Politischer Essay Die Zukunft liegt in Asien

Denn Amerika hat die Welt rücksichtslos im Stich gelassen.

Die Skyline von Singapur

Die Skyline von Singapur

Die Frage ist nicht, ob wir vor einem postamerikanischen Zeitalter stehen. Das postamerikanische Zeitalter ist bereits angebrochen. Es ist noch gar nicht so lange her, da hatte Amerika die Vorstellungskraft vieler, vor allem junger Menschen auf der ganzen Welt in Bann geschlagen. Das Land galt als Leuchtfeuer von Freiheit und Demokratie, als Verteidiger hoher Werte und der Interessen der Menschheit. Rund um den Erdball lebte es in den Herzen der Menschen.

Dieser Zauber ist nach dem Ende des Kalten Krieges rasch verflogen, denn die Vereinigten Staaten haben die Welt zwei Jahrzehnte lang rücksichtslos im Stich gelassen. Das Wohlwollen, das man Amerika einmal entgegenbrachte, ist darüber kontinuierlich zusammengeschmolzen. Stattdessen gibt es heute in vielen Teilen der Welt, besonders unter den 1,2 Milliarden Muslimen, ein stattliches Potenzial an antiamerikanischem Hass. Die Enttäuschung ist tief und gewaltig. Dennoch verstehen die meisten Menschen in den USA und Europa nicht, wie sehr sich bei den 5,6 Milliarden Erdbewohnern, die nicht im Westen leben, die Einstellung gegenüber Amerika so verändert hat.

Wie tief die Kluft zwischen der westlichen und der restlichen Welt ist, möchte ich mit einer kleinen Anekdote illustrieren. Anfang 2005 veröffentlichte ich in New York ein Buch mit dem Titel Nach dem Zeitalter der Unschuld: Wie sich zwischen Amerika und der Welt wieder Vertrauen herstellen lässt . Die Financial Times brachte eine halbseitige Rezension des Buches, die darauf hinauslief, dass sich der Stapel antiamerikanischer Schriften um ein weiteres Exemplar erhöht habe.

Zufällig war ich zwei Wochen nach dem Erscheinen dieser Kritik in der Türkei. Ich traf mich mit meiner türkischen Verlegerin. Als ich sie fragte, wann das Buch erscheinen würde, sagte die junge Dame: »Es ist ja schon erschienen. Es ist übersetzt worden.« Ich drängte sie erneut, mir den Veröffentlichungstermin zu verraten. Da wand sie sich auf ihrem Stuhl und sagte: »Wir haben da ein Problem. Die Stimmung in der Türkei ist sehr antiamerikanisch. Ihr Buch ist zu amerikafreundlich, um es in Türkei herauszubringen.«

Diese Begebenheit belegt die Tiefe der Kluft zwischen Amerika und der Welt. Ein Buch, das die Financial Times als antiamerikanisch verwirft, scheint zu proamerikanisch zu sein, um in der Türkei publiziert zu werden – also einem moderaten muslimischen Land, das Mitglied der Nato ist. Meinungsumfragen bestätigen, dass sich Amerikas Ansehen in allen Teilen der Welt deutlich verschlechtert und der Antiamerikanismus entsprechend ausgebreitet hat. Wenn man die Ergebnisse des Washingtoner Pew Global Attitudes Project, das regelmäßig weltweite Stimmungslagen erfasst, aus den Jahren 2000 und 2008 vergleicht, ergibt sich folgendes Bild: Die Zahl derjenigen, die eine positive Einstellung gegenüber den Vereinigten Staaten haben, ist in Deutschland von 78 auf 31 Prozent, in der Türkei von 86 auf 68 Prozent, in Argentinien von 50 auf 22, in Indonesien von 75 auf 37 und in Pakistan von 23 auf 19 Prozent zurückgegangen.

Wie wird sich die Präsidentschaft Barack Obamas auf dieses Negativimage auswirken? Wird sie eine dauerhafte proamerikanische Welle auslösen? Natürlich hat die Tatsache, dass der Sohn eines Afrikaners in das mächtigste Amt der Welt gewählt wurde, die globale Vorstellungskraft gewaltig erregt. Viele Menschen und besonders viele Afrikaner flüsterten sich zu, dass so etwas »nur in Amerika« möglich sei. Ja, der Antiamerikanismus wird eine Weile keinen weiteren Zulauf erhalten. Während der Flitterwochen seiner Präsidentschaft wird man Obama überall auf der Welt feiern.

