen mehr als Kant oder DUDEN oder Schmidt (auf die ZEIT bezogen der - na: ... Helmut, der sich neuerdings angelesene Gedanken über die Vielgötterei macht, die er schon 1945 hätte dämmern [der Ent-Schattungen halber]... lassen können).

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  • Quelle DIE ZEIT, 22.01.2009 Nr. 05
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  • Schlagworte Gedicht | Literatur | Gesang | Metall
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