BefreitParlamentsvorlage
»Erster afroamerikanischer Präsident. Besser, du machst deine Sache gut«
Malia Obama, ältere Tochter des neuen US-Präsidenten Barack Obama, zu ihrem Vater
»Ich habe immer meinem Gewissen gehorcht und das getan, von dem ich dachte, es sei das Richtige«
George W. Bush, scheidender US-Präsident, in seiner letzten Fernsehansprache
»Ich hoffe, dass unsere Zusammenarbeit dadurch geprägt ist, dass man einander zuhört«
Angela Merkel, Bundeskanzlerin, über ihre Vorstellung von den zukünftigen deutsch-amerikanischen Beziehungen
»Hamas gratuliert dem Volk zum Erfolg, der durch seinen Widerstand gelang«
Hamas- Parole, die nach dem Waffenstillstand über Lautsprecher im zerstörten Gaza-Stadt verbreitet wurde
»Das ist Currywurst mit Majo ohne Pommes«
Guido Westerwelle, Chef der FDP, über das zweite Konjunkturpaket der Bundesregierung
»Ich bin im Hudson River gelandet«
Matt Kane, Flugbegleiter des US-Airways-Flugs 1549, in einer SMS an einen Kollegen, nachdem die Maschine auf dem Fluss in New York notlanden musste
Zeitspiegel
Haft eines Handlungsreisenden – unter diesem Titel berichtete die ZEIT in einem Dossier im Oktober (Nr. 42/08) über das Schicksal von Ulrich Reichert, dem Asiengeschäftsführer des Baumaschinenherstellers Wirtgen. Reichert war unter dem fadenscheinigen Vorwurf eines Zollvergehens in China inhaftiert worden und durfte auch nach seiner Freilassung zwei Jahre lang nicht ausreisen.
Nach Lektüre des Dossiers sprach Bundeskanzlerin Merkel den Fall Reichert bei ihrem Treffen mit dem chinesischen Premierminister Wen Jiabao im Oktober in Peking an. Am 8. Dezember wurde Reichert von der Zollverwaltung in der südchinesischen Stadt Xiamen mitgeteilt, der Fall sei nun erledigt: »Ich habe dieses Gespräch persönlich als einen Wiedergutmachungsversuch empfunden, obwohl das Wort ›Entschuldigung‹ nie gefallen ist«, sagt Reichert. »Nach 20 Jahren China kann ich aber die Worte zwischen den Zeilen sehr gut verstehen.« Auch der Staatsanwalt stellte alle Ermittlungen ein. F.S.
Eigentlich machen Zeitungen viel weniger Politik, als die Öffentlichkeit denkt. Doch nun wird ein ZEIT- Artikel zur Parlamentsvorlage. Vergangene Woche hatte ZEIT- Herausgeber Helmut Schmidt in einem Aufsatz erklärt, warum die Industriestaaten die Wirtschaftskrise nur überwinden können, wenn sie den Finanzmärkten neue Regeln vorschreiben. Unter anderem forderte er, den Handel mit riskanten Papieren einzuschränken, Finanzjongleuren das Wetten auf fallende Kurse zu erschweren und Banken unter Strafe jedes Geschäft mit Firmen in Steueroasen zu verbieten. Oskar Lafontaine, Partei-und Fraktionschef der Linken, will Schmidts Vorschläge in den Bundestag einbringen. U.H.
- Datum 22.01.2009 - 07:00 Uhr
- Quelle DIE ZEIT, 22.01.2009 Nr. 05
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