Doch Flitterwochen gehen irgendwann zu Ende. Die entscheidenden Faktoren der internationalen Beziehungen werden sich nach einer Weile wieder in Erinnerung bringen. Dann wird Amerika wieder nach der Politik beurteilt werden, die es gegenüber dem Rest der Welt verfolgt, und nicht nach der Persönlichkeit des Mannes, der das Weiße Haus bewohnt. Und es dürfte Obama in einigen Punkten schwerfallen, die politische Grundausrichtung zu ändern. Gelingt ihm das aber nicht, wird sich die historische Desillusionierung gegenüber Amerika fortsetzen.

Ein Problem wird schon an den Vorstellungen sichtbar, die aus dem Kreis von Obamas Beratern zu hören sind. Viele von ihnen scheinen zu glauben, es könne eine Rückkehr zu den glorreichen Zeiten geben, als Amerika weltweit geschätzt wurde. Sobald sie in ihren Ämtern sind, dürften diese Leute sehr dazu neigen, den Rückwärtsgang einzulegen. Das Problem ist nur, dass sich die Geschichte mittlerweile im Schnellvorlauf bewegt und der Rückwärtsgang einfach sehr schlecht für diese historische Phase geeignet ist. Während Amerika nämlich über zwei Jahrzehnte der Welt gedankenlos den Rücken zukehrte, ist diese in ein neues Zeitalter eingetreten.

Es wird Amerika äußerst schwerfallen, wieder mit den 3,5 Milliarden Asiaten ins Gespräch zu kommen, die von Objekten zu Subjekten der Weltgeschichte geworden sind. Nachdem sich Amerika während des Kalten Krieges große Mühe gegeben hatte, von Marokko bis Indonesien eine starke panislamische Bewegung als Bollwerk gegen die sowjetische Besetzung Afghanistans aufzubauen, ließ das Land diese Bewegung nach dem Niedergang der Sowjetunion unbedacht im Stich. Nur wenige Amerikaner wissen, dass die CIA Osama bin Laden und andere Al-Qaida-Kämpfer unterstützt hat, als es gegen die Sowjets ging. Nach dem Ende des Kalten Kriegs gaben die Vereinigten Staaten diesen Kämpfern den Laufpass und ließen sie in Afghanistan vor sich hin schmoren. Von dort aus schlugen die Taliban dann zurück und starteten eine Serie von Terroranschlägen, die in der Zerstörung des World Trade Center am 11. September 2001 kulminierte.

Viele Amerikaner wiegen sich in dem Glauben, die Probleme der USA mit der Welt – also auch der islamischen Welt – hätten sich mit dem Ende der Regierung Bush erledigt, wobei sie vergessen, dass der erste Anschlag auf das World Trade Center weit vor dessen Amtsantritt, nämlich im Jahr 1993, erfolgte. Hinzu kommt, dass in den USA ein tiefer Unwille herrscht, die Ursachen der muslimischen Enttäuschung zu erforschen. Das würde nämlich einige schmerzhafte Veränderungen in der amerikanischen Politik voraussetzen.

Die außenpolitische Linie Amerikas, die allein genommen für die tiefste Verwerfung zwischen dem Land und dem Rest der Welt verantwortlich ist, besteht in dem parteiischen Umgang mit dem israelisch-palästinensischen Konflikt. Nur wenige Amerikaner wissen, dass das tägliche Leiden der palästinensischen Bevölkerung Tag für Tag auf die Fernsehbildschirme in muslimischen Wohnzimmern rund um den Erdball übertragen wird. Diese schmerzhaften Szenen erinnern die muslimischen Gesellschaften ständig daran, wie schwach sie geworden sind: Sie können die Palästinenser nicht vor einer Besetzung durch sieben Millionen Israelis beschützen.

