Autoindustrie Die Lobbyisten triumphieren
Die Große Koalition macht Milliarden für die Autoindustrie locker. Der Klimaschutz kommt dabei unter die Räder

© Joern Pollex/Getty Images
Stapel abgewrackter Autos in Hamburg
Kurz vor Weihnachten erhielt Bundeskanzlerin Merkel ein Schreiben mit einem ungewöhnlichen Doppelbriefkopf: Rechts oben prangten nebeneinander die Logos vom VDA – des Verbandes der Automobilindustrie – und der IG Metall. Eine ungewöhnliche Koalition. In ihrem Brief warnen Automobilverband und Gewerkschaft die Bundeskanzlerin eindringlich davor, dass die deutsche Automobilindustrie auf die »schwerste Krise ihrer Geschichte« zusteuere. Als »Gegenmaßnahmen« fordern sie, einen »starken Marktimpuls« und »eine CO₂-basierte Kfz-Steuer einzuführen«. Der Hilferuf war unterzeichnet von der Creme der deutschen Automobilindustrie: von Opel-Boss Hans Demant, dem Daimler-Chef Dieter Zetsche, dem Betriebsratsvorsitzenden von Porsche Uwe Hück und seinem Pendant bei Mercedes Erich Klemm sowie sechs anderen Spitzenmanagern und -gewerkschaftern. Um den SPD-Teil der Regierung mit einzubinden, gingen Kopien an den Außenminister Frank-Walter Steinmeier, Finanzminister Peer Steinbrück und Umweltminister Sigmar Gabriel.
Wie fast alle Bettelbriefe der Autolobby in den vergangenen Jahren erreichte auch dieser schließlich sein Ziel. In den Konjunkturpaketen I und II beschloss die Bundesregierung drei Stützungsmaßnahmen: eine befristete Kfz-Steuerbefreiung für alle Erstzulassungen, eine Abwrackprämie und – einem Wunder gleich – erstmals eine CO₂-basierte Kfz-Steuer. Ein hoher Beamter aus dem Bundesfinanzministerium freut sich: »So günstig wird man in Deutschland nie wieder ein Auto kaufen können.«
Für dieses Angebot hat die Große Koalition teuer bezahlt: 560 Millionen Euro für die Kfz-Steuerbefreiung, 1,5 Milliarden für die Abwrackprämie und bis 2014 rund 1,8 Milliarden Euro Steuerausfälle durch die neue Kfz-Steuer. Zum Klimaschutz steuert die Großzügigkeit aber kaum etwas bei: weil die Modellpalette der deutschen Hersteller es nicht zuließ und weil der Regierung der Schutz von BMW und Co wichtiger war als ökologische Steuerung.
Es gibt nur wenige Politiker, die die verfehlte Modellpolitik der deutschen Autobauer öffentlich attackieren. Der CDU-Fraktionsvorsitzende Volker Kauder tat es mal, ebenso wie Umweltminister Sigmar Gabriel, der monierte: »Wer sehen will, was mit Fahrzeugen passiert, die weiterhin zu viel Sprit fressen und CO₂ ausstoßen, der soll sich General Motors angucken. Die sind gerade vor der Pleite.« Beide sollten aber vor dem eigenen Haus kehren. Denn die Große Koalition wie auch schon die rot-grüne Vorgängerregierung sind mit verantwortlich für die klimaschädlichen Modelle: Sie verzichteten nicht nur darauf, die Branche ökologisch zu steuern; durch das sogenannte Dienstwagenprivileg förderten sie sogar den Absatz von CO₂-Schleudern.
Selbstkritisch räumt der SPD-Fraktionsvize Ulrich Kelber heute ein, dass die Politik in puncto Klimaschutz »den deutschen Autobauern zu viel Zeit gegeben habe«. Der Autoexperte Ferdinand Dudenhöfer macht die Bundesregierung sogar dafür verantwortlich, »dass die Investitionsprogramme für umweltfreundliche Autos nach hinten verschoben wurden«. Und für den Bundesgeschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe Jürgen Resch hat die »CO₂-Gesetzgebung alles vermieden, um den Verkauf von Ladenhütern mit hohem Spritverbrauch zu behindern«.
