Timothy Geithner, 47Finanzminister
Der brillante Ökonom hat Japanisch und Chinesisch studiert – kein unnützes Wissen in der heutigen Krise. Wie sein neuer Chef hat er einen Großteil seiner Jugend im Ausland verbracht – Simbabwe, Indien, Thailand. Geithner braucht in seinem neuen Amt eine hohe Toleranz für Widersprüche – als Liberaler, der den größten Schuldenberg der amerikanischen Geschichte vor sich herschiebt, als Marktgläubiger, der den Kapitalismus durch Verstaatlichung retten soll. In Zeiten wie diesen wird bald vergessen sein, dass der neue Finanzminister anscheinend vor Jahren Steuern hinterzog.
- Datum 22.01.2009 - 07:00 Uhr
- Quelle DIE ZEIT, 22.01.2009 Nr. 05
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