Tatsächlich ist mit Palästina das weltweit letzte Territorium unter fremder Besatzung muslimisch. Noch weniger Amerikaner sind sich bewusst, dass die absolute Sicherheitsgarantie, die sie Israel geben, die schmerzhafte Herrschaft über das palästinensische Volk in alle Ewigkeit verlängert und, was für das israelische Volk noch viel gefährlicher ist, seiner Regierung jeden Anreiz nimmt, rasch einen belastbaren Frieden zu schließen. Die Geschichte lehrt uns allerdings, dass es gefährlich unklug für einen kleinen Staat wie Israel ist, in permanenter Feindschaft mit seinen Nachbarn zu leben. Mit einem Wort: Obama könnte den Israelis einen großen Gefallen tun, wenn er rasch auf eine Zweistaatenlösung hinwirkte, deren Grundzüge Bill Clinton im Januar 2001 in Taba ausgehandelt hat. Doch werden Obamas Hände durch die starke amerikanisch-jüdische Lobby in Washington gebunden sein, die in der Israel-Palästina-Frage auf unkluge Weise extreme Positionen unterstützt. Da diese Lobby Obama misstraut und er unter Dauerbeschuss durch die Neocons stehen wird, dürfte er nur wenig Spielraum haben, um jenes Problem zu lösen, dessen Beseitigung der islamischen Wut auf Amerika gewiss den Wind aus den Segeln nehmen würde.

Darüber hinaus ist Obama mit den Misserfolgen im Irak und in Afghanistan konfrontiert. Die zeitweilige Aufstockung amerikanischer Truppen hat die Illusion wachsender politischer Stabilität im Irak heraufbeschworen. Doch in Wirklichkeit werden die traditionellen politischen Kämpfe wieder ausbrechen, sobald die amerikanischen Streitkräfte abziehen. Und die Krise in Afghanistan kann nicht durch die Entsendung weiterer Nato-Truppen gelöst werden. Beide Länder brauchen eine politische Lösung. Und eine politische Lösung könnte die Mitwirkung Irans erfordern. Deshalb appelliere ich an den gesunden Menschenverstand: Man hat vor 3000 Jahren die Diplomatie nicht deshalb erfunden, um ein Gespräch unter Freunden zu ermöglichen. Dafür brauchen wir keine diplomatische Immunität. Wir brauchen sie, um mit unseren Feinden zu reden. Wenn Amerika Iran also für einen feindlichen Staat hält, sollte es die Weisheit unserer Vorväter nicht verschmähen und diplomatische Beziehungen mit dem Land aufnehmen. Die Tatsache, dass Obama dazu nicht in der Lage sein wird, ist ein perfekter Beleg dafür, wie sehr die amerikanische Außenpolitik in engstirnigen ideologischen Positionen der Vergangenheit gefangen ist. Diese ideologischen Zwänge werden Obamas Hände binden.

Die einzige positive Folge von Amerikas Konflikt mit der islamischen Welt besteht in dessen Beitrag zur Stabilisierung seiner Beziehungen mit China. Sowohl der 11. September als auch die Invasion in den Irak waren Geschenke für China. Das Land hat seine geopolitische Chance genutzt und sein Verhältnis zu den USA auf eine stabile Grundlage gestellt, während diese sich mit ihren Problemen in der islamischen Welt verzetteln. Aus historischer Perspektive wäre zu erwarten, dass das Verhältnis zwischen der größten Weltmacht (derzeit die USA) und der größten aufstrebenden Weltmacht (derzeit China) voller Spannungen ist. Stattdessen haben George W. Bush und Hu Jintao verkündet, die Beziehungen zwischen beiden Ländern seien nie besser gewesen. Der Grund dafür ist einfach. Der geopolitischen Inkompetenz Washingtons entspricht eine außerordentliche geopolitische Kompetenz Pekings.

Das geopolitische Können Chinas ist ein lebhaftes Zeichen dafür, dass sich die Macht langsam, aber sicher nach Asien verlagert. Es besteht kaum ein Zweifel, dass sich die Voraussage von Goldman Sachs, wer im Jahr 2050 die vier größten Volkswirtschaften stellt, bewahrheiten wird: China, Indien, die USA und Japan. Mit anderen Worten, drei der vier größten Volkswirtschaften werden asiatisch sein.

An diese neue Weltordnung muss sich Amerika in zweierlei Hinsicht anpassen: Es wird akzeptieren müssen, in wenigen Jahrzehnten nicht mehr die Nummer eins zu sein. Und es wird lernen müssen, mit einer Welt zurechtzukommen, in der es die Macht mit nichtwestlichen Mächten zu teilen hat. Eine Welle neuen Denkens müsste über die amerikanischen Medien und Universitäten hereinbrechen, um diese Umorientierung zu ermöglichen. Bedauerlicherweise steht Washington nach wie vor unter dem Einfluss alter Denkschablonen. Amerika unter Obama ist also der Gefahr ausgesetzt, den Rückwärtsgang einzulegen, während die Geschichte sich rasend beschleunigt. Das postamerikanische Zeitalter wird bald unübersehbar vor unseren Augen stehen. Vielleicht erwachen sogar die führenden westeuropäischen Denker aus ihrem Schlummer und werden auf diese neue Realität aufmerksam.