- Datum 14.07.2009 - 10:00 Uhr
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- Quelle DIE ZEIT, 29.01.2009 Nr. 06
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Können diejenigen, die wegen fadenscheiniger Wachstumserfolge am falschen Ende die Zukunft unserer Kinder aufs Spiel setzen, überhaupt noch aufgehalten werden? Die Löcher werden neu belebt und so bestimmt nicht beseitigt, während die Mittel für neue stabile Strassen geopfert werden.
Ich kann es nicht mehr hören! Immer diese Phrase: "Die Zukunft unserer Kinder". Das ist doch mittlerweile, rein empirisch gesehen, ein absolutes Minderheitenthema. Wann wird endlich in öffentlichen Diskussionen dem Umstand Rechnung getragen, dass sich die meisten Deutschen für den Themenkomplex "Kinder", "Zukunft der Kinder" u.ä. nicht die Bohne interessieren. Ich bitte daher im Interesse der überwiegenden Mehrheit in diesem Land, uns zukünftig mit solchen Argumenten zu verschonen.
Ich kann es nicht mehr hören! Immer diese Phrase: "Die Zukunft unserer Kinder". Das ist doch mittlerweile, rein empirisch gesehen, ein absolutes Minderheitenthema. Wann wird endlich in öffentlichen Diskussionen dem Umstand Rechnung getragen, dass sich die meisten Deutschen für den Themenkomplex "Kinder", "Zukunft der Kinder" u.ä. nicht die Bohne interessieren. Ich bitte daher im Interesse der überwiegenden Mehrheit in diesem Land, uns zukünftig mit solchen Argumenten zu verschonen.
Um Missverständnissen vorzubeugen:
Die Potentiale für eine sichere Zukunft liegen dort, wo jetzt zuerst gespart wird um da aufzufüllen, wo sich immer mehr Abgründe auftun.
... ist es, wie es nicht anders sein konnte.
Statt das eine Branche im eigenen Interesse sich selbst vorwärts bringt, wird man sie nun dazu zwingen müssen, einen Schritt vorwärts zu tun! Ich denke, von einem Dialog kann hier nicht mehr die Rede sein, wenn die Verantwortlichen kapitulieren und den Staat anrufen. Letztenendes stellt man nun die Regierung mit dem Rücken zur Wand und knallt ihnen einen Forderungskatalog um die Ohren mit dem Druckmittel Menschen zu entlassen oder gar "... aus Europa abzuwandern...".
In solch einer Situation wird man - vermutlich - nicht nur sagen können, dass die Politik hier versagt hat. Ich würde eher sagen, dass hier jemand hinter's Licht geführt wurde und die Frage daher eher lauten sollte, *wer* hier hinter's Licht geführt wurde?
Mit einem Bundeskanzler a.D. der, wie wir wissen mehr als gute Verbindungen zum VW-Konzern hatte, fällt es mir schwer zu glauben, dass die aktuelle Lage der Branche unvorhersehbar war. Insbesondere dann, wenn man dabei berücksichtigt, dass die Branche sich schwer ins Zeug gelegt hat z.B. Gas als Alternative *nicht* anzuerkennen. Ob diese "Alternative" umweltfreundlicher ist, sei erstmal dahingestellt, die Tatsache, dass keine Alternative geschaffen wurde, soll hier erstmal für sich sprechen.
Ich denke, es dürfte wohl eher so sein, dass diese Branche die aktuelle Situation für ihre eigenen Zwecke / Interessen nutzen möchte und auch hier der Steuerzahler wieder in die Röhre schauen wird, weil er keine Alternative haben wird.
Pharma- und Automobil-Industrie sind so maechtig, dass die Politik nicht gestalten kann, wie sie es gerne wollte?
Wann, wenn nicht in dieser Krise, wollen sie denn mal aufstampfen und nein sagen, oder wollen sie am Ende gar nicht, ist es so eintraeglich, den Wuenschen von Hundt und Co. zu folgen?
Widerlich!
