Bürger, spendet

Marc Brost: »Die Schuldenlast«

Wenn die Bürger der Bundesrepublik in der jetzigen Krise spenden würden, dann kämen dabei, so ein Mathematiker, mindestens 30 Milliarden Euro dabei rum. Diese Summe würde den Bundeshaushalt nicht nur um weitere Schulden entlasten, es müssten auch weniger Zinsen für das aufgenommene Geld bezahlt werden. Der spendende Bürger hätte auch was davon, nämlich eine Einkommensteuerbefreiung für den freiwilligen Beitrag.

Ein ähnlicher Bürgerfonds wurde schon mal anlässlich der Wiedervereinigung angeregt und von Kanzler und Mitarbeitern für richtig befunden, aber letztlich verworfen, weil dieser administrativ nicht umsetzbar sei. Komisch, denn bei Spendenaufrufen für kranke oder sonst in Not geratene Kinder und bei Katastrophen werden immer Millionensummen hereingespült, ohne dass sich administrative Hürden ergeben hätten.

Was wir jetzt erleben, ist auch eine Katastrophe. Ich spende gern in einen Bürgerfonds, der diese abmildert und uns allen hilft.

Dr. Martin Friedrichs, Hamburg

 
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    • Quelle DIE ZEIT, 22.01.2009 Nr. 05
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    • Schlagworte Finanzen | Katastrophe | Bundeshaushalt | Hamburg | Kinder
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