Aus dem Englischen von Michael Adrian

Kishore Mahbubani ist Dekan der Lee-Kuan-Yew-Schule für Öffentliche Ordnung an der Nationalen Universität von Singapur. Er war Botschafter Singapurs bei den Vereinten Nationen und Präsident des UN-Sicherheitsrats. Von ihm erschien zuletzt im Propyläen Verlag die Studie »Die Rückkehr Asiens. Das Ende der westlichen Dominanz«

 
Leser-Kommentare
  1. Als die europäischen Mächte die Welt kolonialisierten, schickten sie ihre Missionare aus, die die Ideale des Christentums in die Welt trugen. Auf die Missionare folgten die Eroberer und dann war Schluß mit christlicher Gesinnung.
    Als die Amerikaner die Weltherrschaft erobern wollten, schickten sie ihre Botschaft von Freedom and Democracy um den Erdball. Natürlich war das nicht ernst gemeint. Ernst gemeint war der Griff nach den Ressourcen anderer Nationen und nach der politischen und militärischen Dominanz.
    Kritische Geister haben sich von dem Wortgeklingel nie täuschen lassen. Auch wenn es von den besseren unserer Medien verbreitet wurde.

  2. (nicht an allen!) konnte ich zustimmend nicken, und dennoch bleibt das fatale Gefühl: Im Osten nichts Neues. Vielmehr eine Huntington-Neuauflage mit geändertem Etikett - oder, wenn der Witz gestattet ist: eine asiatische Raubkopie.

    Eine Leser-Empfehlung
  3. Amerika hat in den letzten Jahrzehnten mit Sicherheit viel falsch gemacht und wird vollkommen zurecht auf der ganzen Welt scharf kritisiert. Bei allen Begeisterungsstürmen für Obama sollte auch nicht vergessen werden, dass die USA vor gerade einmal knapp 6 Jahren einen auf Lügen aufgebauten Angriffskrieg gegen das Drittweltland Irak geführt haben.

    Aber das asiatische Gegenmodell, das der Autor heraufbeschwört, beantwortet nicht die drängendsten Fragen unserer Zeit. Herr Mahbubani bringt eine gewisse Machttrunkenheit zum Ausdruck, wenn er sich daran ergötzt, dass in naher Zukunft "3 der 4 größten Volkswirtschaften asiatisch sein werden" und sich das "Machtzentrum nach Asien verschieben wird". Man muss sich klar machen, dass diese Entwicklung nichts mit neuem Wohlstand für jeden einzelnen Menschen in Asien zu tun hat. Ganz im Gegenteil: Die Bevölkerungen (allen voran in Indien) explodieren, und somit werden automatisch auch die Volkswirtschaften größer. Natürlich gibt es in Indien und China mittlerweile eine kleine Mittelschicht. Die große Masse der Bevölkerung lebt indes immer noch in Slums, in Indien hat der Anteil der Armen in den letzten Jahren sogar noch zugenommen. Vorhin las ich an anderer Stelle, dass Millionen chinesischer Wanderarbeiter arbeitslos geworden sind. In vielen Fällen lebt die neureiche Minderheit auf Kosten der bettelarmen Mehrheit. Ist das ein Modell für die neue Weltordnung?

    Das größte Problem der Menschheit, die sich (seit Jahrzehnten) anbahnende Klima- und Rohstoffkatastrophe, rollt weiterhin unaufhaltsam auf uns zu. Explodierende Bevölkerungen sind da keine große Hilfe, im Gegenteil, sie sind letztlich die Ursache des Problems. Ironischeweise sind hier gerade die als antriebslos und undynamisch veschrieenen Europäer (und auch die Japaner) mit ihren schrumpfenden Bevölkerungen unfreiwillig in eine Vorbildfunktion gestolpert.

    Meiner Ansicht nach hat es der Autor vor lauter USA-Bashing versäumt, aufzuzeigen, wie Asien die Welt positiv beeinflussen kann. Der einzige Punkt, den er vorbringt, ist die vermeintliche geopolitische Kompetenz Chinas. Worin besteht diese? Im Herauspressen von deutschem High-tech-Knowhow? Im Überschwemmen der Welt mit toxischem Spielzeug? Im Erobern von Rohstoffreserven auf dem afrikanischen Kontinent? Trägt das zu einer besseren Welt bei? Ich habe Zweifel.