Ein highlight gestalterischen Stumpfsinns ist ja wohl die Investition in den Strassenbau - haette man zB Solaranlagen fuers Eigenheim bezuschusst, waere wenigstens etwas fuer die Zukunft getan (nur so spontan ein Beispiel, gibt sicher vieles).
Dieser Artikel kratzt meine Seele.
Als ich mich vorletztes Jahr nach einem neuen Auto umgeschaut habe, habe ich wochenlang versucht, etwas über Elektroautos zu erfahren. Ich bin kläglich gescheitert.
Und vor ein paar Tagen nun gab es genau zu diesem Thema einen Bericht im ZDF und ich musste feststellen, dass die deutsche Autoindustrie schon wieder die Zeit verschläft. Natürlich des Profits wegen. Dabei schaffen neue Technologien Arbeitsplätze und machen uns dauerhaft konkurrenzfähig im internationalen Geschäft. Die Abwrackprämie wird der deutschen Autoindustrie nicht helfen. Dafür freuen sich die Japaner und Co..
Wir verschenken unsere Zukunft, denn offensichtlich ist es derzeit nicht gewollt, dass wir in unserem kleinen Land einen gewissen Grad an Unabhängigkeit von begrenzten fossilen Energieträgern bekommen.
Die Pläne dazu werden erst aus den Schubladen geholt, wenn es gar nicht mehr anders geht und der gleiche Profit winkt, wie mit alten Technologien. Doch dann ist es zu spät, dann haben andere, vermutlich die Amerikaner, diesen Kuchen zu einem Gutteil für sich gesichert.
In Deutschland, wie andernorts auch, lachen Millionen Quadratmeter Dachfläche der Sonne entgegen. Doch weder die Stromkonzerne noch die Energieversorger haben ein Interesse daran, diese Dachflächen mit Solarzellen für Ottonormalverbraucher nutzbar zu machen. Und solange die "Dame Vorfahrt für Arbeit" fleißig Grundsteine für RWE und Co. legt, wird sich daran auch nichts ändern. Wir sollten diese Lobbyisten zum ... jagen. Basta.
Dieser Artikel kratzt meine Seele.
Als ich mich vorletztes Jahr nach einem neuen Auto umgeschaut habe, habe ich wochenlang versucht, etwas über Elektroautos zu erfahren. Ich bin kläglich gescheitert.
Und vor ein paar Tagen nun gab es genau zu diesem Thema einen Bericht im ZDF und ich musste feststellen, dass die deutsche Autoindustrie schon wieder die Zeit verschläft. Natürlich des Profits wegen. Dabei schaffen neue Technologien Arbeitsplätze und machen uns dauerhaft konkurrenzfähig im internationalen Geschäft. Die Abwrackprämie wird der deutschen Autoindustrie nicht helfen. Dafür freuen sich die Japaner und Co..
Wir verschenken unsere Zukunft, denn offensichtlich ist es derzeit nicht gewollt, dass wir in unserem kleinen Land einen gewissen Grad an Unabhängigkeit von begrenzten fossilen Energieträgern bekommen.
Die Pläne dazu werden erst aus den Schubladen geholt, wenn es gar nicht mehr anders geht und der gleiche Profit winkt, wie mit alten Technologien. Doch dann ist es zu spät, dann haben andere, vermutlich die Amerikaner, diesen Kuchen zu einem Gutteil für sich gesichert.
In Deutschland, wie andernorts auch, lachen Millionen Quadratmeter Dachfläche der Sonne entgegen. Doch weder die Stromkonzerne noch die Energieversorger haben ein Interesse daran, diese Dachflächen mit Solarzellen für Ottonormalverbraucher nutzbar zu machen. Und solange die "Dame Vorfahrt für Arbeit" fleißig Grundsteine für RWE und Co. legt, wird sich daran auch nichts ändern. Wir sollten diese Lobbyisten zum ... jagen. Basta.
Ja, Leute, wer nicht, wir, die Verbraucher, der immer noch die Masse der Autos kauft, könnte hier den Lobbyisten in die Suppe spucken? Von Dienstwagen alleine wird sich die Autobranche wohl kaum halten können.