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Schauen Sie, die Geschichte von Indien und China ist mehr als 3000 Jahre alt. In diesen 3000 Jahren gab es nie Bestrebungen der Oberschichten die Unterschichten am Reichtum, Bildung und Wohlstand partizipieren zu lassen.
    Aehnlich wie in den USA sieht sich man sich seinem Country-Club und seiner Familie verpflichtet und nicht den unendlich vielen Unbekannten Armen in diesen Ländern. Der Umgang mit der Armen wird über eine Art Ablass z. B. durch die Kirche delegiert.
    Am Westen bewundert werden die Entwicklungen in der Naturwissenschaft und der Reichtum nicht aber die Entwicklungen in den Geisteswissenschaften.
    Sehen sie - es gibt in fast jeder Forschungsgruppe in den Naturwissenschaften, in jedem Orchster Asiaten aber es gibt fast keine Asiaten in der Psychologie.
    In Indien feilscht der Dollar-Milliardär mit dem Taxifahrer auf die 10 INR, was ca. 1 Cent entspricht.
    Rassentheorien sind heute nirgendwo auf dieser Welt so wichtig und so dominat wie in Asien.
    Unsere Themen wie "Klima- und Rohstoffkatastrophe" interessiert diesen Herrn eher nicht. Er zählt sich zur zukünftigen Elite und wird sich dann (so meint er) ein paar 100 Unbekannte von der Strasse holen, welche als moderne Sklaven arbeiten.

    Ein Hausmädchen in Deutschland kommt aus der EU und kostet 450 Euro.
    Ein Hausmädchen in Singapor kommt aus Indien, Filipinen, Bangladesh und kostet 150 Euro für 24h bei ca. 2000 Euro Lohn für einen Engineer.

    Schauen Sie, die Geschichte von Indien und China ist mehr als 3000 Jahre alt. In diesen 3000 Jahren gab es nie Bestrebungen der Oberschichten die Unterschichten am Reichtum, Bildung und Wohlstand partizipieren zu lassen.
    Aehnlich wie in den USA sieht sich man sich seinem Country-Club und seiner Familie verpflichtet und nicht den unendlich vielen Unbekannten Armen in diesen Ländern. Der Umgang mit der Armen wird über eine Art Ablass z. B. durch die Kirche delegiert.
    Am Westen bewundert werden die Entwicklungen in der Naturwissenschaft und der Reichtum nicht aber die Entwicklungen in den Geisteswissenschaften.
    Sehen sie - es gibt in fast jeder Forschungsgruppe in den Naturwissenschaften, in jedem Orchster Asiaten aber es gibt fast keine Asiaten in der Psychologie.
    In Indien feilscht der Dollar-Milliardär mit dem Taxifahrer auf die 10 INR, was ca. 1 Cent entspricht.
    Rassentheorien sind heute nirgendwo auf dieser Welt so wichtig und so dominat wie in Asien.
    Unsere Themen wie "Klima- und Rohstoffkatastrophe" interessiert diesen Herrn eher nicht. Er zählt sich zur zukünftigen Elite und wird sich dann (so meint er) ein paar 100 Unbekannte von der Strasse holen, welche als moderne Sklaven arbeiten.

    Ein Hausmädchen in Deutschland kommt aus der EU und kostet 450 Euro.
    Ein Hausmädchen in Singapor kommt aus Indien, Filipinen, Bangladesh und kostet 150 Euro für 24h bei ca. 2000 Euro Lohn für einen Engineer.