... allerdings - meiner Meinung nach - ein ziemlich abgedroschener und theoretischer Ansatz, da um diese Macht zu demonstrieren ein koordiniertes Konsumverhalten erforderlich wäre. Bestes Beispiel ist die Abwrackprämie. Alles regt sich drüber auf aber zum Autohändler rennen tun sie letztendlich doch alle... Jeder ist sich selbst der Nächste... richtig?
Dass dabei zusätzlich auch noch Reibach gemacht wird, weil "plötzlich" die Schrotthändler die Preise anheben oder die Neuwagen "plötzlich" mehr kosten, wovon man erst im Kleingedruckten etwas erkennt, fällt dabei unter den Tisch.
Es hat sich nichts aber auch gar nichts geändert!
Sobald suggeriert wird man spart Geld oder es gibt irgendetwas umsonst, stürzen sich alle drauf wie die Fliegen auf den Dung. Es ist Zeit für eine Änderung in den Köpfen und eine Rückkehr zu alten Werten wie Respekt, Mäßigung, Kaufmanns ehre, sicher auch Ehrlichkeit etc ... Wo soll das alles schliesslich hinführen, wenn es nur noch darum geht, wo man am meisten abschöpfen kann und man sich nur noch gegenseitig besch***t? Der Bogen wurde überspannt und dieses Verhalten hat uns doch erst hierher gebracht.
Und die Aufgabe für die Politik lautet hier nicht nur den Geldgeber zu spielen und alles zu verstaatlichen und womöglich auch noch dieses Verhalten zu unterstützen oder den Markt zu verzerren, sondern dafür Sorge zu tragen, dass sich die Dinge bessern und die Spielregeln zu definieren!
Ein Fünkchen Hoffnung habe ich dennoch, da man in den USA mittlerweile die Umstände und den Handlungsbedarf erkannt hat - zumindest sieht es so aus. Peinlich finde ich derzeit nur den Drang Obama "kopieren" zu wollen. Einfach lächerlich...
Ohne einen A***h in der Hose, den die derzeitigen Politiker nicht haben, wird sich nichts ändern - womöglich auch weil sie selbst mit eingebunden sind und deshalb handlungsunfähig...
Wenn 85% der Autos der gehobenen Klassen, also das, was die deutschen Hersteller vorzugsweise produzieren, Dienstwagen sind, würde ich mal annehmen, dass die Branche in Deutschland zumindest ganz gut davon leben kann - oder bis vor kurzem konnte. Es ist bestimmt auch kein Zufall, dass die Preisgestaltung so aussieht, dass man so ein Auto nicht mehr einfach kauft, sondern least oder sonstwie finanziert - ein Zahlungsmodell, dass dem gewerblichen Kunden mehr entgegenkommt als dem Privatkunden.
Ich frage mich allerdings, ob es hierzulande echt so viele Aussendienstmitarbeiter gibt...? Oder ist der "Dienstwagen" eine Art Bonuszahlung in Warenform?
Wie auch immer, da es kein kurzfristiges wirtschaftliches (egoistisches) Interesse an der Erhaltung der Umwelt gibt, sollte der Staat hier Regeln schaffen, die umweltfreundliches Wirtschaften belohnen, z.B. die Auswahl von Firmenfahrzeugen nach minimalem Schadstoffaustoss. Wie's aussieht, wird das aber erstmal nichts werden.
... allerdings - meiner Meinung nach - ein ziemlich abgedroschener und theoretischer Ansatz, da um diese Macht zu demonstrieren ein koordiniertes Konsumverhalten erforderlich wäre. Bestes Beispiel ist die Abwrackprämie. Alles regt sich drüber auf aber zum Autohändler rennen tun sie letztendlich doch alle... Jeder ist sich selbst der Nächste... richtig?
Dass dabei zusätzlich auch noch Reibach gemacht wird, weil "plötzlich" die Schrotthändler die Preise anheben oder die Neuwagen "plötzlich" mehr kosten, wovon man erst im Kleingedruckten etwas erkennt, fällt dabei unter den Tisch.
Es hat sich nichts aber auch gar nichts geändert!
Sobald suggeriert wird man spart Geld oder es gibt irgendetwas umsonst, stürzen sich alle drauf wie die Fliegen auf den Dung. Es ist Zeit für eine Änderung in den Köpfen und eine Rückkehr zu alten Werten wie Respekt, Mäßigung, Kaufmanns ehre, sicher auch Ehrlichkeit etc ... Wo soll das alles schliesslich hinführen, wenn es nur noch darum geht, wo man am meisten abschöpfen kann und man sich nur noch gegenseitig besch***t? Der Bogen wurde überspannt und dieses Verhalten hat uns doch erst hierher gebracht.
Und die Aufgabe für die Politik lautet hier nicht nur den Geldgeber zu spielen und alles zu verstaatlichen und womöglich auch noch dieses Verhalten zu unterstützen oder den Markt zu verzerren, sondern dafür Sorge zu tragen, dass sich die Dinge bessern und die Spielregeln zu definieren!
Ein Fünkchen Hoffnung habe ich dennoch, da man in den USA mittlerweile die Umstände und den Handlungsbedarf erkannt hat - zumindest sieht es so aus. Peinlich finde ich derzeit nur den Drang Obama "kopieren" zu wollen. Einfach lächerlich...
Ohne einen A***h in der Hose, den die derzeitigen Politiker nicht haben, wird sich nichts ändern - womöglich auch weil sie selbst mit eingebunden sind und deshalb handlungsunfähig...
Wenn 85% der Autos der gehobenen Klassen, also das, was die deutschen Hersteller vorzugsweise produzieren, Dienstwagen sind, würde ich mal annehmen, dass die Branche in Deutschland zumindest ganz gut davon leben kann - oder bis vor kurzem konnte. Es ist bestimmt auch kein Zufall, dass die Preisgestaltung so aussieht, dass man so ein Auto nicht mehr einfach kauft, sondern least oder sonstwie finanziert - ein Zahlungsmodell, dass dem gewerblichen Kunden mehr entgegenkommt als dem Privatkunden.
Ich frage mich allerdings, ob es hierzulande echt so viele Aussendienstmitarbeiter gibt...? Oder ist der "Dienstwagen" eine Art Bonuszahlung in Warenform?
Wie auch immer, da es kein kurzfristiges wirtschaftliches (egoistisches) Interesse an der Erhaltung der Umwelt gibt, sollte der Staat hier Regeln schaffen, die umweltfreundliches Wirtschaften belohnen, z.B. die Auswahl von Firmenfahrzeugen nach minimalem Schadstoffaustoss. Wie's aussieht, wird das aber erstmal nichts werden.
Dieser Artikel kratzt meine Seele.
Als ich mich vorletztes Jahr nach einem neuen Auto umgeschaut habe, habe ich wochenlang versucht, etwas über Elektroautos zu erfahren. Ich bin kläglich gescheitert.
Und vor ein paar Tagen nun gab es genau zu diesem Thema einen Bericht im ZDF und ich musste feststellen, dass die deutsche Autoindustrie schon wieder die Zeit verschläft. Natürlich des Profits wegen. Dabei schaffen neue Technologien Arbeitsplätze und machen uns dauerhaft konkurrenzfähig im internationalen Geschäft. Die Abwrackprämie wird der deutschen Autoindustrie nicht helfen. Dafür freuen sich die Japaner und Co..
Wir verschenken unsere Zukunft, denn offensichtlich ist es derzeit nicht gewollt, dass wir in unserem kleinen Land einen gewissen Grad an Unabhängigkeit von begrenzten fossilen Energieträgern bekommen.
Die Pläne dazu werden erst aus den Schubladen geholt, wenn es gar nicht mehr anders geht und der gleiche Profit winkt, wie mit alten Technologien. Doch dann ist es zu spät, dann haben andere, vermutlich die Amerikaner, diesen Kuchen zu einem Gutteil für sich gesichert.