  4. Schauen Sie, die Geschichte von Indien und China ist mehr als 3000 Jahre alt. In diesen 3000 Jahren gab es nie Bestrebungen der Oberschichten die Unterschichten am Reichtum, Bildung und Wohlstand partizipieren zu lassen.
    Aehnlich wie in den USA sieht sich man sich seinem Country-Club und seiner Familie verpflichtet und nicht den unendlich vielen Unbekannten Armen in diesen Ländern. Der Umgang mit der Armen wird über eine Art Ablass z. B. durch die Kirche delegiert.
    Am Westen bewundert werden die Entwicklungen in der Naturwissenschaft und der Reichtum nicht aber die Entwicklungen in den Geisteswissenschaften.
    Sehen sie - es gibt in fast jeder Forschungsgruppe in den Naturwissenschaften, in jedem Orchster Asiaten aber es gibt fast keine Asiaten in der Psychologie.
    In Indien feilscht der Dollar-Milliardär mit dem Taxifahrer auf die 10 INR, was ca. 1 Cent entspricht.
    Rassentheorien sind heute nirgendwo auf dieser Welt so wichtig und so dominat wie in Asien.
    Unsere Themen wie "Klima- und Rohstoffkatastrophe" interessiert diesen Herrn eher nicht. Er zählt sich zur zukünftigen Elite und wird sich dann (so meint er) ein paar 100 Unbekannte von der Strasse holen, welche als moderne Sklaven arbeiten.

    Ein Hausmädchen in Deutschland kommt aus der EU und kostet 450 Euro.
    Ein Hausmädchen in Singapor kommt aus Indien, Filipinen, Bangladesh und kostet 150 Euro für 24h bei ca. 2000 Euro Lohn für einen Engineer.

    Antwort auf "Ausgerechnet Asien?"
    • hanau
    • 02.02.2009 um 14:12 Uhr

    ..ist es mir voellig egal, ob die Linken oder die Rechten mehr anti-amerikanisch sind. Sie sind es beinah alle. Und werden es bleiben. Vielleicht sich sogar manchmal/oft zanken, wer mehr anti-amerikansich ist.

    Den meisten Amerikanern ist es ebenso gleichgueltig.

    Wir wissen, dass Deutschland und die US wenig Werte teilen, dass die heutige Stimmung dort dieselbe ist wie vor dem 2. Weltkrieg. Dass seit Bismarck ausser den paar Jahren der Ohnmacht, nichts dort und hier gleich gesehen wird.

    Was mir nicht gleichgueltig ist, dass die meisten Amerikaner nicht verstehen, dass Deutschland uns mehr bedroht hat als jedes andere Land der Welt. Dass es, wie ZEIT-online es beweisst, diese Stimmung nicht zu Ende gekommen ist oder kommen wird.

    Deshalb lesen wir die ZEIT. Um zitieren zu koennen warum in Amerika Deutschland als gleichgueltig zu empfinden, gefaehrlich ist.

    PS. Ja, ich kenne Deutschland gut. Viele Jahrzehnte lang. Nicht nur die Touristen Hotels und die Leute die im Fremdenverkehr beschaeftigt sind. Natuerlich habe ich freundliche Leute dort getroffen, sogar Freundschaften gemacht. Aber die Mehrheit dieses Landes ist uns mehr feindlich gesinnt als jedes andere Land, das ich kenne.

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Scheint gerade ein Trend zu sein im Forum immer gleich vom Anti zu schreiben bzw. gleich mit Anti-irgendwer zu kommen. Da kann ich nur hoffen, Sie werden nicht Anti-Deutsch, bei so vielen Anti Unterstellungen.

    Vereinfacht dargestellt ist die Losung "Wer nicht für uns ist, ist gegen uns" (gerade auch dann wenn in die int. Politik übertragen) meiner Meinung nach doch sehr hart, weil hier kein Raum mehr für dazwischen ist. Dachte ich bisher, die Welt wäre nicht nur schwarz und/oder weiß. Stellen Sie sich doch mal vor, in einer Partnerschaft wäre nicht nur für Europa (EU) gut was für die USA gut ist, sondern auch im Umkehrschluß, was für Europa gut sein kann, kann doch auch gut für die USA sein. (?)

    Jedenfalls kann ich Ihre Meinung, was die deutsch-(us)amerikanischen Beziehungen angehen nicht teilen und wollte Ihnen dieses kurz mitteilen.

    Sie sind im falschen thread: Die Debatte "Deutschland und der Antiamerikanismus von links oder rechts" wird bei einem anderen Artikel geführt...

    Übrigens: Kennen Sie den Kabarettisten Rainer Bange? Nein? Nun, ich darf Ihnen "Endstation Hanau" empfehlen...;-)

    Sie machen es wie die FT mit dem im Artikel erwähnten Buch: Sie erklären Kritik pauschal für antiamerikanisch und damit weichen Sie ihr aus.
    Besser wäre es für Ihre Nation, sich der Kritik zu stellen. Daraus könnte sie lernen und in Zukunft ein nützlicheres Mitglied der Weltgemeinschaft sein.