In Deutschland, wie andernorts auch, lachen Millionen Quadratmeter Dachfläche der Sonne entgegen. Doch weder die Stromkonzerne noch die Energieversorger haben ein Interesse daran, diese Dachflächen mit Solarzellen für Ottonormalverbraucher nutzbar zu machen. Und solange die "Dame Vorfahrt für Arbeit" fleißig Grundsteine für RWE und Co. legt, wird sich daran auch nichts ändern. Wir sollten diese Lobbyisten zum ... jagen. Basta.
Ihr Anliegen ist nachvollziehbar, aber doch möchte ich agen, daß Sie Äpfel mit Birnen vergleichen.
Daß in unserer Auto-Landschaft in Bezug auf die "großen Motoren" was schief läuft, das sehe ich nicht anders. Es mag ja legitim sein, mit dem umweltpolitischen Blick den Unterschied zwischen Porsche Cayenne und Fiat Panda zu diskutieren.
Ob akkugespeiste Autos die Antwort in diesem Spannungsfeld sind, da hätte ich doch gewisse Bedenken. Der Durchbruch bei der alltagstauglichen Batterie wurde seit zwei Jahrzehnten immer mal wieder verkündet.
Aus physikalisch-technischer Sicht: eine Verbrennugsmaschine (".......aus Eisen gebaut......") ist nun mal wesentlich einfacher und robuster (haltbarer) als ein kompliziertes System aus Chemikalien, Elektroden und Elektrolyten.
Auf diesen Umstand wird in Fach-Kommentaren jenseits politischer Willensbekundungen hingewiesen. Ich bin selbst Besitzer (wenn's mal nicht kaputt ist auch Fahrer) eines E-Mopeds, und da weiß ich wivon ich rede. Das mit den behaupteten und realen Zyklenzahlen hängt mir doch zum Halse raus.
Das System Verbrennungsmaschine-Brennstoff ist auch nach wie vor preisbestimmend im motorisierten Individualverkehr. Bis die Systemkosten in der Elektrotraktion hier konkurrenzfähig sind, da sind wohl beim Ölpreis noch einige Steigerungsmöglichkeiten drinn.
........ ob das Tesla-Auto mehr ist als ein öko-trendiger Spaß für den kalifornischen Geldadel, das werden wir ja sehen.
Wie gesagt, Panda statt Porsche. Diese Wahl steht ja jedem offen.
Und vom Häuschen im Grünen -beim Arbeitsplatz in der Stadt - als erstrebenswerter Option, da kann man sich ja auch verabschieden. man diskutiere die ökologischen Vorteile der urbanen Verdichtung.
Überhaupt - für welche Zwecke wir so Erdölprodukte kaufen und verbrennen, vom täglichen Arbeitsweg (100 km Tagespendeln gilt als machbar.......), bis zum Schnorcheln im Roten Meer.
Ihrer Legende mit den "Millionen Quadratmeter Dachfläche" möchte ich entgegentreten. Sie tun so, als ob die Photovoltaik billig wäre, und erhebliche Anteile der Netzkapazität in einem Industrieland wie dem unseren abdecken könnte. Das ist nicht der Fall. Wind ist da wohl ein bischen besser.
Irgendwo las ich mal, daß selbst Siegmar Gabriel bei dem Thema "Elektroauto" gewisse Bauchschmerzen hätte. Es sei in Bezug auf den Atomausstieg ein "Spiel mit dem Feuer", denn bei massenhafter Markteinführung ist die zusätzliche Stromnachfrage nicht unter Peanuts abzutun.
Das System E-Mobil mit "Solartankstelle" würde ich als nichts weiter sehen als eine realitätsferne Spielerei aus dem "ökologisch-unschuldigen Jahrzehnt" der Achziger im Westteil unseres Landes.
Soweit dazu.
Ihr Anliegen ist nachvollziehbar, aber doch möchte ich agen, daß Sie Äpfel mit Birnen vergleichen.
Daß in unserer Auto-Landschaft in Bezug auf die "großen Motoren" was schief läuft, das sehe ich nicht anders. Es mag ja legitim sein, mit dem umweltpolitischen Blick den Unterschied zwischen Porsche Cayenne und Fiat Panda zu diskutieren.
Ob akkugespeiste Autos die Antwort in diesem Spannungsfeld sind, da hätte ich doch gewisse Bedenken. Der Durchbruch bei der alltagstauglichen Batterie wurde seit zwei Jahrzehnten immer mal wieder verkündet.
Aus physikalisch-technischer Sicht: eine Verbrennugsmaschine (".......aus Eisen gebaut......") ist nun mal wesentlich einfacher und robuster (haltbarer) als ein kompliziertes System aus Chemikalien, Elektroden und Elektrolyten.
Auf diesen Umstand wird in Fach-Kommentaren jenseits politischer Willensbekundungen hingewiesen. Ich bin selbst Besitzer (wenn's mal nicht kaputt ist auch Fahrer) eines E-Mopeds, und da weiß ich wivon ich rede. Das mit den behaupteten und realen Zyklenzahlen hängt mir doch zum Halse raus.
Das System Verbrennungsmaschine-Brennstoff ist auch nach wie vor preisbestimmend im motorisierten Individualverkehr. Bis die Systemkosten in der Elektrotraktion hier konkurrenzfähig sind, da sind wohl beim Ölpreis noch einige Steigerungsmöglichkeiten drinn.
........ ob das Tesla-Auto mehr ist als ein öko-trendiger Spaß für den kalifornischen Geldadel, das werden wir ja sehen.
Wie gesagt, Panda statt Porsche. Diese Wahl steht ja jedem offen.
Und vom Häuschen im Grünen -beim Arbeitsplatz in der Stadt - als erstrebenswerter Option, da kann man sich ja auch verabschieden. man diskutiere die ökologischen Vorteile der urbanen Verdichtung.
Überhaupt - für welche Zwecke wir so Erdölprodukte kaufen und verbrennen, vom täglichen Arbeitsweg (100 km Tagespendeln gilt als machbar.......), bis zum Schnorcheln im Roten Meer.
Ihrer Legende mit den "Millionen Quadratmeter Dachfläche" möchte ich entgegentreten. Sie tun so, als ob die Photovoltaik billig wäre, und erhebliche Anteile der Netzkapazität in einem Industrieland wie dem unseren abdecken könnte. Das ist nicht der Fall. Wind ist da wohl ein bischen besser.
Irgendwo las ich mal, daß selbst Siegmar Gabriel bei dem Thema "Elektroauto" gewisse Bauchschmerzen hätte. Es sei in Bezug auf den Atomausstieg ein "Spiel mit dem Feuer", denn bei massenhafter Markteinführung ist die zusätzliche Stromnachfrage nicht unter Peanuts abzutun.
Das System E-Mobil mit "Solartankstelle" würde ich als nichts weiter sehen als eine realitätsferne Spielerei aus dem "ökologisch-unschuldigen Jahrzehnt" der Achziger im Westteil unseres Landes.
Soweit dazu.
Man hat (bisher) bei der Automobilindustrie noch genügend Kleingeld in der Kasse (nicht zuletzt durch Subventionen des Steuerbürgers) um sich den Entscheidungsträgern der Politik als dankbar zu erweisen: wer wird sich darüber wundern, wenn wir die nach ihrem Abtritt im Aufsichtsrat eines dieser Dax-Konzerne wiederfinden?
Wir sehen hier ein selbstschmierendes System, dass die Zukunft des Planeten und unserer Kinder mit seiner Maschinerie vernichtet.
Warum bringen wir Deutschen es nicht fertig, uns gegen diese Lobbyismuspolitik und Unverantwortlichkeit gegenüber unserer Zukunft entgegen zu stämmen? In anderen Ländern gehen die Leute auf die Straße und demonstrieren ihren Unwillen gegen eine Politik, die sie nicht mitragen möchten. Wir sind uns wohl zu schade für unsere kaputten Straßen vor unserem Haus. Ein kleiner Anfang wäre vielleicht damit gemacht, alle guten Ideen an das jeweilige Ministrerium und Bundesamt zu verschicken!!!
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