    Eigentlich wollte ich auf jeden Punkt einzeln eingehen, statt dessen fasse ich mich kurz: Selten so viel Blödsinn auf einmal gelesen.

    • mexi42
    • 02.02.2009 um 17:01 Uhr

    General v. Steuben würdet Ihr heute noch
    britische Kolonie sein.
    Seid dankbar!

    Scheint gerade ein Trend zu sein im Forum immer gleich vom Anti zu schreiben bzw. gleich mit Anti-irgendwer zu kommen. Da kann ich nur hoffen, Sie werden nicht Anti-Deutsch, bei so vielen Anti Unterstellungen.

    Vereinfacht dargestellt ist die Losung "Wer nicht für uns ist, ist gegen uns" (gerade auch dann wenn in die int. Politik übertragen) meiner Meinung nach doch sehr hart, weil hier kein Raum mehr für dazwischen ist. Dachte ich bisher, die Welt wäre nicht nur schwarz und/oder weiß. Stellen Sie sich doch mal vor, in einer Partnerschaft wäre nicht nur für Europa (EU) gut was für die USA gut ist, sondern auch im Umkehrschluß, was für Europa gut sein kann, kann doch auch gut für die USA sein. (?)

    Jedenfalls kann ich Ihre Meinung, was die deutsch-(us)amerikanischen Beziehungen angehen nicht teilen und wollte Ihnen dieses kurz mitteilen.

    Sie sind im falschen thread: Die Debatte "Deutschland und der Antiamerikanismus von links oder rechts" wird bei einem anderen Artikel geführt...

    Übrigens: Kennen Sie den Kabarettisten Rainer Bange? Nein? Nun, ich darf Ihnen "Endstation Hanau" empfehlen...;-)

    Sie machen es wie die FT mit dem im Artikel erwähnten Buch: Sie erklären Kritik pauschal für antiamerikanisch und damit weichen Sie ihr aus.
    Besser wäre es für Ihre Nation, sich der Kritik zu stellen. Daraus könnte sie lernen und in Zukunft ein nützlicheres Mitglied der Weltgemeinschaft sein.

    Eigentlich wollte ich auf jeden Punkt einzeln eingehen, statt dessen fasse ich mich kurz: Selten so viel Blödsinn auf einmal gelesen.

    • mexi42
    • 02.02.2009 um 17:01 Uhr

    General v. Steuben würdet Ihr heute noch
    britische Kolonie sein.
    Seid dankbar!

  5. Ja, das liegt aber nicht an der aktuellen oder sonst einer Politik, sondern daran, dass es dort sowohl den größte Nachholbedarfals auch die größte Nachfrage sowie ein großes Arbeitskräfteangebot gibt, dass nun endlich wirtschaftlich genutzt werden kann.

    Politik kann Schwankungen verursachen aber keine Änderungen: Zuerst kommt das Fressen, dann die Moral: Das gilt für uns wie für Andere.

    M. Flöger

  6. Scheint gerade ein Trend zu sein im Forum immer gleich vom Anti zu schreiben bzw. gleich mit Anti-irgendwer zu kommen. Da kann ich nur hoffen, Sie werden nicht Anti-Deutsch, bei so vielen Anti Unterstellungen.

    Vereinfacht dargestellt ist die Losung "Wer nicht für uns ist, ist gegen uns" (gerade auch dann wenn in die int. Politik übertragen) meiner Meinung nach doch sehr hart, weil hier kein Raum mehr für dazwischen ist. Dachte ich bisher, die Welt wäre nicht nur schwarz und/oder weiß. Stellen Sie sich doch mal vor, in einer Partnerschaft wäre nicht nur für Europa (EU) gut was für die USA gut ist, sondern auch im Umkehrschluß, was für Europa gut sein kann, kann doch auch gut für die USA sein. (?)

    Jedenfalls kann ich Ihre Meinung, was die deutsch-(us)amerikanischen Beziehungen angehen nicht teilen und wollte Ihnen dieses kurz mitteilen.

    Antwort auf "Als Amerikaner"
  7. Sie sind im falschen thread: Die Debatte "Deutschland und der Antiamerikanismus von links oder rechts" wird bei einem anderen Artikel geführt...

    Übrigens: Kennen Sie den Kabarettisten Rainer Bange? Nein? Nun, ich darf Ihnen "Endstation Hanau" empfehlen...;-)

    Antwort auf "Als Amerikaner"

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